03/04/2024
Herrleingrab noch bis zum 14. April in der Kirche zu besichtigten
„So viele Interessierte bei der Vorstellung am ersten Osterfeiertag und schon Tage zuvor, hätte ich nie erwartet,“ sagt Kirchenpfleger Sigfried Reder in Kleineibstadt. Nun wird es noch bis zum 14. April in der Dorfkirche stehen bleiben, Dass man es sicher wieder einmal in Kleineibstadt aufstellen werde, sei keine Frage, sagte der Kirchenpfleger, allerdings sei unklar in welchen Zeitabständen.
Die Dorfkirche war bis zum letzten Platz besetzt, als ein Ensemble der Kleineibstädter Musikkapelle die Feierstunde zur offiziellen Vorstellung eröffnete. Kreisheimat- und Archivpfleger Reinhold Albert (Sternberg) erwähnte einen Engel über der Grabesstätte. „Das ist ein Kinderbild, das Johann Peter Herrlein selbst darstellt.“ Gezeigt hat er zwei Steinkugeln, die man auf dem Dachboden des Elternhauses von Johann Peter Herrlein fand. „Damit hat er vor 260 Jahren gearbeitet, die Farbstücke verkleinert und zerrieben.“
Kreiskulturreferent Hanns Friedrich schilderte die umfangreichen Arbeiten des Kleineibstädter Künstlers. Dessen Werke findet man nicht nur im Grabfeld und der Rhön, sondern auch in Müdesheim und Reuchelheim im heutigen Landkreis Main-Spessart, aber auch in Mürsbach, im oberfränkischen Landkreis Bamberg. „Johann Peter Herrlein hat mit seinem Malerpinsel den Himmel geöffnet, so wie er ihn sich vorstellte.“
Bezirksheimatpfleger Professor Klaus Reder ging auf althergebrachte Traditionen ein. Bräuche allgemein, seien einst vom Aussterben bedroht gewesen. Nur durch das gemeinschaftliche Zusammenwirken einheimischer Heimat- und Kulturpfleger, gerieten sie nicht in Vergessenheit. So auch das Heilige Grab von Kleineibstadt, das nach vielen Jahren der musealen Präsentation nun wieder an seinem Ursprungsort aufgestellt wurde.