30/07/2026
«Albanien steht nicht zum Verkauf!»
Albanien, das «Land der Adler», ist stark von Migrationsbewegungen betroffen. Viele Menschen ziehen von den Dörfern in die Städte, oder sie verlassen ihre Heimat gleich ganz, weil sie anderswo eine bessere Zukunft zu finden glauben.
In der albanischen Hauptstadt Tirana finden seit Anfang Juni jeden Tag grosse Proteste statt. Ausgelöst wurden sie durch ein geplantes Luxus-Tourismusprojekt in einem unter Naturschutz stehenden Gebiet – in einem Gebiet, das von Flamingos als Brutplatz genutzt wird, weshalb die Bezeichnung «Flamingo-Revolution» entstanden ist. Die Proteste sind mittlerweile zu regierungskritischen Demonstrationen geworden, welche sich für Transparenz und gegen die grassierende Korruption, gegen den Verkauf öffentlicher Gebiete an ausländische Investoren sowie gegen die Regierung des gegenwärtigen Ministerpräsidenten im Allgemeinen richten.
Auch die methodistische Kirche in Albanien ist von Migration betroffen, von steigenden Preisen, die ihr viel abverlangen, und von Folgen der Korruption. Aber – wie auch die Teilnehmenden an den Protesten – setzt sie sich für eine Zukunft ein, in der ganz unterschiedliche Menschen einen Platz finden. Mit vier urbanen Gemeinden (Tirana, Durrës, Pogradec und Elbasan) sowie einer Gemeinde in den Mokra-Bergen (Buzahishtë) ist die Kirche zahlenmässig zwar nicht von einer überwältigenden Grösse, wächst jedoch stetig.
Foto: Gemeinsam unterwegs in Albanien (v.l.n.r.): Alfros Hyko, Florian Çela, Jean Nausner, Wilfried Nausner, Urs Schweizer, Përparim Kasmollari, Gjergj Lushka, Amadeo Çela.