14/06/2026
„Die Ernte ist groß, aber es gibt nur wenig Arbeiter!“ (Matthäus 9, 37b) Die Aussage Jesu war nicht nur auf seine Zeit begrenzt, sondern geht seitdem durch jede Zeit der Kirche. Immer noch ist die Ernte groß, viele Menschen warten auf das Heil, auf ihre Erlösung, auf ihre Befreiung von den Fesseln der Angst, auf Gerechtigkeit, Liebe und inneren wie äußeren Frieden. Die Welt braucht Menschen, die sich rufen und senden lassen, die bereit sind, alles hinter sich zu lassen und aufzubrechen, den Weg in der Nachfolge zu gehen, Gesandte im Namen Jesu zu werden. Mit der Taufe sind wir in die große Gemeinschaft der Glaubenden aufgenommen und haben einen Auftrag erhalten, nämlich die Welt zu verändern, Gottes Wort bis an die Grenzen der Erde zu tragen, die frohe Botschaft der Welt zu verkünden und alle Menschen zu Jüngern zu machen. Wir sind als Getaufte also auch Gerufene und Gesendete. Zwar ist die Welt eine Spur zu groß, aber in unserem Umfeld, in unserem Leben, dort wo wir gerade sind, uns bewegen, leben, ist alles möglich. Jeder von uns hat Anteil an der Sendung Jesu und hat auch gleichzeitig seine eigene Berufung. Die Berufung mag von einigen als persönliches Privileg verstanden werden, aber sie ist Verpflichtung zum Dienst als Arbeiter in der Ernte und Auftrag zur Nächstenliebe. Erntezeit ist überall da, wo das Wort Gottes verkündet und glaubwürdig gelebt wird. Umsonst habt ihr empfangen, umsonst sollt ihr geben.“ Die Verkündigung wiederum ist Gottes Angebot, zu seiner Liebe umzukehren. Ob dieses Angebot angenommen oder abgewiesen wird, daran scheiden sich die Wege.