23/09/2026
„Er sandte sie aus, das Reich Gottes zu verkünden und die Kranken gesund zu machen!“ (Lukas 9, 2) Jesus gibt seinen Jüngern nicht nur ein Beispiel, was der Wille Gottes ist und wie man ihn im Leben umsetzt, sondern er gibt ihnen auch von seiner Vollmacht, nimmt sie in seine Mission, in seinen Auftrag mithinein und sendet sie als Boten und Verkünder aus. Bislang waren sie ja nur „Begleiter“ und Zeugen seines Tuns, nun werden sie zu wahren Jüngern, zu richtigen Nachfolgern und sollen selbst aktiv werden. Im Gepäck haben sie die Kraft seines Geistes und die Vollmacht über Dämonen und Krankheiten, alles andere sollen sie ausdrücklich zurücklassen. Es geht ihm um das Vertrauen der Jünger in die Macht Gottes und das Zutrauen, dass Gott alles fügt, wie es recht und richtig ist. Sie sollen sich ihm überlassen, ohne jede weltliche Sicherheit, und sollen darauf bauen, dass er sie mit allem versorgt, was sie für ihren Dienst brauchen und notwendig haben. So soll die Kirche sein, unterwegs zu den Menschen, in Bewegung ohne irdische Sicherheit, im Vertrauen auf Gottes Segen und Fülle, die er denen schenkt, die ihre ganze Hoffnung auf ihn setzen. Die Jünger gehen als „Arme“ zu den Armen und bringen ihnen den Reichtum der frohen Botschaft. Sie kommen in Frieden und bringen Frieden, ihr Auftrag ist es zu heilen und die Menschen von den Ungeistern zu befreien. Der Glaube gibt ihnen dazu den nötigen Mut und die Kraft, die Liebe ist ihr Schlüssel zu den Herzen der Menschen, ihre Hoffnung ebnet ihnen den Weg. Heute ist eine völlige Mittellosigkeit nicht mehr möglich, denn in einer feindselig, egoistischen Welt, braucht jeder seine Ausrüstung, aber die Forderung der Armut bleibt bestehen, und ohne Vertrauen in die Allmacht Gottes geht es sowieso nicht!