Katholische Militärpfarre beim Militärkommando Wien und "Forum Jakob Kern"

Katholische Militärpfarre beim Militärkommando Wien und "Forum Jakob Kern" Kontaktinformationen, Karte und Wegbeschreibungen, Kontaktformulare, Öffnungszeiten, Dienstleistungen, Bewertungen, Fotos, Videos und Ankündigungen von Katholische Militärpfarre beim Militärkommando Wien und "Forum Jakob Kern", Katholische Kirche, Würzburggasse 8A/Objekt 5, Wien.

Dies ist die offizielle Seite der Wiener Militärpfarre und dem Jakob Kern-Haus hinsichtlich der musikalisch-kulturellen Events, Veranstaltungen und Festgottesdienste, die das Kulturleben Wiens bereichern.

Rekruten geloben auf der Kaiserwiese im Wiener PraterGestern wurden rund 180 Soldaten der 1. Gardekompanie auf der Kaise...
18/06/2026

Rekruten geloben auf der Kaiserwiese im Wiener Prater

Gestern wurden rund 180 Soldaten der 1. Gardekompanie auf der Kaiserwiese im Wiener Prater feierlich angelobt. Bereits vor Beginn des Festaktes überzeugte die Gardemusik mit einem stimmungsvollen Platzkonzert die zahlreich erschienen Fest- und Ehrengäste.
Vor ihren Vorgesetzten, politischen Vertretern sowie zahlreichen Familienangehörigen und Freunden legten sie das Treuegelöbnis auf die Republik Österreich ab. Die abschließenden Worte der Gelöbnisformel – „… mit allen meinen Kräften, der Republik Österreich und dem österreichischen Volke zu dienen!“ – waren weit über die Kaiserwiese und den Wiener Prater zu hören.
Die angelobten Grundwehrdiener werden in weiterer Folge Repräsentationsaufgaben bei der Garde sowie Funktionsdienste beim Militärkommando Wien übernehmen.

(Fotos: Raphael Schmid, Holger R. Weimann, J. Cybulski)

„Denn er befiehlt seinen Engeln, dich zu behüten auf all deinen Wegen.“Psalm 91,11Herzliche Glückwünsche zur Taufe von A...
18/06/2026

„Denn er befiehlt seinen Engeln, dich zu behüten auf all deinen Wegen.“
Psalm 91,11
Herzliche Glückwünsche zur Taufe von Arthur Eugen Roman. Möge Gottes Segen ihn auf seinem Lebensweg begleiten, ihm Schutz, Liebe und Geborgenheit schenken und ihn stets von guten Menschen umgeben.
Ich wünsche ihm und seiner Familie viel Freude, Gesundheit und Gottes reichen Segen für die Zukunft. ✨🙏🏻💙

Der Kirchenvater Tertullian schrieb um das Jahr 200: „Fiunt, non nascuntur Christiani.“„Christen werden gemacht, nicht g...
14/06/2026

Der Kirchenvater Tertullian schrieb um das Jahr 200: „Fiunt, non nascuntur Christiani.“
„Christen werden gemacht, nicht geboren.“
(Apologeticum 18,4) Dieser Satz fasst die Botschaft der Lesungen vom 11. Sonntag im Jahreskreis treffend zusammen. Christsein ist nicht zuerst Herkunft oder Tradition. Christsein beginnt damit, dass Gott einen Menschen ruft, liebt und in seinen Dienst nimmt. In der ersten Lesung erinnert Gott sein Volk Israel: „Ich habe euch auf Adlerflügeln getragen und zu mir gebracht.“ (Ex 19,4) Bevor Gott seinem Volk einen Auftrag gibt, schenkt er ihm seine Nähe und seine Liebe. Nicht die Leistung Israels steht am Anfang, sondern Gottes Treue. Das gilt auch für uns. Unser Glaube beginnt nicht mit dem, was wir für Gott tun, sondern mit dem, was Gott für uns getan hat. Der heilige Paulus sagt es noch deutlicher: „Christus ist schon zu der Zeit, da wir noch schwach und gottlos waren, für uns gestorben.“ (Röm 5,6) Und: „Christus ist für uns gestorben, als wir noch Sünder waren.“ (Röm 5,8) Gott wartet nicht, bis wir vollkommen sind. Er liebt uns zuerst. Das Kreuz Christi ist der größte Beweis dafür. Im Evangelium sehen wir Jesus unter den Menschen. Von ihnen heißt es:
„Sie waren müde und erschöpft wie Schafe, die keinen Hirten haben.“ (Mt 9,36) Und dann hören wir: „Als er die vielen Menschen sah, hatte er Mitleid mit ihnen.“ (Mt 9,36) Für dieses Mitleid steht im griechischen Urtext das Wort ἐσπλαγχνίσθη. Es bedeutet ein Ergriffensein im Innersten, ein Erbarmen, das aus der Tiefe des Herzens kommt. Jesus sieht die Menschen nicht oberflächlich. Ihre Not geht ihm zu Herzen. In seinem Erbarmen zeigt sich das Herz Gottes selbst. Auch heute gibt es viele Menschen, die Orientierung suchen, die einsam sind oder keine Hoffnung mehr sehen. Christus schaut auch auf sie mit diesem erbarmenden Blick. Darum sagt Jesus: „Die Ernte ist groß, aber es gibt nur wenig Arbeiter.“ (Mt 9,37)!Und er sendet seine Jünger aus mit dem Auftrag: „Umsonst habt ihr empfangen, umsonst sollt ihr geben.“ (Mt 10,8)
Das gilt auch für uns. Wir haben Gottes Liebe, Vergebung und Barmherzigkeit geschenkt bekommen. Nun sind wir gerufen, diese Gaben weiterzugeben – durch unser Wort, durch unsere Hilfsbereitschaft und durch ein glaubwürdiges christliches Leben. So verstehen wir das Wort Tertullians: Christen werden nicht geboren, Christen werden von Gott geformt. Er erwählt uns, er liebt uns, und er sendet uns zu den Menschen.

Feldmesse mit der 1. Gardekompanie zum Hochfest des Heiligsten Herzens Jesu in Horn-😄✝️👍🙏Die theologischen Tugenden Glau...
12/06/2026

Feldmesse mit der 1. Gardekompanie zum Hochfest des Heiligsten Herzens Jesu in Horn-😄✝️👍🙏Die theologischen Tugenden Glaube, Hoffnung und Liebe standen im Mittelpunkt der Betrachtung. Jesus sagt im Evangelium: „Kommt alle zu mir, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken“ (Mt 11,28). Diese Einladung gilt besonders Menschen, die Dienst tun, Verantwortung übernehmen und manchmal auch Belastungen tragen, die andere nicht sehen. Das Herz Jesu steht für Stärke und Güte zugleich. Ein Soldat braucht beides: Entschlossenheit und Menschlichkeit, Pflichtbewusstsein und Mitgefühl. Christlicher Dienst bedeutet nicht nur, Sicherheit zu gewährleisten, sondern auch die Würde jedes Menschen zu achten.Möge sein Herz unsere Herzen prägen und uns stärken auf allen Wegen unseres Dienstes.👍✝️🙏 Foto: Gfr Hafner/ÖBH

Heute wurden vier Jubiläen gefeiert: Weltfriedenstag 2026, das 70-jährige Bestehen der katholischen Militärseelsorge, da...
11/06/2026

Heute wurden vier Jubiläen gefeiert: Weltfriedenstag 2026, das 70-jährige Bestehen der katholischen Militärseelsorge, das 40-jährige Jubiläum der Apostolischen Konstitution Spirituali militum curae sowie der 11. Weihetag des amtierenden Militärbischofs Dr. Werner Freistetter. ✝️An seinem 11. Weihetag verband der Militärbischof in seiner Predigt den Dank für sieben Jahrzehnte institutionalisierte Seelsorge mit einem eindringlichen Blick auf die Zukunft. Im Zentrum stand dabei die Warnung vor einer Entmenschlichung durch Künstliche Intelligenz (KI) im Militär – insbesondere vor autonomen Entscheidungen über Leben und Tod. 🙏Angesichts der volatilen weltpolitischen Lage sicherte er den Soldaten auch künftig die verlässliche Begleitung der Seelsorge zu. S.E. betonte: „Die Zivilisation der Liebe entsteht nicht aus einer einzigen spektakulären Geste, sondern aus der Summe kleiner und beharrlicher Akte der Treue, die als Bollwerk gegen die Entmenschlichung dienen. Das ist die Hobbit-Ethik: kleine Schritte, Worte entwaffnen und Beziehungen pflegen.“ Ad multos annos, lieber Bischof Werner! ☺️🙏🫶✝️ Fotos: Gfr Cybulski/ÖBH

Der große Konzilstheologe Yves Congar hat einmal in einem seiner Werke unter dem Titel „Vraie et fausse réforme dans l’É...
07/06/2026

Der große Konzilstheologe Yves Congar hat einmal in einem seiner Werke unter dem Titel „Vraie et fausse réforme dans l’Église“ (Wahre und falsche Reform in der Kirche, Paris 1950) geschrieben: „Man darf nicht die Kirche ändern, sondern man muss etwas in der Kirche ändern. Man kann keine andere Kirche machen, aber man muss die Kirche in gewissem Maße anders werden lassen.“
Mit diesen Worten erinnert er uns daran, dass die Erneuerung der Kirche nicht zuerst durch neue Programme, Strukturen oder Konzepte geschieht, sondern dort beginnt, wo Menschen sich neu vom Evangelium berühren und verwandeln lassen. Genau um eine solche Erneuerung des Herzens geht es in den heutigen Lesungen am 10. Sonntag im Jahreskreis.
Im Evangelium (Mt 9,9-13) begegnet Jesus dem Zöllner Matthäus, einem Mann, der in den Augen vieler seiner Zeitgenossen als Sünder galt und dessen Ruf längst zerstört war. Doch Jesus übernimmt nicht die Urteile der Menschen. Er sieht in Matthäus nicht dessen Vergangenheit, sondern seine Zukunft, nicht seine Schuld, sondern seine Berufung. Deshalb genügt ein einziges Wort: „Folge mir nach!“ (Mt 9,9) Und Matthäus steht auf und folgt ihm. Gerade darin wird deutlich, dass Gottes Barmherzigkeit immer vor unserer Umkehr kommt. Jesus wartet nicht darauf, dass Matthäus zuerst sein Leben in Ordnung bringt; vielmehr verändert die Begegnung mit Jesus sein Leben von Grund auf.
Als die Pharisäer daran Anstoß nehmen, dass Jesus mit Zöllnern und Sündern am Tisch sitzt, antwortet er mit einem Satz, der gleichsam die Mitte des heutigen Evangeliums bildet: „Geht und lernt, was es heißt: Barmherzigkeit will ich, nicht Opfer“ (Mt 9,13). Im griechischen Urtext steht für Barmherzigkeit das Wort ἔλεος. Dieses Wort bezeichnet nicht bloß Mitleid oder Nachsicht, sondern jene erbarmende und heilende Liebe Gottes, die den Menschen aufrichtet, ihm seine Würde zurückgibt und ihm einen neuen Anfang ermöglicht. Die Pharisäer sehen die Schuld des Matthäus; Jesus sieht den Menschen, den Gott nicht aufgegeben hat. Die Pharisäer schauen zurück auf das, was war; Jesus blickt auf das, was durch Gottes Gnade werden kann. Deshalb verweist Jesus auf den Propheten Hosea, der schon Jahrhunderte zuvor im Namen Gottes gesprochen hatte: „Denn an Liebe habe ich Gefallen, nicht an Schlachtopfern“ (Hos 6,6). Gott lehnt den Gottesdienst nicht ab, aber er macht deutlich, dass jede religiöse Handlung ihren Sinn verliert, wenn sie nicht von Liebe und Barmherzigkeit getragen wird. Wahre Gottesverehrung zeigt sich letztlich darin, wie wir mit unseren Mitmenschen umgehen. Die zweite Lesung Röm 4,18-25 stellt uns Abraham vor Augen, den Paulus als Vater des Glaubens bezeichnet. Obwohl menschlich gesehen alles gegen die Verheißung Gottes sprach, hielt Abraham an seinem Vertrauen fest. Darum schreibt Paulus: „Gegen alle Hoffnung hat er voll Hoffnung geglaubt“ (Röm 4,18).
Abraham vertraute nicht auf seine eigenen Möglichkeiten, sondern auf die Treue Gottes. Dasselbe Vertrauen finden wir auch bei Matthäus, der den Mut hat, seinen bisherigen Lebensweg hinter sich zu lassen und dem Ruf Jesu zu folgen. Beide zeigen uns, dass Glaube bedeutet, sich Gott anzuvertrauen, auch wenn der Weg noch nicht überschaubar ist. Wenn wir in jeder Eucharistiefeier beten: „Kyrie eleison – Herr, erbarme dich“, dann verwenden wir dieselbe Wortwurzel wie im heutigen Evangelium. Wir bitten Gott um sein ἔλεος, um seine erbarmende Liebe, die heilt, vergibt und erneuert. Diese Liebe hat Matthäus erfahren, diese Liebe hat Abraham getragen, und dieselbe Liebe wird auch uns heute zugesagt.
So können wir am Ende noch einmal zu Yves Congar zurückkehren. Die Kirche wird nicht dadurch erneuert, dass sie eine andere wird, sondern dadurch, dass sie immer tiefer aus dem Evangelium lebt. Sie wird dort glaubwürdig, wo Menschen glauben wie Abraham, wo sie sich rufen lassen wie Matthäus und wo sie anderen mit jener Barmherzigkeit begegnen, die Christus selbst vorgelebt hat. Dann wird in unserem Leben und in unserer Kirche sichtbar, was Jesus uns heute ans Herz legt: „Ἔλεος θέλω – Barmherzigkeit will ich, nicht Opfer.“ (Mt 9,13)

Teilnahme der Gardemusik und Militärpfarre Wien an der Fronleichnamsprozession in der Wiener Innenstadt ✝️Der Wiener Erz...
04/06/2026

Teilnahme der Gardemusik und Militärpfarre Wien an der Fronleichnamsprozession in der Wiener Innenstadt ✝️Der Wiener Erzbischof Josef Grünwidl hat das erste Fronleichnamsfest seiner Amtszeit mit der traditionellen Prozession in der Wiener Innenstadt gefeiert. In seiner Predigt rief er zu „menschlicher Nähe“ auf. Für eine gute Zukunft brauche es mehr als Unmengen an Datenvolumen, mehr als künstliche und menschliche Intelligenz, sondern "echte Weisheit", Vertrauen und Orientierung an der Wahrheit, betonte der Wiener Erzbischof Josef Grünwidl. Orientierung gebe Jesus. Die Eucharistie drücke den Willen Christi aus, "dass wir human bleiben und immer menschlicher werden". Wichtiger als digitale Technik sei menschliche Nähe. Wesentlicher als globale Vernetzung sei der persönliche Kontakt, so Grünwidl.🙏“Auch wenn Menschen sich manchmal wie Götter gebärden, sich als Heilbringer sehen oder als Messias aufspielen. Wahr ist: Der Mensch ist nicht Gott", betonte Grünwidl. Jesus rufe zur Umkehr und zum Kindwerden auf. "Wir sind weder perfekt noch allwissend und wir müssen es auch nicht sein. Wir dürfen human, menschlich bleiben." ✝️Für Papst Leo bestehe der wahre humane Fortschritt darin, die Geschichte aus dem Blickwinkel der Kleinen zu sehen, nicht aus der Perspektive der Einflussreichen und Mächtigen. Die Gläubigen rief er während der "katholischen Demonstration", der Fronleichnamsprozession, dazu auf, nicht nur am Feiertag auf die Straße zu gehen, um zu zeigen, "was uns heilig ist". "Verstecken wir unseren Glauben nicht. Wir alle sollten lebendige Monstranzen sein."🙏

Heute feiert die Kirche das Hochfest des Leibes und Blutes Christi, Fronleichnam. Im heutigen Evangelium sagt Jesus: „Ic...
04/06/2026

Heute feiert die Kirche das Hochfest des Leibes und Blutes Christi, Fronleichnam. Im heutigen Evangelium sagt Jesus: „Ich bin das lebendige Brot, das vom Himmel herabgekommen ist. Wer von diesem Brot isst, wird in Ewigkeit leben“ (Joh 6,51). Mit diesen Worten verspricht er uns nicht nur Nahrung für den Augenblick, sondern Leben in Fülle. Schon in der ersten Lesung begegnet uns Melchisedek, der „Brot und Wein herausbrachte“ (Gen 14,18). Die Kirche sieht darin einen Hinweis auf die Eucharistie. Was damals angedeutet wurde, erfüllt sich in Jesus Christus, der sich selbst für uns hingibt. Der heilige Paulus erinnert uns daran: „Ist der Kelch des Segens, über den wir den Segen sprechen, nicht Teilhabe am Blut Christi? Ist das Brot, das wir brechen, nicht Teilhabe am Leib Christi?“ (1 Kor 10,16). In der Eucharistie sind wir nicht nur Zuschauer. Wir werden mit Christus und untereinander verbunden. Deshalb sagt Paulus weiter: „Ein Brot ist es. Darum sind wir viele ein Leib“ (1 Kor 10,17).
Fronleichnam lädt uns ein, dieses Geschenk neu zu entdecken. Wenn wir Christus empfangen, dann soll seine Liebe in unserem Leben sichtbar werden. Die Prozession durch die Straßen zeigt: Christus gehört nicht nur in die Kirche, sondern mitten in unsere Welt. Bitten wir den Herrn, dass wir aus der Kraft der Eucharistie leben und für andere zu Zeichen seiner Liebe werden.

Der heilige Augustinus schreibt in seinem Werk De Trinitate: „Vides Trinitatem, si caritatem vides.“-„Du siehst die Drei...
31/05/2026

Der heilige Augustinus schreibt in seinem Werk De Trinitate: „Vides Trinitatem, si caritatem vides.“-„Du siehst die Dreifaltigkeit, wenn du die Liebe siehst.“ (De Trinitate VIII,10,14) Das ist vielleicht der schönste Zugang zum heutigen Fest am Dreifaltigkeitssonntag. Die Dreifaltigkeit ist nicht zuerst ein Geheimnis für den Verstand, sondern ein Geheimnis der Liebe. Wer die Liebe erkennt, entdeckt eine Spur Gottes. Eine Ikone der Dreifaltigkeit aus der kretischen Tradition, wie sie etwa von Michail Damaskinos oder Elias Moskos geschaffen wurde, verdeutlicht dies. Der Vater und der Sohn sitzen auf einem Thron, zwischen ihnen schwebt die Taube als Zeichen des Heiligen Geistes. Unter ihnen befindet sich die Weltkugel. Sie macht deutlich: Die ganze Welt ruht in den Händen des dreifaltigen Gottes. Die Welt ist getragen von Liebe. Genau das verkünden die heutigen Lesungen. In der ersten Lesung offenbart Gott dem Mose sein innerstes Wesen: „Der Herr ist ein barmherziger und gnädiger Gott, langmütig und reich an Huld und Treue“ (Ex 34,6). Gott beschreibt sich nicht durch Macht oder Stärke, sondern durch Erbarmen und Liebe. Deshalb bittet Mose: „Zieh doch in unserer Mitte!“ (Ex 34,9). Wo Gott gegenwärtig ist, da kann Leben gelingen. Im Zweiten Korintherbrief spricht Paulus von der „Gnade Jesu Christi“, von der „Liebe Gottes“ und von der „Gemeinschaft des Heiligen Geistes“ (2 Kor 13,13). In einem einzigen Satz öffnet er uns den Blick auf das Geheimnis des dreifaltigen Gottes. Gott ist Gemeinschaft. Vater, Sohn und Heiliger Geist leben in vollkommener Liebe miteinander und öffnen diese Gemeinschaft für uns Menschen. Und im Evangelium hören wir den Grund dafür: „Denn Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab“ (Joh 3,16). Gott liebt nicht nur die Guten, nicht nur die Erfolgreichen, sondern die Welt.
Dann folgt ein Satz, der das Herz des heutigen Festes offenbart: „Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, damit er die Welt richtet, sondern damit die Welt durch ihn gerettet wird“ (Joh 3,17). Im griechischen Urtext steht hier das Wort κρίνῃ– „verurteilen“, „einen Schuldspruch fällen“. Jesus sagt damit: Das erste Wort Gottes an die Welt ist nicht Verurteilung. Und für „gerettet werde“ steht das Wort σωθῇ. Dieses Wort bedeutet mehr als Rettung. Es meint Heilung, Befreiung und Ganzwerden. Man könnte deshalb auch übersetzen: Gott hat seinen Sohn gesandt, damit die Welt durch ihn heil werde. Gott blickt also auf die verwundete Welt nicht wie ein Richter auf einen Angeklagten, sondern wie ein Arzt auf einen Verletzten. Das Ziel seines Kommens ist Heilung. Darin zeigt sich die Liebe des dreifaltigen Gottes. Die Weltkugel auf der Ikone erinnert uns daran: Unsere Welt, unsere Kirche, unsere Familien und auch unser persönliches Leben sind von dieser Liebe Gottes umfangen.
Darum dürfen wir heute mit Augustinus auf die Dreifaltigkeit schauen, ohne alles erklären zu müssen. Es genügt, die Liebe zu erkennen, die uns umgibt und trägt. „Vides Trinitatem, si caritatem vides.“-„Du siehst die Dreifaltigkeit, wenn du die Liebe siehst.“ Wo Menschen einander vergeben, wo sie füreinander da sind, wo sie Hoffnung schenken und Lasten tragen, dort wird etwas vom Geheimnis des dreifaltigen Gottes sichtbar. Darum dürfen wir voll Vertrauen unseren Weg gehen. Denn unser Leben und diese ganze Welt ruhen in den Händen des dreifaltigen Gottes.

Erstunterricht bei der 1. Gardekompanie in Horn-Der lebenskundliche Erstunterricht soll Soldaten helfen, über Werte, Ver...
30/05/2026

Erstunterricht bei der 1. Gardekompanie in Horn-Der lebenskundliche Erstunterricht soll Soldaten helfen, über Werte, Verantwortung und ihr eigenes Leben nachzudenken, damit sie ihren Dienst bewusst und verantwortungsvoll erfüllen können. Der Unterricht soll Soldaten helfen, auf den Grundlagen des christlichen Glaubens und ihrer Verantwortung als Staatsbürger über Werte und Verantwortung nachzudenken, den Übergang vom zivilen zum militärischen Leben zu verstehen, mit Stress, Konflikten und neuen Situationen umzugehen und ein bewusstes und verantwortungsvolles Verhalten im Dienst zu entwickeln. Alles Gute für diese Ausbildung unseren jungen Kameraden und besten Dank für den guten Austausch in Gespräch und Reflexion sowie im Gebet! 🙏Fotos: Cybulski/ÖBH

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