12/12/2015
12.12.2015 | von Klaus Schulz
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Darum geben wir nicht auf. Wenn auch unsere körperlichen Kräfte aufgezehrt werden, wird doch das Leben, das Gott uns schenkt, von Tag zu Tag erneuert. 2. Korinther 4,16 (Hoffnung für alle)
In einer Zeitschrift las ich einen Artikel mit der Überschrift: „Stärkungsmittel – verlorene Hoffnung“! Die Beurteilung der geprüften Stärkungsmittel fiel sehr negativ aus. Die Hoffnung, dank dieser Mittel dem Leistungs- und Erfolgsdruck besser gewachsen zu sein, sei trügerisch. Dennoch geben die Bundesbürger über 200 Millionen Euro jährlich dafür aus. Auch Werbefilme gaukeln uns vor, dass durch die Einnahme bestimmter Pillen alles besser werden kann. Ältere Menschen können angeblich wie- der wie in jungen Jahren herumhüpfen. Aber auch Jüngere sollen damit ihre Leistung steigern können, um für Prüfungen und die Anforderungen im Berufsleben fit zu sein.
Unser Tagestext bestätigt, was nicht zu leugnen ist: Unsere Lebenskräfte nehmen mit dem Älterwerden ab. „Unsere körperlichen Kräfte werden aufgezehrt“ (Lutherübersetzung: „unser äußerer Mensch verfällt“), schrieb Paulus an die Christen in Korinth. Wir sollten uns – bei aller empfehlenswerten Vorbeugung und gesunden Lebensweise – damit abfinden. Das ist aber kein Grund zu resignieren, den Mut zu verlieren oder gar aufzugeben: denn der innere Mensch wird durch „das Leben, das Gott uns schenkt, von Tag zu Tag erneuert“. Wie häufig hätte Paulus während seines Dienstes aufgeben können, hätte er nur die Müdigkeit, den Schmerz oder die Kritik vor Augen gehabt, die er immer wieder erlebte. Weil er selbst diese innere Belebung und Erneuerung seines Vertrauens, seiner Opferbereitschaft und Liebe erlebte, konnte er den Christen schreiben: „Lasst euch in eurem Denken erneuern durch den Geist, der euch geschenkt ist.“ (Eph 4,23 GNB) Gerade wenn wir uns schwach fühlen, kann Gott seine Kraft umso stärker zur Geltung kommen lassen. Als Gott zu Paulus sagte: „Meine Gnade ist alles, was du brauchst. Meine Kraft zeigt sich in deiner Schwäche“, wurde er innerlich ruhig: „Nun bin ich zufrieden mit meiner Schwäche, damit die Kraft von Christus durch mich wirken kann.“ (2 Kor 12,9NLB)Den Älteren gilt außerdem die Zusage aus Jesaja 46,4: „Ich werde euch tragen, bis euer Haar vom Alter ergraut. Ich habe es getan und ich werde euch weiterhin tragen. Ich werde euch auf meine Schulter laden und euch retten.“
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