Archiv Matzen

Archiv Matzen Die Geschichte des Ortes und seiner Bewohner, aus unzähligen Dokumenten, Berichten, Akten, Fotos und Erzählungen zusammengetragen.

Diese Woche durften wir wieder die Hortkinder aus Matzen zu einem "historischen" Spaziergang begleiten! Diesmal war das ...
30/07/2026

Diese Woche durften wir wieder die Hortkinder aus Matzen zu einem "historischen" Spaziergang begleiten! Diesmal war das Ziel die Winzergenossenschaft. Herr Kaufmann führte die Kids durch das ganze Gebäude und erklärte ihnen, wie aus den angelieferten Trauben Most wird. Bis in den tiefsten Keller, wo ja angeblich der Kellergeist Kuno hausen soll, drangen die Kinder vor und nachdem es ordentlich gruselig wurde, durften sie sich am Most in der Winzerküche laben.

Danach besuchten sie das Archiv Matzen, wo wir ihnen die Geschichte des Weinbaues und seine Bedeutung für Matzen, sowie die Entwicklung des herrschaftlichen Kellers zur Winzergenossenschaft anhand alter Fotos erklären durften.

Schließlich war unser Ort Vorreiter für den Rotwein in unserem Gebiet durch Graf Christian Kinsky und wurde dafür mehrmals prämiert! Ja, sogar Kaiser Franz Josef war zu Besuch beim Grafen und nach einer Weinkost im ehemaligen Herrschaftskeller - heute Winzergenossenschaft - bestellte er den hervorragenden Wein für seine Residenz in Wien.( Wer mehr über den Weinbau in Matzen wissen möchte, dem empfehlen wir unsere Broschüre "Matzner Wein".)

Es ist immer wieder erstaunlich, wie wissbegierig Kinder sein können! Sie stellten sehr viele Fragen zum Thema, aber auch über die Geschichte Matzens, bestaunten alte Souvenirs und Ansichtskarten, die es in früheren Jahrzehnten von der "Sommerfrische Matzen" gab und so konnten wir ihnen wieder einmal ein bisserl ihren Heimatort und dessen Bedeutung näher bringen.

Wir freuen uns schon auf den nächsten Besuch! Was es dann wohl zu entdecken gibt???

Durch die anhaltende Trockenheit werden wir aufgefordert, Wasser zu sparen. Keine Pools befüllen, nicht den Rasen spreng...
23/07/2026

Durch die anhaltende Trockenheit werden wir aufgefordert, Wasser zu sparen. Keine Pools befüllen, nicht den Rasen sprengen, nicht Autowaschen.... Es ist erschreckend, dass das, was wir als selbstverständlich betrachten - nämlich dass Wasser jederzeit und in jeder Menge aus dem Wasserhahn kommt - nun doch nicht mehr soooo selbstverständlich ist.
Doch es war nicht immer so. 1960 zählte man in Matzen noch 156 Brunnen! Die Ortswasserleitung wurde ja erst 1960 fertiggestellt und 1961 mit der Einweihung des Bärenbrunnen feierlich eröffnet.
Einige waren Gemeinschaftsbrunnen für mehrere Anwohner, andere waren Hausbrunnen nur für den Hausbesitzer.
Jeden Tropfen Wasser, den man im Haushalt benötigte, musste man mit Kübeln vom Brunnen nach Hause holen. Da wurde naturgemäß nichts verschwendet. Wer will schon unnötig schleppen? Man wusch sich im Lavoir, wusch sein Geschirr im Schaffel, später in der ausziehbaren Abwasch und man reinigte die Wäsche im Trog mit der Rumpel. Heute kaum noch vorstellbar, und doch haben es einige von uns noch so erlebt.
Jetzt duschen wir oft 2 x täglich, Waschmaschine und Geschirrspüler laufen jeden Tag und für die WC-Spülung verwenden wir ebenso das edle Trinkwasser (übrigens ca. 30 l pro Person und Tag allein dafür!).
Das macht schon nachdenklich. So wie früher wollen wir es nicht mehr, das ist klar. Aber ein bisserl sorgsamer sollten wir wirklich mit unserem Matzner Wasser umgehen, oder?

Nachdem der Beitrag über die Sommertour in Matzen-Raggendorf nun schon einen Tag alt ist und somit bereits in der Vergan...
16/07/2026

Nachdem der Beitrag über die Sommertour in Matzen-Raggendorf nun schon einen Tag alt ist und somit bereits in der Vergangenheit liegt, passt er gut auf unsere Archiv-Matzen-Seite! 😁

Heimischer Amateursport fordert Hitzeregel | S34: Spange Wörth darf gebaut werden | Rund 140 Feuerwehrkräfte bei Hallenbrand | Flugzeugabsturz: 15-Jährige befragt | 50 Jahre Gurtenpflicht | Regierung erhöht Strafen für Verkehrsdelikte | Zwettl vereint Kammermusik mit Jazz | Sommertour in Matzen...

Das Archiv Matzen verabschiedet sich in die Sommerpause bis 10.September!Über unsere homepage "www.archiv-matzen.at" sin...
05/07/2026

Das Archiv Matzen verabschiedet sich in die Sommerpause bis 10.September!
Über unsere homepage "www.archiv-matzen.at" sind wir aber natürlich trotzdem jederzeit erreichbar.
Tipp: schaut mal hier rein: https://matzen-raggendorf.topothek.at/. Hier findet ihr über 1000 Bilder samt genauester Beschreibung aus Matzen! Aber Vorsicht: Beim Stöbern in der Topothek können Stunden wie Minuten (Eigenerfahrung) ;)

Früher war es ja angesagt, sich auf "Sommerfrische zu begeben. So wie Komtesse Berta Kinksy von Wchinitz und Tettau - di...
05/07/2026

Früher war es ja angesagt, sich auf "Sommerfrische zu begeben. So wie Komtesse Berta Kinksy von Wchinitz und Tettau - die spätere Friedensnobelpreisträgerin Berta von Suttner - die in ihrer Jugend viele Sommer auf dem Matzner Schloß bei der Familie ihres Onkels "Christl" (Graf Christian Kinsky) verbrachte.

Hier ihre Beschreibung eines ihrer Sommeraufenthalte auf Schloss Kinsky in Matzen: (viel Text, aber lesenswert!)
"...Um nach Matzen zurückzukommen, das ja noch immer auf derselben Stelle steht, welches ich aber seither nicht mehr gesehen habe, so war es damals unter der Herrschaft eines jungvermählten Paares. Am selben Tag, da Kaiser Franz Joseph mit Elisabeth von Bayern Hochzeit hielt, hatte der nunmehrige Herr von Matzen und Angern, Christian Graf Kinsky, seine Braut, Therese Gräfin Wrbna, heimgeführt. Ein schönes, glückliches junges Paar.

Einen lustigeren, witzigeren Menschen als »Christl« Kinsky kann man sich nicht vorstellen. Des ist die ganze Wiener Gesellschaft Zeuge. Noch in seinem späten Alter, auf dem nichts weniger als lustigen Posten eines Landmarschalls, wusste er Heiterkeit und Gemütlichkeit bis in die parteizerrissene Landstube zu bringen. Das Schloss Matzen, alt und getürmt, steht auf einem bewaldeten Berg; vom zweiten Stockwerk führt eine Tür auf ein Plateau, auf dem ein kleiner Ziergarten angelegt ist, und vor dem Gartengitter liegt der Wald. Ein Pavillon ist in dem Gärtchen angebracht, und auf dem Tisch darin lagen gefärbte Gläser, blau, gelb, rot ... Durch diese ließ man mich in die Natur hinausschauen (diese Erinnerung datiert von einem früheren Matzener Besuch, als ich noch ganz klein war), und diesen blauen Wald, diesen gelben Garten, diesen grünen Himmel zu sehen, es war mir eine zauberhafte Überraschung – ich schrie vor Glück...“

Mahn und dreschn, Druschpartie...Was heute hochmoderne Maschinen erledigen, wurde früher in schwerer körperlicher Arbeit...
29/06/2026

Mahn und dreschn, Druschpartie...
Was heute hochmoderne Maschinen erledigen, wurde früher in schwerer körperlicher Arbeit erledigt. Leider haben wir bei diesen Fotos keine Datumsangaben! Wir wissen nur, das z.B. im 2. Weltkrieg Kriegsgefangene bei den bäuerlichen Arbeiten halfen, da die arbeitsfähigen Männer unseres Ortes - wie überall zu jener Zeit - zum Kriegsdienst eingezogen wurden.
Es war eine andere Zeit. Da überdenkt man doch den Spruch "Früher war alles besser", oder?

I schwitz, waunn i sitz!I zageh, ob i geh oda steh!I bin zach, scho gaunz wach!Drum hob i ma jetzt Büldln gsuacht(und ne...
27/06/2026

I schwitz, waunn i sitz!
I zageh, ob i geh oda steh!
I bin zach, scho gaunz wach!

Drum hob i ma jetzt Büldln gsuacht
(und nebenbei de Hitz vafluacht)
von der anzign guatn Soch zuazeit:
vom schensten Woidbod weit und breit!

Vielleicht is ma daunn nimma flau
waunn i mit eich de Fotos aunschau...

Derzeit dreht sich weltweit alles um den Fußball - in Matzen war das schon immer so ;)Darum haben wir heute in paar Schm...
23/06/2026

Derzeit dreht sich weltweit alles um den Fußball - in Matzen war das schon immer so ;)
Darum haben wir heute in paar Schmankerl aus der Geschichte des FC Matzen für euch!
Die legendäre Damenmannschaft, das Turnier Oberort - Unterort 1958 und zwei der zahlreichen Mannschaftsfotos aus unserem Archiv aus längst vergangenen Zeiten.
Erkennt ihr die sportlichen Damen und Herren?

Die verschwundene Villa Metternich in MatzenWusstet ihr, dass Fürstin Metternich eine eigene Villa in Matzen hatte, die ...
14/06/2026

Die verschwundene Villa Metternich in Matzen

Wusstet ihr, dass Fürstin Metternich eine eigene Villa in Matzen hatte, die sie regelmäßig als Sommersitz bewohnte und hier Hof hielt?
Nach umfangreicher Recherche können wir nun tatsächlich belegen:
Gräfin Franziska geborene Mittrowsky von Mitrowitz war in erster Ehe mit dem österreichischen Landesgerichtspräsidenten und ehemaligen Landeshauptmann des Kronlandes Salzburg, Graf Carl von Chronisky verheiratet. 3 Jahre nach dessen Tod ehelichte Franziska den jüngsten Sohn des ehemaligen Staatskanzlers Metternich, den Prinzen Lothar von Metternich Winneburg. Dieser verstarb im Jahre 1904.
Spätestens ab diesem Zeitpunkt ist nachgewiesen, dass die Gräfin jeden Sommer in ihrer „Villa Fanny“ in Matzen verbrachte. Entsprechende Meldungen wurden vom „Wiener Salonblatt“ veröffentlicht, das damals über die Belange des Hofadels berichtete.
Zumindest bis 1914 können wir nun diese Aufenthalte nachweisen, da sie in diesem Jahr mehrfach Petroleum im der Warenhandlung Wagner auf der Hauptstraße in Matzen kaufte und im Wiener Salonblatt jeweils ihr Aufenthalt an ihrem Landsitz in Matzen gemeldet wurde.
Dank eines dem Archiv vorliegenden Lageplanes können wir sogar den genauen Standort dieser gräflichen Sommerresidenz verorten.
Da die Gräfin keine Nachkommen hinterließ (ihr Sohn Rupert aus erster Ehe verstarb ebenfalls bereits 1904) dürfte die Villa spätestens nach ihrem Tod 1918 in Wien dem Verfall preisgegeben worden sein. Heute gibt es kaum noch Spuren des Gebäudes. Die Gräfin wurde im Metternich-Mausoleum im Kloster Plasny in Tschechien beigesetzt.
Diese Geschichte ist ein weiterer Beleg, dass der Hoch- und Hofadel in damaligen Zeit in Matzen immer wieder präsent war und unser Ort ein beliebter Aufenthaltsort für Grafen- und Fürstenfamilien - vor allem zur "Sommerfrische" war....

Diesmal sind wir auf der Suche nach Fotos und Erzählungen vom Gasthaus Bruckmayer, das über viele Generationen hinweg Tr...
17/04/2026

Diesmal sind wir auf der Suche nach Fotos und Erzählungen vom Gasthaus Bruckmayer, das über viele Generationen hinweg Treffpunkt und Veranstaltungsort war. Hochzeiten, Bälle, Kirtage, Stammtisch und Kartenspielrunden....in ganz alten Zeiten noch mit Kegelbahn (hat jemand Fotos davon?). Was habt ihr in diesem Haus erlebt, was ist euch in Erinnerung geblieben? Was waren eure Lieblingsspeisen, wer kann sich noch an das Personal erinnern?
Schreibt uns oder schaut Donnerstags von 17.00 bis 19.00 Uhr im Archiv Matzen vorbei! Helft mit, die Geschichte unseres Ortes nicht vergessen zu lassen!
Das Archiv der Gemeinde Matzen lebt nicht nur von Daten und Zahlen, sondern vor allem von EUREN Erinnerungen, die wir für die Nachwelt erhalten müssen, um so die Vergangenheit besser zu verstehen. Brauchtum, Entwicklung und Lebensform früherer Zeiten zu bewahren und für die Zukunft zugänglich zu machen ist eines der Ziele des Gemeindearchivs. Darum brauchen wir immer wieder eure Hilfe, eure Persönlichen Erinnerungen.

Adresse

Hauptstraße
Matzen
2243

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