Kloster Einsiedeln

Bürgeraktion Oberallmig 2026 - 500 Jahre Wiederaufblühen Kloster EinsiedelnAn dieser Stelle machen wir Werbung für die M...
01/08/2026

Bürgeraktion Oberallmig 2026 - 500 Jahre Wiederaufblühen Kloster Einsiedeln

An dieser Stelle machen wir Werbung für die Mitglieder der Oberallmeind Korporation Schwyz im Kontext unseres Jubiläumsjahres 2026.

Im Jahre 1526 stand das Kloster Einsiedeln kurz vor dem Aus. Die Gemeinschaft war auf einen einzigen Mönch zusammengeschrumpft, den 86-jährigen Abt. Zum Glück griff im genannten Jahr die Schwyzer Obrigkeit ein, indem sie im Kloster St. Gallen um einen Mönch bat, den sie anschliessend als neuen Abt in Einsiedeln einsetzte. Mit diesem Neubeginn war die Zukunft ihrer Gemeinschaft gerettet.

Gemeinsam mit dem Kloster Einsiedeln lädt die OAK ihre Bürgerinnen und Bürger zu einem exklusiven Anlass ein.
Nutzen Sie die Gelegenheit, einen besonderen Einblick in das Kloster Einsiedeln zu erhalten und gemeinsam ein bedeutendes Kapitel Schwyzer Geschichte zu würdigen.

Dienstag, 18. August 2026 im Kloster Einsiedeln
18.15 Uhr Treffpunkt und Begrüssung
18.30 Uhr Beginn der Klosterführungen
19.30 Uhr Apéro mit Abgabe der Festschrift
20.00 Uhr Komplet – gesungenes Nachtgebet
20.15 Uhr Orgelkonzert mit Christoph Mauerhofer, Olten

Die Teilnahme ist kostenlos.
Die Festschrift wird den Teilnehmenden gratis abgegeben.
Die Teilnehmerzahl ist beschränkt, Berücksichtigung nach Eingang der Anmeldungen. Anmeldeschluss ist der 17. August 2026.
Anmeldung unter: [email protected] / 041 818 50 60

Bitte beachten Sie, dass dieses Angebot nur für die Mitglieder der Oberallmeind Korporation Schwyz gilt, also den Nachkommen der alten Schwyzer Familien.

Klangreise in der Klosterkirche mit dem Organisten Alessio Corti am Di., 4.8. um 20.15 Uhr. Weitere Informationen: www.o...
30/07/2026

Klangreise in der Klosterkirche mit dem Organisten Alessio Corti am Di., 4.8. um 20.15 Uhr. Weitere Informationen: www.orgelkonzerte.ch

Gebet für die Heimat am 1. August 2026Am Samstag, 1. August 2026, begehen wir den Schweizer Nationalfeiertag. Er ist ein...
28/07/2026

Gebet für die Heimat am 1. August 2026

Am Samstag, 1. August 2026, begehen wir den Schweizer Nationalfeiertag. Er ist ein Tag des Dankes und des Gebets für die Heimat. Dazu haben wir allen Grund: Frieden und Eintracht sind beim Blick in die weite Welt keine Selbstverständlichkeit. Zwischen den beliebten Bauernhof-Brunch und den abendlichen Feiern im Familienkreis finden der eine oder die andere deshalb vielleicht auch den Weg ins spirituelle Herz der Schweiz, um hier bei Unserer Lieben Frau von Einsiedeln für unser Land zu bitten.

Wir Mönche laden dazu besonders im Rahmen zweier Gottesdienste herzlich ins Kloster Einsiedeln ein:

Konventamt um 11.15 Uhr am Hauptaltar der Klosterkirche
kurze Andacht «Gebet für die Heimat» um 14.30 Uhr bei der Gnadenkapelle.

Die übrigen Gottesdienste folgen am 1. August der Werktagsordnung (Messfeiern bei der Gnadenkapelle um 6.15 Uhr und 9.30 Uhr). Die Vesper mit anschliessendem Salve Regina singen wir Mönche wie (fast) immer um 16.30 Uhr. Um 17.30 Uhr feiert die Pfarrei Einsiedeln den Vorabendgottesdienst in der Klosterkirche. Auch dazu herzliche Einladung!

Eine weitere Gelegenheit, für unser Land zu beten, besteht am Eidgenössischen Dank-, Buss- und Bettag, der heuer am Sonntag, 20. September 2026, begangen wird. Dann gilt im Kloster Einsiedeln die Sonntagsordnung mit dem feierlichen Konventamt um 09.30 Uhr. Am Bettag wird zudem ein spezielles Konzert angeboten, das um 15.00 Uhr in der Klosterkirche beginnt. Eine Besonderheit am Eidgenössischen Dank-, Buss- und Bettag ist die feierliche Vesper um 16.30 Uhr mit Aussetzung des Allerheiligen und Eucharistischer Prozession vom Hauptaltar zur Gnadenkapelle. Schon jetzt vormerken!

Zum Bild: Unsere Landesfahne weht auf dem Grossen Mythen, der unweit von Einsiedeln ein beliebtes Ausflugsziel ist.

Letzten Sonntag konnten wir unseren neuen Rosenkranzgarten einweihen, ein Geschenk mehrerer Wohltäterinnen und Gönner. W...
26/07/2026

Letzten Sonntag konnten wir unseren neuen Rosenkranzgarten einweihen, ein Geschenk mehrerer Wohltäterinnen und Gönner. Wem habe ich zuletzt etwas Schönes geschenkt?

Predigt von Fr. Carsten Rupp am Siebzehnten Sonntag im Jahreskreis 2026Liebe Schwestern und Brüder!Für die meisten von u...
26/07/2026

Predigt von Fr. Carsten Rupp am Siebzehnten Sonntag im Jahreskreis 2026

Liebe Schwestern und Brüder!

Für die meisten von uns liegen sie schon viele Jahre zurück, für Schülerinnen und Schüler erst wenige Wochen, Zeugnisse. An die Freude über gute Noten können sich vielleicht viele noch erinnern. Gelten sie doch als Indiz dafür, dass jemand schlau ist, klug ist. Deshalb unmittelbar vor Klassenarbeiten – mir noch gut in Erinnerung – stand meine flehentliche Bitte an Gott: Er möge mich nun klug machen. Ähnlich der Bitte Salomos, dem Gott auf seine Bitte hin ein weises und verständiges Herz schenkt. Überaus Klug sein – wie schön wäre es.

Doch bei genauerem Hinsehen stellen wir hin und wieder fest: Klugheit allein genügt nicht. Es mag Menschen geben, die sehr schlau sind, vielen wissen, aber auf manchen Gebieten des Lebens eher unbeholfen sind. Klugheit ist also nicht alles. Schauen wir genau hin Salomo wird nicht Klugheit, sondern Weisheit geschenkt. Weisheit aber hat im biblischen Sprachgebrauch einen ganz besonderen Klang, der aufhorchen lässt. Der weise Mensch im biblischen Sinn, weiss nicht alles, aber er weiss, auf wen er hören soll.

Weisheit ist die Thora. Weisheit sind die Lebensweisungen Gottes. Jene Weisheit, die uns in der Heiligen Schrift begegnet, die zugespitzt formuliert ist in den Zehn Gebote, in denen sich diese Lebensweisheit des Alten Testaments bündelt.

Darum bittet also Salomo: um die Weisheit Gottes. Denn seine Weisungen bringen wirklich Leben. Wer auf Gott hört, der ist weise im Sinne der Bibel.

Für uns hat diese Weisheit Gottes einen Namen, sie hat ein Gesicht, sie ist lebendig, nicht blosser Buchstabe: Jesus Christus. Gottes Weisheit ist Mensch geworden in Jesus Christus. Das zeigen uns sein Lebensweg, seine Worte, sein Beispiel, mit denen er uns zum Leben führen will.

Wer weise sein will, davon sind wir überzeugt, der wird auf Jesus Christus hören. Hören auf ihn aus Freude darüber, dass er wirklich zum Leben führt.

Die entdeckte Perle, der gefundene Schatz, von denen das gehörte Evangelium erzählt, für uns: Jesus Christus. Tag für Tag auf ihn hören, um ein weises Herz zu gewinnen. Ein Herz, das erkennt, wo Leben zu finden ist. Wie das hörende Herz, das Gott Salomo schenkt.

Das kann ganz einfach und praktisch geschehen. Immer wieder, wenn ich im Alltag eine Entscheidung zu treffen habe, dies oder jenes zu tun, dies oder jenes zu sagen, wenn ein Gedanke mich beschäftigt, sogleich an Gott denken und ihn fragen: Gott, zeig mir, was jetzt gut ist. Gott, lass mich jetzt erkennen, was gut ist für mein Leben. Gott, zeige mir, was jetzt gut ist für diesen Menschen, dem ich begegne. So kann ich ein hörendes Herz gewinnen.

Ein hörendes Herz, das uns weise macht, weise im Sinn der Heiligen Schrift. Zu Menschen, die auf Gott hören, ihm folgen, weil bei ihm Leben zu finden ist. Auf Gott hören ist die wahre Weisheit, denn er zeigt uns in seiner Güte den Weg, der zum Leben führt.

Amen.

Unbedingt weitersagen: Einsiedler Krankentag am 17. August 2026Jedes Jahr am Montag nach Mariä Himmelfahrt wird der «Ein...
24/07/2026

Unbedingt weitersagen: Einsiedler Krankentag am 17. August 2026

Jedes Jahr am Montag nach Mariä Himmelfahrt wird der «Einsiedler Krankentag» begangen. Er ist allen kranken und betagten Mitmenschen gewidmet, die sich nach Stärkung, Heilung und neuer Zuversicht sehnen. Wir bitten alle, Menschen in ihrem Umfeld auf dieses besondere Angebot aufmerksam zu machen. Auch ist es ein wunderbares Geschenk an einen lieben Menschen, ihn zum Einsiedler Krankentag zu begleiten und so eine besondere Wallfahrt möglich zu machen.

Mittelpunkt des Einsiedler Krankentags am Montag, 17. August 2026, ist um 14.30 Uhr die Eucharistiefeier mit Krankensalbung in der Klosterkirche. Der Gottesdienst mit Abt Urban Federer und Priestern aus der Einsiedler Mönchsgemeinschaft sowie die persönliche Salbung von Stirn und Händen mit dem geweihten Krankenöl lassen Gottes heilsame und stärkende Nähe konkret erfahren.

Zum Bild: Das Salben von Stirn und Händen mit Öl ist eine Geste, die Nähe und Zuwendung vermittelt. Doch sie ist noch viel mehr als das: Durch sie wirkt Gott am Menschen und schenkt ihm sein Heil und seinen Frieden.

Rückblick aufs erste und Ausblick aufs zweite OrgelkonzertWir haben uns sehr gefreut, viele Menschen zum ersten Orgelkon...
23/07/2026

Rückblick aufs erste und Ausblick aufs zweite Orgelkonzert

Wir haben uns sehr gefreut, viele Menschen zum ersten Orgelkonzert von Mirjam Wagner-Meister begrüsst haben zu dürfen und sind gespannt auf die Fortsetzung in den nächsten Wochen.

Der Mailänder Organist Isaia Ravelli gestaltet das zweite Orgelkonzert in der Klosterkirche am Di. 28.7. um 20.15 Uhr.

Weitere Infos dazu finden Sie auf www.orgelkonzerte.ch.

Vorschau: Mariä Himmelfahrt am Samstag, 15. August 2026Schon jetzt laden wir Einsiedler Benediktiner herzlich ein: Feier...
23/07/2026

Vorschau: Mariä Himmelfahrt am Samstag, 15. August 2026

Schon jetzt laden wir Einsiedler Benediktiner herzlich ein: Feiern Sie das bedeutendste Marienfest im Kirchenjahr mit uns zusammen im wichtigsten Marienheiligtum der Schweiz!

Höhepunkte am 15. August sind das festliche Pontifikalamt um 09.30 Uhr, die Pilgerandacht mit Kräutersegnung um 14.30 Uhr und die Pontifikalvesper um 16.30 Uhr, bei der das 500-Jahr-Jubiläum des Wiederaufblühens des Klosters Einsiedeln (1526-2026) gefeiert wird.

07.15 Uhr Laudes
08.00 Uhr Eucharistiefeier
09.30 Uhr Festliches Pontifikalamt
11.00 Uhr Pilgermesse
12.00 Uhr Angelus-Gebet und Segnung der Andachtsgegenstände
14.30 Uhr Pilgerandacht mit Kräutersegnung und Rosenkranz
16.30 Uhr Feierliche Pontifikalvesper und «Salve Regina»
17.30 Uhr Abendmesse der Pfarrei Einsiedeln
18.30 Uhr Rosenkranzgebet
20.00 Uhr Komplet

Zum Bild: Ausschnitt aus der im Rahmen des Einsiedler Ikonenkurses geschaffenen Ikone «Mariä Entschlafung», die am 15. August bei der Pilgerandacht um 14.30 Uhr erstmals gezeigt wird. Die Gläubigen sind dann eingeladen, ihre mitgebrachten Kräutersträusse vor der Ikone niederzulegen, um sie vom Priester segnen zu lassen.

Predigt von Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz aus Paderborn (D) an der äusseren Feier Unserer Lieben Frau von Einsiedeln a...
23/07/2026

Predigt von Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz aus Paderborn (D) an der äusseren Feier Unserer Lieben Frau von Einsiedeln am 19. Juli 2026

Gott wartet nicht, bis die Nacht vorbei ist. Er kommt mitten in die Nacht. Nicht erst dann, wenn alles geklärt, geordnet und schön hell geworden ist. Sondern schon dort, wo alte Gewissheiten zerbrechen und das Ende näher scheint als ein Anfang. Schon im Alten Testament heißt es: „Als tiefes Schweigen das All umfing / und die Nacht ... bis zur Mitte gelangt war, da sprang dein allmächtiges Wort vom Himmel.“ Diese Worte hören wir in der Weihnachtsnacht. In der Mitte der Nacht liegt der Anfang eines neuen Tages. Die „Mitte der Nacht“ ist der dunkelste, kälteste Moment, die Phase, in der das Gestern unwiederbringlich vorbei und das Morgen noch unsichtbar ist. Paradoxerweise birgt aber erst der absolute Tiefpunkt die Chance auf die Kehrtwende.

Vielleicht ist das ein Schlüssel für das Jubiläum, das Sie hier in Einsiedeln feiern: 500 Jahre Wiederaufblühen. Das Jahr 1526 war keine glanzvolle Sternstunde. Das Kloster stand kurz vor dem Aus. Die große Geschichte dieses Ortes schien für immer zu verstummen. Und doch wurde gerade diese dunkelste Stunde zur Stunde der Wende.

Die entscheidende Bewegung kam aber nicht aus dem Kloster selbst. Die Schwyzer griffen ein. Ausgerechnet die politische Kraft, die dem Kloster auch als Konkurrentin gegenüberstand, wollte nicht hinnehmen, dass Einsiedeln als Kloster und Wallfahrtsort verwaist. Sie holte den St. Galler Mönch Ludwig Blarer und setzte ihn am Vorabend von Mariä Himmelfahrt 1526 als neuen Abt ein. Der Anstoß kam also von außen – überraschend, ungewohnt, kirchenrechtlich auch nicht spannungsfrei und doch lebensrettend.

Ein scheinbar aussichtsloses Ende, eine Mitte der Nacht – diese Erfahrung wiederholt sich in vielen Lebensgeschichten bis heute. Wir verändern uns selten nur aus eigener Einsicht. Etwas muss von außen kommen: manchmal ein Wort, das trifft, manchmal ein Mensch, der uns widerspricht, manchmal ein Scheitern. Was wir zuerst als Störung erleben, kann zum Anstoß werden. Nicht jede Krise ist Gottes Wille. Aber Gott kann sich auch dessen bedienen, was uns unterbricht. Eine Krise ist nicht nur ein Absturz. Sie ist eine Stunde, in der sich etwas scheidet: Was trägt – und was trägt nicht mehr? Was ist lebendig – und was ist nur Gewohnheit? Was muss bewahrt werden – und wovon müssen wir uns lösen? Die Krise zwingt uns, genauer zu sehen.

In der Nacht genügt es nicht, die Dunkelheit zu beklagen. Man muss den Abgrund wahrnehmen, ohne ihm das letzte Wort zu geben. Man muss das kleine Feuer hüten, damit es nicht erlischt. Die großen Wendepunkte Gottes ereignen sich nicht im gedankenlosen Schlaf, sondern in einer Wachheit, die aushält, dass sie noch nicht alles versteht. Die christliche Hoffnung überspringt die Nacht nicht. Sie hält in ihr Ausschau nach dem, was Gott schon beginnen lässt.

Das gilt natürlich auch für Krisenzeiten in der Kirche. Auch sie wird nicht allein aus sich selbst erneuert, sondern oft durch den Anstoß von außen. Die Wirklichkeit spricht zu ihr. Sie tritt an die Kirche heran und fordert sie heraus. Die Fragen der Menschen, ihre Freiheitsgeschichte, ihre Verwundungen, ihre Suche nach Gerechtigkeit, die Erkenntnisse der Wissenschaften und die Erfahrungen einer pluralen Gesellschaft sind nicht bloß eine feindliche Außenwelt. Sie können zu Zeichen der Zeit werden, die im Licht des Evangeliums gelesen werden wollen. Nicht: hier die Kirche – dort die schlechte Welt. Sondern: Wir als Kirche inmitten der Welt. Bedient sich Gott vielleicht der säkularen Welt, um uns durch manche Zumutung zu einem Wendepunkt in der Krise zu führen? Ein spannender Gedanke. Das verlangt von der Kirche keine ängstliche Anpassung. Vielleicht aber spricht Gott gerade durch das, was uns irritiert. Vielleicht ruft er uns heraus aus Selbstgenügsamkeit, Machtgewohnheit und frommer Betriebsamkeit.

Gerade Maria kann uns hier einen geistlichen Anstoß geben. Sie kann das Geschehen unter dem Kreuz nicht kontrollieren. Ihren Sohn kann sie nicht retten. Von außen bricht eine Wirklichkeit über sie herein, eine Zumutung, die alles zerstört, was sie erhofft hatte. Und doch flieht sie nicht. Sie bleibt. Sie hält die Nacht aus, ohne das Licht zu vergessen, und bewahrt die Verheißung, obwohl diese ihre bisherige Gestalt verliert. So bleibt sie offen für das Wort, das ihr gerade dort unter dem Kreuz zugesprochen wird: „Frau, siehe, dein Sohn!“ – „Siehe, deine Mutter!“ Der äußere Bruch wird zum Ort einer neuen Sendung. Mitten im Sterben stiftet Christus eine Beziehung, die vorher so nicht da war. Mitten im Sterben wächst eine neue Gemeinschaft. Maria wird so zum Urbild einer Kirche, die sich erneuern lässt.

Diese Wachheit braucht die Kirche heute. Nicht hektische Aktivität, nicht das nächste Programm, nicht noch ein Update, das alle Probleme lösen soll. Wir erleben ohnehin eine tiefe Transformationsmüdigkeit. Viele Menschen sind erschöpft von dem ständigen Anspruch, sich neu zu erfinden, effizienter zu werden und mit jeder Veränderung Schritt zu halten. Auch in der Kirche kann Erneuerung zu einem Druckwort werden. Christliche Wachheit ist etwas anderes. Sie ist die Bereitschaft, am Feuer der Nacht wach zu bleiben, das Feuer des Evangeliums nicht ausgehen zu lassen, die Erinnerung an Gottes Treue zu hüten, den Namen Jesu nicht leiser, sondern wahrhaftiger auszusprechen. Und zugleich genau zu prüfen, welche Formen diesem Feuer noch dienen und welche nur noch Asche verwalten. Wachheit heißt deshalb auch: das Alte nicht verachten. Wer in einer kalten Nacht ein Feuer hütet, wirft nicht wahllos alles hinein. Er bewahrt die Glut und legt neues Holz nach. So muss kirchliche Erneuerung geschehen: nicht indem wir unsere Geschichte abschütteln, als wäre sie nur Ballast, aber auch nicht, indem wir jede überkommene Form mit dem Evangelium selbst verwechseln.

„Lasst euch erneuern!“ Ihr diesjähriges Wallfahrtsleitwort ist auffällig formuliert. Nicht: Erfindet euch neu. Nicht: Optimiert euch. Nicht: Macht aus eigener Kraft alles anders. Sondern: Lasst euch erneuern. Das Neue ist Gabe, bevor es Aufgabe wird. Gott ist der Handelnde. Aber er handelt nicht an uns vorbei. Er wartet auf unsere Offenheit, auf unsere Wachheit, auf unser Ja.

Der Anstoß zur Erneuerung kam damals von außen. Aber er musste im Inneren angenommen und mit Leben gefüllt werden. Es brauchte Ludwig Blarer, der den Auftrag annahm. Es brauchte Menschen, die wieder eintraten, beteten, arbeiteten und Verantwortung übernahmen. Genau darin liegt das Geheimnis jeder wirklichen Erneuerung: dass wir tiefer zu dem werden, was wir als Kirche von Christus her sind – Zeichen und Werkzeug der Nähe Gottes, Sakrament seiner Gegenwart, Gemeinschaft der Verschiedenen, Anwältin der Würde jedes Menschen, Raum der Versöhnung und Schule des Hörens und des Gebets.

Der Prophet Zefanja – wir haben es gehört – ruft dem bedrohten Gottesvolk zu: „Fürchte dich nicht, Zion! Lass die Hände nicht sinken! Der Herr, dein Gott, ist in deiner Mitte.“ Das ist die Quelle der Erneuerung. Gott ist in der Mitte. Nicht erst nach der Krise. Nicht erst, wenn die Kirche wieder stark ist. Nicht erst, wenn unsere Fragen beantwortet sind. Er ist in der Mitte der Nacht, in der Mitte der Verwundung, in der Mitte einer Welt, die sich ihrer selbst nicht sicher ist. Darum dürfen wir die Hände nicht sinken lassen. Aber wir dürfen sie auch nicht in den Schoß legen. Wir sollen wach bleiben, unterscheiden und handeln. Wir sollen das Feuer hüten und zugleich Platz schaffen für das Neue. Wir sollen den Anstoß von außen nicht fürchten und die Erneuerung von innen nicht verweigern.

Vielleicht liegt darin die Botschaft dieser 500 Jahre Wiederaufleben der Abtei Einsiedeln. Was damals in Einsiedeln geschah, ist mehr als eine Episode der Klostergeschichte. Es ist ein Gleichnis der Hoffnung: Das Ende, das schon greifbar schien, wurde zu einem neuen, anderen Anfang.

Hier in Einsiedeln kommen Menschen seit Jahrhunderten zur Muttergottes, zur „Schwarzen Madonna“. Sie kommen mit Dank und Bitte, mit Verwundungen und Hoffnungen, mit Fragen und Lasten. Heute dürfen auch wir all das unter das Kreuz stellen: unser eigenes Leben, unsere Kirche, unsere technisierte Welt, unsere bedrohte Schöpfung und unsere Sorge um die Zukunft. Maria zeigt uns die Haltung der Erneuerung: Sie bleibt. Sie hört. Sie hält die Nacht aus, ohne das Licht zu vergessen.

„Lasst euch erneuern!“ Das ist kein zusätzlicher Leistungsauftrag. Es ist eine Einladung zum Vertrauen. Denn wenn die Nacht in ihrem Lauf bis zur Mitte gelangt ist, ist Gottes Wort schon unterwegs.

Eine gute Gemeinschaft ist ein Geschenk, muss aber auch immer wieder gepflegt werden. Dem dienen unsere neuen Rekreation...
19/07/2026

Eine gute Gemeinschaft ist ein Geschenk, muss aber auch immer wieder gepflegt werden. Dem dienen unsere neuen Rekreationsräume, die wir letzthin einweihen konnten. In welchem würdest Du am liebsten eine Zeitung lesen oder Karten spielen (Bild 3-7)?

Adresse

Kloster Einsiedeln
Einsiedeln
8840

Öffnungszeiten

Montag 06:00 - 20:30
Dienstag 06:00 - 20:30
Mittwoch 06:00 - 20:30
Donnerstag 06:00 - 20:30
Freitag 06:00 - 20:30
Samstag 06:00 - 20:30
Sonntag 07:00 - 20:30

Telefon

+41554186111

Benachrichtigungen

Lassen Sie sich von uns eine E-Mail senden und seien Sie der erste der Neuigkeiten und Aktionen von Kloster Einsiedeln erfährt. Ihre E-Mail-Adresse wird nicht für andere Zwecke verwendet und Sie können sich jederzeit abmelden.

Die Kultstätte Kontaktieren

Nachricht an Kloster Einsiedeln senden:

Verknüpfungen

Teilen