03/08/2023
Dass eine Geburt eine schöne und beflügelnde Erfahrung sein kann, daran hatte ich bis zu meiner Schwangerschaft noch nie gedacht und ich fragte mich, woher kommt diese negative Einstellung eigentlich? Ist sie begründet?
Kurz mal nachgedacht und länger mal nachgelesen, fiel mir auf:
- …aus Film & Fernsehen wusste ich, dass Geburten ganz sicher IMMER mit brüllenden, schwitzenden Frauen, gruseligen Stühlen, Männern in Kitteln und Neonlampen zusammenhängen.
- In der Medizin, sei es bei der Frauenärztin oder im Krankenhaus, werden sie meistens im Zusammenhang mit Komplikationen oder zumindest allerhand Betäubungsmitteln gesehen.
- Und ja, auch in der good old bible spricht jemand von einem Schmerz, den Frau zu ertragen hat, weil sie eben eine Frau ist.
Ein Schelm, wer dabei böses denkt und hier patriarchalische Strukturen als jahrhundertelange Manifestationen der Unterdrückung der Frau wittert…!
Ich kann jedenfalls aus eigener Erfahrung berichten, dass eine Geburt auch eine schmerzfreie und stärkende Erfahrung sein kann, in der sich Mutter und Kind nicht nur trennen, sondern auch zusammenwachsen können!
In einer fast heiligen, heilbringenden und magischen Geburtsprozedur durfte ich vor einiger Zeit in den gewohnten vier Wänden mein Baby zur Welt bringen. Ohne Neonlicht, Kittel und Schmerzensschreie… dafür in aller Ruhe, in meiner Mitte, im Rhythmus, den die Natur für mich und mein Kind vorgegeben hat.
Die Erfahrung zu machen,
- dass ein Frauenkörper wahnsinnig stark und anpassungsfähig ist
- dass man / Frau sich durch Gebete in Form von Meditation, Atem- und Erdungsübungen in seine Mitte bringen und an seine eigene Kraftquelle anbinden kann
- dass man in seinem Leben getragen und aufgehoben ist, wenn man es zulässt…
… all das hat mich meine liebe Hebamme gelehrt und gezeigt.
Eine inspirierende Frau, die andere Frauen dazu einlädt, an sich selbst und die Kraft des Himmels IN DIR zu glauben. Sie hat mir gezeigt, dass wir uns so oft unterschätzen, aus Angst Verantwortung abgeben und dadurch nicht merken, was wir alles eigenverantwortlich schaffen, wenn wir den Himmel gewähren lassen.
(Fortsetzung in den Kommentaren)