23/07/2026
Durch die anhaltende Trockenheit werden wir aufgefordert, Wasser zu sparen. Keine Pools befüllen, nicht den Rasen sprengen, nicht Autowaschen.... Es ist erschreckend, dass das, was wir als selbstverständlich betrachten - nämlich dass Wasser jederzeit und in jeder Menge aus dem Wasserhahn kommt - nun doch nicht mehr soooo selbstverständlich ist.
Doch es war nicht immer so. 1960 zählte man in Matzen noch 156 Brunnen! Die Ortswasserleitung wurde ja erst 1960 fertiggestellt und 1961 mit der Einweihung des Bärenbrunnen feierlich eröffnet.
Einige waren Gemeinschaftsbrunnen für mehrere Anwohner, andere waren Hausbrunnen nur für den Hausbesitzer.
Jeden Tropfen Wasser, den man im Haushalt benötigte, musste man mit Kübeln vom Brunnen nach Hause holen. Da wurde naturgemäß nichts verschwendet. Wer will schon unnötig schleppen? Man wusch sich im Lavoir, wusch sein Geschirr im Schaffel, später in der ausziehbaren Abwasch und man reinigte die Wäsche im Trog mit der Rumpel. Heute kaum noch vorstellbar, und doch haben es einige von uns noch so erlebt.
Jetzt duschen wir oft 2 x täglich, Waschmaschine und Geschirrspüler laufen jeden Tag und für die WC-Spülung verwenden wir ebenso das edle Trinkwasser (übrigens ca. 30 l pro Person und Tag allein dafür!).
Das macht schon nachdenklich. So wie früher wollen wir es nicht mehr, das ist klar. Aber ein bisserl sorgsamer sollten wir wirklich mit unserem Matzner Wasser umgehen, oder?