Evangelische Kirchengemeinde Weslarn

Evangelische Kirchengemeinde Weslarn Evangelisch in Lippetal, Weslarn, Bettinghausen, Ostinghausen

JosefWeihnachten & MännerWeihnachten ist ein Herrenfest. Genauso wie Ostern und wie Pfingsten. Nicht weil es in diesen K...
26/12/2024

Josef

Weihnachten & Männer

Weihnachten ist ein Herrenfest. Genauso wie Ostern und wie Pfingsten. Nicht weil es in diesen Kirchen-Festen um Männer geht. Eher im Gegenteil. Um die geht es fast gar nicht. Sondern weil es um den Herrn geht, den Herrn der Kirche, Jesus Christus. Weihnachten ist ein Herrenfest.
Um Männer geht es eher am Rande.
Heute geht es einmal um Josef.

RF: Guten Morgen, Herr Josef. Sie haben ja viel um die Ohren in diesen Tagen.
Josef: Vor allem habe ich viel zu tun.
RF: Was tun Sie denn so? Eigentlich stehen Sie doch eher immer rum, an der Krippe.
Josef: Tja. Da haben die Schnitzer immer diese paar Minuten eingefangen, wo wir auf unser Kind schauen konnten. Da war mal Ruhe.
RF: Was haben Sie mit der Ruhe anfangen?
Josef: Zuerst war da nur das Gesicht und das Atmen des kleinen Babys. Ich hab nur geguckt. Da waren ganz kleine weiße Punkte auf der Nase. Das war schon besonders.
RF: Und dann?
Josef: Dann hab ich mir gedacht: Meins ist es nicht wirklich. Aber es soll mein Kind werden und sein.
RF: Sie waren nicht der leibliche Vater.
Josef: Sie kennen doch die Geschichte. Maria sagte mir, dass da ein Engel war und dass sie schwanger wär.
RF: Klingt unglaubwürdig.
Josef: Natürlich. Ich war am Boden zerstört. Wir waren verlobt, so zu sagen. Ich baute schon die Möbel für unser zu Hause.
RF: Sie sind ja vom Fach als Zimmermann.
Josef: So mal eben eine Beziehung abbrechen, wenn man den Menschen gefunden hat, den man liebt, und wenn man soviel zusammen aufgebaut hat, das ist nicht ohne! Maria flehte mich an, ihr zu glauben. Na ja. Ich wollte weg ziehen. Ein Schreiner findet überall was. Was ich nicht wollte, war, Maria bloß zu stellen. Da drohten harte Strafen auf S*x vor der Ehe und uneheliche Kinder, wissen Sie. Es war eine andere Zeit. Ich liebte Maria, und ja, ich war wütend, aber eigentlich wollte ich nur weg.
RF: Später erzählten Sie, ihnen sei selbst der Engel erschienen.
Josef: Keine Ahnung, wie der Engel aus sah. Ich lag wach in der Nacht, ich heulte, ich war unfassbar aggressiv. Ich betete auch. Irgendwann dämmerte ich weg.
RF: Sie beteten?
Josef: Wieso nicht? Das schien mir plausibel. O Gott, sagte ich. Mann, Mann, Mann, mach was.
RF: Und? Machte Gott was?
Josef: Ich schlief ein. Als ich aufwachte, erinnerte ich mich an den Traum. Das passiert nicht so oft, ich meine, dass ich mich an Träume erinnere. Aber der Traum fühlte sich gut an.
RF: Sie sagten später mal, ein Engel hätte ihnen Mut gemacht.
Josef: Ja, da war so ein Engel. Wie er aussah, weiß ich nicht. Aber ich erinnerte mich an seine Stimme: Fürchte dich nicht, Maria zu dir zu nehmen. Gott ist mit dir und mit dem Kind und mit Maria.
RF: Und hatten Sie Furcht?
Josef: Natürlich war ich immer noch beunruhigt. Ob ich das richtige tue.
RF: Was taten Sie?
Josef: Ich ging zu Maria und hörte mir ihre Geschichte noch einmal an. Ich glaubte ihr.
RF: Wie das?
Josef: Ich konnte mir nicht vorstellen, dass sie mich betrügt. Dass sie das je gewollt hätte. Und ich liebte sie.
RF: Und sie heirateten.
Josef: Ja, das ging dann schnell. Ihre Eltern planten alles mit. Und ich hatte viel zu tun.
RF: Mit den Vorbereitungen.
Josef: Ja, klar, ich arbeitete so viele Aufträge ab wie möglich. Wir würden das Geld brauchen. Und ich baute zwischendurch eine Babywiege.
RF: Sie sagten anfangs, Sie hätten viel zu tun in diesen Tagen.
Josef: Na ja, wie immer zu Weihnachten. Tannenbaum aufstellen und so. Wobei das heute ja kein Ding mehr ist mit den modernen Seilzugbaumständern, einfach rein, etwas zurecht ruckeln, fest zurren, und er steht. Keine Herausforderung mehr wie früher.
Jedenfalls, früher hatte ich noch mehr zu tun. Das kann man sich ja vorstellen.
RF: Vor welche Herausforderungen wurden Sie gestellt?
Josef: Der Bescheid mit der Volkszählung war ins Haus geflattert. Wir mussten unsere Sachen packen und nach Bethlehem. Ich musste den Esel besorgen für Maria, die Route planen.
RF: Sie gingen zu Fuß.
Josef: Wie sonst. 8 volle Tage. 200 Kilometer weit. Nur weil ich da geboren war. Diese verdammten Römer! Dieser ganze Aufwand. Und der Geburtstermin rückte näher! Irgendwann kamen wir endlich an. Die Stadt war rappelvoll.
RF: Sie mussten sich im Rathaus registrieren lassen.
Josef: Und den Rest kennen Sie.
RF: Sie meinen die Herbergssuche und den Stall.
Josef: Und dann stehe ich da immer in jeder Krippe, als wäre ich zu Besuch. Wie so ein Statist im Theater, der einen Schekel kriegt und dann nach Hause geschickt wird.
RF: Immerhin bekamen Sie einen Sack Gold von den Weisen.
Josef: Das war ordentlich, ja. Großzügig. Menschlich. Hätte ich nicht erwartet.
RF: Und das Kind …
Josef: Das war die Hauptsache. Du versuchst alle Fäden in der Hand zu halten und alles zu machen und zu tun. Aber so ein Baby haut dich um. Das war … das war schön.
RF: Mit der Geburt in der Nacht war ja nicht alles vorbei.
Josef: Was denken Sie denn? Da ging`s erst los mit den Problemen. Wir konnten nicht zurück nach Nazareth. Wir mussten nach Süden fliehen.
RF: Nach Ägypten. König Herodes stellte Ihnen nach und schickte Soldaten.
Josef: Wir konnten erst Jahre später, als er tot war, zurück. Das war hart, so die Kontrolle zu verlieren. Angewiesen sein auf das Wohlwollen von Grenzern und Behörden und ägyptischen Einheimischen. Und alles für`s Überleben zu tun.
RF: Eine ernste Geschichte! Immerhin erzählen wir die Geschichte heute noch.
Josef: Heute bin ich ein bisschen gespalten. Zum einen finde ich das freundlich, dass alle noch an uns denken. Und an unser Kind.
RF: Aber?
Josef: Zum andern ist mir Weihnachten ein bisschen zu possierlich. All dieses Plätzchenbacken und die dicken roten Kerzen und das Aufräumen, und die gute Stube.
RF: Na ja, man soll die Feste halt feiern wie sie fallen.
Josef: Ist mir manchmal etwas zu warm, das alles.
RF: Sie hätten es gern etwas kühler.
Josef: Ja, realistischer. Gott war auch realistisch.
RF: Gott und realistisch?
Josef: Gott hat mir geholfen. Im Zweifel. Da half mir Gott zu einer klaren Entscheidung. Ich musste nur Maria ins Gesicht schauen. Und in der Angst. Da in der Nacht im Stall, dass alles gut wird. Und auf der Flucht, diese Panik. Wir haben überlebt. Und im Kontrollverlust hat Gott die Kontrolle übernommen und uns geführt. Im Nachhinein sehe ich das so.
RF: Und das Kind?
Josef: Ich bin ein alter Mann und entdecke den Jungen wieder. Heute ein Mann. Ein Herr sogar.
RF: Danke für das Gespräch!

Sonntag, 4. Juni 2023 um 10.30 UhrEv. Dankeskapelle HerzfeldDiestedder Straße 40, Lippetal-Herzfeld Wir frühstücken zusa...
03/06/2023

Sonntag, 4. Juni 2023 um 10.30 Uhr
Ev. Dankeskapelle Herzfeld
Diestedder Straße 40, Lippetal-Herzfeld

Wir frühstücken zusammen und
feiern während dessen Gottesdienst.

Im Gottesdienst ist der Tisch
mit Brötchen, Saft / Kaffee, Butter
und Marmelade gedeckt.

Gerne mit bringen:
Besondere Leckereien wie
Obst, Aufschnitt, Saft, Kuchen usw.
zum Miteinander-Teilen.

Für alle! Einfach dazu kommen.
Mehr Infos: www.kirchengemeinde-weslarn.de

Vieles, das in Bachs Weihnachtsoratorium berührt. Allein diese paar Sekunden, 0:45 https://www.youtube.com/watch?v=YmQs_...
11/12/2022

Vieles, das in Bachs Weihnachtsoratorium berührt.
Allein diese paar Sekunden, 0:45 https://www.youtube.com/watch?v=YmQs_7iXn3k
Schöne neue Aufnahme von 2021, in denen die 9 Solist/innen schlank die Choräle singen

Provided to YouTube by Kontor New Media GmbHWeihnachtsoratorium BWV 248: Rezitativ mit Choral: Immanuel, o süßes Wort · Thüringer Bach Collegium · Gernot Süß...

Online-Gottesdienst Sonntag, 7. August um 10.30 UhrDas Vater Unser kennt fast jede/r. Das berühmte Gebet hat aber Detail...
05/08/2022

Online-Gottesdienst
Sonntag, 7. August um 10.30 Uhr

Das Vater Unser kennt fast jede/r.
Das berühmte Gebet hat aber Details,
die es in sich haben.
Lieder, Kurzfilm, Gedanken
Teilnehmen über www.kirchengemeinde-weslarn.de

„Weite Wege“ Zoom-Gottesdienst: So., 26.6.2022, 10.30 UhrZugang www.kirchengemeinde-weslarn.deIm Mittelpunkt steht die i...
24/06/2022

„Weite Wege“
Zoom-Gottesdienst: So., 26.6.2022, 10.30 Uhr
Zugang www.kirchengemeinde-weslarn.de

Im Mittelpunkt steht die iranische Lehrerin Fateme Esmaeily mit ihren Bildern, die sie nach ihrer Flucht nach Europa gemalt hat.
Die Anhängerin der Bahai-Religion floh aus dem Iran vor religiöser staatlicher Verfolgung. Bis April wohnte sie bei uns in Herzfeld im Kirchenasyl. Im Interview erzählt Fateme Esmaeily ihre bewegende Geschichte.
Ihre Bilder sind bekannte Motive: ein Leuchtturm am holländischen Strand, Frauen wie von Modigliani gemalt.
Aber vor dem Hintergrund ihrer Biografie wirken sie ganz neu.

Mit Musik, Bildern, Fürbitten von allen.

Kirche auf der KirchenwieseSonntag, 19. Juni 2022, 10.30 Uhr Ev. Dankeskapelle Herzfeld WachsenWas soll weg gehen an Sch...
18/06/2022

Kirche auf der Kirchenwiese
Sonntag, 19. Juni 2022, 10.30 Uhr
Ev. Dankeskapelle Herzfeld

Wachsen
Was soll weg gehen an Schlimmen?
Was soll wachsen an Gutem?
Was ist unsere Hoffnung?

Alle können sich persönlich segnen lassen.

Fateme Esmaeily zeigt Bilder.
Mit Getränken, Kaffee & Keksen im Anschluss.
Ort: Dankeskapelle (Diestedder Straße 40, 59510 Lippetal)

Mehr Infos: www.kirchengemeinde-weslarn.de

SchwarzGeschichten und Texte zur KarwocheOnline-Kirche Sonntag, 10. April um 10.30 Uhr  Texte über Passion und Trauer un...
06/04/2022

Schwarz
Geschichten und Texte zur Karwoche

Online-Kirche Sonntag, 10. April um 10.30 Uhr

Texte über Passion und Trauer und Stille -
und die leisen Flügelschläge der Hoffnung:
Es sind Geschichten von Verrat,
absoluter Verzweiflung, Tod,
leiser Hoffnung und Neuanfang.
In jedem Frühjahr erzählen wir sie neu und anders,
in diesem Jahr im Zeichen der Ukraine.

Mit kreativem Schreiben.

Mit Musik und Texten

Durch den Gottesdienst führen
Guido Zierrock und Pfarrer Ralph Frieling.

Dauer ca. 50 Minuten

Zugang über kirchengemeinde-weslarn.de

JudaspassionSonntag, 3. April 202217.00 Uhr St.-Urbanuskirche WeslarnSchauspiel von Lot Vekemans Berus Nezhad (Soest): S...
01/04/2022

Judaspassion

Sonntag, 3. April 2022
17.00 Uhr St.-Urbanuskirche Weslarn
Schauspiel von Lot Vekemans
Berus Nezhad (Soest): Schauspiel, Santur
Christiane Gerhardt (Berlin): Viola da gamba
Eintritt frei | Kollekte

Der Name steht für Verrat. Ein Mann, der jahrhundertelang von jedem geschmäht wurde. Doch wäre ohne diesen Menschen und ohne seinen Kuss das Christentum nie zu einer der großen Weltreligionen geworden. Es gibt in jedem Zeitalter Spekulationen über ihn und seine Motive. Nach 2.000 Jahren ist es an der Zeit, dass Judas selber spricht: Er inszeniert darum einen letzten Versuch, seine Tat wieder auf ein menschliches Maß zurückzubringen. Das Publikum wird dahin geführt, wo es lieber nicht sein möchte: zu dem „Judas in uns“. Johann Sebastian Bach ist einer der größten musikalischen Schöpfer, dem es gelang, religiöse und menschliche Gefühle unmittelbar auszudrücken. Nach dem Vorbild der Passionen Bachs erfährt nun Judas eine eigene musikalische Interpretation, die seinen zweifelnden Geist widerspiegelt. Dauer: 70 Minuten (ohne Pause)

Teaser: https://www.youtube.com/watch?v=C_XTarSu-Io

FriedensgebetIn der Ev. Kirche Bad Sassendorf findet ab Freitag bis zum 2. März täglich um 17.30 Uhr ein Friedensgebet z...
25/02/2022

Friedensgebet

In der Ev. Kirche Bad Sassendorf findet ab Freitag bis zum 2. März täglich um 17.30 Uhr ein Friedensgebet zur Situation in der Ukraine statt.
Beginn ist an jedem Tag bis Aschermittwoch um 17.30 Uhr.

Zu dem 20minütigen Friedensgebet laden die Kirchengemeinden in der Region zwischen Lippe und Möhnesee gemeinsam ein.

Unsere Gedanken und Gebete sind mit den Menschen, die nun um Leib und Leben fürchten und die erleben, wie Leid und Tod in ihre Städte und Dörfer einziehen.
Es ist nur ein Schritt, zwischen Leben und Tod.
Es ist nur ein Wort, das Unheil befiehlt.
Wer gebietet Einhalt?
Wer erbarmt sich der Sterbenden,
Wer schützt Kinder und Alte?
Wer macht dem Töten ein Ende?
Wie suchen Dich Gott, wir brauchen Dich.

Du selbst bist das Geschenk, das noch fehlt.Du selbst bist das Wort, das befreit.Du selbst bist die Freude. Kommt gut in...
23/12/2021

Du selbst bist das Geschenk, das noch fehlt.
Du selbst bist das Wort, das befreit.
Du selbst bist die Freude.

Kommt gut in den Heiligen Abend! Gesegnete Weihnachten!

Unsere Gottesdienste:
Heilig Abend - Freitag, 24. Dezember

Christvesper
16.00 Uhr Ev. Dankeskapelle Herzfeld
2 G mit Nachweis: geimpft | genesen | Singen möglich

Christvesper im Freien
17.30 Uhr im Kerzenschein, Sportplatz Weslarn
(Kirchkamp/Bettinghauser Weg, 4000 qm)
3 G mit Nachweis: geimpft | genesen | getestet | Singen möglich

Smartphone/Taschenlampe zum Mitsingen mit bringen. Im Stehen. Für die, die es gut brauchen, stehen überdachte Bänke bereit.
Am Eingang scannen wir Ihren Nachweis. Bitte nicht zu knapp kommen. Es gibt genug Platz für alle auf dem Sportplatz. Der Gottesdienst findet bei jedem Wetter statt. Warm anziehen und gern Tee mit bringen.

Christnacht
22.00 Uhr St.-Urbanuskirche Weslarn
2 G mit Nachweis: geimpft | genesen | Singen möglich

Infos und Online-Spende für Brot für die Welt:
www.kirchengemeinde-weslarn.de

10.30 Uhr Online-Gottesdienst*"Herbergssuche. Menschen auf der Flucht" 17.00 Uhr A-capella-Konzert*Detmolder Vokalensemb...
11/12/2021

10.30 Uhr Online-Gottesdienst*
"Herbergssuche. Menschen auf der Flucht"

17.00 Uhr A-capella-Konzert*
Detmolder Vokalensemble, Leitung Andrea Schwager
St.-Urbanuskirche Weslarn
Kollekte für Kosten des Abends | 2G-Regel

*Infos und Zugang: www.kirchengemeinde-weslarn.de

Adresse

Stakenweg 2
Bad Sassendorf
59505

Benachrichtigungen

Lassen Sie sich von uns eine E-Mail senden und seien Sie der erste der Neuigkeiten und Aktionen von Evangelische Kirchengemeinde Weslarn erfährt. Ihre E-Mail-Adresse wird nicht für andere Zwecke verwendet und Sie können sich jederzeit abmelden.

Teilen