Rabbiner Shlomo Afanasev

Rabbiner Shlomo Afanasev Ratsmietglied und Gründungsmitglied der
jüdischen Gemeinde Kahal Adass Jisroel, Berlin. https://kosherscan.app/en
Arbeit: 🙊

17/04/2026

Antisemiten weigern sich, dieses Video anzusehen, in dem Arnold Schwarzenegger offen über seine eigene Familiengeschichte spricht – über einen Vater, der Teil des NS-Systems war, über Schuld, über Verantwortung und darüber, wohin Hass führen kann.

Sie verweigern sich nicht dem Video.
Sie verweigern sich der Wahrheit.

Denn dieses Zeugnis zeigt klar, was passiert, wenn Ideologie, Menschenverachtung und blinder Hass die Oberhand gewinnen. Es zeigt, dass der Weg des Antisemitismus kein harmloser ist – sondern ein Weg, der immer wieder in Ausgrenzung, Gewalt und am Ende in die Katastrophe führt.

Gerade deshalb ist es so wichtig, hinzusehen.
Zuzuhören.
Zu verstehen.

Wer sich weigert, sich mit dieser Realität auseinanderzusetzen, zeigt nicht nur Ignoranz – sondern auch, wie gefährlich nah er bereits an genau diesem Abgrund steht.

Netziw in Hemek Dowor (Waikra 11:47).„Zu unterscheiden zwischen dem Unreinen und dem Reinen” (Wajikra 11,47). Es handelt...
12/04/2026

Netziw in Hemek Dowor (Waikra 11:47).

„Zu unterscheiden zwischen dem Unreinen und dem Reinen” (Wajikra 11,47). Es handelt sich um ein positives Gebot (Mitzwat Asse), bei allem, was zweifelhaft ist, ob es tamé (unrein) oder tahor (rein) ist, anhand der Erkennungszeichen (Simanim) nachzuforschen und zu prüfen – auch wenn uns die Sache nicht eindeutig erkennbar ist. So heißt es in Chullin 59b: „Ging jemand in der Wüste und fand ein Tier, dessen Hufe abgeschnitten waren, so prüft er [anhand der Simanim] usw.” Und selbst nach der Auffassung des Rambam, dass ein Zweifel bei einem Tora-Gesetz (Safek min ha-Tora) von der Tora her erlaubt ist – dennoch: überall dort, wo es möglich ist, die Sache zu klären, besteht ein positives Gebot der Tora, zu prüfen und Klarheit zu schaffen.
Es steht geschrieben: „bein ha-tamé u-wein ha-tahor” – und nicht einfach: „bein tamé la-tahor”. Wir haben bereits mehrfach erklärt, dass die doppelte Verwendung von „bein” (zwischen … und zwischen) uns lehrt, dass es Abstufungen zwischen den Extremen gibt – Fälle, die dem einen oder dem anderen nahe sind, wie wir in Sefer Bereschit 1 und an anderen Stellen dargelegt haben. Der Grund dafür ist, dass nicht alle Zweifelsfälle gleich sind:
Es gibt einen Zweifel, der nahe am Erlaubten (Kascher) liegt – dennoch muss man seine Zulässigkeit vollständig klären; hat man es allerdings unterlassen zu klären, so hat man kein so schwerwiegendes Verbot begangen. Auch was das Handeln le-Chatchila (von vornherein) betrifft, ist die Sache leichter zu handhaben – wie etwa in Chullin 64 im Zusammenhang mit Eiern: wenn das Eiweiß außen und das Eigelb innen ist, und ein Nichtjude dir sagt: „Es stammt von dem und dem Vogel, und er ist rein (tahor)” – so darfst du dich auf ihn stützen; ohne eine solche Aussage jedoch darfst du dich nicht auf ihn verlassen. Und ähnliche Fälle gibt es viele.
Und es gibt einen Zweifel, der nahe am Unreinen (Tamé) liegt – dessen Strafe durch den Himmel (Bidej Schamajim) beträchtlich ist; dennoch bleibt es ein Zweifel, und man erhält dafür keine Malkot (Peitschenhiebe).
All dies wird „Safek” (Zweifel) genannt. [So wie es heißt: „Safek Chaschecha, Safek ejnah Chaschecha – man verzehntet nicht usw.” Auf den ersten Blick hätte die Mischna formulieren sollen: „Safek Chaschecha o ejnah Chaschecha.” Zumindest hätte „Safek ejnah Chaschecha” zuerst stehen sollen, da dieser Zeitpunkt zeitlich vor der Dunkelheit liegt. Vielmehr ist die Bedeutung folgende: Sowohl zu einem Zeitpunkt, der noch nahe am Tag liegt – aber dennoch ein Safek Chaschecha darstellt – als auch zu einem Zeitpunkt, der nahe an der Nacht liegt, aber dennoch ein Safek ejnah Chaschecha ist – in beiden Fällen gilt dieselbe Regel.]
Und dennoch steht als positives Gebot geschrieben: „zu unterscheiden zwischen dem Unreinen und dem Reinen” – das bedeutet: bei allen Zweifelsfällen, die geklärt werden können – ob sie sich als erlaubt oder als verboten herausstellen –, besteht für das Bet Din ein positives Gebot, Klarheit zu schaffen. Und so wie es verboten ist, bei einem Zweifel, der zur Strenge neigt, leichtfertig zu entscheiden – oder einen Zweifelsfall nicht zu klären und einfach als erlaubt zu behandeln –, so ist es ebenso verboten, dort streng zu entscheiden, wo es möglich wäre, die Erlaubtheit der Sache zu klären.

Jüdische Soldaten der Jüdischen Brigade feiern Pessach in Neapel, 1945. Mitten im Krieg, fern der Heimat, halten sie an ...
05/04/2026

Jüdische Soldaten der Jüdischen Brigade feiern Pessach in Neapel, 1945. Mitten im Krieg, fern der Heimat, halten sie an ihrer Tradition fest. Über 5.000 Juden aus dem Land Israel meldeten sich freiwillig zur britischen Jüdischen Brigade und kämpften im Zweiten Weltkrieg gegen das nationalsozialistische Deutschland. Sie kämpften nicht nur mit Waffen, sondern auch mit Identität, mit Glauben, mit dem Wissen, wofür sie stehen. Während Europa brannte, hielten sie an Pessach fest – dem Fest der Freiheit. Ein starkes Bild dafür, dass jüdisches Leben selbst im Krieg weitergeht. Am Israel Chai.

26/03/2026

🔥 Bestes Video des Jahres.
Ein seltener Moment der Wahrheit bei den Vereinten Nationen – ausgesprochen von einem mutigen kuwaitischen Dissidenten.
Er stellt die unbequeme Frage: Wer sind hier eigentlich die „Kolonisatoren“? Ein jüdisches Königreich existierte in Judäa über Jahrhunderte, und die arabische Expansion hat viele Völker geprägt und verändert. Warum also hält der UN-Rat an Narrativen fest, die Geschichte verzerren, während die Rückkehr des jüdischen Volkes in seine Heimat ignoriert wird?
Er spricht aus, was viele nicht auszusprechen wagen: Israel ist nicht das Problem – Israel steht an vorderster Front gegen Terror, gegen Extremismus, für freie Gesellschaften. 57 islamische Staaten, ein einziger jüdischer Staat. Und trotz aller Versuche, ihn zu delegitimieren, zu isolieren und zu zerstören, besteht Israel nicht nur, es lebt, es wächst, es verteidigt sich. Man kann es Zufall nennen oder Realität anerkennen.
Vielleicht ist es an der Zeit, nicht ständig zu verurteilen, sondern zu verstehen, nicht zu verzerren, sondern zu lernen. Die Frage bleibt: Wann hört dieses Ritual auf?

23/03/2026

Brandanschläge auf Hatzola-Ambulanzen in London. Gezielt, bewusst und zutiefst verstörend. Das ist nicht nur ein Angriff auf die jüdische Gemeinschaft, sondern auf die Werte, die unsere Gesellschaft tragen. Hatzola steht für eines: Leben retten – freiwillig, selbstlos, für jeden Menschen, Juden und Nichtjuden gleichermaßen. Keine Politik, keine Ideologie, nur Hilfe. Und genau das wurde angegriffen. Menschen, die Leben schützen, werden zur Zielscheibe von denen, die von Hass, Terror und Zerstörung getrieben sind. Das ist mehr als ein Verbrechen – es ist ein schmerzhafter Beweis für den Konflikt zwischen denen, die Leben heiligen, und denen, die es zerstören wollen. In einer Zeit zunehmender Angriffe auf jüdische Gemeinschaften weltweit gibt es nur eine Antwort: zusammenstehen, nicht schweigen, nicht weichen. Wir lassen uns nicht einschüchtern und werden niemals aufhören, für Leben, Menschlichkeit und Würde einzustehen.

07/03/2026

DAS IST MEIN KANZLER 🇩🇪🤝 🇮🇱!

02/02/2026

Das ist zutiefst bewegend.

Ein 101-jähriger Überlebender der Schoah erhebt seine Hände und spricht einen Segen über Brian Mast, US-Veteran und Kongressabgeordneter, der offen und mutig an der Seite Israels steht. Ein Mann, der die dunkelste Stunde jüdischer Geschichte überlebt hat, segnet einen Mann, der heute bereit ist, Verantwortung zu tragen und Haltung zu zeigen. Vergangenheit trifft Gegenwart. Überleben trifft Dienst. Erinnerung trifft Verpflichtung.

Im Buch der Psalmen heißt es (Psalm 29,11):
„Der Ewige segnet sein Volk mit Frieden.“
In diesem Moment liegt so viel mehr als ein persönlicher Segen: Es ist ein Zeichen von Kontinuität. Von Dankbarkeit. Von Hoffnung.

Gott segne beide. Den, der überlebt hat – und nie aufgegeben. Und den, der heute einsteht – und nicht schweigt.

25/12/2025

Stellt euch vor, man feiert den Geburtstag eines Juden, geboren vor über 2.000 Jahren in Judäa – und behauptet gleichzeitig, Juden hätten dort vor 1948 nicht gelebt.

Sein Name? Jeschua – ein hebräischer Name. Seine Heimatstadt? Beit Lechem – hebräisch. Seine Sprache? Hebräisch und Aramäisch. Sein Volk? Das jüdische Volk.
Jesus war kein abstraktes Symbol. Er war ein Jude aus Judäa, mit einem hebräischen Namen, geboren in einer hebräisch benannten Stadt, lebend in einer durch und durch jüdischen Welt.

Man kann politische Narrative erfinden. Man kann Geschichte verbiegen. Aber man kann keine 2.000 Jahre jüdische Präsenz auslöschen, nur weil sie unbequem ist.
Die Ironie ist kaum zu übersehen: Jesus wird instrumentalisiert, um Juden aus ihrer eigenen Geschichte zu verdrängen obwohl genau diese Geschichte ihn überhaupt erst verortet.

Geschichte ist hartnäckig. Hebräische Namen auch. Am Israel Chai.

Chanukka, Dezember 1943. Westerbork transit camp, Netherlands. Nicht in Freiheit. Nicht in Sicherheit. Sondern im Schatt...
21/12/2025

Chanukka, Dezember 1943. Westerbork transit camp, Netherlands.
Nicht in Freiheit. Nicht in Sicherheit. Sondern im Schatten der Vernichtung. Dieses Bild zeigt Juden, viele von ihnen Kinder, wie sie Chanukkakerzen entzünden während die Shoa tobt. Während Deportationen weitergehen. Während der Tod allgegenwärtig ist.
Und trotzdem: Sie zünden das Licht an.

Wie Yad Vashem dokumentiert, war Chanukka in Ghettos und Verstecken kein folkloristisches Ritual. Es war ein Akt des Widerstands. Kerzen bedeuteten Gefahr.
Versammlung bedeutete Lebensgefahr.
Jüdisches Leben bedeutete Todesurteil.
Und dennoch geschah es.

Diese Kinder wussten oft nicht, ob sie den nächsten Tag erleben würden. Aber sie wussten, wer sie waren. Chanukka war ihre Antwort auf die deutsche Vernichtungsmaschinerie: Ihr wollt uns entmenschlichen? Wir bleiben Menschen. Ihr wollt unser Licht löschen? Wir entzünden es erst recht.
Der Midrasch sagt:
„Ein wenig Licht vertreibt viel Finsternis.“
Hier war es kein Gleichnis. Es war bitterer Ernst. Eine Kerze gegen ein Reich der Dunkelheit. Eine Flamme gegen industrielle Barbarei.
Dieses Bild ist kein Symbol der Romantik. Es ist ein Dokument der jüdischen Unbeugsamkeit. Sie hatten keine Armee. Keine Macht. Keinen Schutz.
Aber sie hatten Identität. Glauben. Und das unzerstörbare Wissen: Wir sind
Man kann uns einsperren.
Man kann uns verfolgen.
Man kann uns ermorden.
Aber man kann uns nicht dazu bringen, aufzuhören, Juden zu sein.
Am Jisrael Chai.
Damals – im Ghetto.
Heute – in Freiheit.
Und für immer.

Berlin, 1914.Ein Gebetbuch für jüdische Soldaten. Gedruckt für Männer in Uniform, die mit Kippa im Herzen und Waffe in d...
19/12/2025

Berlin, 1914.
Ein Gebetbuch für jüdische Soldaten. Gedruckt für Männer in Uniform, die mit Kippa im Herzen und Waffe in der Hand für ihr Vaterland in den Krieg zogen.
Zwischen diesen Seiten: Hebräische Gebete. Alte Worte. Zeitlose Hoffnung.

Und über allem: Chanukka.

„Schirm und Schutz in Sturm und Graus, Dir erschall’ ein Jubellied.“
Mitten im Krieg. Mitten in Unsicherheit, Schützengräben und Tod sangen jüdische Soldaten vom Schutz Gottes. Nicht aus Naivität. Sondern aus Glauben.

„Schütz, o Herr, Dein heilig Haus, Drin Dir Lob und Preis erblüht.“
Sie wussten, was auf dem Spiel stand: Nicht nur ihr Leben, sondern ihre Identität. Ihr Volk. Ihr Glaube. Chanukka war nie ein bequemes Fest. Es war immer ein Fest des Widerstands.
Des Durchhaltens. Des Lichts gegen die Übermacht der Dunkelheit.

„Doch wenn einst verstummet der Feind,
Dem Dein Volk ein Spott erscheint…“
Wie bitter prophetisch diese Zeilen klingen,
wenn man weiß, was weniger als 30 Jahre später folgen sollte. Und doch: Das Gebet blieb. Das Lied blieb. Das Volk blieb.

„Dann erschall’ allüberall Liedgesang, der uns vereint.“ Dieses Lied vereint Generationen. Jüdische Soldaten von 1914.
Überlebende von 1945. Juden heute – in Uniform, im Gebet, im Leben.

Dieses Siddur ist kein Relikt. Es ist ein Zeugnis. Dass jüdischer Glaube selbst im Krieg Bestand hatte. Dass jüdische Identität nicht an der Front endete. Dass Chanukka mehr ist als Erinnerung – es ist Haltung.

Schirm und Schutz in Sturm und Graus. Damals. Heute. Und immer.

Chanukka, 1942.Ein jüdischer Vater in Uniform. Eine kleine Tochter, die sich an ihn klammert. Zwischen ihnen: die Chanuk...
18/12/2025

Chanukka, 1942.
Ein jüdischer Vater in Uniform. Eine kleine Tochter, die sich an ihn klammert. Zwischen ihnen: die Chanukkia. Zwischen ihnen: Hoffnung – in einer Welt aus Krieg.

Dieses Bild stammt aus dem Jahr 1942. Mitten im Zweiten Weltkrieg. Mitten im größten Dunkel jüdischer Geschichte.

Und doch: Kerzen werden entzündet. Ein Vater schützt. Ein Kind glaubt. Die hebräische Zeile unter dem Bild lautet:
„רֹאשׁ יְמִינִי נָשָׂאתָ וְשֵׁם אוֹיֵב שִׁמַּתָּ“
„Das Haupt meiner Rechten hast Du erhoben, und den Namen des Feindes hast Du ausgelöscht.“ Ein Vers voller Trotz. Voller Vertrauen. Voller jüdischer Unbeugsamkeit.

Chanukka erzählt vom Sieg der Schwachen über die Starken. Vom Licht, das sich nicht beugen lässt. Aber dieses Bild erzählt von etwas noch Größerem: Von jüdischen Vätern, die kämpften. Von jüdischen Kindern, die überlebten. Von einem Volk, das selbst im Krieg seine Identität bewahrte.

Der Feind wollte uns auslöschen. Unsere Namen. Unsere Kinder. Unser Licht. Und doch stehen wir hier. Mit Kerzen. Mit Erinnerungen. Mit Zukunft.

Chanukka ist nicht nur ein Wunder der Vergangenheit. Das jüdische Volk selbst ist das Wunder. Damals. Heute. Und morgen.

Adresse

Brunnenstrasse 33
Berlin
10119

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