Romapastoral

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🕯️ Erinnern heißt Verantwortung übernehmen.Gestern hat die Romapastoral der Diözese Eisenstadt an zwei bedeutenden Geden...
01/08/2026

🕯️ Erinnern heißt Verantwortung übernehmen.

Gestern hat die Romapastoral der Diözese Eisenstadt an zwei bedeutenden Gedenkveranstaltungen anlässlich des Nationalen Gedenktages für die während des Nationalsozialismus ermordeten Roma und Romnja, Sinti und Sintizze teilgenommen.

Am Äußeren Burgtor in Wien fand auf Einladung des österreichischen Parlaments gemeinsam mit dem Volksgruppenbeirat der Roma die Kranzniederlegung anlässlich des Nationalen Holocaust-Gedenktages für Roma und Sinti statt. Unser Roma-Seelsorger Matthias Platzer sprach Worte des Gedenkens und gestaltete das gemeinsame Gebet.

Am Roma- und Sinti-Friedhof in Lackenbach veranstaltete das Bundesministerium für Inneres die offizielle Gedenkfeier anlässlich des Nationalen Gedenktages. Manuela Horvath, Referatsleiterin der Romapastoral der Diözese Eisenstadt, gestaltete die Feier mit einer Ansprache und einem gemeinsamen Gebet.

Ein besonders bewegender Moment der Gedenkfeier war auch der Beitrag von Vivian Taubmann, die die Geschichte des Roma- und Sinti-Friedhofs in Lackenbach eindrucksvoll näherbrachte. Ihre persönlichen Worte berührten viele der Anwesenden. Auf diesem Friedhof fand auch ihr Urgroßvater seine letzte Ruhestätte. Dadurch wurde spürbar, dass Erinnerung nicht nur Geschichte erzählt, sondern auch Familien verbindet und über Generationen weitergetragen wird.

Der 2. August ist der Europäische Holocaust-Gedenktag zum Gedenken an die im Nationalsozialismus ermordeten Roma und Sinti. In der Nacht vom 2. auf den 3. August 1944 lösten die Nationalsozialisten das FAmilienlager in Auschwitz-Birkenau auf. Rund 4.300 noch dort inhaftierte Kinder, Frauen und Männer wurden in den Gaskammern ermordet. Dieser Tag steht symbolisch für den Völkermord an schätzungsweise 500.000 Roma und Sinti in ganz Europa.

Seit 2025 begeht Österreich den 2. August offiziell als Nationalen Gedenktag** zum Gedenken an die während des Nationalsozialismus ermordeten Roma und Romnja, Sinti und Sintizze. Die erstmalige staatliche Anerkennung dieses Gedenktages ist ein wichtiges Zeichen der Würdigung der Opfer und der gemeinsamen Verantwortung, die Erinnerung an dieses Menschheitsverbrechen lebendig zu halten.

In ihrer Rede erinnerte Manuela Horvath daran, dass hinter jeder Zahl ein Mensch steht:

„Mit jedem Menschen, der ermordet wurde, verstummte eine Geschichte. Eine Mutter. Ein Vater. Ein Kind. Eine Familie. Ein Lied. Ein Stück unserer Kultur.“

Diese Worte machen deutlich, worum es an diesem Gedenktag geht. Es geht nicht um Zahlen. Es geht um Menschen. Um Familien. Um Leben, die ausgelöscht wurden. Um Geschichten, die nie weitererzählt werden konnten.

Als Angehörige der Burgenland-Roma und Enkelin von Überlebenden sprach Manuela Horvath auch über die Wunden, die der Völkermord bis heute hinterlassen hat. Viele Überlebende schwiegen, nicht weil sie vergessen wollten, sondern weil das Erlebte kaum in Worte zu fassen war.

"Denn Schweigen war kein Vergessen. Und Sprechen war oft ein schmerzhafter Weg zurück in die Erinnerung.“

Gerade deshalb ist Erinnerungsarbeit heute wichtiger denn je. Erinnerung bedeutet mehr, als der Vergangenheit zu gedenken, sie verpflichtet uns im Hier und Jetzt.

Denn Antiziganismus gehört leider nicht der Vergangenheit an. Roma und Sinti erleben auch heute noch Vorurteile, Ausgrenzung, Hass und Diskriminierung.

Deshalb sagte Manuela Horvath:

„Erinnerung allein genügt jedoch nicht. Erinnerung muss Verantwortung werden. Verantwortung für unser Denken. Verantwortung für unser Handeln. Verantwortung dafür, dass Ausgrenzung, Rassismus und Antiziganismus keinen Platz in unserer Gesellschaft haben.“

Und vielleicht fasst dieser Satz die Botschaft des Gedenktages am besten zusammen:

„Erinnerung allein verändert die Welt nicht. Aber Erinnerung verändert Menschen. Und Menschen können die Welt verändern.“

🕯️ Wir erinnern an jene, deren Namen wir kennen.
🕯️ Wir erinnern an jene, deren Namen verloren gegangen sind.
🕯️ Wir erinnern an alle, deren Würde man ihnen nehmen wollte – und deren Andenken für immer Teil unserer Geschichte bleibt.

Nie wieder. Das ist keine Floskel. Es ist unsere gemeinsame Verantwortung – jeden Tag.



Bild 1: Parlamentsdirektion/Bernadette Sattler Remling
Bilder 16-18: Polizei Burgenland

28/07/2026
🙏✨ 30. Wallfahrt der Roma nach MariazellLadipe le Romendar Cejiste ✨🙏📅 Sonntag, 9. August 2026📍 Basilika Mariazell🕙 10 U...
02/07/2026

🙏✨ 30. Wallfahrt der Roma nach Mariazell
Ladipe le Romendar Cejiste ✨🙏

📅 Sonntag, 9. August 2026
📍 Basilika Mariazell

🕙 10 Uhr
Hl. Messe mit
Weihbischof Franz Scharl

🎶 Musikalische Gestaltung
Post Meridiem

🕒 Ca. 15 Uhr
Abschlussgebet bei der Marienstatue
an der Nordseite der Basilika

🚌 Busabfahrt
📍 6.00 Uhr Roma Siedlung Oberwart
Anmeldung Burgenland:
Manuela Horvath, 0676/880 701 721

📍 6:45 Uhr Hauptbahnhof Wien
Anmeldung Wien:
Andreas Sarközi, 01/31 064 21
📧 [email protected]

📌 Um Anmeldung wird bis 28. Juli gebeten.

🙏 Eine Veranstaltung der
Diözese Eisenstadt – Romapastoral
Steinamangererstraße 13 A, 7400 Oberwart
📧 E-mail: [email protected]

🤝 In Kooperation mit dem
Kulturverein Österreichischer Roma

🏛️ Mit dankender Unterstützung
Bundeskanzleramt

💛 Wir freuen uns auf eure Teilnahme!

📚🕯️ Ich habe an der Veranstaltung „Mythos Reichsautobahn. Zwangsarbeit und Leidenswege von Romnja und Roma aus dem Burge...
20/06/2026

📚🕯️ Ich habe an der Veranstaltung „Mythos Reichsautobahn. Zwangsarbeit und Leidenswege von Romnja und Roma aus dem Burgenland“ im OHO Oberwart teilgenommen.

Der Vortrag von Historiker und Autor Ludwig Laher beleuchtete anhand neu entdeckter Dokumente ein lange wenig beachtetes Kapitel der Geschichte. Besonders bewegend waren die Berichte über das Schicksal burgenländischer Romnja und Roma, die während der NS-Zeit zur Zwangsarbeit gezwungen, verfolgt und in Lager deportiert wurden.

Solche Veranstaltungen leisten einen wichtigen Beitrag zur Erinnerungskultur und zeigen, wie wichtig es ist, historische Fakten aufzuarbeiten und das Gedenken an die Opfer wachzuhalten.

Die Roma Volkshochschule Burgenland lud zu diesem informativen und nachdenklich stimmenden Abend ein und schuf Raum für Erinnerung, Begegnung und historische Aufklärung. 🕯️

08/06/2026

Am Samstag haben wir am 35. Roma-Butschu teilgenommen, der vom Verein Roma-Service veranstaltet wurde. 🎶✨

Es war ein schönes Fest der Begegnung, der Kultur und der gelebten Vielfalt. Für großartige Stimmung sorgten Romano Rath, Leon Berger Band, Romano Glauso, Vlahija und Szélforgók mit abwechslungsreicher Volksgruppenmusik, die die kulturelle Vielfalt unserer Heimat hör- und spürbar machten. 🎻🪗🎤

Danke an alle Organisator:innen, Mitwirkenden und Besucher:innen für dieses schöne Fest der Gemeinschaft! 🙏✨

📹 Im Video ist ein kurzer Auszug der musikalischen Vielfalt dieses besonderen Tages zu sehen. 🎶

Gestern haben wir bei Fronleichnam den Himmel gefeiert – heute kommt er uns mit ein paar Regentropfen ganz nah. 😊Manchma...
05/06/2026

Gestern haben wir bei Fronleichnam den Himmel gefeiert – heute kommt er uns mit ein paar Regentropfen ganz nah. 😊

Manchmal wünschen wir uns Sonnenschein und bekommen Regen. Doch auch der Regen hat seine Aufgabe: Er lässt wachsen, was wir allein nicht zum Blühen bringen können. 🌱💧

Vielleicht ist heute ein guter Tag, um langsamer zu werden, einen Kaffee oder Tee zu genießen ☕ und darauf zu vertrauen, dass auch graue Wolken ihren Segen in sich tragen.

Und wer weiß? Hinter der nächsten Wolke wartet vielleicht schon ein Regenbogen. 🌈

Einen gesegneten und frohen Tag wünschen wir euch! 🙏✨

🌾✨ Morgen feiern wir Fronleichnam.Fronleichnam ist ein Hochfest der katholischen Kirche. Wir feiern, dass Jesus Christus...
03/06/2026

🌾✨ Morgen feiern wir Fronleichnam.

Fronleichnam ist ein Hochfest der katholischen Kirche. Wir feiern, dass Jesus Christus in den geweihten Gaben von Brot und Wein 🍞🍷 auch nach seinem Tod und seiner Auferstehung gegenwärtig ist. Er bleibt bei uns, lebendig und mitten unter uns. 💛

Deshalb tragen wir die Eucharistie durch unsere Straßen und Plätze. Damit zeigen wir: Christus gehört nicht nur in die Kirche ⛪, sondern mitten in unser Leben. Er geht unsere Wege mit – in Freude 😊, in Sorgen 🤲 und im Alltag.

💭 Impuls für den Alltag:
Wo kann ich heute selbst ein Zeichen der Gegenwart Christi sein? Durch ein freundliches Wort 🗣️, offene Ohren 👂, eine helfende Hand 🤝 oder ein offenes Herz ❤️.

🙏 Wir wünschen allen ein gesegnetes und frohes Fronleichnamsfest!



📸 [email protected]

📚✨ Heute hätte eigentlich ein Workshop der Romapastoral stattfinden sollen … hätte 😅Denn, ich habe mich mit dem Termin v...
18/05/2026

📚✨ Heute hätte eigentlich ein Workshop der Romapastoral stattfinden sollen … hätte 😅
Denn, ich habe mich mit dem Termin vertan. Der Workshop findet tatsächlich erst heute in einem Jahr statt 🙈📅

Aber irgendwie passt das auch gut, um einmal zu zeigen, dass auch die Abhaltung von Workshops, Vorträgen und Bildungsangeboten zu den Aufgaben der Romapastoral gehört:

🎤 Workshops
🏫 Vorträge an Schulen und Universitäten
🏛️ Bildungsarbeit in öffentlichen Einrichtungen
⛪ Austausch mit kirchlichen Institutionen
🤝 Sensibilisierungsarbeit gegen Vorurteile und Antiziganismus

In meinen Workshops geht es um die Geschichte der Roma. Von ihrer Ansiedlung über Zeiten der Ausgrenzung und Verfolgung bis hin zur Gegenwart. Besonders thematisiert werden die Erfahrungen während des Nationalsozialismus, aber auch aktuelle Fragen zu Identität, Kultur, gesellschaftlicher Teilhabe und dem fortbestehenden Antiziganismus.

Ziel ist es, Geschichte sichtbar zu machen, Verständnis zu fördern und Sensibilisierung zu stärken. ✨

📩 Schulen, Universitäten, Institutionen, NGO´s, Interessierte usw. können sich jederzeit gerne melden, wenn Interesse an einem Workshop oder Vortrag besteht!

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Steinamangererstraße 13 A
Oberwart
7400

Telefon

+43676880701721

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