27/03/2026
Orthodoxe Kirche begeht Jubiläum 1.400 Jahre Akathistos-Hymnus
Ökumenischer Patriarch Bartholomaios widmet besonderem Mariengebet eigenen Hirtenbrief und betont darin angesichts der gegenwärtigen Kriege die Friedensdimension des Hymnus
Istanbul. Als "Meisterwerk kirchlicher Dichtung, unvergleichliches Denkmal der griechischen Sprache und kunstvoll gewobenes Werk inspirierten theologischen Denkens" hat Patriarch Bartholomaios I. den "Akathistos-Hymnus" gewürdigt. Heuer jährt sich zum 1.400. Mal die Komposition dieses Hymnus, der bei weitem nicht nur, aber besonders in der Fastenzeit einen besonderen liturgischen Platz in der Orthodoxen Kirche hat. Am Samstag der fünften Fastenwoche (heuer der 28. März) wird er im Gottesdienst zur Gänze gebetet bzw. gesungen. Der Ökumenische Patriarch von Konstantinopel hat dem Hymnus aus Anlass des Jubiläums heuer einen eigenen Hirtenbrief gewidmet, in dem er u.a. auch die Friedensdimension des Hymnus' hervorhebt.
Der Akathistos-Hymnus rufe jeden Gläubigen auf, wachsam zu sein und standhaft zu bleiben - in Demut und Gebet - "angesichts der großen Herausforderungen unserer Zeit, in diesen schweren Tagen voller Erschütterungen und kriegerischer Konflikte, die die Menschheit durchlebt", so Patriarch Bartholomaios.
Der "Akathistos-Hymnus" sei ein stets angemessenes Gebet der Kirche zu Gott, " eine Stimme des frommen Herzens der Christen". Er sei gleichzeitig Lobpreis, Dank und Bitte und Flehen zu Gott und zur Muttergottes, "die vor Gott mütterliche Freimütigkeit besitzt und stets reichlich ihre mächtige Hilfe und ihren Schutz dem gläubigen Volk der Orthodoxen gewährt".