05/05/2017
Im anderen Gottesdienst vom 30. April zum Thema «Das blaue Wunder» machten wir ein Experiment mit Wasser. Nach der Auffassung einiger Leute ist Wasser empfänglich für menschliche Emotionen, kann diese speichern und transportieren. Uns faszinierte der Gedanke, dass auch tote Materie in dem Sinn nicht tot ist und neutral uns Menschen gegenüber, sondern dass unser Denken, Fühlen und Handeln einen Einfluss hat, der materielle Auswirkungen zeigen kann. Ernst Braun (www.wasserkristall.ch) hat für uns das folgende Experiment ausgewertet:
Die Hälfte der GottesdienstbesucherInnen hat versucht, einem Fläschchen mit destilliertem Wasser negative Gefühle zu übertragen (Probe A), die andere Hälfte ihrem Fläschchen positive Gefühle (Probe B). Ernst Braun kannte die Aufgabe nicht und machte die entstandenen Wasserkristalle sichtbar, indem er jeweils 22 Tropfen des Wassers einfror und unter dem Mikroskop fotografierte. Gegenüber «leerem» Wasser (Bild 1), bei dem solche Kristalle nur sehr selten auftauchen, häufen sich bei «aufgeladenem» Wasser die Wasserkristalle. Bild 2 zeigt einen typischen Kristall von Probe A (negative Gefühle), Bild 3 einen von Probe B (positive Gefühle).
Auf meine Nachfrage sagte Ernst Braun, dass die Kristalle von Probe B klarer und ansprechender waren, bei Probe A musste er einen zweiten Versuch starten, da auf dem ersten fast nichts zu sehen war. Er hat mir auch erläutert, dass das Wasser einzig auf Emotionen reagiere, man also nicht erwarten dürfe, dass bei negativen Gefühlen ein Bild entstehe, das wir Menschen auch als negativ wahrnehmen und umgekehrt. Die Interpretation der Kristalle ist also unsere Sache.
Wer am anderen Gottesdienst dabei war, sieht nun das Ergebnis des Experiments. Für mich sagt es vor allem eines aus: Es gibt da offensichtlich noch mehr, als wir mit wissenschaftlichen Methoden wahrnehmen können. Und das macht meinen Respekt vor der Schöpfung und all dem, was wir nicht wissen können, grösser.
Samuel Burger, Pfr.