Katholisch-Reformierte-Kirche

Katholisch-Reformierte-Kirche Wir verstehen uns als eine vollgültige Verwirklichung und 100%ige Nachfolgerin der EINEN, HEILIGEN, KATHOLISCHEN und APOSTOLISCHEN Kirche. an.

Wir sind eine katholische Frei-Kirche und gehören NICHT den Groß-(Amts)kirchen (römisch-katholisch, altkatholisch, evangelisch-lutherisch, protestantisch, etc.) Wir haben keine Mitgliedsbeiträge (Kirchensteuer) und verlangen auch keine Gebühren, Taxen oder Tarife für unsere Dienste. Wer eine freiwillige Spende zum Aufbau und Erhalt unser Kirche geben möchte, ist herzlich dazu eingeladen! Wir sind

eine "Denomination", staatlich NOCH nicht anerkannt, im theologischen Sinne Kirche. Eine Unterstützung zum ersten Schritt (staatlich anerkannte Bekenntnisgemeinde) unserer Anerkennung, ist ganz einfach möglich. Informationen für einen Beitritt sind auf unserer Homepage angeführt!

01/08/2026

„In jener Zeit hörte der Tetrárch Herodes, was man von Jesus erzählte!“ (Matthäus 14, 1) Herodes hört von Jesus und wird nervös, die Taten seiner Vergangenheit holen ihn ein, sein Unrecht wird ihm zum Fluch, sein Tun wird zum Urteil über ihn uns sein Haus. Kein Wunder, schließlich hat er Johannes den Täufer enthaupten lassen, ist so zum Prophetenmörder geworden. Nun wähnt er, Johannes sei zurückgekommen, sei von den Toten auferstanden, um ihn zu richten, und das macht ihn Angst. Aber Jesus ist mehr als Johannes, obwohl sie das gleiche Schicksal teilen werden. Sein Wirken beunruhigt die, die etwas zu verbergen haben, die Schuld auf sich geladen haben, die schuldig geworden sind, gegenüber anderen und gegenüber Gott. Sie fürchten die Konsequenzen ihres Handelns, haben Angst vor dem Urteil, aber sie verändern dennoch nichts an ihrem Verhalten. Sie wollen und werden die Gefahr aus der Welt schaffen, die sie anklagt. Sie denken, damit sind sie auf der sicheren Seite, wenn der Ankläger weg ist, dann gibt es auch kein Urteil. Sie irren sich, wie viele, die genau so denken. Die Geschichte der Menschheit ist voll von solchen Verirrungen derer, die sich für groß und mächtig genug halten, alles aus dem Weg zu schaffen, was ihnen ärger bereiten könnte. Auch heute ist es nicht anders. Gegner werden verleumdet, mundtot gemacht, weggesperrt, sollen aus der Öffentlichkeit verschwinden, um in Vergessenheit zu geraten. Dann kann man weiter machen, wie bisher, denn es gibt ja keinen Ankläger mehr. Jeder wird einmal, die einen früher, andere später, für sein Leben, sein Tun und Lassen, für die Motive seiner Taten vor Gott auch Rechenschaft ablegen müssen. Dann werden die Entrechteten, die Verleumdeten, die Diffamierten und jene, denen man Unrecht getan hat, als Zeugen auftreten. Nichts bleibt geheim, nichts bleibt verborgen, vor Gott wird nichts vergessen und seine Gerechtigkeit hat Bestand für immer. Heute, Hier und Jetzt hat aber auch jeder die Möglichkeit, sein Leben zu ändern, umzukehren, zu bereuen, und ein neuer Mensch zu werden. Wie lange diese Chance besteht, weiß nur Gott!

31/07/2026

„Und sie nahmen Anstoß an ihm!“ (Matthäus 13, 57a) Immer wieder nehmen Menschen Anstoß an Jesus, an seiner Lehre, seinen Zeichen und Wundern, an dem, was und wie er wirkt. Vor allem dort, wo man denkt ihn zu kennen und über ihn „Bescheid“ zu wissen. Auch Vorurteile sind Urteile und Menschen stecken Menschen in vorgefasste Schubladen, Denkmustern und Verhaltensnormen. Eine Entwicklung ist nicht vorgesehen, gedanklicher Stillstand ist die Folge. Jesus war aber immer schon anders, als die Menschen um ihn herum, aber sie wollten es weder sehen und wahrhaben. In ihrer selektiven Wahrnehmung haben sie die Zeichen nicht erkannt, selbst wenn sie zum Staunen angeregt haben. Vor allem in der Heimat und in der Familie (außer bei Maria), hatte er einen schweren Stand. Zu dem „wir wissen, woher er kommt, also kann er nicht…“, kam auch noch „was bildet er sich ein zu sein“. Neid, Unverständnis, manchmal auch geistige Unterbelichtung haben dazu geführt, dass sie das Heil, das Jesus bringt, nicht annehmen konnten bzw. wollten. Wenn Matthäus schreibt „er wirkte dort nicht viele Machttaten wegen ihres Unglaubens“, dann hat er den Nagel auch schon auf den Kopf getroffen. Wer nicht glauben will, dass Jesus der verheißene und ersehnte Messias ist, dem kann Jesus auch nichts Gutes tun; wer nicht glauben will, dass Gottes Heilsplan in Jesus fassbar und begreifbar geworden ist, an dem kann er auch nicht wirken; wer nicht glauben will, dass es nach Gottes Willen für alles eine gute Wende und ein gutes Ende geben wird, der wird es auch dann nicht erkennen, wenn Gott ihm persönlich alle Steine aus dem Weg räumt. Wir tun gut daran, Menschen nicht aufgrund ihrer Herkunft, ihres Aussehens, ihrer Art zu leben und zu lieben, ihrer politischen und/oder religiösen Einstellung, oder was auch immer, in vorgefasste Rahmen zu pressen, nach eigenen Vorstellungen zu bewerten, sondern uns offen und respektvoll dem anderen zu nähern, aufeinander zuzugehen, um voneinander zu lernen, besser miteinander umzugehen. Jeder hat seinen ganz eigenen Lebensentwurf, seine ganz eigene Landkarte von dem, was Leben heißt. Und selbst wenn die Größe und Umfang übereinstimmen, so ist es doch nicht gleich, nicht ident, nicht die gleiche Sicht darauf. Als Christen ist es unsere Aufgabe und unser Auftrag, miteinander in die selbe Richtung zu schauen, auf Jesus, auf das Ziel unserer Pilgerreise durch das Leben!

30/07/2026

„Engel werden kommen und die Bösen aus der Mitte der Gerechten aussondern!“ (Matthäus 13, 49b) Solange diese Welt dauert, leben Gute und Böse nebeneinander, Gerechte und Ungerechte, Glaubende und Nichtglaubende, jene die auf dem Weg bleiben und jene die falsch abbiegen. So ist es nun einmal, weil Menschen den freien Willen haben, sich zu entscheiden, aber manche Entscheidungen absolut falsch sind. Doch Gott lässt beides zu, erst am Ende der Tage sondert er die Bösen aus und lässt die Guten zum ewigen Leben auferstehen. Wäre es denn nicht besser für alle, es im Hier und Heute anzugehen, die Guten vor den Bösen zu schützen, indem er sie von der Erde entfernt? Nach menschlichen Maßstäben und in menschlichen Gedanken wäre es so, aber Gott hat andere Maßstäbe, andere Gedanken, andere Pläne für die Menschheit. Die offensichtlich Guten sollen sich ihrer Sache nicht zu sicher sein, und die offensichtlich Bösen haben die Chance sich zu bekehren und umzukehren. Erst am Tag des Gerichts wird von ihm entschieden, wer letztlich gut und wer böse war. Das klingt wie eine Vertröstung auf irgendwann, und scheint in der gegenwärtigen Zeit nicht viel zu verändern. Aber Gottes Mühlen mahlen langsam, dafür gerecht und sehr fein. Wir Menschen sind eben nicht immer und überall, zu jeder Zeit und in jeder Situation „gut“, auch wenn wir es gerne von uns behaupten. Jeder von uns hat auch seine Schattenseiten in seinem Verhalten, lebt seinen Egoismus aus, sucht seinen eigenen Vorteil in allem und jeden. Unsere Entscheidungen sind nicht immer gerecht, vor allem dann nicht, wenn es um uns selbst geht. Wir machen Fehler und laden oft Schuld auf uns. An Entschuldigungen dafür mangelt es uns nicht, dadurch wird es aber weder gut noch besser. Würde Gott gleich im Hier und Jetzt entscheiden, viele würden dann nicht ins ewige Leben eingehen dürfen. Deswegen gibt er allem Zeit, den Guten gut zu bleiben und nicht böse zu werden; den Bösen umzukehren und es wieder gut zu machen! Gottes Gerechtigkeit ist eben um vieles größer als unsere. Aber wir haben auch nicht „ewig“ Zeit unser Leben zu reflektieren, und das eine oder andere noch zu korrigieren!

29/07/2026

„In seiner Freude ging er hin, verkaufte alles, was er besaß, und kaufte den Acker!“ (Matthäus 13, 44b) Die beiden kurzen Gleichnisse können, mit falschem Verständnis gelesen oder interpretiert, zu Missverständnissen führen, denn Gott lässt sich weder kaufen noch besitzen. Vielmehr ist damit gemeint, dass der, der Gott gefunden hat, bzw. zu Gott gefunden hat, ihn nicht mehr aufgeben kann bzw. will, und alles daran setzt, um diesen Zugang zu Gott zu behalten. Nichts in der Welt ist so wertvoll oder wichtig, um es für die Gemeinschaft mit Gott aufzugeben oder einzutauschen. Alles verblasst gegenüber der Liebe und Nähe Gottes, nichts kommt ihm gleich, oder ist ihm auch nur im Ansatz ähnlich. Gott lässt sich finden, wenn man ehrlich nach ihm sucht; er lässt sich erfahren, wenn man offen für seine Gegenwart ist, nicht abgelenkt von Hab und Gut, von Ansehen, Aussehen, Ruhm, Macht und Ehre; er lässt sich in jeder Phase menschlichen Lebens spüren, wenn man es zulässt, von ihm berührt zu werden. Wer bereit ist, alles zu geben, was er hat, der wird von Gott alles erhalten, was er braucht; wer Gott aufrichtig um etwas bittet, wird es bekommen, und noch mehr. Das Himmelreich ist Hier und Heute präsent, aber wir Menschen haben uns von den vielen Alltäglichkeiten davon ablenken lassen, können es nicht mehr für uns fassen, begreifen, erkennen. Erst wenn man all das, was einem daran hindert den Weg zu Gott zu gehen, hinter sich lässt, den Ballast ablegt, und sich ganz frei von allem ihn hingibt, dann wird man sein Wirken im Jetzt wieder für sich feststellen. Es ist so einfach, aber meistens ist gerade das Einfache für uns am schwersten!

28/07/2026

„Dann werden die Gerechten im Reich ihres Vaters wie die Sonne leuchten!“ (Matthäus 13, 43a) Das Gleichnis vom Unkraut unter dem Weizen sagt uns: es gibt in jeder Gesellschaft, auch in den Kirchen, Gute und Böse, Heilige und Sünder, es wird aber jedem Fanatismus gewehrt, der jetzt schon alles Unkraut ausreißen möchte. In der Erklärung Jesu erfahren wir auch warum. Es ist nicht die Aufgabe der Menschen zwischen Gute und Böse zu unterscheiden, denn keiner, der sich selbst für „Gut“ hält, ist es auch in den Augen Gottes, und keiner der als „Böse“ von Menschen bezeichnet wird, ist es auch vor Gott. Jeder sollte selbst vor seiner eigenen Tür kehren, bevor er über andere ein Urteil fällt; sollte sich sein eigenes Tun und Lassen ansehen, bevor er mit dem Finger auf andere zeigt; sollte sich seiner eigenen Intention und Motive bewusst werden, bevor er andere in Frage stellt. Gott lässt beides wachsen bis zur Ernte, bis zum Endgericht, dann wird entschieden, dann wird die Spreu vom Weizen getrennt, dann dürfen die wirklich Gerechten, nicht nur die, die sich dafür halten, ins Paradies, und die Ungerechten werden sich für ihre Taten zu verantworten haben. Ein jeder von uns hat so manchen Makel an bzw. in sich, falsche Entscheidungen, schlechte Urteile, üble Nachreden, böswilliges Handeln nur um den eigenen Vorteil nicht zu verlieren, Lügen oder verschweigen von Wahrheiten. Keiner ist immer und zu jeder Zeit gut und gerecht, ehrlich und aufrichtig. Gott kennt jedes einzelne Motiv, er sieht ins Herz, und am Ende aller Tage gibt er jedem die Chance sich zu erklären und zu bereuen. Die keinen Grund zur Umkehr oder zur Reue finden, haben sich vom Licht der Liebe Gottes schon lange entfernt, ihnen kann man auch nicht mehr helfen. Es liegt an uns, ob wir nun wirklich Weizen oder Unkraut sind, noch haben wir die Wahl und die Zeit, unsere Entscheidung zu überdenken. Wenn die Schnitter kommen, ist es zu spät!

27/07/2026

„Ich öffne meinen Mund in Gleichnissen, ich spreche aus, was seit der Schöpfung der Welt verborgen war!“ (Matthäus 13, 35b) Wenn Jesus in Gleichnissen spricht, dann nicht um Menschen zu verwirren, ihnen etwas zu verbergen oder gar vorzuenthalten, sondern er spricht in einer Sprache, die sie verstehen können, wenn sie verstehen wollen. Gleichnisse sprechen an, was die Menschen aus ihrem Alltag heraus kennen, und dieses Kennen wird in den Kontext mit dem Wirken Gottes gebracht, sofern die Menschen es nicht schon als sein Wirken begriffen haben. Ein Senfkorn zB. kennen die Menschen und wissen, wie hoch es wachsen kann, wenn es einmal aufgegangen ist. Auch kennen die Menschen die Eigenschaften des Sauerteigs, einmal unter das Mehl gemischt, durchsäuert er alles und lässt daraus „Neues“ entstehen. So ist es auch mit dem Reich Gottes. Es ist immer und überall in unserem Leben gegenwärtig, also „nichts Neues“, aber oft fehlt der Blick darauf, um im Einfachen das Besondere zu entdecken. Gott ist in allem und er wirkt durch alles, er ist aus dem Leben der Menschen nicht wegzudenken. Der Blick kann aber durch verschiedene Strömungen getrübt werden, Gedanken können in die Irre geleitet werden, Menschen taub und blind werden, weil ihre Vorstellungen vom Wirken Gottes nicht der Wahrheit und der Wirklichkeit Gottes entsprechen. Im Reden und Tun Jesu wirkt die verborgene Kraft Gottes. Der Baum beginnt schon seine Äste auszubreiten, und auch der Sauerteig tut seine Arbeit. Der gute Samen geht auf, ob er bei den Menschen auch fruchtbar sein wird, liegt auch daran, ob wir es zulassen!

„Jeder, der ein Jünger des Himmelreichs geworden ist, gleicht einem Hausherrn, der aus seinem Schatz Neues und Altes her...
26/07/2026

„Jeder, der ein Jünger des Himmelreichs geworden ist, gleicht einem Hausherrn, der aus seinem Schatz Neues und Altes hervorholt!“ (vgl. Matthäus 13, 52b) Das Reich Gottes, das Himmelreich, gleicht einem Schatz im Acker, einer wunderschönen Perle, einem Netz, das ins Meer ausgeworfen, vielerlei Fische fängt und für einen reichen Fang sorgt. Es ist schon da, man muss es nur suchen und finden wollen, man muss es erkennen und wahrnehmen können, es mit offenem Herzen begreifen versuchen, dann erschließt es sich einem auch. Gott ist nicht „irgendwo“, weit weg, in der Ferne, unnahbar, sondern in allem und jedem gegenwärtig, er wirkt in und durch alles, und nichts, was ist, ist ohne Gott. Aber Menschen haben verlernt Gottes Wirken und die Weisheit in seinen Taten zu erkennen, in ihrer selektiven Wahrnehmung fühlen sie sich selbst als Wirkkraft in der Geschichte der Menschheit, als Bauherren der Welt, als Lenker der Geschicke. Sie nehmen Gott nicht mehr wahr, sie machen sich nicht auf die Suche nach ihm, wollen ihn nicht mehr finden, können mit dem, was er in sie gelegt hat, nichts anfangen. Sein Heilsplan geht aber auch ohne das Zutun der vielen ungläubigen Menschen auf, denn die wenigen, die Gott verstehen und begreifen, ihn erkennen, auf ihn hören und seinen Willen tun, geben ihr Bestes und tun ihr auch ihr Möglichstes, um die Welt zu verändern und Menschen zur Umkehr zu bewegen. Das nicht alle es gleich verstehen und begreifen, verhindert das Ergebnis nicht, und es beeinflusst auch den Ausgang nicht. Das wirkliche Verstehen geschieht mehr mit dem Herzen als mit dem Verstand. Auf das Herz kommt es an, auf die Bereitschaft, dem Wort Jesu Raum zu geben, damit es in uns wachsen und Frucht bringen kann, und um das Himmelreich im Hier und Heute sichtbar zu machen. Die Freude des Evangeliums lässt einem aus dem Schatz Altes und Neues hervorholen!

25/07/2026

„Als die Saat aufging und sich die Ähren bildeten, kam auch das Unkraut zum Vorschein!“ (Matthäus 13, 26) Das Gleichnis vom Unkraut unter dem Weizen steht nur bei Matthäus, aber will Antwort auf Fragen geben, die im Lauf der Jahrhunderte immer wieder die Kirche bedrängt haben: Warum gibt es in der Zeit zwischen Saat und Ernte auf dem Acker Gottes Unkraut? Die gute Saat geht auf und bringt auch gute Frucht, aber es gibt so viele Einsager, die schlechten Samen streuen und damit das Unkraut fördern. Gärtner nennen es „Wildwuchs“, also etwas das gewachsen ist, ohne dass man es bewusst gesät hat. Und dieser Wildwuchs ist leider auch in der Kirche präsent. Zwischen Tradition und Moderne hin und her gerissen, versucht die Kirche sich zu etablieren, ihren Platz zu erhalten, ihren Bestand zu sichern. Das eine ist zu pompös, zu viel blinkblink und trara, es lenkt vom Wesentlichen ab und zielt nur auf „Show“, wie ein Schauspiel, in dem die Glaubenden nur zu Zuseher verkommen. Das andere wirkt geistlos, kalt, unangenehm, nüchtern und wenig einladend, man will nicht bleiben, man hat nicht mehr das Gefühl willkommen zu sein. Andere machen in Sachen Zeitgeist zu viele Konzessionen, es ist laut, schrill, oft unangebracht, kaum mehr verständlich, und lenkt vom Wesentlichen ab. Es gilt einen guten Mittelweg zu finden, den alle gehen können, manchmal können „Unkräuter“ auch Heilkräuter sein. Solange die Kernbotschaft nicht verfälscht wird, die Kirche nicht zur Bühne wird, der Glaube nicht verkommt, die Hoffnung auf eine gute Wende nicht fällt, und die Liebe zum Nächsten nicht in belanglosen Worten endet, die weder Tiefe noch Gefühle in sich tragen, wird die gute Saat aufgehen und gute Frucht bringen. Wer von uns weiß denn schon so genau, was Weizen und was Unkraut ist? Nicht nur in der weltweiten Kirche und in den Ortsgemeinden ist Unkraut unter dem Weizen, es wächst auch auf dem eigenen Acker!

24/07/2026

„Auf guten Boden ist der Samen bei dem gesät, der das Wort hört und es auch versteht!“ (Matthäus 13, 23a) Es gibt die sogenannte „Kommunikationstreppe“, die auf Konrad Lorenz zurückgeführt wird: gedacht – gesagt – gehört – verstanden – einverstanden – angewendet – beibehalten, im Grunde genommen sagt sie aus, was mit dem Gleichnis vom Sämann gemeint ist. Gesagt heißt nicht gehört, gehört heißt nicht verstanden, verstanden heißt nicht einverstanden, einverstanden heißt nicht angewendet, und angewendet heißt nicht beibehalten. Gottes Botschaft ist klar und unmissverständlich ausgesprochen, in Taten, durch Zeichen und Wunder, durch den Heiligen Geist ausgesät in die Herzen der Menschen, aber nicht alle können/wollen seine Botschaft nicht hören, weil sie dann ihr eigenes Tun und Lassen hinterfragen müssten. Die sie gehört haben, haben sie leider nicht immer verstanden oder „falsch“ verstanden, falsch interpretiert, den Sinn darin verändert oder durch ihre selektive Wahrnehmung die Kernaussage verfälscht. Die die Botschaft verstanden haben, sind oft nicht damit einverstanden, haben ihre eigene Ideen, Vorstellungen, Normen und Regeln hineingelegt und dadurch für Unverständnis gesorgt. Die mit Gottes Wort und Auftrag einverstanden waren, haben dann, irgendwann, im Laufe ihrer persönlichen Lebensgeschichte darauf „vergessen“, es auch wirklich sichtbar, richtig, glaubwürdig anzuwenden, weshalb wieder vieles verlorengegangen ist bzw. nicht eitergegeben wurde. Und von denen, die alles angewendet haben, haben auch nur mehr wenige es beibehalten, ihr Leben danach ausgerichtet und Zeugnis abgelegt, aber die haben reichlich Frucht gebracht, und von dieser Fruchtbarkeit können wir auch heute noch zehren! Ihr Leben ist uns heute Beispiel und Vorbild, und wie sie, dürfen auch wir in unserer Zeit Frucht bringen!

23/07/2026

„Denn das Herz dieses Volkes ist hart geworden!“ (Matthäus 13, 15a) Jesus redet zu den Menschen oft nur in Gleichnissen, während er seinen Jüngern die Inhalte seiner Botschaft offenbart. Die Frage der Jünger: „Warum sprichst du nicht direkt und offen zu ihnen?“ scheint berechtigt, aber auch die Antwort Jesu: „Euch ist es gegeben – ihnen ist es nicht gegeben!“. Es gibt also Menschen, denen die frohe Botschaft des Evangeliums verschlossen bleibt, die sehen, aber nicht erkennen; die hören, aber nicht verstehen. Differenziert Gott wirklich, oder was ist damit gemeint? Gott zieht seine Gaben dann zurück, wenn die Empfänger durch eigene Schuld und durch ihr eigenes Versagen unfähig geworden sind, sie anzunehmen. Das galt für Israel, und es gilt für alle Zeiten. Gott gibt allen alles, aber Menschen haben den freuen Willen, ob sie das, was Gott zu geben hat, auch annehmen wollen, oder es ablehnen und sich davor verschließen. Die trotz aller Schwierigkeiten und Problemen in der Welt und in ihrem eigenen Leben, vor denen niemand verschont bleibt, glauben wollen und Gott die Treue halten, werden sehen und hören, sie werden erkennen und sie werden verstehen. Alle anderen, die Gott gegen etwas oder jemanden beliebig und je nach Situation austauschen, sich vom ihm lossagen, seine Weisungen missachten, aber ihm dann für ihre eigenen Unzulänglichkeiten die Schuld geben, werden weder die Gleichnisse verstehen noch Gottes Wirken erkennen, wenn er sich offenbart. Die Taten Jesu sind ebenso „Gleichnis“ wie seine Worte: Zeichen, die offenbaren. Auch alles, was die Jünger in seinem Auftrag sagen und tun werden, bleibt gleichnishaft; und doch werden „die Geheimnisse des Himmelreichs“ von denen erkannt, denen ein hörendes Ohr und ein sehendes Auge gegeben ist, und die hören und sehen wollen!

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