19/06/2019
Dieser Post ist noch von meiner Gefährtin Brigitta Creanna Rogenmoser-Grob und ich will sie euch nicht Vorenthalten, ich vermisse Sie sehr...
Mädesüss
Mädesüß gehört trotz seiner stattlichen Größe zu den eher unbekannten Kräutern. Dabei ist Mädesüß eines der besten pflanzlichen Schmerzmittel, denn es enthält Salicylsäure, die im Körper in Acetylsalicylsäure umgewandelt wird. Das ist derselbe Wirkstoff, der chemisch hergestellt in Aspirin enthalten ist. Die Dosierung im Mädesüß ist nicht so hoch, wie in einer Aspirintablette, aber dafür ist er auch frei von Nebenwirkungen.
Anwendungen
Für keltische Druiden gehörte Mädesüß zu den heiligen Pflanzen und wurde vor allem wegen seines Duftes, welcher Lebensfreude vermittelt, geschätzt. So war es früher üblich, die Wohnstätten mit Mädesüß auszustreuen. Imker rieben neue Bienenstöcke mit dem Kraut aus, da diese dann besser von den Bienen angenommen wurden. In England wird es noch heute in Duftpotpourris gemischt.
Das kräftige, honig-mandelartige Aroma eignet sich hervorragend zum Aromatisieren von Süßspeisen. In der Heilkunde ist Mädesüß nicht nur ein gutes Schmerzmittel, sondern auch eine Hilfe bei Rheuma, Völlegefühl und Erkältungen.
In der Ernährung
Mädesüß kann in Speisen verwendet werden. Sollte aber nur in Maßen verwendet werden, da es Salicylate enthält, welche bei übermäßigem Verzehr zu Kopfschmerzen und Übelkeit führen können.
Blüten und Blütenknospen werden zum Aromatisieren verschiedenster Speisen verwendet. Dazu werden sie für etwa sechs Stunden in Wasser, Milch, Wein oder Getreidedrinks gelegt. Für noch mehr Geschmack wurden sie früher häufig in Met ziehen gelassen. Anschließend kannst du so aromatisierte Flüssigkeiten nach Belieben weiterverarbeiten. Die Knospen und Blüten eignen sich zum Dekorieren von Süßspeisen.
Ganz junge, weiche Blätter können auch erntefrisch als Würzkraut zu Salaten oder Gemüsegerichten beigemischt werden.
Heilende Anwendungen
Bereits die alten Griechen verwendeten Mädesüß als Heilmittel gegen Ruhr, Weißfluss, Durchfall und Tollwut. Sie nutzten vor allem die Wurzel. Dazu werden 15 Gramm Wurzel mit einem halben Liter Wasser aufgekocht. Von dem Aufguss können bis zu drei Tassen am Tag getrunken werden.
Tinktur
Zum Einreiben schmerzender Gelenke, bei Rheuma, Gicht und Cellulite eignet sich eine Tinktur aus Mädesüß-Blüten. Dafür wird ein Schraubglas mit den Blüten gefüllt und mit 40-prozentigem Alkohol aufgefüllt, so dass alle Blüten bedeckt sind. Das Glas verschließen und für vier Wochen an einem warmen Ort ziehen lassen, abseihen und in einer dunklen Flasche verwahren.
Tee
Bei Kopfschmerzen und Migräne, aber auch bei anderen Schmerzzuständen, kann ein Tee mit Mädesüßblüten und -blättern helfen. Darüber hinaus wirkt er fiebersenkend, gegen Durchfall, Blähungen, Arteriosklerose, Rheuma, Gicht, Blasen- sowie Nierenentzündungen. Der Tee verringert die Magensäure und kann deshalb Sodbrennen lindern. Bei einsetzender Erkältung eignet sich Mädesüßtee als Schwitzkur.
Für den Tee frische oder getrocknete Blüten und Blätter mit heißem, aber nicht mehr kochendem Wasser übergießen und 15 Minuten ziehen lassen. Für eine Tasse von 250 ml verwende einen Esslöffel Mädesüß. Beachte, dass nicht mehr als drei Tassen am Tag getrunken werden sollten.
Alternativ kannst du auch einen Kaltauszug herstellen und trinken. Dazu Mädesüß für sechs Stunden im Wasser ziehen lassen.
Quelle:https://www.kostbarenatur.net/anwendung-und-inhaltsstoffe/echte-maedesuess/