Café Littéraire Olten

Café Littéraire Olten Das Café Littéraire ist ein freies Forum. Diskutiert wird über neue Bücher und ihre Wirkung. Wir treffen uns einmal im Monat für anderthalb Stunden.

Das Café Littéraire in Olten

Was bietet das Café Littéraire? Diskutiert wird über Bücher und ihre Wirkung. Alle vier Wochen, jeweils an einem Dienstagabend von 18.30 bis ca. 20.00 Uhr, finden in der Stadtbibliothek Olten spannende und engagierte Gespräche über neue Bücher, die aktuelle Literaturszene und eigene Erfahrungen mit Gelesenem statt. Ein bunter Haufen Leute trifft sich, ohne jede Verpf

lichtung. Etwa 15 - 30 Leserinnen und Leser jeder Couleur kommen zusammen, um ihre Gedanken in einem anregenden Gespräch über ein bis zwei neuere Bücher auszutauschen. Lebhafte Diskussionen gibt es immer wieder, wenn die Anwesenden verschiedene Schwerpunkte setzen oder andere Sichtweisen bevorzugen. Jede und jeder darf seine persönliche Meinung frei äussern - oder auch für sich behalten. Das Café Littéraire ist damit zu einem beliebten Treffpunkt für Bücherwürmer, oder solche, die es werden wollen, geworden. Altersgrenzen gibt es keine, jeder Jahrgang ist willkommen, die Altersunterschiede geben interessanten Zündstoff. Die Titel der Werke werden jeweils einen Monat im Voraus im Café selbst und im Internet bekannt gegeben. Und so funktioniert das Café: Eine Teilnehmerin oder ein Teilnehmer stellt zu Beginn kurz das zu behandelnde Werk vor. Über das Buch selbst, (es können auch mehrere sein), das vorher gelesen sein sollte, diskutiert man anschliessend offen und frisch von der Leber weg. Bücher zu präsentieren ist keine Verpflichtung. Auch schweigende Zuhörerinnen und Zuhörer sind immer willkommen. Von Zeit zu Zeit wird eine Autorin oder ein Autor eingeladen. Diese stellen der Runde eines ihrer Werke vor, welches dann von den Anwesenden kommentiert wird. Im Herbst werden jeweils von Buchhändlerinnen oder Literaturkritikern literarische Jahresnovitäten präsentiert. Kurz, das Café Litttéraire gestaltet sich ähnlich wie der Literaturclub am Fernsehen. Olten bietet somit einen Ort, an dem sich jede und jeder unverbindlich mit Literatur auseinanderzusetzen kann. Damit bietet sich monatlich die Gelegenheit, die Freude am Lesen zu erhalten oder neu zu wecken. Der Eintritt zu diesen Veranstaltungen ist frei. Wer Lust und Musse hat trifft sich nach dem Café in einer Oltner Altstadtbeiz zu weiterem lockerem Gedankenaustausch. Eine gute Möglichkeit, neue Leute kennenzulernen. Christoph Rast

Café LittéraireDonnerstag, 16. Januar 202518:30 Uhr bis 19:45 UhrBuchhandlung Schreiber Olten«Am Himmel die Flüsse»von E...
16/11/2024

Café Littéraire
Donnerstag, 16. Januar 2025
18:30 Uhr bis 19:45 Uhr
Buchhandlung Schreiber Olten

«Am Himmel die Flüsse»
von Elif Shafak. Erschienen im Hanser Verlag.

Der neue große Roman der Bestseller-Autorin Elif Shafak über die Macht jahrhundertealter Konflikte. Eine einzigartige, mitreißende Stimme der Weltliteratur. Ian McEwan Narin ist neun, als in dem ezidischen Dorf am Tigris Planierraupen auftauchen. Ihre Heimat soll einem Dammbauprojekt der türkischen Regierung weichen. Die Großmutter, fest entschlossen, die Enkelin an einem ungestörten Ort taufen zu lassen, bereitet alles für die Reise ins heilige Lalisch-Tal vor. Kurz vor Aufbruch stößt Narin auf das Grab eines gewissen Arthur - direkt neben dem ihrer Ururgroßmutter Leila. Wer war dieser König der Abwasserkanäle und Elendsquartiere , der Junge aus dem viktorianischen London, von den Ufern der verschmutzten Themse? Und was hat er mit Narins eigener Vertreibung zu tun? Meisterhaft verwebt Elif Shafak Vergangenheit und Gegenwart zu einem soghaften Roman über sich kreuzende menschliche Schicksale und die Macht jahrhundertealter Konflikte.

«HERKUNFT»
von Saša Stanišić. Erschienen im Luchterhand Literaturverlag.

- Ausgezeichnet mit dem Deutschen Buchpreis 2019 - HERKUNFT ist ein Buch über den ersten Zufall unserer Biografie: irgendwo geboren werden. Und was danach kommt.
HERKUNFT ist ein Buch über meine Heimaten, in der Erinnerung und der Erfindung. Ein Buch über Sprache, Schwarzarbeit, die Stafette der Jugend und viele Sommer. Den Sommer, als mein Großvater meiner Großmutter beim Tanzen derart auf den Fuß trat, dass ich beinahe nie geboren worden wäre. Den Sommer, als ich fast ertrank. Den Sommer, in dem die Bundesregierung die Grenzen nicht schloss und der dem Sommer ähnlich war, als ich über viele Grenzen nach Deutschland floh.
HERKUNFT ist ein Abschied von meiner dementen Großmutter. Während ich Erinnerungen sammle, verliert sie ihre. HERKUNFT ist traurig, weil Herkunft für mich zu tun hat mit dem, das nicht mehr zu haben ist.
In HERKUNFT sprechen die Toten und die Schlangen, und meine Großtante Zagorka macht sich in die Sowjetunion auf, um Kosmonautin zu werden.
Diese sind auch HERKUNFT: ein Flößer, ein Bremser, eine Marxismus- Professorin, die Marx vergessen hat. Ein bosnischer Polizist, der gern bestochen werden möchte. Ein Wehrmachtssoldat, der Milch mag. Eine Grundschule für drei Schüler. Ein Nationalismus. Ein Yugo. Ein Tito. Ein Eichendorff. Ein Sasa Stanisic.

Café LittéraireDonnerstag, 14. November 202418:30 Uhr bis 19:45 Uhr«Seinetwegen»von Zora del Buono. Erschienen im C.H. B...
23/10/2024

Café Littéraire
Donnerstag, 14. November 2024
18:30 Uhr bis 19:45 Uhr

«Seinetwegen»
von Zora del Buono. Erschienen im C.H. Beck.

NOMINIERT FÜR DEN DEUTSCHEN BUCHPREIS 2024 "Heute vor sechzig
Jahren geschah der Unfall. Buche das einzige Zimmer, das sich ad hoc finden lässt, in einem Seminarhaus mit Blick über den Walensee, in dem hoch gelegenen Dorf, das Vater und Onkel querten, bevor sie den Berg hinab und ins Verderben fuhren." Zora del Buono war acht Monate alt, als ihr Vater 1963 bei einem Autounfall starb. Der tote Vater war die große Leerstelle der Familie. Mutter und Tochter sprachen kaum über ihn. Wenn die Mutter ihn erwähnte, brach die Tochter mit klopfendem Herzen das Gespräch ab. Sie konnte den Schmerz der Mutter nicht ertragen. Jetzt, inzwischen sechzig geworden, fragt sie sich: Was ist aus dem damals erst 28-jährigen E.T. geworden, der den Unfall verursacht hat? Wie hat er die letzten sechzig Jahre gelebt mit dieser Schuld?
Seinetwegen ist der Roman einer Recherche: Die Erzählerin macht sich auf die Suche nach E.T., um ihn mit der Geschichte ihrer Familie zu konfrontieren. Ihre Suche führt sie in abgründige Gegenden, in denen sie Antworten findet, die neue Fragen aufwerfen. Was macht es mit ihr, dass sie plötzlich mehr weiß über ihn, den Mann, der ihren Vater totgefahren hat, als über den Vater selbst? Und wie kann man heil werden, wenn eine Leerstelle doch immer bleiben wird? Der viel zu frühe Unfalltod eines Vaters - und was er für das Leben der Tochter bedeutet hat Roman einer Recherche: Detailgenau, raffiniert komponiert, so präzise wie poetisch Das neue Buch von Zora del Buono nach dem Bestseller Die Marschallin Für Leser:innen von Monika Helfer, Annie Ernaux und Tove Ditlevsen.

«Die Erfindung des Ungehorsams»
von Martina Clavadetscher. Erschienen im Unionsverlag.

Hitze, Regen, beißender Gestank. Iris tigert in Manhattan durch ihr Penthouse und wartet voller Ungeduld auf die nächste Dinnerparty, die ihr wieder ein wenig Leben einhaucht. Ling, angestellt in einer Sexpuppenfabrik im Südosten Chinas, kontrolliert künstliche Frauenkörper auf Herstellungsfehler, bevor sie sich abends bei Filmklassikern in ihre Einsamkeit zurückzieht. Und im alten, düsteren Europa folgt Ada ihren mathematischen Obsessionen, träumt von Berechnungen und neuartigen Maschinen, das Ungeheuerliche stets im Kopf.

Drei Frauen in drei Welten: Sie alle sind auf der Suche nach einer Antwort
- nach dem Kern der Dinge. Und sie alle sind, ohne es zu ahnen, miteinander verbunden.

Café LittéraireDonnerstag, 10. Oktober 202418:30 Uhr bis 19:45 Uhr«Ein treuer Freund»von Jostein Gaarder. Erschienen im ...
06/09/2024

Café Littéraire
Donnerstag, 10. Oktober 2024
18:30 Uhr bis 19:45 Uhr

«Ein treuer Freund»
von Jostein Gaarder. Erschienen im dtv.

»In allen Erwachsenen wohnt ein Kind.« Jostein Gaarder
Jakop Jacobsen ist schüchtern und schon immer ein Einzelgänger gewesen. Sein bester Freund Pelle ist eine Handpuppe, mit der er lange Gespräche führt und die deutlich schlagfertiger ist als er selbst. Und er hat ein merkwürdiges Hobby: Jakop geht gern auf Beerdigungen fremder Menschen. Er gibt sich dort als Freund des Toten aus, bei den Familien der Toten fühlt er sich wohl. Dumm nur, wenn jemand sein falsches Spiel durchschaut … So wie Agnes. Jakop verliebt sich in sie und hofft, dass sie ihn trotz seiner Eigenarten und des vorlauten Pelle erhört.

«Die Jungfrau»
von Monika Helfer. Erschienen im Hanser Verlag.

Zwei Jugendfreundinnen – die eine reich, die andere arm. Nach einem halben Jahrhundert begegnen sie sich wieder. Der neue Roman von Monika Helfer.
Gloria und Moni sind beste Jugendfreundinnen – die eine reich, die andere arm. Ein halbes Jahrhundert später begegnen sich die beiden Frauen wieder und Gloria beichtet ihr Lebensgeheimnis: Nie hat sie mit jemandem geschlafen. Früher kam Gloria immer gut an, war exzentrisch und schön, wollte Schauspielerin werden, war viel unter Menschen.
Gloria und Moni wachsen auf im Mief der sechziger Jahre, sind konfrontiert mit Ehe, Enge und Gewalt. Wie wurden die beiden zu denen, die sie sind? Monika Helfer macht aus Lebenserinnerung grosse Literatur. Nach der Trilogie über ihre Familie und Herkunft ist „Die Jungfrau“ ein atemloser Roman über die jahrzehntelange Freundschaft zwischen zwei Frauen.

Ein Literatur-Treffen in einem unendlich kurzen SommerAm Donnerstag, 8. Augustvon 18:30 bis 19:45 Uhr findet in der Buch...
18/07/2024

Ein Literatur-Treffen in einem unendlich kurzen Sommer
Am Donnerstag, 8. August
von 18:30 bis 19:45 Uhr findet in der Buchhandlung Schreiber ein Sommer-Café Littéraire statt.
Wir diskutieren über folgende Bücher:

Barbi Marković
Minihorror
Ausgezeichnet mit dem Preis der Leipziger Buchmesse 2024 in der Kategorie Belletristik.

In "Minihorror" erzählt Barbi Marković die Geschichten von Mini und Miki und ihren Abenteuern im städtischen Alltag. Mini und Miki sind nicht von hier, aber sie bemühen sich, dazuzugehören und alles richtig zu machen. Trotzdem – oder gerade deswegen – werden sie verfolgt von Gefahren und Monstern, von Katastrophen und Schwierigkeiten. Es geht um die großen und kleinen Albträume des Mittelstands, um den Horror des perfekten Familienfrühstücks, um Mobbing am Arbeitsplatz und gescheiterten Urlaub, um den Abgrund, der sich im Alltag öffnet und nicht mehr schließen will. In
„Minihorror“ setzt Barbi Marković den Angstarbeiter*innen unserer Gesellschaft ein Denkmal aus Perfidie und Mitgefühl, bei dessen Lektüre wir uns gleichermaßen ertappt und verstanden fühlen



Sasa Stanisic
Möchte die Witwe angesprochen werden, platziert sie auf dem Grab die Giesskanne mit dem Ausguss nach vorne

Was wäre, wenn man nicht diese eine Entscheidung getroffen hätte, sondern jene andere? Was wäre, hätte man der Erwartung getrotzt?

Und dann ist da trotzdem die Furcht, feige gewesen zu sein, zu lange gezögert und etwas verpasst zu haben, ein besseres Ich, ein größeres Glück, die lustigeren Haustiere und Partner.

Sasa Stanisic führt uns an Orte, an denen das auf einmal möglich ist: den schwierigeren Weg zu gehen, eine unübliche Wahl zu treffen oder die eine gute Lüge auszusprechen.

So wie die Reinigungskraft, die beschließt, mit einer Bürste aus Ziegenhaar in der Hand, endlich auch das Leben in die eigenen Hände zu nehmen. So wie der Justiziar, der bereit ist zu betrügen, um endlich gegen seinen achtjährigen Sohn im Memory zu gewinnen. Und so wie der deutsch- bosnische Schriftsteller, der zum ersten Mal nach Helgoland reist, nur um dort festzustellen, dass er schon einmal auf Helgoland gewesen ist.

Am besten wäre ja, man könnte ein Leben probeweise erfahren, bevor man es wirklich lebt.

Das nächste, offizielle Café Littéraire findet am Donnerstag, 5. September, statt.

Café LittéraireDonnerstag, 15. August 202418:30 Uhr bis 19:45 UhrBuchhandlung Schreiber Olten«Der letzte Satz»von Robert...
13/07/2024

Café Littéraire
Donnerstag, 15. August 2024
18:30 Uhr bis 19:45 Uhr
Buchhandlung Schreiber Olten

«Der letzte Satz»
von Robert Seethaler. Erschienen im Goldmann Verlag.

An Deck eines Schiffes auf dem Weg von New York nach Europa sitzt Gustav Mahler. Er ist berühmt, der grösste Musiker der Welt, doch sein Körper schmerzt, hat schon immer geschmerzt. Während ihn der Schiffsjunge sanft, aber resolut umsorgt, denkt er zurück an die letzten Jahre, die Sommer in den Bergen, den Tod seiner Tochter Maria, die er manchmal noch zu sehen meint. An Anna, die andere Tochter, die gerade unten beim Frühstück sitzt, und an Alma, die Liebe seines Lebens, die ihn verrückt macht und die er längst verloren hat. Es ist seine letzte Reise.

Verse und Bücher, welche euch durchs Leben begleiten
Bringt mit, was euch am Herzen liegt. Ob Bücher oder Verse, die euch durchs Leben begleiten, oder Bücher, welche ihr gerne im Café
Littéraire lesen oder besprechen möchtet.

Café LittéraireDonnerstag, 11. Juli 202418:30 Uhr bis 19:45 UhrBuchhandlung Schreiber Der Vogel zweifelt nicht am Ort, z...
07/06/2024

Café Littéraire
Donnerstag, 11. Juli 2024
18:30 Uhr bis 19:45 Uhr
Buchhandlung Schreiber

Der Vogel zweifelt nicht am Ort, zu dem er fliegt»
von Usama Al Shahmani. Erschienen im Limmat Verlag.

Dafer Schiehan hat es geschafft. Trotz negativen Asylbescheids hat er Deutsch gelernt, eine Arbeit gefunden, eine Aufenthaltsbewilligung erhalten. Er hat eine kleine Wohnung am Rande von Weinfelden und eine Arbeit in Kreuzlingen als Tellerwäscher. Aber eigentlich ist er Akademiker. Eigentlich ist er ein politischer Flüchtling, geflohen vor Saddams Schergen wegen eines missliebigen Theaterstücks. Hals über Kopf geflohen, mit der finanziellen Unterstützung seiner Familie. Als der Betrieb ihm Ferien verordnet wegen Umbaus, sitzt er in seiner Wohnung, schaut aus dem Fenster und grübelt. Seinen Eltern hat er nie gesagt, was er arbeitet. Auch als er es nicht mehr aus gehalten hat in seinem Exil und zurückgereist ist zu seiner Familie in den Irak, ist er im Vagen geblieben. Warum hat er ein schlechtes Gewissen? Wovor hat er Angst? Wie soll es weitergehen? Auf der Flucht vor seiner
inneren Unruhe findet er sich wieder im Wald. In seinem neuen Roman erzählt Usama Al Shahmani von den Verwüstungen einer Kindheit und Jugend in Diktatur und Krieg und dem Versuch, traumatische Erlebnisse hinter sich zu lassen.

«Der Prozess»
von Franz Kafka. Erschienen unter Anderem im Anaconda Verlag.

Grundlos wird Josef K. an seinem 30. Geburtstag verhaftet und
verhört. Die Umstände sind grotesk, niemand kennt das Gesetz, und das Gericht bleibt anonym. Die 'Schuld', erfährt Josef K., haftet ihm an, ohne dass er dagegen etwas tun könnte. Verbissen, aber erfolglos
versucht er, sich gegen die zunehmende Absurdität und Verstrickung zu wehren, schlägt jede Warnung vor weiterer Gegenwehr in den Wind und wird schliesslich ein Jahr später vor den Toren der Stadt exekutiert. Franz Kafka hat mit diesem Roman ein Jahrhundertwerk geschaffen, das auf beispielhafte Weise die wesentlichen
Existenzfragen des modernen Menschen neu formuliert.

Café LittéraireDonnerstag, 06. Juni 202418:30 Uhr bis 19:45 UhrBuchhandlung Schreiber OltenGlitsch»von Adam Schwarz. Ers...
20/04/2024

Café Littéraire
Donnerstag, 06. Juni 2024
18:30 Uhr bis 19:45 Uhr
Buchhandlung Schreiber Olten

Glitsch»
von Adam Schwarz. Erschienen im Zytglogge Verlag.

Pools, Plastikpalmen, Polarsonne: Léon Portmann durchquert auf einem Kreuzfahrtschiff die ganzjährig eisfreie Nordostpassage.
Klimakatastrophentourismus mit Schlagerprogramm und Analogfisch auf der Speisekarte inklusive. Eigentlich wollte seine Freundin Kathrin die Reise allein machen, doch er hat sich ungefragt angehängt. Dabei sind die Risse zwischen den beiden offenkundig. Als Kathrin spurlos verschwindet, macht Léon sich auf die Suche nach ihr. Er taucht immer tiefer in den Schiffsbauch ab und gerät unter Verdacht, ein blinder Passagier zu sein. Weder Kathrin noch er stehen auf der Bordliste. Nach der Beziehung erhält auch die Wirklichkeit Risse: Gibt es Kathrin überhaupt? Und was haben ein neuseeländischer Philosoph, obskure Internetforen und ein 15 Jahre altes Videospiel damit zu tun?«Glitsch» ist der Trennungsroman zum Ende der Menschheit. Ein abgründiger Abgesang auf die Welt, wie wir sie zu kennen glauben, packend und klug in Szene gesetzt.

«Schachnovelle»
von Stefan Zweig. Erschienen u. a. im Reclam Verlag.

»Schach! Schach dem König!« An Bord eines Passagierdampfers von New York nach Buenos Aires wird Schach gespielt. Was als harmloser
Zeitvertreib wohlhabender Reisender beginnt, ruft in Dr. B. traumatische Erinnerungen an seine Zeit als Gefangener der Gestapo in Österreich
wach. Stefan Zweigs letztes und wohl bekanntestes Werk beschäftigt sich mit psychischen Abgründen und perfiden Foltermethoden.

Café LittéraireDonnerstag, 18. April 202418:30 Uhr bis 19:45 UhrBuchhandlung Schreiber«Vor aller Augen»von Martina Clava...
23/03/2024

Café Littéraire
Donnerstag, 18. April 2024
18:30 Uhr bis 19:45 Uhr
Buchhandlung Schreiber

«Vor aller Augen»
von Martina Clavadetscher. Erschienen im Unionsverlag.

Das Mädchen mit dem Perlenohrgehänge, die Dame mit dem Hermelin, Frauen auf weltberühmten Gemälden von Leonardo da Vinci, Vermeer, Rembrandt, Courbet, Schiele, Munch. Wir sehen ihre Körper, ihre Blicke, ihre Kleidung, gebannt oder verbannt in einen ewigen Augenblick.
Doch wer waren sie ausserhalb dieses Moments? Martina Clavadetscher ist den Hinweisen ihrer Leben nachgegangen, lässt die Frauen erzählen und gibt ihnen so eine Stimme zurück.
»Ohne diese Frauen, gäbe es kein Staunen, kein Schauen – mehr noch, ohne diese Frauen wäre die Kunstgeschichte, so wie wir sie heute kennen, undenkbar. Diese Frauen waren immer auch Mitarbeiterinnen, Künstlerinnen, Unterstützerinnen, Auslöser, ein Spiegel der Zeit, Ikonen, Inspiration, Partnerinnen, Retterinnen.« Martina Clavadetscher

«Jakob schläft»
von Klaus Merz. Erschienen im Haymon Verlag.

Klaus Merz erzählt die Geschichte einer Familie, deren Lebenswege immer wieder in Abgründe und Hinterhalte führen. Abseits der
Kreuzungen, an denen Krankheit und Tod „Vorrang haben“, wird aber gelebt, geliebt und geflunkert oder in fröhlicher Bigamie mit zwei Eskimofrauen der Fisch geteilt. Den Blick auf die Details gerichtet, rückt
der Erzähler die Ereignisse in ein oft überraschendes Licht. Fast beiläufig skizziert Klaus Merz so ein Bild der fünfziger und frühen sechziger Jahre, das aber nicht der Nostalgie, sondern immer dem Leben verpflichtet bleibt.

Café LittéraireDonnerstag, 21. März 202418:30 Uhr bis 19:45 UhrBuchhandlung Schreiber Olten«Das glückliche Geheimnis»von...
17/02/2024

Café Littéraire
Donnerstag, 21. März 2024
18:30 Uhr bis 19:45 Uhr
Buchhandlung Schreiber Olten

«Das glückliche Geheimnis»
von Arno Geiger. Erschienen im Hanser Verlag.

Von Anläufen und Enttäuschungen, vom Finden und Wegwerfen. Und vom Glück des Gelingens. Das neue Buch von Arno Geiger.
Frühmorgens bricht ein junger Mann mit dem Fahrrad in die Straßen der Stadt auf. Was er dort tut, bleibt sein Geheimnis. Zerschunden und müde kehrt er zurück. Und oh ist er glücklich. Jahrzehntelang hat Arno Geiger ein Doppelleben geführt. Jetzt erzählt er davon, pointiert, auch voller Witz und mit großer Offenheit. Wie er Dinge tat, die andere unterlassen. Wie gewunden, schmerzhah und überraschend Lebenswege sein können, auch der Weg zur großen Liebe. Wie er als Schrihsteller gegen eine Mauer rannte, bevor der Erfolg kam. Und von der wachsenden Sorge um die Eltern. Ein Buch voller Lebens- und Straßenerfahrung, voller Menschenkenntnis, Liebe und Trauer.

«Lichtungen»
von Iris Wolff. Erschienen im Klett-Cotta Literatur Verlag.

»Du hättest zurücksehen müssen, dachte er, allein um zu wissen, ob sie sich nach dir umgewandt hat.«

Zwischen Lev und Kato besteht seit ihren Kindertagen eine besondere Verbindung. Doch die Öffnung der europäischen Grenzen weitet ihre Lebensentwürfe und verändert ihre Beziehung für immer. Voller Schönheit und Hingabe erzählt Iris Wolff in ihrem großen neuen Roman von zeitloser Freundschah und davon, was es braucht, um sich von den Prägungen der eigenen Herkunh zu lösen.

Als der elfjährige Lev über Wochen ans Bett gefesselt ist, wird ausgerechnet die gescheite, aber von allen gemiedene Kato zu ihm ans Krankenbett geschickt, um ihm die Hausaufgaben zu bringen. Zwischen dem ungleichen Paar entsteht eine unverbrüchliche Verbindung, die Lev aus seiner Versteinerung löst und den beiden Heranwachsenden im kommunistischen Vielvölkerstaat Rumänien einen Halt bietet. Ein halbes Leben später läuh Lev noch immer die Pfade ihrer Kindheit ab, während Kato schon vor Jahren in den Westen aufgebrochen ist. Geblieben sind Lev nur ihre gezeichneten Postkarten aus ganz Europa. Bis ihn eines Tages eine Karte aus Zürich erreicht, darauf nur ein einziger Satz: »Wann kommst du?« Kunstvoll und poetisch verwandelt Iris Wolff jenen Moment in Sprache, wenn ein Leben ans andere rührt, und zeichnet in ihrem großen europäischen Roman das Porträt einer berührenden Freundschah, die sich als Reise in die Vergangenheit offenbart und deren Leuchten noch lange nachklingt.

ACHTUNG TERMINVERSCHIEBUNG!NEUES DATUM IST DER 15. FEBRUAR 2024!Café LittéraireDonnerstag, 15. Februar 202418:30 Uhr bis...
25/01/2024

ACHTUNG TERMINVERSCHIEBUNG!
NEUES DATUM IST DER 15. FEBRUAR 2024!

Café Littéraire
Donnerstag, 15. Februar 2024
18:30 Uhr bis 19:45 Uhr

«Die Glocke von Marbach»
von Renato Martinoni. Erschienen im Limmat Verlag.

Der kleine Antonio spricht kaum. Wenn, dann flucht er. Er sieht
seltsam aus mit seinem unförmigen Kopf auf dem krumm wachsenden Körper. Die anderen Kinder lachen ihn aus, nennen ihn «Tschingg».
Dabei spricht der Junge, der den Namen eines ihm unbekannten Stiefvaters trägt, kein Wort Italienisch. Zuflucht findet Antonio bei den Kaninchen, in den bunten Bildern mit exotischen Tieren auf den Lebensmittelverpackungen und bald auch in der Malerei.Renato Martinoni geht von historischen Dokumenten und den künstle¬rischen Werken Antonio Ligabues (1899-1965) aus, um die Geschichte der
ersten zwanzig Lebensjahre des «italienischen van Gogh» in der Schweiz zu erzählen. So verschmelzen bittere Realität und
geheimnisvolle Magie zu einem Roman, der dem Weg von Antonios Mutter aus den dolomitischen Tälern in die Ostschweiz folgt, wo ihr Sohn, bei allen als «der Verrückte» bekannt, zwischen einer
Pflegefamilie, einer Erziehungsanstalt und der psychiatrischen Klinik aufwächst, bis er mit zwanzig Jahren nach Italien ausgewiesen wird.
¬Dabei werden die Erinnerungen an die Landschaften der Ostschweiz, ihre Farben und Stimmungen und der sehnsuchtsvolle Klang der
Glocken lebendig - wie in den Bildern Ligabues


«Die November-Schwestern»
von Josephine W. Johnson. Erschienen im Aufbau Verlag.

Die Anstellung eines jungen Mannes auf der elterlichen Farm bringt das Leben der drei Haldmarne-Schwestern durcheinander, das im fragilen Gleichgewicht der Jahreszeiten verläuft. Als dann der Regen
ausbleibt und damit die Ernte im Herbst, wird der November zu einem Ende und zugleich zu einem Anfang. Nicht nur Margets Blick auf die
älteste Schwester Kerrin verändert sich grundlegend, nachhaltig
verändert ist ihr Blick auf das eigene Leben und die Chancen, die es zu ergreifen gilt.
Mit gerade einmal 24 Jahren erhielt Josephine Johnson für ihren Debütroman »Die November-Schwestern« den Pulitzer-Preis. Aktuell wird sie international neu entdeckt - dank ihres einzigartigen Sounds und der Themen, mit denen sie ihrer Zeit weit voraus war.

Café LittéraireDonnerstag, 08. Februar 202418:30 Uhr bis 19:45 Uhr«Die Glocke von Marbach»von Renato Martinoni. Erschien...
13/01/2024

Café Littéraire
Donnerstag, 08. Februar 2024
18:30 Uhr bis 19:45 Uhr

«Die Glocke von Marbach»
von Renato Martinoni. Erschienen im Limmat Verlag.

Der kleine Antonio spricht kaum. Wenn, dann flucht er. Er sieht
seltsam aus mit seinem unförmigen Kopf auf dem krumm wachsenden Körper. Die anderen Kinder lachen ihn aus, nennen ihn «Tschingg».
Dabei spricht der Junge, der den Namen eines ihm unbekannten Stiefvaters trägt, kein Wort Italienisch. Zuflucht findet Antonio bei den Kaninchen, in den bunten Bildern mit exotischen Tieren auf den Lebensmittelverpackungen und bald auch in der Malerei.Renato Martinoni geht von historischen Dokumenten und den künstle¬rischen Werken Antonio Ligabues (1899-1965) aus, um die Geschichte der
ersten zwanzig Lebensjahre des «italienischen van Gogh» in der Schweiz zu erzählen. So verschmelzen bittere Realität und
geheimnisvolle Magie zu einem Roman, der dem Weg von Antonios Mutter aus den dolomitischen Tälern in die Ostschweiz folgt, wo ihr Sohn, bei allen als «der Verrückte» bekannt, zwischen einer
Pflegefamilie, einer Erziehungsanstalt und der psychiatrischen Klinik aufwächst, bis er mit zwanzig Jahren nach Italien ausgewiesen wird.
¬Dabei werden die Erinnerungen an die Landschaften der Ostschweiz, ihre Farben und Stimmungen und der sehnsuchtsvolle Klang der
Glocken lebendig - wie in den Bildern Ligabues


«Die November-Schwestern»
von Josephine W. Johnson. Erschienen im Aufbau Verlag.

Die Anstellung eines jungen Mannes auf der elterlichen Farm bringt das Leben der drei Haldmarne-Schwestern durcheinander, das im fragilen Gleichgewicht der Jahreszeiten verläuft. Als dann der Regen ausbleibt und damit die Ernte im Herbst, wird der November zu einem Ende und zugleich zu einem Anfang. Nicht nur Margets Blick auf die
älteste Schwester Kerrin verändert sich grundlegend, nachhaltig
verändert ist ihr Blick auf das eigene Leben und die Chancen, die es zu ergreifen gilt.
Mit gerade einmal 24 Jahren erhielt Josephine Johnson für ihren Debütroman »Die November-Schwestern« den Pulitzer-Preis. Aktuell wird sie international neu entdeckt - dank ihres einzigartigen Sounds und der Themen, mit denen sie ihrer Zeit weit voraus war.

Am Donnerstag, 11. Januar 2024von 18:30 bis 19:45 Uhr findet das nächste Café in der Buchhandlung Schreiber statt.Folgen...
18/11/2023

Am Donnerstag, 11. Januar 2024

von 18:30 bis 19:45 Uhr findet das nächste Café in der Buchhandlung Schreiber statt.

Folgende drei Bücher stehen zur Lese-Auswahl:

Sunil Mann
In bester Absicht

Als sich Sita und Rohan das erste Mal begegnen, sind sie sich sofort sympathisch, Die beiden stehen aber stark unter Druck: Ihre Familien, die das Treffen arrangiert haben, erwarten, dass der Sohn bzw. die Tochter endlich heiratet - so, wie es die indische Tradition vorsieht. Für Sita, erfolgreiche Onkologin und in der Schweiz aufgewachsen, eigentlich undenkbar. Und doch hat sie dem Drängen nachgegeben und ist von Zürich nach Delhi gereist, um den IT-Spezialisten Rohan kennenzulernen. Es folgt eine opulente Hochzeit, Rohan zieht zu Sita in die Schweiz. Doch dort wird schnell klar, dass es zu mehr als Freundschaft nicht reicht. Und als Rohans gut gehütetes Geheimnis ans Licht kommt, ist nicht mehr so, wie es einmal war. Ein berührender Roman über Liebe, Normen und das Aufeinanderprallen von Tradition und freier Gesellschaft.


Paul Auster
Baumgartner

Trotz seiner Krebserkrankung hat der US-Schriftsteller Paul Auster ein weiteres Buch geschrieben. Weise, witzig und tiefgründig kreist «Baumgartner» um die Frage, was nach dem Tod von einem Menschen bleibt.

Paul Auster gehört zweifellos zu den Weltstars der Gegenwartsliteratur. Immer wieder wurde er als Kandidat für den Nobelpreis gehandelt. Inzwischen ist Auster 76 Jahre alt
– und er leidet an Krebs. Das machte seine Frau, die Schriftstellerin Siri Hustvedt, auf Instagram publik. Seit Monaten befinde sich ihr Mann in Behandlung. Noch immer sei er nicht über den Berg.
Der Titel des Buchs ist zugleich der Nachname der Hauptfigur. Der 71 Jahre alte emeritierte Philosophie-Professor Seymour Baumgartner lebt in Princeton.
Der Tag, an dem der Roman einsetzt, beginnt wie eine Slapstick-Nummer. Baumgartner verbrennt sich an einem heissen Topf. Mehrmals will er seine Schwester anrufen, aber immer kommt irgendetwas dazwischen. Schliesslich stürzt er die Kellertreppe hinunter und verletzt sich am Knie.
Am Ende dieses Tages sitzt er verzweifelt in der Küche – und starrt auf den versengten Kochtopf, mit dem seine
Pechsträhne an diesem Tag begonnen hatte. Dadurch kommt ihm eine Erinnerung an seine Frau Anna ins Gedächtnis. Als junger Student hatte sich Baumgartner diesen Topf in einem Trödelladen gekauft, kurz nachdem er Anna zum ersten Mal begegnet war.
Die beiden wurden ein Paar, ein sehr glückliches sogar – bis Anna vor zehn Jahren bei einem Badeunfall ums Leben kam. Seither trauert Baumgartner um sie. Er spürt einen
«Phantomschmerz». Im Buch heisst es: «Er ist ein menschlicher Stumpf, ein halber Mann, der die Hälfte seiner selbst, die ihn zu einem Ganzen machte, verloren hat (…).» Der Morgen, an dem alles schiefging, setzt bei Baumgartner einen Erinnerungsprozess in Gang. Er denkt an die ersten Jahre mit Anna. Er liest abermals ihre Gedichte und Notizen. Und er versetzt sich in seine Kindheit zurück. In das Aufwachsen mit einem sturen Vater, dessen Eltern aus Osteuropa stammten.

Autobiografische Bezüge
In den vergangenen Jahren hat Paul Auster häufiger autofiktionale oder gar autobiografische Werke geschrieben. Auch in «Baumgartner» finden sich viele Bezüge zu Austers Leben. So stammt etwa Baumgartners Familie aus demselben Dorf in der Westukraine, aus dem auch Austers Verwandtschaft kommt.
Aber: Auch ohne Austers Biografie zu kennen, ist «Baumgartner» eine bereichernde Lektüre. Der alternde Philosoph wächst einem sofort ans Herz. Seine Trauer um Anna ist berührend – genauso wie sein Versuch, seinen letzten Lebensjahren doch noch einen Sinn abzuringen.
Die Frage, was nach dem Tod von einem Menschen bleibt, schwebt über dem ganzen Roman. Es ist kein Wunder, dass Paul Auster dieses Thema beschäftigt – angesichts seiner eigenen schweren Krankheit. Mit diesem Roman konnte er es in Literatur verwandeln.
Katja Schönherr



Wolf Haas
Eigentum

„Alles hin.“ Die Mutter, das Geld, das Leben
Ich war angefressen. Mein ganzes Leben lang hat mir meine Mutter klar gemacht, dass es ihr schlecht geht. Drei Tage vor dem Tod kam sie mit der Neuigkeit daher, dass es ihr gut geht. Es musste ein Irrtum vorliegen. Mit liebevollem, grimmigem Witz erzählt Wolf Haas die heillose Geschichte seiner Mutter, die, fast fünfundneunzigjährig, im Sterben liegt Die Inflation kam und das Geld war hin.“ Für sie bedeutete das schon als Kind: Armut, Arbeit und Sparen, Sparen, Sparen. Doch nicht einmal für einen Quadratmeter war es je genug. Endlich wieder ein neuer Roman von Wolf Haas. Ein großes, berührendes Vergnügen.

Adresse

Hauptgasse 12
Olten
4600

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