Evangelisch-Lutherische Kirche Zürich Nordost- und Zentral Schweiz

Evangelisch-Lutherische Kirche Zürich Nordost- und Zentral Schweiz Wir sind eine Evangelisch-lutherische Gemeinde mit 1200 Mitgliedern die in Zürich und angrenzenden

01/04/2025
Konfirmanden auf Luthers Spuren unterwegs.
21/04/2024

Konfirmanden auf Luthers Spuren unterwegs.

Herzliche Einladung Sonntag 14. April zum Gottesdienst in die Martin Luther Kirche um 10.00 Uhr. Gottesdienst mit gregor...
11/04/2024

Herzliche Einladung Sonntag 14. April zum Gottesdienst in die Martin Luther Kirche um 10.00 Uhr. Gottesdienst mit gregorianischer Schola. Leitung Andreas Müller Crepon und Christian Gautschi.

Zweite Schulung der Züricher Stadtpolizei. Dieses Mal Telefonbetrug und Sicherheit im Alter. Vielen Dank an die Polizei ...
01/02/2024

Zweite Schulung der Züricher Stadtpolizei. Dieses Mal Telefonbetrug und Sicherheit im Alter. Vielen Dank an die Polizei und Kommissar Hunkeler! War sehr gut!

Unsere Martin Luther Kirche erstrahlt nach dem fertiggestellten Innenanstrich. Kommt und seht!
31/01/2024

Unsere Martin Luther Kirche erstrahlt nach dem fertiggestellten Innenanstrich. Kommt und seht!

Wir freuen uns, dass wir an diesem Wochenende mit dem 14. Jahreszyklus des Bachkantaten-Projektes starten konnten. Ein g...
28/01/2024

Wir freuen uns, dass wir an diesem Wochenende mit dem 14. Jahreszyklus des Bachkantaten-Projektes starten konnten. Ein grosses Dankeschön für die gute Zusammenarbeit an das Bach Collegium Zürich und die Christkatholischen Kirche Zürich.

Heute im Forum „Gemeinsam älter werden“ hervorragende Schulung durch die Züricher Polizei zu digitaler Sicherheit! Herzl...
02/11/2023

Heute im Forum „Gemeinsam älter werden“ hervorragende Schulung durch die Züricher Polizei zu digitaler Sicherheit! Herzlichen Dank an das Kommissariat Prävention der Stadtpolizei Zürich!

LUTHERGEBET am 13. September 2023Guten Abend und herzlich willkommen zu unserem 275. Luthergebet am 13. September. In de...
13/09/2023

LUTHERGEBET am 13. September 2023
Guten Abend und herzlich willkommen zu unserem 275. Luthergebet am 13. September.
In der Mitte der Woche wollen wir innehalten, zur Ruhe kommen. Zeit für Kerzen, Besinnung, schöne Musik und Gebet.

Und so sammeln wir uns heute Abend:
Im Namen Gottes, Quelle unseres Lebens
Im Namen Jesu Christi, in ihm ist Gott uns nahe
Im Namen der heiligen Geistkraft, die uns belebt und bewegt.
Amen

BILD: Zürich 21

In allem, was in dieser Welt und in unserem Leben geschieht und sich wandelt:
Gott bleibt, unser Gebet bleibt.
Immer Mittwoch abends um 21.00 Uhr, am Sonntag um 10.00 Uhr.

SICH BEREIT MACHEN.
Ich suche einen guten Ort für mich. Er hilft mir, zur Ruhe zu kommen.
Ich entzünde eine Kerze und denke an den Frieden, den Gott mir schenken will
Ich lasse mich vom Licht bescheinen, das kann mir helfen, mich für die Gegenwart Gottes und seinen Heiligen Geist zu öffnen.

In allem, was in dieser Welt und in unserem Leben geschieht und sich wandelt: Gott bleibt, unser Gebet bleibt.
GEBET
Gott, ich bin hier. (Wir sind hier).
Allein,
und doch verbunden in Gedanken und im Gebet,
durch Deinen Geist, mit Schwestern und Brüdern, mit Freundinnen und Weggefährten.
Wir sind / Ich bin mit Herz und Seele von zuhause dabei.
verbunden, um diese Andacht zu feiern.
Wir kommen mit allen schönen Erlebnissen, Begegnungen und Gefühlen dieser Tage.
Mit Sorgen, mit Leid und Erschrecken
über die Auswirkungen der Klimaerwärmung, Kriege und Ungerechtigkeiten dieser Welt,
wir kommen auch mit Dank für so viele kleine Dinge, die uns erfreuen und guttun,
die so selbstverständlich funktionieren in unserem Leben.
Wir machen uns bewusst, du Gott, bist da. Amen.

Herr, mein Gott,
ich danke dir, dass du diesen Tag zu Ende gebracht hast.
Ich danke dir, dass du Leib und Seele zur Ruhe kommen lässt.
Deine Hand war über mir und hat mich behütet und bewahrt.
Vergib allen Kleinglauben und alles Unrecht dieses Tages
Und hilf, dass ich allen vergebe, die mir Unrecht getan haben.
Lass mich in Frieden unter deinem Schutz schlafen
Und bewahre mich vor den Anfechtungen der Finsternis.
Ich befehle dir die Meinen, ich befehle dir dieses Haus,
Ich befehle dir meinen Leib und meine Seele.
Gott, dein heiliger Name sei gelobt.
Amen
Autor: Dietrich Bonhoeffer

MUSIK: Perfekt – Ed Sheeran
https://www.youtube.com/watch?v=82vC07ygl0A

GEDANKEN: Die weibliche Seite Gottes

Liebe Zuhörerinnen und Zuhörer,
letzte Woche überraschte mich ein 12-jähriges Mädchen mit folgender Aussage: «Also, wenn es Gott gibt, ich sage nicht, dass es ihn gibt. Aber wenn es ihn gibt, muss er eine Frau sein. Denn nur wir Frauen können Leben weitergeben, Frauen waren Königinnen und Herrscherinnen – wir können das also auch, und Frauen können sich gut um andere kümmern. Deswegen: wenn es Gott gibt, muss er eine Frau sein».
Ich war überrascht, fasziniert und musste lächeln. Ja, Gott ist auch wie eine Frau und noch so viel grösser.
Gleichzeitig machte es mir klar, wie sehr wir in unserem Sprachgebrauch Gott männliche geprägt haben. Dabei ist Gott nicht Mann und nicht Frau, sondern so viel mehr.
In der Katholischen, Christkatholischen und Orthodoxen Kirche hat die Marienverehrung die nahe, weiche, tröstliche und zugewandte göttliche Seite übernommen.
In der evangelischen Tradition sind wir sehr nüchtern. Sicher wissen wir um eine weibliche Seite Gottes, aber unser Sprachgebraucht hat Gott männlich geprägt, was schade ist.
So möchte ich Sie heute Abend zu einer kurzen Suche nach der weiblichen Seite Gottes einladen.

Der Glaube an den einen Gott, an ein einziges göttliches Wesen, so wie wir es heute in den Monotheistischen Religionen haben, hat sich über Jahrhunderte entwickelt. Wir wissen aus den ganz alten Texten des Alten Testamentes, dass in den frühen Zeiten Gott Jahwe eine Partnerin hatte, die Göttin Aschera. Sie wurde im Raum Jerusalem verehrt und trat figürlich als Baum in Erscheinung. Es gibt dazu archäologische Funde. Darüber hinaus wissen wir aus dem Alten Testament, dass die Aschera Figuren irgendwann bewusst entfernt wurden.

Der Glaube an ein göttliches Wesen bedeutete nun aber nicht, dass Gott plötzlich ein Mann geworden ist. Nein. Man spricht nun von einer männlichen Seite Gottes und von einer weiblichen Seite Gottes und von Gott, der so viel mehr ist und so viel grösser als wir es uns vorstellen können.

Die weibliche, weiche und zugewandte Seite Gottes erscheint in der Bibel dort, wo Gott nahe ist, wo er sich erbarmt, wo er sich den Seinen zuwendet. Das bedeutet nicht, dass Männer nicht ebenso zugewandte Väter sein können, die lieben und trösten.
Die hebräische Sprache gibt das Weibliche durch die Sprache sehr klar vor. Zum Beispiel haben das Wort Gebärmutter/Mutterschoss und Erbarmen – den gleichen Wortstamm im Hebräischen RECHEM. Aus diesem Rechem werden das Verb erbarmen und sein Substantiv aber auch das Substantiv Mutterschoss gebildet. Damit hat man im Alten Testament schon allein durch die Sprache die weibliche Seite Gottes präsent.

Im Alten Testamten redet man immer wieder davon, dass die Gegenwart Gottes sich herabsenkt, dann wenn das Volk betet oder Gott zu ihnen spricht. Gott «zeltet» inmitten seines Volkes, heisst es. Besonders in der Wüstenzeit lesen wir oft, dass die Nähe und Präsenz Gottes «Wohnung nimmt» inmitten seines Volkes. Und diese Gegenwart Gottes wird im Judentum Schechina genannt. Die Schechina nun ist auch ein weibliches Wort. Die Schechina, die Nähe und Anwesenheit Gottes gehören auch zu seiner weiblichen Seite.

Die Ruach Gottes – der Geist Gottes, der im Alten Testament Leben spendet – ist auch weiblich. Gott haucht den ersten Menschen seine Ruach ein, seinen Lebensatem und sie werden lebendig. Die Ruach Gottes beseelt und belebt alles, was ist und was sein wird. Sie ist die Kraft, die alles möglich macht und die uns durchdringt und mit Gott in Berührung bringt. So müssten wir eigentlich im trinitarischen Gruss von der heiligen Geistkraft Gottes sprechen. Nicht von dem Heiligen Geist.

Und schliesslich die Weisheit Gottes, im Hebräischen die Chokmah und im Griechischen die Sophia. Im Buch der Sprüche im 8 Kapitel tanzt sie vor Gott. Sie ist das erste Geschöpf Gottes, sie war bereits vor der Schöpfung da. Sie steht für Freude, Schönheit und Kreativität und begleitet Gott bei der Erschaffung der Welt. In dem bekannten Lied «Lord Of The Dance» wird dieses leichte und fröhliche Tanzen und Wirken der Weisheit besungen. Wir hören das Lied im Anschluss.

Gerne möchte ich Sie nun zu einem Gebet einladen, dass sie weibliche Seite Gottes aufnimmt.
Lasst uns beten:
Gott, Schöpferin und Erhalterin alles Lebens,
wie wunderbar sind deine Werke.
Berühre meine Seele,
dass ich sehe und staune.
Dass ich dein Lob singe.
Laut oder leise.
Tastend oder voller Gewissheit:
Du hast mir viel Gutes getan.
Amen

Bild: Gebet 5

MUSIK: The Lord Of The Dance
https://www.youtube.com/watch?v=aLuUknTaQ2o

FÜRBITTE
Wir brauchen Halt, Gott.
Verlässlichkeit und Schutz.
Wo gibt es das?
Ist Verlass auf dich?
Manchmal nagt der Zweifel.
Leben fühlt sich unsicher an.
In letzter Zeit besonders.
Wir und alle deine Menschen, Tiere und Pflanzen sind gefährdet.
Nimm unser Zweifeln, unser Sorgen und unsere Angst in deine Hände.
Und sag es uns:
Ich bin da für euch in eurem Leben.
Heute, morgen und in Ewigkeit.
Wir bitten dich für alle,
die morgens mit einem Dank auf den Lippen aufstehen
und abends dankbar zu Bett gehen.
Wir bitten dich für die Menschen,
die das Gute nicht sehen können,
die das Leben bitter und misstrauisch gemacht hat.
Wir bitten dich für alle,
die aus allem das Beste machen
und denen oft viel zugemutet wird.
Wir bitten dich für jene, die andere teilhaben lassen
an dem Guten, das ihnen widerfährt.
Die teilen und abgeben.
Die sich kümmern und sorgen.
Die sich engagieren und Verantwortung übernehmen.
Wir bitten dich für alle, denen vorenthalten wird,
was sie zum Leben brauchen:
ein Auskommen und Frieden,
ein Zuhause und Geborgenheit,
Liebe und Respekt.
In der Stille bringen wir vor dich, was uns persönlich am Herzen liegt.

VATER UNSER im Himmel
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.
Amen.

BILD: Zürich 20

SEGEN
Empfangt den Segen Gottes:
Der Herr segne und behüte dich,
der Herr lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig.
Der Herr erhebe sein Angesicht auf dich und schenke dir Frieden.
Geht zuversichtlich in die Nacht, denn Gott ist da.

MITTEILUNGEN:
Herzliche Einladung am Sonntag zum Abendmahlsgottesdienst mit Pfarrerin Marion Werner in die Martin Luther Kirche und anschliessen zum Kirchenkaffee.
Wir freuen uns auf Ihr Kommen!
___________________________________-
Wir danken allen, die mit uns unterwegs sind in Gebet und Gemeinschaft.
Bleiben wir zuversichtlich, denn Gott ist da.
Herzliche Grüsse nach nah und fern.
Marion Werner mit Thomas Risel

Zum AUSKLANG: Gesungenes Nachtgebet
https://www.youtube.com/watch?v=95IqDC6MJA8

Text:
Der Abend kommt.
Nun enden unsre Wege.
Du Gott der Stille,
deinen Frieden lege auf unser Haus
und auf das dunkle Land,
und lass uns ruhn in deiner guten Hand.

Die Nacht ist tief.
Sie hält das Herz gefangen.
Wo wir auf dunklen Wegen irrgegangen,
führ du uns selbst,
dass neu dein Tag beginnt,
und wir von deinem Licht durchdrungen sind.

Die Nacht ist bang.
Gib uns, dass Frieden werde.
Sieh diese arme,
leidzerrissne Erde.
Du Gott des Friedens,
ende allen Streit.
Mach uns zu Friedensboten dieser Zeit. .
Es kommt dein Morgen.
Bleib mit deiner Güte bei allen Menschen.
Schütze und behüte, was du erschaffen,
bis dein Tag anbricht,
und wir dich schaun, dich und dein helles Licht.

Wunderschöner Nachmittag des „Forums miteinander älter werden!“: Villa Patumbah mit Führung, danach Kaffee und Kuchen au...
03/08/2023

Wunderschöner Nachmittag des „Forums miteinander älter werden!“: Villa Patumbah mit Führung, danach Kaffee und Kuchen auf der Terrasse der EPI-Klinik mit Blick über den Zürichsee

Herzlich willkommen zum 269. Luther Abendgebet am 2. August 2023.Wir sind mitten in der Sommerzeit und den Sommerferien....
03/08/2023

Herzlich willkommen zum 269. Luther Abendgebet am 2. August 2023.
Wir sind mitten in der Sommerzeit und den Sommerferien. Zeit der Ruhe und Erholung und der Einkehr mitten in den Sorgen und Ängsten der Zeit, mit viel Licht, Sonnenstrahlen und Gewitterregenschauern.
Zeit für Besinnung, schöne Musik, Geschichten und Gebet.
Und so sammeln wir uns auch heute Abend:
im Namen Gottes, der uns wie ein Vater und eine Mutter in Liebe umfängt,
im Namen Jesu Christi, der für uns lebt in Ewigkeit,
und im Namen des Heiligen Geistes, der uns verbindet zwischen Himmel und Erde.
Amen.
Unsere Hilfe kommt von dem Herrn,
der Himmel und Erde gemacht hat.
In allem, was in dieser Welt und in unserem Leben geschieht und sich wandelt: Gott bleibt, unser Gebet bleibt.
Seit über 3 1/2 Jahren Mittwoch abends um 21.00 Uhr, am Sonntag um 10.00 Uhr.
SICH BEREIT MACHEN.
Ich suche einen guten Ort für mich. Er hilft mir, zur Ruhe zu kommen.
Ich entzünde eine Kerze und denke an den Frieden um mich und in der Welt.
Ich lasse mich vom Licht bescheinen, das kann mir helfen, mich für die Gegenwart Gottes und seinen Heiligen Geist zu öffnen.
GEBET
Ewiger Gott, ich bin hier. (Wir sind hier).
Allein,
und doch verbunden in Gedanken und im Gebet,
durch Deinen Geist, mit Schwestern und Brüdern, mit Freundinnen und Weggefährten.
Wir sind / Ich bin mit Herz und Seele von zuhause dabei.
verbunden, um diese Sommer-Andacht zu feiern.
Wir kommen mit allen schönen Erlebnissen, Begegnungen und Gefühlen dieser sommerlichen Tage.
Mit Leid und Erschrecken über Kriege und Ungerechtigkeiten dieser Welt, mit Dank.
Wir machen uns bewusst, du Gott, bist da. Amen.
Bei sommerlichem Wetter mit Rock- und Balladen-Musik laden wir ein, einen besonderen US-Musiker kennenzulernen und über sein Leben und seine Texte nachzusinnen. Er steht auch für Glauben, Frieden und Gerechtigkeit:
Bild: Wochenspruch Epheser 5, 8b-9.
"Wandelt als Kinder des Lichts;
die Frucht des Lichts ist lauter Güte und Gerechtigkeit und Wahrheit."
In dem Song „The river“ wird die frühe Geschichte der Schwester des Musikers Bruce Springsteen und ihrem Mann Mickey erzählt.
Die beiden haben noch als Teenager geheiratet. Sie mussten...
Es geht um die Zwänge, denen die Menschen aus der Working Class unterliegen, wie schwierig es ist, sein eigenes Leben aufzubauen.
Und wenn du jung bist, dann opferst du manchmal deine Zukunft für den Moment.
Musik: The river (1980)
https://www.youtube.com/watch?v=2V_4idUvzp8
Born in the USA, Dancing in the dark, Philadelphia, Glory days:
diese Songs des Musikers Bruce Springsteen zeigen, er ist einer der grossen US-Rocklegenden seit über 40 Jahren.
Er stammt aus einer irisch-italienischen Familie – der Katholizismus wurde ihm gewissermassen in die Wiege gelegt.
Aus der katholischen Enge, die seine Jugend prägte, brach er zwar aus.
Doch die Religion blieb ihm erhalten, was er in seinen Liedern und Bühnenshows unter Beweis stellt.
Bild: Bruce Springsteen aktuell
Ein Mann steht auf der Bühne, die Gitarre hat er umgehängt. Und in der nicht gerade religionsnahen Atmosphäre eines New Yorker Broadwaytheaters beginnt er voller Inbrunst das Vaterunser zu beten. Der Mann auf der Bühne ist Bruce Springsteen.
Der Musiker erzählt in seinem Programm „Springsteen on Broadway“ in den vergangenen Jahren immer wieder seine Lebensgeschichte, auf packende Weise.
Er integrierte dabei entsprechende Songs, in einer intimen, leisen Interpretation. Das Vaterunser betete er, nicht ohne zuvor erzählt zu haben, wie sehr es ihn genervt habe, die Worte immer wieder aufsagen zu müssen: in der Kirche, zu Hause und in der katholischen Schule, gegen die er rebellierte.
Und doch ist er ein Christ aus einfachen Verhältnissen: 1949 in eine irisch-italienische Familie mit Wohnsitz in New Jersey hineingeboren, war das Christentum ein prägendes Element seiner Kindheit und frühen Jugend.
Ebenso wie die einfachen Verhältnisse, in denen er gemeinsam mit seinen beiden Schwestern aufwuchs.
Auch davon berichtet er – in seiner Autobiographie, in seinen Auftritten am Broadway, im Rahmen seiner Konzerte.
Er singt darüber in seinen Liedern wie „The River“, oder „My Hometown“. Er steht dazu, er schämt sich seiner Wurzeln nicht.
Mehr noch, sie dienen ihm ganz offensichtlich als Quelle der Inspiration.
Und vielleicht haben sie auch dazu beigetragen, ihm ein Wertesystem mitzugeben, zu dem er sich bis heute bekennt.
Denn Bruce Springsteen ist ein Superstar ohne Skandale. Er zertrümmerte nicht ein Mal eine seiner Gitarren – in den Jahren, als das so angesagt war.
Vielleicht, weil er um den Wert einer Gitarre nur allzu genau Bescheid weiss. Die erste, auf der der gespielt hatte, war nicht die eigene – sie war ausgeborgt.
Einschneidende Erlebnisse finden sich also in Springsteens Kindheit in einem dreckigen Arbeiterviertel in Freehold, New Jersey. Der Vater ein frustrierter, bipolarer, prügelnder Säufer wird schnell zum prägenden Initialpunkt lebenslanger Opposition gegen Autoritäten aller Art.
Springsteen erzählt, dass die Kämpfe seiner Eltern das "Thema seines Lebens" wären. Seine Art der Aufarbeitung sieht er weniger als Kunst, denn als Handwerk.
Bild: mit Ehefrau Patti Scialfa
Seit 1991 ist Springsteen mit seiner zweiten Frau, der Musikerin Patti Scialfa verheiratet. Das Paar hat drei erwachsene Kinder.
Sie ist seit 1988 Mitglied der legendären E-Street-Band. Springsteen sagt, ein Lied könne er unmöglich ohne sie singen. „Tougher than the Rest“ ist ein Liebeslied, in dem er unmissverständlich festhält, was für ihn das Essenzielle an einer Beziehung ist: nicht das Oberflächliche, Hübsche, Lässige – sondern das Füreinander-Dasein, wenn es wirklich darauf ankommt.
Etwas seriöser formuliert er es vor einigen Jahren in einem Interview mit der BBC.
Da sagt er: „Ich wurde als Kind so intensiv mit der Bibel vertraut gemacht. Das hat mich geprägt. Bis heute finden sich in meinen Texten zahlreiche biblische Bezüge: da geht es viel um Verdammnis und Rettung, um Gnade und dem Hinausfallen aus der Gnade“.
Auf einem seiner frühen Alben, „Nebraska“, findet sich ein Lied mit dem Titel „My Father’s House“ – biblischer geht es fast nicht. Schliesslich wird Jesus im Evangelium nach Johannes mit den Worten „Im Haus meines Vaters gibt es viele Wohnungen“ zitiert.
Musik: The Rising
https://www.youtube.com/watch?v=maoLPpWRjOE
Sky of blackness and sorrow (a dream of life)
Sky of love, sky of tears (a dream of life)
Sky of glory and sadness (a dream of life)
Sky of mercy, sky of fear (a dream of life)
Sky of memory and shadow (a dream of life)
Your burnin' wind fills my arms tonight
Sky of longing and emptiness (a dream of life)
Sky of fullness, sky of blessed life (a dream of life)
Himmel von Schwärze und Trauer (ein Traum vom Leben)
Himmel der Liebe, Himmel der Tränen (ein Traum vom Leben)
Himmel von Ruhm und Traurigkeit (ein Traum vom Leben)
Himmel der Barmherzigkeit, Himmel der Angst (ein Traum vom Leben)
Himmel der Erinnerung und des Schattens (ein Traum vom Leben)
Dein brennender Wind füllt heute Nacht meine Arme
Himmel der Sehnsucht und Leere (ein Traum vom Leben)
Himmel der Fülle, Himmel des gesegneten Lebens (ein Traum vom Leben)
Komme nach oben für den Aufstieg
Komme herauf, leg deine Hände in meine
Komme nach oben für den Aufstieg....
In seinem Lied „The Rising“, seiner Reaktion auf die Terroranschläge vom 11. September 2001, spricht er über „Maria im Garten der tausend Tränen“ – ein Bezug zur christlichen Passionsgeschichte. Im ganzen Album „The rising“ geht es um Auferstehung, um neu werden.
Auf seinem jüngsten Studio-Album „Letter to You“ (erschienen 2020) ist Religion in vielen Stücken Thema. Um das Weiterleben nach dem Tod geht es in „I’ll see You in my Dreams“. „Letter to You“ und „The Power of Prayer“ handeln genau davon: vom Beten. „Je älter man wird, desto wichtiger wird die Spiritualität“, erklärt er ganz unumwunden.
Bild: Letter to you
Aber nicht nur seine Texte sind aus religiöser Hinsicht gehaltvoll – auch seine Konzerte sind es. Da tritt er oft auf wie ein US-amerikanischer Prediger, auf gute, aber nicht manipulierende Art. Mit all seiner Autorität ruft er seine Fans dazu auf, aktiv zu werden. Für mehr Gerechtigkeit, für eine bessere Welt. Er fordert sie auf, aufeinander zu achten, die Gemeinschaft zu pflegen, den Wert der Freundschaft zu schätzen, weil die Dinge (sei es ein Konzert, seien es gesellschaftliche, politische Veränderungen) nur im Miteinander gut funktionieren können.
Wollte man hier die kirchliche Sprache bemühen, dann könnte man fast sagen: er ruft sein Publikum dazu auf, mit ihm gemeinsam für das Reich Gottes auf Erden zu arbeiten. Denn: die Welt besser zu machen, zu „reparieren“, wie es oft formuliert wird, das ist ein zentrales Anliegen des Musikers.
„Wenn ich ein bisschen von mir repariere, repariere ich auch ein bisschen von dir und der Welt.“
Die Politik und das Beschreiben amerikanischer Missstände wurden bald zum zweiten wesentlichen Inhalt der Songs von Bruce Springsteen.
Er schrieb Lieder über Vietnam-Veteranen, Wanderarbeiter, soziale Ungerechtigkeiten, deindustrialisierte Ödnis und später über AIDS, 9/11 und den Irak-Krieg.
Dennoch wurde er nie zum radikalen Revolutionär. Diese erdige Einstellung, dieses Gefühl seiner Millionen Fans, dass er, der "Boss" und "einer von uns" ist, machten seine unglaublichen Erfolge erst möglich.
Mitte der achtziger Jahre war Springsteen der grösste Rockstar der Welt, er konnte das Giants-Stadion NY an zehn Abenden hintereinander füllen.
Auch wenn die Anliegen und die Werte des einfachen amerikanischen Arbeiters ein durchgehendes Thema blieben - privat lebte Springsteen das Leben eines Weltstars.
Sein Kindheitstraum von "rosa Cadillacs" wurde in seiner 14-Millionen-Dollar-Villa in Beverly Hills Wirklichkeit. Später kamen Oldtimer, Motorräder, Pferde, ein grosses Aufnahmestudio und eine eigene Biolandwirtschaft dazu.
Springsteen war sich bewusst: der Multimillionär in theatralischer Selbstdarstellung als Stimme der Entrechtete?
Eine Zerrissenheit, die ihn in schwere Depressionen stürzte. Unzählige nächtliche Autofahrten, die den ewig Grübelnden immer wieder zum alten, verlassenen Haus seiner Kindheit führten. Arbeitswelt, kleine Leute, einfache Menschen.
Er ruft bis heute auf zur Freiheit und Gerechtigkeit. Und bleibt dennoch der nette Mensch von nebenan aus einfachen Verhältnissen, der Vater Busfahrer, die Mutter im Büro, der katholisch-christliche Glaube im Gepäck seines Lebens.
Musik: „The Power of Prayer“:
https://www.youtube.com/watch?v=rZp8csyUi6w
„I’m reachin’ for heaven / We’ll make it there / Cause Darlin’, it’s just the power of prayer.“
„Ich greife nach dem Himmel / Wir schaffen es dort / Weil Darlin‘, es ist einzig die Kraft des Gebets.“

Fürbitten
Loben wollen wir dich,
Ewiger Gott.
Du bist Ursprung und Ziel des Lebens.
Klagen wollen wir vor dir,
Ewiger.
Urlaubsparadiese brennen.
Die Meere sind heiss.
Stürme und Fluten reissen vieles mit sich.
Ewiger, die Angst ist gross.
Erbarme dich.
Krieg frisst sich durch die Welt.
Kinder werden verschleppt.
Verwundete schreien
und die Trauer und Ohnmacht ist endlos.
Ewiger, der Schrecken ist gross.
Erbarme dich.
Deine Kirche ist verunsichert.
Das Bekenntnis zu dir ist in manchen Regionen riskant.
Ewiger, die Ratlosigkeit ist gross.
Erbarme dich.
Du bist doch der Gott des Lebens!
Du stehst doch an der Seite der Guten.
Wir danken dir für die Menschen,
die anderen helfen, die anderen Freiraum verschaffen.
Wir danken dir für die Menschen,
die Kranke pflegen und sich für andere verausgaben.
Du bist ihr Gott und unser Gott.
Segne sie.
Wir danken dir für die Menschen,
die du uns an die Seite stellst.
Wir danken dir für diese Gemeinde
und alle, die dazu gehören.
Wir danken dir für unser tägliches Brot
und alles, was wir sind und haben.
Du berufst uns, dein Licht in die Welt zu tragen.
Du berufst uns, Salz der Erde zu sein.
Bleib an unserer Seite.
Wandle unsere Klage in Freude.
Rette deine Welt
durch Jesus Christus,
unseren Bruder und Herrn.
Mit seinen Worten beten wir gemeinsam:
Vaterunser:…geheiligt werde dein Name;
dein Reich komme;
dein Wille geschehe,
wie im Himmel so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern;
und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich und die Kraft
und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

In einer mit dem letzten Album veröffentlichten Dokumentation erzählt Bruce Springsteen an einer Stelle, wie er als Kind an der Hand seiner Eltern zu den Totenmessen in Freehold ging, wie er in der Kirche vor dem Sarg stand, wie sie dann nach Hause gingen und er später im Bett dafür betete, am nächsten Morgen aufzuwachen.
Am Ende der Doku wünscht Springsteen den Zuschauern Gottes Segen.
SEGEN (die Hände evtl. zu einem Segenskörbchen falten)
Geht in die Welt, in Abend und Morgen,
Gott, Schöpfer des Lichtes,
segne euch und alle Menschen
und alles, was den Hauch des Lebens in sich trägt.
Gott segne euch
im Lauf der aufgehenden Sonne rund um die Erde;
sei du der Morgenstern, der über Australien wacht;
die Morgensonne, die über Asien aufgeht;
die Sonne der Gerechtigkeit,
die für Afrika neuen Segen bringt,
die Morgenröte, die über Europa erstrahlt;
das Sonnenlicht, das sich über die Weiten
Süd- und Nordamerikas verschenkt.
Gott segne euch und behüte euch.
Gott sorge für euch.
Gott bewahre euch und erfülle euer Leben mit Liebe.
Amen.
(EXPO 2000, Hannover)

Verabschiedung:
Herzliche Einladung zum Gottesdienst am kommenden Sonntag, 6. August um 10 Uhr in der Martin-Luther-Kirche Zürich mit Feier des Abendmahls.
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Wir danken allen, die mit unterwegs sind in Gebet und Gemeinschaft und die auf Reisen und in den Ferien sind, und wünschen allen noch behütete, erholsame Sommertage!
Bleiben wir zuversichtlich. Gott ist da.
Herzliche Grüsse nach nah und fern!
Thomas Risel und Marion Werner

Das Lied „Letter to you“ von Bruce Springsteen wirkt wie ein Gebet, auch wenn offen bleibt, an wen dieser Brief sich wendet. „Dass Springsteen hier in Wahrheit schon den kosmischen Motor anwirft, um die Sphäre des Irdischen zu verlassen, dass man die Platte also als Letzten Willen und Testament hören kann, sozusagen als Brief an Gott: Vieles deutet darauf hin.“ (Süddeutsche Zeitung Joachim Hentschel)
Im Refrain des Songs singt Bruce Springsteen mit seiner unverwechselbaren Stimme:
„In my letter to you
I took all my fears and doubts
In my letter to you
All the hard things I found out
In my letter to you
All that I’ve found true
And I sent it in my letter to you.“
"In meinem Brief an dich
nahm ich all meine Ängste und Zweifel
In meinem Brief an dich
All die harten Dinge, die ich herausfand
In meinem Brief an dich
Alles, was ich als wahr empfunden habe
Und ich schickte es in meinem Brief an dich."
Musik: Letter to you
https://www.youtube.com/watch?v=AQyLEz0qy-g


Fotos: Internet/Wikipedia; EKD.

Bundesfeierlichkeiten zum Nationalfeiertag der Schweiz 🇨🇭 in Zürich mit religiösem Auftakt in der Predigerkirche.
01/08/2023

Bundesfeierlichkeiten zum Nationalfeiertag der Schweiz 🇨🇭 in Zürich mit religiösem Auftakt in der Predigerkirche.

Luther-Gebet für Mittwoch, 12. Juli 2023:Herzlich willkommen zum 266. Luther Abendgebet am 12. Juli 2023. Warme Sonnenst...
11/07/2023

Luther-Gebet für Mittwoch, 12. Juli 2023:
Herzlich willkommen zum 266. Luther Abendgebet am 12. Juli 2023.
Warme Sonnenstrahlen umgeben uns tagsüber und die langen, hellen Abende laden ein zum Nachdenken.
Zeit für Kerzen, Ruhe, Besinnung, schöne Musik und Gebet. Bei sommerlichem Jazz lade ich Sie und Euch ein, unbekannte Geschichten von Frauen aus der Bibel zu hören.

Und so sammeln wir uns auch heute Abend:
im Namen Gottes, der uns wie ein Vater und eine Mutter in Liebe umfängt,
im Namen Jesu Christi, der uns trägt und segnet,
und im Namen des Heiligen Geistes, der uns verbindet zwischen Himmel und Erde.
Amen.

Ich gehe in die Stille
Lege mein Gepäck ab
Und schweige

Und wenn ich zurückkomm
Bin ich verwandelt
(nach Doris Bewernitz)

Mit dem Wochenspruch: «Aus Gnade seid ihr gerettet durch den Glauben, und das nicht aus euch; Gottes Gabe ist es» (Epheser 2,8) wünsche ich Ihnen und Euch allen weiterhin eine gesegnete Woche.

BILD: Wochenspruch 5

MUSIK Summertime
https://www.youtube.com/watch?v=DFWJUGycHDg

In allem, was in dieser Welt und in unserem Leben geschieht und sich wandelt:
Gott bleibt, unser Gebet bleibt.
Immer Mittwoch abends um 21.00 Uhr, am Sonntag um 10.00 Uhr.

SICH BEREIT MACHEN.
Ich suche einen guten Ort für mich. Er hilft mir, zur Ruhe zu kommen.
Ich entzünde eine Kerze und denke an den Frieden, den Gott mir schenken will
Ich lasse mich vom Licht bescheinen, das kann mir helfen, mich für die Gegenwart Gottes und seinen Heiligen Geist zu öffnen.

GEBET
Gott, ich bin hier. (Wir sind hier).
Allein,
und doch verbunden in Gedanken und im Gebet,
durch Deinen Geist, mit Schwestern und Brüdern, mit Freundinnen und Weggefährten.
Wir sind / Ich bin mit Herz und Seele von zuhause dabei.
verbunden, um diese Andacht zu feiern.
Wir kommen mit allen schönen Erlebnissen, Begegnungen und Gefühlen dieser Tage.
Mit Sorgen, mit Leid und Erschrecken
über die Auswirkungen der Klimaerwärmung, Kriege und Ungerechtigkeiten dieser Welt,
wir kommen auch mit Dank für so viele kleine Dinge, die uns erfreuen und guttun,
die so selbstverständlich funktionieren in unserem Leben.
Wir machen uns bewusst, du Gott, bist da.
Amen.

BILD: Segen Angst
Gott, du siehst uns an.
Leg deinen Segen auf uns,
dann weicht die Angst,
dann werden wir lebendig,
dann wächst die Hoffnung.
Das bitten wir durch Jesus Christus,
der Hoffnung gibt und Leben,
jetzt und allezeit.

Quelle: Zentrum Verkündigung der EKHN, www.liturgischer-wegweiser.de

MUSIK: Fly Me To The Moon
https://www.youtube.com/watch?v=ZEcqHA7dbwM

PHOEBE
In den warmen Sommerabend hinein möchte ich Ihnen und Euch von Frauen aus der Bibel erzählen, die selten im Mittelpunkt stehen, aber in ihrer Zeit wichtig gewesen sind und für uns heute leuchten können

Verschleiert wurde die Bedeutung von Phoebe (das heisst die Leuchtende, die Helle, die Reine) über Jahrhunderte hinweg. Sie soll eine Dienerin der Kirche in Kenchräa gewesen sein. Eine Hilfskraft des Paulus. Zwar geschätzt und der Gemeinde in Rom wärmstens empfohlen, aber eben in einer untergeordneten Position, so wie es sich für eine Frau gehörte. Dieser Eindruck entsteht, liest man Römer 16,1-2 in den meisten biblischen Übersetzungen von heute.

Paulus selbst stellt Phoebe im griechischen Urtext eigentlich anders vor. Im Urtext benutzt er drei Bezeichnungen, welche ein unerwartetes Licht auf Phoebe werfen.
Sie war die „Schwester“ – stand also auf gleicher Ebene des christlichen Glaubens wie die „Brüder“.
Sie war „Diakon“ (Paulus benutzt die männliche Form dieser frühen Amtsbezeichnung). Im 1. Korinther 3,5-9 gebraucht Paulus „Diakonos“ (Diener) parallel zu „Synergos“ (Mitwirker) und charakterisiert mit diesen Titeln Apollos und sich selbst als gleichrangige Missionare, die auf verschiedene Weise zum Aufbau der Gemeinde beigetragen haben. Phoebes Dienst und Amt waren also von grossem Einfluss in der Gemeinde.
Und schliesslich nennt Paulus sie „Prostatis (Griechisch)/Patronin (Latein)“. „Prostatis" heißt in seiner Grundbedeutung "davorstehen". Sie war also Vorsteherin, Helferin, Wohltäterin, Beschützerin, Gönnerin. Gemeindeleiterin würden wir heute sagen. Kollegin des Paulus und nicht seine Hilfskraft. Es wird auch vermutet, dass sie wohlhabend war und in ihrem Haus eine Hausgemeinde beherbergte. Phoebe gehört somit zu der großen Anzahl von Frauen, die auf unterschiedlichste Weise in der Frühzeit des Christentums gewirkt haben.

Als Vertraute des Paulus soll sie nach Rom aufbrechen und in seinem Sinne in der Gemeinde wirken. Vielleicht sogar den Römerbrief, den sie überbracht haben soll, als Erstauslegerin und Paulusexpertin der Gemeinde nahebringen.

BILD-Ikonendarstellung von Phoebe. Wikipedia

Die Töchter Zelofhads
Von fünf Schwestern, den Töchtern Zelophads, die mit Israel in der Wüste umherziehen, erzählt Numeri (4. Buch Mose) im 27. Kapitel. An einem bestimmten Punkt des Aufbruchs in das Gelobte Land, wir das Volk gezählt. Wer hat wie viele Nachkommen? Der Grund der Zählung: Das Land Israel soll später unter den Männern gerecht, entsprechend der Grösse des Stammes, aufgeteilt werden.

Das ist der Moment, wo fünf Schwestern hellhörig und aktiv werden. Machla, Milka, Noa, Holga und Tirza kommen vor Josua an das «Zelt der Begegnung» und sie wollen eine Entscheidung. Da sie keinen Bruder haben, wollen sie das Land ererben, das ihrem Vater zusteht. Es soll nicht an entfernte männliche Verwandte gehen, weil sie selbst das Land brauchen, um leben zu können.
Weitsicht und politisches Gespür kann man diesen fünf Schwestern attestieren. Obwohl das Land noch nicht in Sicht ist, wissen sie, dass jetzt schon die politischen Weichen gestellt werden. Nehmen sie jetzt ihr Schicksal nicht in die Hand, verpassen sie die Chance, das Land zu erben und eigenständig und unabhängig zu leben. Deshalb fordern sie die Leitungsperson Josua (der Moses Nachfolger ist), den Hohepriester und die Ältesten am Zelt der Begegnung heraus. Gott soll entscheiden, die einzige Autorität, die über den Leitpersonen des Volkes Israel steht.

Was die fünf Schwestern da zugunsten ihrer Zukunft riskieren, ist alles andere als harmlos. Schliesslich gilt die Tora des männlichen Erbrechts als göttliches Recht. Sie aber finden das Gesetz ungerecht, dass sie als Töchter nicht erben dürfen. Nur eine Chance haben sie: Wenn Gott selbst dieses Erbrecht als Ungerechtigkeit bestätigt und beseitigt.
Aber Gott am Zelt der Begegnung herauszufordern, ist riskant, es könnte den Tod bedeuten, wie es anderen erging (Numeri 16), die das Unrechtmässige gefordert hatten. Die fünf Schwestern müssen sich sehr sicher sein, dass ein Erbrecht von Frauen nicht gegen Gottes Willen verstösst. Sie unterscheiden zwischen Recht und Gerechtigkeit, glauben an einen gerechten Gott und vertrauen ihrer Auffassung von Gerechtigkeit.

Warum sollen Frauen übergangen werden, nur weil sie Frauen sind?
Gott gibt ihnen Recht. Sie sollen Land erhalten und ihren Stamm im Land Israel repräsentieren. Sie gewinnen ihre Unabhängigkeit – sie ist ihnen direkt von Gott zugesprochen.
Doch die Männer haben ein kurzes Gedächtnis. Die Schwestern müssen noch einmal massiv daran erinnern, als sie im versprochenen Land sind (Josua 17), hartnäckig und unnachgiebig, mit Gott im Rücken. Und sie bekommen das Land!

MUSIK Dream A Little Dream Of Me
https://www.youtube.com/watch?v=YbWWQPbeBDk

FÜRBITTE
Gütiger Gott,
auf so vielfältige Weise willst du uns begegnen und dich uns zeigen:
in den Menschen, den Tieren und Pflanzen,
in den großen und auch den allerkleinsten Lebewesen,
in den sichtbaren und unsichtbaren Dingen.
Du willst in allem, was lebt, sichtbar sein mitten unter uns.
Aber wie oft sind wir blind für deine Gegenwart in dieser Welt und fragen uns „Wo bist du?“ Deswegen bitten wir dich, gütiger Gott,
dass wir nicht müde werden, mit dir zu rechnen in unserem Alltag,
bei unseren Festen, in den Begegnungen mit den Menschen und Tieren,
in allem, was wächst und gedeiht auf dieser Erde,
auch heute, während dem Luthergebet.

In der Stille bringen wir vor dich,
was uns Sorge macht
was uns Angst macht
was wir uns wünschen
wofür wir dankbar sind
unsere Lieben
uns selbst

Danke, dass du all unsere Gebete erhörst.

Vater unser im Himmel
geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich
und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.
Amen.

SEGEN.
Empfangt den Segen Gottes:
Gott, machtvoll und zärtlich,
stärke dir den Rücken und die Gedanken.
Gott, zärtlich und machtvoll,
behüte deine Wege und deine Beziehungen.
Gott, Mutter und Vater,
schaffe Gerechtigkeit dir und deinem Gegenüber.
(Monika Siebert-Vogt)
Bleibt zuversichtlich, denn Gott ist da

MITTEILUNGEN:
Herzlich laden wir zum Familiengottesdienst mit Tauferinnerung ein, Sonntag um 10.00 Uhr in die Martin Luther Kirche. In diesem Gottesdienst wird unsere langjährige Sekretärin Maya Holliger in den Ruhestand verabschiedet. Im Anschluss an den Gottesdienst besteht während des Apéros die Möglichkeit sich von ihr persönlich zu verabschieden.
Wir freuen uns auf euer Kommen!
___________________________________-
Wir danken allen, die mit uns unterwegs sind in Gebet und Gemeinschaft.
Bleiben wir zuversichtlich, denn Gott ist da.
Herzliche Grüsse nach nah und fern.
Marion Werner mit Thomas Risel

MUSK Cheek To Cheek
https://www.youtube.com/watch?v=RP6TuSMaNhY

Adresse

Kurvenstrasse 39
Zürich
8006

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