04/06/2026
Fronleichnam – ein Fest, das zeigt: Gott bleibt nicht hinter Kirchenmauern.
Vor fast 800 Jahren wurde das Fronleichnamsfest erstmals in Lüttich im heutigen Belgien gefeiert. Seitdem tragen Christinnen und Christen die Heilige Eucharistie hinaus auf die Straßen und Plätze ihrer Heimatorte. Denn Gott möchte dort sein, wo Menschen leben, arbeiten, lachen, hoffen und manchmal auch Sorgen tragen.
So machten auch wir uns auf den Weg durch unser schönes Maria Enzersdorf. Wir wollen schließlich keine Eigenbrötler sein, die ihren Glauben für sich behalten, sondern Kumpanen. Das Wort „Kumpan“ kommt vom lateinischen cm pane – „mit dem Brot“. Ein Kumpan ist jemand, der das Brot teilt, Gemeinschaft lebt und seinen Weg mit anderen geht. Ein schönes Bild für uns Christinnen und Christen!
Begleitet wurde unsere Prozession von den schwungvollen Klängen der Blasmusikkapelle. Auch Vertreterinnen und Vertreter der politischen Gemeinde sowie der Pfarrgemeinde gingen mit und setzten ein sichtbares Zeichen für gelebte Gemeinschaft.
Ein herzliches Dankeschön gilt den Beamtinnen und Beamten der Polizei, die für die Sicherheit aller Teilnehmerinnen und Teilnehmer sorgten.
Großer Dank auch an unsere Feuerwehr, die den Altar beim Hunyadischloss vorbereitet hat und mit ihren Uniformen, Einsatzfahrzeugen und dem Blaulicht nicht zu übersehen war. Danke nicht nur für diesen Einsatz, sondern auch dafür, dass ihr immer dann zur Stelle seid, wenn es sprichwörtlich brenzlig wird.
Der Altar am Franziskanerplatz wurde traditionell von den Brüdern des Franziskanerklosters und ihrem engagierten Team gestaltet. Im Jubiläumsjahr zum 800. Todestag des heiligen Franziskus erinnerte der wunderschöne Blumenteppich an sein Wirken. P. Karmel betonte in seiner Predigt, dass Franziskus nicht nur für die Bewahrung der Schöpfung steht, sondern auch für den Frieden unter den Menschen, mit der Natur und mit allen Lebewesen.
„Herr, mach mich zu einem Werkzeug deines Friedens.“
Dabei geht es nicht darum, dass Gott den Frieden einfach vom Himmel fallen lässt. Vielmehr sind wir eingeladen, mit unseren Talenten, unseren Worten und Taten am Frieden mitzubauen. Denn Frieden beginnt nicht irgendwo auf der Welt – er beginnt im Kleinen. Bei dir. Bei mir. Heute.
Nach dem feierlichen Segen wartete eine köstliche Agape auf die Gottesdienstbesucherinnen und Gottesdienstbesucher – und viele nutzten die Gelegenheit für gute Gespräche, Begegnungen und ein gemütliches Beisammensein.
Ein herzliches Vergelt's Gott an alle, die zum Gelingen dieses wunderschönen Festes beigetragen haben. Gemeinsam haben wir gezeigt: Kirche ist unterwegs – mitten unter den Menschen.