Katholisch-Reformierte-Kirche

Katholisch-Reformierte-Kirche Wir verstehen uns als eine vollgültige Verwirklichung und 100%ige Nachfolgerin der EINEN, HEILIGEN, KATHOLISCHEN und APOSTOLISCHEN Kirche. an.

Wir sind eine katholische Frei-Kirche und gehören NICHT den Groß-(Amts)kirchen (römisch-katholisch, altkatholisch, evangelisch-lutherisch, protestantisch, etc.) Wir haben keine Mitgliedsbeiträge (Kirchensteuer) und verlangen auch keine Gebühren, Taxen oder Tarife für unsere Dienste. Wer eine freiwillige Spende zum Aufbau und Erhalt unser Kirche geben möchte, ist herzlich dazu eingeladen! Wir sind eine "Denomination", staatlich NOCH nicht anerkannt, im theologischen Sinne Kirche. Eine Unterstützung zum ersten Schritt (staatlich anerkannte Bekenntnisgemeinde) unserer Anerkennung, ist ganz einfach möglich. Informationen für einen Beitritt sind auf unserer Homepage angeführt!

23/09/2026

„Er sandte sie aus, das Reich Gottes zu verkünden und die Kranken gesund zu machen!“ (Lukas 9, 2) Jesus gibt seinen Jüngern nicht nur ein Beispiel, was der Wille Gottes ist und wie man ihn im Leben umsetzt, sondern er gibt ihnen auch von seiner Vollmacht, nimmt sie in seine Mission, in seinen Auftrag mithinein und sendet sie als Boten und Verkünder aus. Bislang waren sie ja nur „Begleiter“ und Zeugen seines Tuns, nun werden sie zu wahren Jüngern, zu richtigen Nachfolgern und sollen selbst aktiv werden. Im Gepäck haben sie die Kraft seines Geistes und die Vollmacht über Dämonen und Krankheiten, alles andere sollen sie ausdrücklich zurücklassen. Es geht ihm um das Vertrauen der Jünger in die Macht Gottes und das Zutrauen, dass Gott alles fügt, wie es recht und richtig ist. Sie sollen sich ihm überlassen, ohne jede weltliche Sicherheit, und sollen darauf bauen, dass er sie mit allem versorgt, was sie für ihren Dienst brauchen und notwendig haben. So soll die Kirche sein, unterwegs zu den Menschen, in Bewegung ohne irdische Sicherheit, im Vertrauen auf Gottes Segen und Fülle, die er denen schenkt, die ihre ganze Hoffnung auf ihn setzen. Die Jünger gehen als „Arme“ zu den Armen und bringen ihnen den Reichtum der frohen Botschaft. Sie kommen in Frieden und bringen Frieden, ihr Auftrag ist es zu heilen und die Menschen von den Ungeistern zu befreien. Der Glaube gibt ihnen dazu den nötigen Mut und die Kraft, die Liebe ist ihr Schlüssel zu den Herzen der Menschen, ihre Hoffnung ebnet ihnen den Weg. Heute ist eine völlige Mittellosigkeit nicht mehr möglich, denn in einer feindselig, egoistischen Welt, braucht jeder seine Ausrüstung, aber die Forderung der Armut bleibt bestehen, und ohne Vertrauen in die Allmacht Gottes geht es sowieso nicht!

22/09/2026

„Meine Mutter und meine Brüder sind die, die das Wort Gottes hören und tun!“ (Lukas 8, 21b) Familie ist wichtig, denn sie gibt einem die Geborgenheit und den Halt, um sich in einer stetig verändernden Welt und Zeit zurechtzufinden, bestehen zu können und sich auf das Kommende einzulassen. Jede Familie hat ihre Eigenheit, ihr Besonderes, ihren Flair und ist für die Entwicklung eines Menschen wertvoll und wichtig, denn sie gibt bis zu einem gewissen Grad den Weg, die Richtung und das Tempo vor, ist maßgeblich daran beteiligt, ob Menschen wachsen, reifen und Frucht bringen. So sollte es eigentlich sein; Familie ist der Hort, an dem man sicher ist und sich aufgehoben weiß. Aber oft ist die eigene Familie, die Blutsverwandtschaft genau das Gegenteil davon. Dann wählt man sich am besten eine „neue“ Familie, eine Wahlverwandtschaft, Menschen, die einem gut gesinnt sind, guttun, den Halt und die Geborgenheit geben, den man braucht, die einem korrigiert und auch mit Kritik nicht spart, um auf den richtigen Weg zu bleiben oder darauf zurückzufinden. Manchmal übernimmt die Gemeinde, die Gemeinschaft, die Kirche diese Aufgabe wird zur Familie, in der man willkommen ist und einem das Gefühl vermittelt, gewollt, wertvoll und richtig zu sein. Jesus hat sicher kein Thema mit seiner Familie, aber er gibt dem Wort eine neue Dimension, eine neue Bedeutung, erweitert das Spektrum und hebt die geltende Ordnung auf. Familie ist nicht nur mehr die Blutlinie, sondern alle, die glauben, hoffen und lieben, die Gott vertrauen, auf sein Wort hören und seinen Willen tun. Er lehrt uns, Gott Vater zu nennen und macht uns damit alle zu seinen Kindern, zu Jesu Schwestern und Brüder, und untereinander zu Geschwistern. Damit ist die Kirche und die kirchliche Gemeinschaft die Weiterentwicklung der kleinsten Einheit zu einem großen Ganzen. Dass nicht alle es so verstehen und begreifen können ist klar. Letztlich zählt die ein Kind Gottes zu sein, sein Wort zu hören und es auch zu tun!

21/09/2026

„Man stellt ein Licht auf den Leuchter, damit jene, die eintreten, das Licht sehen!“ (vgl. Lukas 8, 16b) Lichter müssen leuchten, sonst haben sie ihren Sinn vertan; die Botschaft vom Reich Gottes muss verkündet werden, sonst ist sie für das Heil der Welt sinnlos; Jesu Reden und Tun muss in die ganze Welt getragen werden, bezeugt von jenen, die es gehört, gesehen, selbst erlebt haben, sonst können die Verirrten den Weg nicht zurückfinden und umkehren. Jesu hat zwar vorerst nur den Jüngern die Geheimnisse vom Reich Gottes anvertraut, aber nicht, damit es in diesem kleinen Kreis bleibt. Er hat seine Jünger ausgewählt, damit sie die frohe und frohmachende Botschaft in die Welt trage, wie helle Lichter leuchten und die Welt dadurch erhellen. Noch ist sie aber in Gleichnissen „verborgen“, weil auch noch nicht alle bereit dazu sind, aber das soll und wird sich ändern. In unverhüllter Rede wird er deutlicher und klarer. Die Menschen, die ihn hören, bei ihm „eintreten“, sich von ihm berühren und senden lassen, sehen das Licht und werden selbst davon erhellt, entzündet und so auch zu Leuchten in einer dunklen, tristen und lichtlosen Welt. Aber nur, wer auch genau hinhört und zuhört, kann auch weitergeben, was er gehört hat. Deshalb auch noch die Mahnung am Ende des heutigen Abschnitts. Wer Erkenntnis hat, der wird darin wachsen; wer Glauben hat, der wird daran reifen; wer Hoffnung hat, wird auch Frucht bringen, und wer die Liebe hat, wird dem Fruchtbringen Bestand verleihen, vorausgesetzt, dass er mit aufrichtigem Herzen hört und sich das Gehörte zu Eigen macht, d. h. sich dem Gehörten zu Eigen gibt

„Oder bist du neidisch, weil ich zu anderen gütig bin?“ (Matthäus 20, 15b) „Neid ist etwas Schreckliches und er macht Me...
20/09/2026

„Oder bist du neidisch, weil ich zu anderen gütig bin?“ (Matthäus 20, 15b) „Neid ist etwas Schreckliches und er macht Menschen hässlich!“ - sagt schon der Volksmund, und er hat recht. Neidische Menschen können anderen ihr Glück nicht gönnen, sie wollen nicht akzeptieren, dass andere auch einmal auf die Butterseite des Lebens fallen, besser oder erfolgreicher sind, auch mal bevorzugt werden, einen guten Lauf haben. Sie werden immer das Gefühl haben, benachteiligt zu werden, übervorteilt, ungerecht behandelt, übergangen oder auf den letzten Platz zurückgeworfen. Sie sehen nur, was andere haben und ihnen fehlt, nicht aber was sie selbst schon alles erhalten haben und was anderen fehlt. Der Neid vergiftet die Seele, stellt Ansprüche, schürt unerfüllbare Erwartungen und ist mit Enttäuschungen gepflastert. Menschen, die vom Neid zerfressen sind, haben kaum mehr Freude an etwas oder jemanden, in ihrem ständigen Vergleichen vergessen sie das Leben zu lieben, es zu akzeptieren und zufrieden zu sein. Manche machen dann Gott dafür verantwortlich und nennen ihn „ungerecht“, aber sie sehen oft nur das Endergebnis, nicht den mühevollen Weg davor, nicht das Versagen, die Angst vor dem Scheitern, das Rückgeworfenwerden auf den Anfang, wie bei „Mensch ärgere dich nicht“. Aber Gott ist gerecht, er macht keinen Unterschied, er sieht ins Herz und erkennt die Hintergründe und Gedanken, er ist gütig und barmherzig, und er gibt allen was sie brauchen und notwendig haben, auch wenn es nicht immer genau das ist, was man sich gewünscht hat. Gott ist auf „göttliche Weise“ gerecht, anders als wir Menschen Gerechtigkeit verstehen. Auch der Letzt bekommt von ihm gleichviel an Liebe und Zuwendung, an Erbarmen und Güte. Er lässt niemanden zurück oder leer ausgehen. Die Größe seine Güte sprengt jedes menschliche Messen und Vergleichen. Und er freut sich über jeden, der seine Gaben als Geschenk annimmt. Niemand, wirklich niemand hat Grund auf andere neidisch zu sein!

19/09/2026

„Auf guten Boden ist der Samen bei denen gefallen, die das Wort mit gutem und aufrichtigem Herzen hören, daran festhalten und Frucht bringen in Geduld!“ (Lukas 8, 15) Alles hat seine Zeit und alles braucht seine Zeit, das Grad wächst nicht schneller, wenn man daran zieht, eine Stunde dauert 60 Minuten, auch wenn man es eilig hat, Geduld ist in allem gefragt. So auch mit der frohen Botschaft des Evangeliums. Es braucht Zeit, um anzukommen, aufgenommen zu werden und aufzugehen, wie die Saat auf dem Feld. Menschen müssen sich darauf einlassen können und wollen; sie müssen zuhören, verstehen und lernen, das Gehörte umzusetzen. Nur dann ist das Wort auf guten Boden gefallen, kann wachsen, reifen und Frucht bringen. Mit Druck und Zwang geschieht nichts, auf felsigen Boden kann nicht viel wachsen, auf dem Weg finden nur Vögel etwas und in den Dornen kann nichts gedeihen. Der Sämann hat es in der Hand, wie gut er streut und wohin die Saat fällt. Guter Boden gibt viel Frucht, aber alles zu seiner Zeit. Und Zeit ist nur für Menschen begrenzt, Gott ist der Herr der Zeit und der Ewigkeit, Anfang und Ende, Sich ihm zu öffnen und ihn in sich wirken zu lassen ist schon ein guter Anfang. Ist das gute Wort einmal gesät, gilt es es zu hegen und zu pflegen, aufgehen und reifen zu lassen, damit es Frucht bringt zur rechten Zeit. Die Frage, die wir uns stellen sollten ist, wie offen sind wir für Gottes Wort? Wie bereit sind wir für das Evangelium? Wie gut ist der Boden, in den Gott das Gute gelegt hat? Und haben wir Geduld, es in uns wachsen und reifen zu lassen, um viel Frucht hervorzubringen? Wir haben Zeit, auch wenn sie begrenzt ist; und diese Zeit gilt es zu nutzen und sinnvoll einzusetzen. Man muss sich nicht von den Sorgen der Welt überfluten lassen, nicht hart werden, nicht auf alles reagieren, denn die Zeit regelt alles oft von allein.

18/09/2026

„Die Zwölf begleiteten ihn und auch einige Frauen!“ (Lukas 8, 1b,2a) Jesus ist unterwegs, um das Reich Gottes zu verkünden, die frohe Botschaft den Menschen in jedem Dorf, in jeder Stadt nahe zu bringen, mit Worten und Taten, in Zeichen und Wundern die Menschen zum Umdenken und zur Umkehr zu bewegen. Das ist seine Mission, das ist sein Auftrag, seine Sendung. Aber er ist nicht allein unterwegs, seine Jünger begleiten ihn, die Zwölf und einige Frauen. In Gemeinschaft geht er seinen Weg, miteinander geben sie Zeugnis, voneinander lernen sie das Leben zu leben, sie passen aufeinander auf und geben sich gegenseitig halt. So eine tragfähige und standhaltende Verbindung ist wichtig, für die erste Bewegung, für die ersten Christen, für die ersten Gemeinschaften des „neuen Weges“, die sich in den Dörfern und Städten entwickeln. Jesus macht keine Unterschiede in seiner Berufung, obwohl er sich grundlegend an die Vorgaben und Gewohnheiten seiner Zeit hält, in denen das Wort einer Frau weniger Gewicht hatte, als das eines Mannes, macht er auch immer wieder Ausnahmen und gibt auch den Frauen ihren Platz, um zu verkündigen und vor anderen Zeugnis abzulegen. Letztlich werden die Frauen die ersten Zeugen der Auferstehung sein und die frohe Botschaft verkünden. Viele Gemeinschaften machen es auch heute so, dass sie in ihrer Beauftragung und Sendung nicht das Geschlecht in den Mittelpunkt stellen, sondern die Berufung, die Erwählung durch den Heiligen Geist, der bekanntlich weht, wo er will und wirkt, wo er aufgenommen wird. Lukas reduziert zwar die Frauen auf Unterstützerinnen, die Jesus und die Jünger mit ihrem Vermögen helfen, aber dass er sie erwähnt und in die Nähe zu Jesus rückt, sie mit ihm mitgehen lässt, wie die Jünger, ist schon außergewöhnlich. Zunächst ist ihre beschriebene Aufgabe die „Diakonie“, sie gehören aber mit Sicherheit zum Kreis der Jünger, zu den Zeugen aus Galiläa, und auch der Heilige Geist kam auf ALLE herab, Männer und Frauen, die sich gemeinsam am gleichen Ort befanden und miteinander im Gebet vereint waren!

17/09/2026

„Dein Glaube hat dich gerettet. Geh in Frieden!“ (Lukas 7, 50b) Die Erzählung der „Sünderin“, die Jesus im Haus des Pharisäers die Füße salbt, und die Reaktion des Gastgebers erinnert an das, was der Volksmund sagt: „Es kann der Frömmste nicht in Frieden leben, wenn es dem bösen Nachbarn nicht gefällt!“. Wir Menschen sind schnell im Urteilen und Verurteilen, haben Vorurteile und festgefahrene Meinungen über andere, wir stempeln sie ab und geben ihnen keine Chance, aus der Situation herauszukommen. Wir halten uns selbst für gut, fromm, weise und gerecht, sprechen aber anderen diese Eigenschaften ab. Die Großen schauen auf die Kleinen herab, die Mächtigen auf die Ohnmächtigen, die Reichen auf die Armen, die Gesunden auf die Kranken. Die Geschichte der Menschheit ist voll davon und sie wiederholt sich ständig. Kein Erwachen, kein Lernen, keine Weiterentwicklung in diesem Bereich. Wer einmal gesündigt hat, bleibt ein Sünder und Schluss. Jesus zeigt im Haus des Pharisäers was der Wille Gottes ist und wie Änderung durch Liebe möglich ist. Die Frau war sich ihrer Schuld bewusst, was immer es auch gewesen ist, sprachlos und ohne Worte folgt sie ihrem Herzen, ihrem Glauben und ihrer Hoffnung. Sie weiß wo Jesus zu finden ist und setzt sich im Haus des Pharisäers der Schmach aus. Sie begibt sich auf den Boden und erfüllt den niedrigsten Dienst. Indem sie die Füße Jesu mit ihren Tränen wäscht, mit ihrem Haar trocknet und dann mit wohlriechenden Ölen salbt, bekennt sie stumm ihr Versagen und bittet um Vergebung. Jesus sieht mit dem Herzen und schenkt ihr diese Vergebung, nicht damit die anderen es sehen und beruhigt sind, sondern damit sie befreit von der Last ihrer Schuld ruhig weiterleben kann. Der Pharisäer hat nur Hohn für sie und Jesus übrig, aber er wird die Wahrheit noch erkennen. Keiner von uns ist frei von Schuld, jeder hat einen dunklen Fleck auf seiner weißen Weste, aber wer bereut und zu Gott umkehrt wird davon erlöst. Und wer sich seines eigenen Versagens bewusst wird ist und Vergebung empfangen hat, kann nicht mehr so schnell über andere ein Urteil fällen, sondern wird dem Vertrauen, der letztlich der einzige Richter über alle ist: Gott und seinem Gesalbten!

16/09/2026

„Mit wem soll ich die Menschen dieser Generation vergleichen?“ (Lukas 7, 31a) Kann und soll man überhaupt Generationen miteinander vergleichen? Hat es Sinn und was kann man daraus ableiten, welche Erkenntnis kann man daraus gewinnen, was zeigt es an und was hat es für die Gegenwart und die Zukunft für Auswirkungen? Aus der Geschichte zu lernen und die Fehler der Vergangenheit nicht nochmals zu machen, hat schon Sinn und Wert. Aber alle Generationen sind immer aus den Fehlern ihrer Vorgänger weiter gewachsen, haben auf den Errungenschaften aufgebaut, sind mit den Erfahrungswerten in eine geänderte Zukunft gegangen. So weit ist ein Vergleich schon sinnvoll. Aber Zeiten und Menschen haben sich geändert, jede Zeit hat ihre ganz eigenen Sorgen und Probleme, mit denen man arbeiten muss und die bewältigt werden wollen. Was noch vor zwei Generationen Angst gemacht hat, ist heute schon selbstverständlich, wovon unsere Eltern nur geträumt haben, ist heute Realität; was man sich vor 100 Jahren nicht vorstellen konnte, ist heute tägliche Wirklichkeit. Doch es ist etwas gleich geblieben, Menschen sind in ihrer Undankbarkeit ähnlich wie in allen Generationen; sind in ihrem Unglauben nicht besser (oder schlechter) als ihre Vorgänger; sind in ihrer Wahrnehmung der Wirklichkeit Gottes gegenüber, genauso eingeschränkt, wie immer. Die Zeichen der Gottesherrschaft sind für alle sichtbar, die sie sehen wollen. Die „Menschen dieser Generation“ lehnen es ab, sie fordern zwar „Zeichen“ und „Wunder“, wollen sie aber nicht anerkennen. Die anklagende Mahnrede gilt in erster Linie den Pharisäern und Gesetzeslehrern, die den Willen Gottes verachten und auch das Volk daran hindern, die Botschaft anzunehmen. Trotzdem gibt es „Kinder der Weisheit“: Menschenherzen, die fähig sind, die Sprache Gottes zu verstehen.

15/09/2026

„Ein großer Prophet ist unter uns erweckt worden: Gott hat sein Volk heimgesucht!“ (Lukas 7, 16b) Die Auferweckung des toten Jünglings in Nain, ist für die Anwesenden ein Zeichen dafür, dass Gott wirkt und seinen verheißenen Propheten (Messias) zum Heil seines Volkes erweckt hat. Was die Anwesenden aber (noch) nicht erkennen ist, dass Jesus mehr als nur ein Prophet ist, gekommen, um die Welt zu verändern, die Menschen zur Umkehr zu bewegen, die Verstreuten zu sammeln, die Verlorenen zu suchen, die Verirrten auf den richtigen Weg zurückzubringen, und die Menschheit zu retten. Er mach Blinde sehen, Taube hörend, Stumme sprechend, er weckt Tote auf, lässt Lahme gehen, Heilt die inneren und äußeren Wunden, treibt Dämonen aus und verkündet durch sein eigenes Leben die frohe Botschaft. Die Menschen erkennen in ihm das ersehnte Wunder, fühlen sich in ihrem Glauben bestärkt, haben wieder neue Hoffnung, und schöpfen Zuversicht. Gott lässt sein Volk nicht allein und er lässt seine Schöpfung nicht untergehen. Wo Jesus auftaucht, geschieht Veränderung, passieren Wunder, werden Zeichen gesehen, ist der unnahbare Gott plötzlich nahbar und nicht mehr fern. Wenn er redet, hören Menschen zu, öffnen sie ihre verstockten Herzen, erfüllt Licht die Dunkelheit, bekommt das Leben einen neuen Impuls. Was Jesus tut, ist nicht für ihn, nicht nur für einen einzelnen Menschen, nicht nur für eine bestimmte Gruppe, sondern für alle und zur Ehre Gottes. Er ist die Offenbarung der unendlichen und erbarmendem Liebe Gottes. Fassbar und greifbar geworden. Die Reaktion der Volksmenge ist dankbarer Lobpreis, in der sich das neue Gottesvolk abzeichnet. Und heute? Menschen haben wieder verlernt zu sehen, zu hören, zu fühlen, und dankbar zu sein. Sie warten, wissen aber nicht worauf; sie glauben, wissen aber nicht woran, sie hoffen, wissen aber nicht weshalb, und sie lieben, wissen aber nicht wofür. Dabei ist der ersehnte und verheißene Prophet, der Heilige Gottes, der erwartete Messias doch mitten unter ihnen, aber sie erkennen ihn nicht, Vielleicht braucht es auch die Auferweckung an uns!

14/09/2026

„Herr, bemüh dich nicht! Denn ich bin es nicht wert, dass du unter mein Dach einkehrst!“ (Lukas 7, 6b) „Die Würde des Menschen ist unantastbar!“ – dieser Satz steht in vielen Verfassungen oder Grundgesetzen als Grundsatzerklärung freier und mündiger Menschen, die sich ihrer mündigen Verantwortung bewusst sind und mit Verstand und Weitsicht das Zusammenleben der Menschen miteinander friedlich gestalten. Und dennoch gibt es in allen Bereichen jene Menschen, die anderen diese Würde absprechen, beschränken, beschneiden oder sie als unwürdig deklarieren. Oft sind es Menschen selbst, die sich aus dieser grundlegenden Würde herausnehmen oder sich durch ihr Verhalten herauskatapultieren. Und dann gibt es auch noch jene, die sich selbst als geringwürdig betrachten, meist geprägt von äußeren Einflüssen, erfahrenem Leid, Aussagen anderer, gesellschaftlichen Normen, Bestimmungen oder Gesetzen. Zu jenen, die sich aufgrund ihrer Position oder ihres „Nichtglaubens“ als geringwürdig bezeichnen, den Sohn Gottes um Hilfe anzusprechen, gehört auch der Hauptmann aus Kafarnaum. Er glaubt an Jesus und an die die heilende Kraft seines Wortes. Er, ein Heide, beschämt dadurch die Vertreter der Religion, denn er glaubt an Jesus. Die Aussage Jesu über den Glauben dieses Heiden hätte für das jüdische Ohr eine gewisse Härte gehabt, wenn Lukas sie nicht durch seine Ergänzung: ein gütiger und ehrfürchtiger Mensch und ein „Freund unseres Volkes“, gemildert hätte. Wie auch immer, grundlegend ist die Würde jedes Menschen unantastbar, wenn aber jemand vor Gott bekennt, sich nicht als würdig zu sehen ihn in sein Haus einzuladen, so bleibt die Würde unangetastet, und Gott in seiner Liebe kann wirken. Vielleicht ist es immer wieder neu wichtig, diesen Abschnitt der frohen Botschaft zu lesen, um weder sich selbst noch andere zu entwürdigen. Überheblichkeit bringt dabei aber nichts!

Adresse

Margaretengürtel 14/21
Wien
1050

Öffnungszeiten

Mittwoch 18:30 - 23:00
Sonntag 09:30 - 15:00

Telefon

+436765427509

Benachrichtigungen

Lassen Sie sich von uns eine E-Mail senden und seien Sie der erste der Neuigkeiten und Aktionen von Katholisch-Reformierte-Kirche erfährt. Ihre E-Mail-Adresse wird nicht für andere Zwecke verwendet und Sie können sich jederzeit abmelden.

Die Kultstätte Kontaktieren

Nachricht an Katholisch-Reformierte-Kirche senden:

Verknüpfungen

Teilen