17/06/2020
Dienen…danken“, das weckt Erinnerungen an früheste Zeiten. An die eigene Kindheit, Anfang der 60er Jahre. Wenn Besuch kam, war es angesagt auf dem Land, damals, noch: Hand geben, einen „Diener machen“, also sich verbeugen bei der Begrüßung. Und natürlich „danke“ sagen für das (kleine) Mitbringsel, das man (vielleicht) bekam. Es verband sich für mich mit einem zwiespältigen Gefühl: „danke“ sagen, ja, in Ordnung; aber ein „Diener“, nur für die Tafel Schokolade…? Zwang, Unfreiwilligkeit zu greifen.
„Dienen…danken“ –Losungsworte von heute benennen als Adressaten „dem Herrn, …dem Vater“. Wozu das? Mir scheint im Hintergrund diese Glaubens-Sicht zu stehen: was ich bin, bin ich nicht allein aus mir. Was ich bin, bin ich durch Menschen, Beziehungen, durch Kultur und Prägungen, meinetwegen durch meine Gene (auch). Was ich bin, ist verdankt. Paulus weiß: „durch Gottes Gnade bin ich, was ich bin.“ Und was ver-dankt ist, hat Grund zum danken. Und zur Demut, was meint: Mut zum dienen –was wiederum meinem Leben zum Guten „dient“,
Pfarrer Ulrich Funk