pax christi Germany

pax christi Germany pax christi - Die internationale katholische Friedensbewegung

pax christi ist die internationale katholische Friedensbewegung mit ökumenischem Selbstverständnis. Bei den Vereinten Nationen als Nichtregierungsorganisation registriert, wirken wir in über 60 Ländern auf allen Kontinenten. Als christlich motivierte und politisch engagierte Bewegung benennen wir Missstände und beziehen klare Positionen, wo Menschenrechte verletzt und Konflikte mit Gewalt ausgetra

gen werden. Dachorganisation der zahlreichen nationalen Sektionen und affiliierten Organisationen ist pax christi internationalis mit Sitz in Bruessel.

07/06/2026

🔵 In Ancient Greek, 'Kairos' represents time: not time as chronologically defined, but the right moment to make a choice, to act with awareness and responsibility.

📄 On 14 November 2025, sixteen years after the first appeal, Palestinian Christians published "Kairos II: A Moment of Truth – Faith in a Time of Genocide". The document recounts the suffering of an entire people, victims of a violence that shows no sign of easing.

🕊️ Pax Christi International has accompanied the journey of the document since its launch, which took place while our delegation was in the Holy Land. Today, we are sharing a booklet, a useful companion to the reading of the document and to reflection on the nonviolent path we wish to continue pursuing, in our own 'kairos' towards a Just Peace.

The document is available in English, French, Italian and Spanish, and can be downloaded here 👉 https://paxchristi.net/kairos-ii-and-pax-christi-international-from-reflection-to-concrete-action/

Neue Podcast-Folge erschienenSchulstreik gegen die WehrpflichtIn der zweiten Folge spricht Daniel Hügel von pax christi ...
04/06/2026

Neue Podcast-Folge erschienen

Schulstreik gegen die Wehrpflicht
In der zweiten Folge spricht Daniel Hügel von pax christi in Münster mit dem Schüler und Aktivisten Phil Werring, einem der Organisatoren des Schulstreiks in Münster, über die Hintergründe, Motivationen, die Organisation des Streiks und friedenspolitische Ansätze.

Seit Dezember 2025 organisieren sich bundesweit Schüler*innen in Demonstrationen gegen das neue Wehrdienst-Modernisierungsgesetz und gegen eine mögliche neue Wehrpflicht in ihren „Schulstreiks gegen die Wehrpflicht“. Nach dem ersten Streik im Dezember gingen im März 2026 bundesweit mehr als 55.000 Schüler*innen und Unterstützer*innen in 150 Städten auf die Straßen. Am 8. Mai, dem Jahrestag der Befreiung, gingen erneut tausende Menschen auf die Straßen. Auch in Münster beteiligten sich wieder mehr als 200 Menschen an den Protesten unter dem Motto „Nie wieder Faschismus, nie wieder Krieg“.

https://open.spotify.com/episode/5FnsRvGjnYpDkJK1A8O2TS

menschen machen frieden · Episode

Erinnerungsformate im öffentlichen RaumStudierende des Bonner Zentrums für Versöhnungsforschung (BCRS) auf Exkursion in ...
04/06/2026

Erinnerungsformate im öffentlichen Raum

Studierende des Bonner Zentrums für Versöhnungsforschung (BCRS) auf Exkursion in Berlin:
Vom 11. bis 13. Mai 2026 besuchten Studierende des Seminars „Vergangenheitsaufarbeitung im öffentlichen Raum: Gerechtigkeit, Erinnerung und Versöhnung im internationalen Vergleich“ Berlin, um verschiedene Perspektiven auf historische Gewalt, ihre öffentliche Darstellung und die politischen Aushandlungsprozesse über Vergangenheitsaufarbeitung, Erinnerungsformate und Gedenkorte kennen zu lernen. Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der Frage, was und wie wird erinnert und öffentlich sichtbar gemacht? Welche Leerstellen der Erinnerungsarbeit bestehen immer noch und welche Bedeutung hat dies für gesellschaftliche Versöhnungsprozesse? In Begegnungen mit unterschiedliche Gruppen und Initiativen, die im Bereich Erinnerungskultur, Vergangenheitsaufarbeitung und Versöhnungsprozesse tätig sind, wurde u.a. die Frage nach den politischen Entstehungskontexten der jeweiligen Gedenkorte kritisch reflektiert.

Eine Stadtführung mit decolonize Berlin machte uns auf die vielen kolonialen Spuren im Berliner Stadtbild aufmerksam, die oft übersehen werden oder nicht eingeordnet werden können. Die Löcher in der Erinnerungsarbeit bzw. das mangelnde Engagement der politisch Verantwortlichen, insbesondere Orte der Aktivitäten des deutschen Kolonialismus (wie die Afrikakonferenz bzw. Kongokonferenz 1884/85) zu kennzeichnen und deren Opfer zu würdigen hinterließen Fragen, die die Studierenden im Gespräch mit Vertreter:innen der politisch Verantwortlichen der Senatsverwaltung zur Sprache brachten.

Die Statue der Trostfrauen (Ari) und das Museum der Trostfrauen (MUT) war ein zweiter beeindruckender Ort für die Studierenden. Hier schlossen sich auch Mitglieder des Diözesanverbands Berlin/Brandenburg an. Die Bronzestatuen erinnern an verschiedenen Orten auf der Welt an die (großenteils koreanischen) Opfer der Zwangsprostitution durch das japanische Militär im Zweiten Weltkrieg. Diese meist sehr jungen Frauen werden umgangssprachlich als „Trostfrauen“ bezeichnet.

Eine der Studierenden beschreibt es so: „…Die interaktive Ausstellung richtet sich sowohl an Jugendliche als auch Erwachsene und dokumentiert die Geschichte der Trostfrauen. Insbesondere das jahrelange Schweigen der Betroffenen und der beschwerliche Weg, dieses Schweigen zu brechen, werden thematisiert. Mir kam direkt in den Sinn, dass Kim Hak-Soon wohl so etwas wie die koreanische Giselle Pelicot gewesen sein muss, da auch sie die Meinung vertrat, dass die Scham die Seite wechseln muss. Über die Erinnerung der Vergangenheit hinaus ordnet das Museum das brutale Trostfrauensystem im Zweiten Weltkrieg in die globale Kontinuität sexueller Gewalt ein. Wirklich beeindruckt hat mich am MuT, was für ein genuin schöner Ort für das Erinnern eines schrecklichen Verbrechens geschaffen wurde. Oftmals sind Gedenkstätten und Museen unglaublich bedrückend und sollen das auch sein. Die Enge und Endlosigkeit des Holocaust Mahnmals ist ein exemplarisches Beispiel dafür. … Ich hatte das Gefühl, dass diese Ausstellung die Opfer würdevoll und stark dargestellt hat, statt sie auf ihre Opferrolle zu reduzieren.“

Als Fazit wurden drei Punkte hervorgehoben:

Erinnerungskultur im öffentlichen Raum ist oft umkämpft und niemals neutral. Sie ist mit politischen Entscheidungen und gesellschaftlichen Machtverhältnissen verbunden, d.h. sie ist auch veränderbar.
Die Fragen: wer erinnert wie, an wen und zu welchem Zweck prägen Erinnerungsorte maßgeblich.
Es bleibt die Herausforderung, wie Erinnerung gestaltet werden kann, ohne Betroffene erneut auf eine Opferrolle zu reduzieren. Wie können Erinnerungsorte ein würdevolles, partizipatives und kulturell authentisches Erinnern anbieten?

https://www.paxchristi.de/meldungen/view/5214913070891008/Erinnerungsformate%20im%20%C3%B6ffentlichen%20Raum

Ich freue mich auf Vorschläge der Studierenden, wie Erinnerungsorte (um-)gestaltet werden können, damit sie auch in Zukunft ein würdevolles, relevantes und aussagekräftiges Gedenken ermöglichen.

Christiane Schwarz

Studierende des Bonner Zentrums für Versöhnungsforschung (BCRS) auf Exkursion in Berlin:

Enzyklika Magnifica HumanitasFriedensethische und friedenstheologische ThemenVon Stefan SilberDie Enzyklika Magnifica Hu...
04/06/2026

Enzyklika Magnifica Humanitas

Friedensethische und friedenstheologische Themen
Von Stefan Silber

Die Enzyklika Magnifica Humanitas von Papst Leo XIV. „über die Bewahrung des Menschen im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz“ wurde am Pfingstmontag, 25. Mai 2026 der Öffentlichkeit vorgestellt. Unterzeichnet wurde sie bereits am 15. Mai, auf den Tag genau 135 Jahre nach Rerum Novarum von Papst Leo XIII., die allgemein als die erste „Sozialenzyklika“ gilt. Leo XIV. stellt diesen Zusammenhang selbst her und beruft sich im Lauf der Enzyklika auf die gesamte Tradition der Katholischen Soziallehre bis hin zu Papst Franziskus.
Auch wenn die Fragen der Künstlichen Intelligenz einen inhaltlichen Schwerpunkt des Schreibens einnehmen, widmet Leo auch den Fragen von Krieg und Frieden ein ausführliches Kapitel, das unter der Überschrift „Die Kultur der Macht und die Zivilisation der Liebe“ steht, und zwar nicht nur im Zusammenhang mit KI. Auf diese Weise wird auch die Friedenslehre der katholischen Kirche angesichts der gegenwärtigen Herausforderungen aktualisiert. Auf diesen wichtigen Teil von Magnifica Humanitas möchte ich hier hinweisen.

Den Text finden Sie unter https://www.paxchristi.de/file/download/AMIfv97ginFFi9uN-woF6i1KWzSfPdA_BWwh89VEzZvd98bAGtLH9-m727xXQ635_IQYm9s7pc06FqCZypXsLGvgLFXOrdsIzn5DuJkNB7vV9pHoTBqCFsKpWSUNDvADPXzEtFxDlcxpe2dZr2NjfzaWU39IrI3oZ7jhFywAfoStKMdXO455zqtbbu8bY6a_xr5l3mh7MoZkPMkelaAzwh8SuVLTNzofyu2jald85plpiXwKua-XRA1IGvnjZPXSMOFB2XoiC0XL/Friedensthemen%20in%20Magnifica%20Humanitas.pdfdocuments/20260515-magnifica-humanitas.html

ENZYKLIKA MAGNIFICA HUMANITAS DES HEILIGEN VATERS LEO XIV. ÜBER DIE BEWAHRUNG DES MENSCHEN IM ZEITALTER DER KÜNSTLICHEN INTELLIGENZ [ Multimedia ] ___________________________

Die aktuellen Kriege betreffen junge Menschen in besonderer Weise: Sie sollen Wehrdienst leisten.Die riesigen Schulden f...
02/06/2026

Die aktuellen Kriege betreffen junge Menschen in besonderer Weise: Sie sollen Wehrdienst leisten.
Die riesigen Schulden für Aufrüstung gehen zulasten der Investitionen in ihre Zukunft, zum Beispiel in
Bildung und Klimaschutz. Und auch im Schulalltag spiegeln sich internationale Konflikte wie in der
Ukraine oder in Nahost längst wider.
Junge Menschen haben ein Recht auf Mitsprache. Um dieses Recht gut informiert ausüben zu
können und eine friedliche Zukunft aktiv mitzugestalten, brauchen sie die Chance, sich differenziert
mit den Themen Krieg und Frieden auseinanderzusetzen.
❗Darum fordern wir: FRIEDEN IN DEN LEHRPLAN❗
Jetzt unterzeichnen: www.openpetition.org/friedensbildung
Unsere Bündnispartner:
.bawue
.familienbildungswerk_ob .bildungswerk
.for.future
Friedensinstitut der
afpb e. V., Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden e. V., Bildungswerk der Deutschen
Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen Hessen, Bund der Deutschen Katholischen
Jugend – Diözesanverband Freiburg, Eine Welt Netz Oberhausen e.V., Friedensakademie Rheinland-
Pfalz – Akademie für Krisenprävention und Zivile Konfliktbearbeitung, KURVE Wustrow - Bildungs-
und Begegnungsstätte für gewaltfreie Aktion e. V., Ohne Rüstung Leben e. V., pax christi
Diözesanverband Speyer, Referat Friedensbildung im Ökumenewerk der Nordkirche, Stiftung die
schwelle
Wir freuen uns außerdem sehr über die Unterstützung der Erstunterzeichnenden:
.karim
Zeynep Karaosman von

& viele weitere
Danke an

02/06/2026

Bischof Peter Kohlgraf warnt davor, den Wehrdienst höher zu bewerten als Friedens- oder Zivildienst. Was Pax-Christi-Präsident außerdem moniert.

31/05/2026

Pfarrer Matthias Hembrock und Claudia Schwarz aus dem Bistum Münster vertreten „socioMovens“. Warum ein Kurienkardinal nach Münster kommt.

Wie man Konflikte lokal löst.Die Tipps für Moderatoren lokaler Synoden sollen diejenigen unterstützen, die Gemeinschafte...
31/05/2026

Wie man Konflikte lokal löst.

Die Tipps für Moderatoren lokaler Synoden sollen diejenigen unterstützen, die Gemeinschaften in Zeiten des Dialogs, der Meinungsverschiedenheiten und der Entscheidungsfindung begleiten, und bietet sowohl praktische Hilfsmittel als auch einen zutiefst spirituellen Ansatz zur Konfliktbewältigung.

Diese neue Publikation ist ein wertvoller Begleiter für Gemeindegruppen, Diözesanteams, Synodenmoderatoren und alle, die sich für den Aufbau einer Kirche einsetzen, die mehr zuhört, partizipativ ist und den Frieden fördert. Alle, die an synodalen Prozessen beteiligt sind, werden herzlich dazu ermutigt, diese Ressource herunterzuladen, zu lesen und weiterzugeben, um so einen konkreten Beitrag zur Förderung des Dialogs, der Heilung sowie eines unbewaffneten und entwaffnenden Friedens in den lokalen Gemeinschaften zu leisten.

Die neue Veröffentlichung des Generalsekretariats der Synode, die in Zusammenarbeit mit der „Catholic Nonviolence Initiative“ von Pax Christi International entstanden ist.

Have you found yourself in a difficult situation where tensions arise in a group, and you are not sure how to overcome them guiding opponents toward peace?

Der G7-Gipfel und der Nahe OstenPolicy Working Group wendet sich an AußenministerDie Policy Working Group ist ein freiwi...
28/05/2026

Der G7-Gipfel und der Nahe Osten

Policy Working Group wendet sich an Außenminister
Die Policy Working Group ist ein freiwilliges Team aus hochrangigen israelischen Wissenschaftlern, ehemaligen Diplomaten, politischen Analysten und Menschenrechtsaktivisten, die sich für ein internationales Engagement einsetzen, um eine Lösung des israelisch-palästinensischen Konflikts auf der Grundlage der Zwei-Staaten-Lösung voranzutreiben. Seit Jahren begleitet diese Gruppe als Partner die Advocay-Gespräche unserer Nahost-Kommission. PWG hat zum Treffen der G7 Außenminister-Treffen das beigefügte Schreiben verfasst. Der G7-Gipfel in Évian-les-Bains wird von Frankreich organisiert und findet vom 15. bis 17. Juni 2026 statt. Dieses Treffen wird hochrangige Vertreterinnen und Vertreter der G7-Staaten und der Europäischen Union sowie weitere Staats- und Regierungsoberhäupter umfassen.

Policy Working Group wendet sich an Außenminister

Impuls zum 31. Mai 2026, dem DreifaltigkeitssonntagVon Werner Höbsch (Brühl), Kommission Christlich-Muslimischer DialogB...
28/05/2026

Impuls zum 31. Mai 2026, dem Dreifaltigkeitssonntag
Von Werner Höbsch (Brühl), Kommission Christlich-Muslimischer Dialog

Barmherzigkeit und Wohlwollen
An diesem ersten Sonntag nach Pfingsten begeht die katholischen Kirche den Dreifaltigkeitssonntag. Zum Verständnis der Dreifaltigkeit liegen zahlreiche Abhandlungen vor. Mich spricht der Gedanke an: Gott selbst ist Beziehung und tritt mit seiner Schöpfung in Beziehung – in eine Beziehung voller Barmherzigkeit und Wohlwollen.

Erste Lesung Ex 34,4b.5.-6.8-9.
Früh am Morgen stand Mose auf und ging auf den Sinai hinauf, wie es ihm der HERR aufgetragen hatte. Die beiden steinernen Tafeln nahm er mit. Der HERR aber stieg in der Wolke herab und stellte sich dort neben ihn hin. Er rief den Namen des HERRN aus. Der HERR ging vor seinem Angesicht vorüber und rief: Der HERR ist der HERR, ein barmherziger und gnädiger Gott, langmütig und reich an Huld und Treue. Sofort verneigte sich Mose bis zur Erde und warf sich zu Boden. Er sagte: Wenn ich Gnade in deinen Augen gefunden habe, mein Herr, dann ziehe doch, mein Herr, in unserer Mitte! Weil es ein hartnäckiges Volk ist, musst du uns unsere Schuld und Sünde vergeben und uns dein Eigentum sein lassen!

Gedanken zur Lesung
Die zentrale Aussage der Lesung aus dem Buch Exodus lautet: „Gott ist ein barmherziger und gnädiger Gott, langmütig und reich an Huld und Treue“. Wie oft wurde in der Geschichte des Christentums - mitunter bis heute - als Unterschied zwischen dem „Alten“ und dem „Neuen“ Testament behauptet: die Hebräische Bibel verkünde einen Gott, der Rache und der Gewalt, das Neue Testament dagegen den Gott der Liebe und des Friedens. Generationen von Christ*innen wurden durch diese Gegenüberstellung geprägt. Wie verfehlt diese ist, zeigt die heutige Lesung. Woher wissen Mose und das jüdische Volk von der Barmherzigkeit, Güte und Treue Gottes? Nicht durch philosophische Spekulationen, sondern aus geschichtlicher Erfahrung und ihrer Deutungen. Der Gott, der sich dem Mose mit seinem Namen JHWH offenbart hat, als der „Ich-bin-da und werde-da-sein“, gibt sich als ein barmherziger Gott zu erkennen, tritt mit seinem Volk in Beziehung, hört seine Klagen und steigt herab, um das Volk aus dem Sklavenhaus Ägypten zu befreien.

Zweite Lesung. 2 Kor 13,11-13
Im Übrigen, Brüder und Schwestern, freut euch, kehrt zur Ordnung zurück, lasst euch ermahnen, seid eines Sinnes, haltet Frieden! Dann wird der Gott der Liebe und des Friedens mit euch sein. Grüßt einander mit dem heiligen Kuss! Es grüßen euch alle Heiligen. Die Gnade des Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen!
Gedanken zur Lesung

Bei diesen Worten hat Paulus die Gemeinde von Korinth im Blick. Er betont ganz und gar in der Tradition der Tora: Gott ist ein Gott, der Liebe und des Friedens. Wer sein Vertrauen auf diesen Gott setzt, wird leben und selbst zur Friedensbotin und zum Friedensboten werden. „Haltet Frieden!“ ist nicht nur eine Aufforderung an die Gemeinde von Korinth, sondern auch für unsere Zeit. In einer unbarmherzigen Gegenwart, von Hunger und Verelendung, von Kriegen und Gewalttaten geprägt, in der das Heil von wirtschaftlicher und militärischer Überlegenheit erwartet wird, fordert der Ruf; Frieden zu halten, zum Protest auf gegen todbringende Mächte und zu Wegen eines nachhaltigen Friedens.

Evangelium Joh 3,16-18
Denn Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat. Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, damit er die Welt richtet, sondern damit die Welt durch ihn gerettet wird. Wer an ihn glaubt, wird nicht gerichtet; wer nicht glaubt, ist schon gerichtet, weil er nicht an den Namen des einzigen Sohnes Gottes geglaubt hat.

Gedanken zum Evangelium
Das Evangelium kündet vom Rettungsunternehmen Gottes für diese Welt. Er hat den Sohn gesandt, die Welt zu retten, nicht zu richten. Einen gestrandeten Wal zu retten, erwies sich schon als unmöglich, wie dann die Welt? Was kann gemeint sein? Die Welt ist gefangen in Verstrickungen der Gewalt. Der Blick des Evangeliums wird nicht auf ein Jenseits dieser Welt gelenkt, sondern auf das Hier und Jetzt. Christus ist herabgestiegen, um Gottes Barmherzigkeit zu bezeugen und unsere Gedanken und Schritte auf den Weg des Friedens zu lenken.

Die Aussage, „wer nicht glaubt, ist schon gerichtet“, kann verstörend wirken, ist aber hochaktuell. Glauben bedeutet Vertrauen. Worauf vertrauen Menschen? Wer nicht auf den Gott des Friedens vertraut, sondern stattdessen auf Erlösung durch Gewalt setzt, ist schon gerichtet. Da muss kein Gott aus der Höhe kommen, um zu richten. Das besorgen schon die Machthaber dieser Welt selbst mit ihren Gedanken und ihrer Praxis der Gewalt.

Gebet
Gotteslob 10, 4

Papst Franziskus hat oft betont: „Frieden schaffen“ ist ein Handwerk, das mit Leidenschaft, Geduld, Erfahrung und Hartnäckigkeit ausgeübt werden müsse, denn es sei ein langwieriger Prozess. Das bringt das Gebet „Herr mach mich zum Werkzeug deines Friedens“ zum Ausdruck.

Psalm 85: Gotteslob 633, 5
Es begegnen einander Huld und Treue, Gerechtigkeit und Frieden küssen sich.

Gebet zum Segen
Gott, der du Frieden verheißen hast, bewahre und behüte uns,
lasse dein Angesicht leuchten über uns und der ganzen Erde,
segne uns und lenke unsere Schritte auf den Weg des Friedens.

Lied
Gotteslob 475
Verleih uns Frieden gnädiglich

https://www.paxchristi.de/artikel/view/5317042561351680/Impuls%20zum%2031.%20Mai%202026

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