21/05/2026
Klimaschutz ist wichtig – aber er muss praxistauglich, leistbar und umsetzbar bleiben. Genau darum geht es bei der Umsetzung der EU-Gebäuderichtlinie 🏗️🌱
Das Ziel ist klar: Gebäude sollen energieeffizienter werden und weniger CO₂ ausstoßen. Doch wenn ein und dieselbe EU-Richtlinie in Österreich neunmal unterschiedlich umgesetzt wird, entstehen Unsicherheit, Bürokratie und zusätzliche Kosten. Für Betriebe, Eigentümerinnen und Eigentümer sowie für alle, die sanieren wollen, ist das der falsche Weg.
Für Wirtschaftskammerpräsidentin und Wirtschaftsbund-Landesobfrau Barbara Thaler ist klar: Klimaschutz braucht Akzeptanz. Diese Akzeptanz entsteht aber nicht durch immer neue Auflagen, zusätzliche Dokumentationspflichten und komplizierte Sonderwege in jedem Bundesland. Wer Sanierungen erleichtern will, darf sie nicht gleichzeitig durch Bürokratie und Mehrkosten unattraktiver machen.
Besonders kritisch sind überschießende Zusatzauflagen – etwa bei Fahrradabstellplätzen, E-Ladepunkten oder technischen Vorgaben im Zuge größerer Renovierungen. Wenn dadurch Sanierungen massiv teurer werden, trifft das am Ende nicht nur die Betriebe, sondern auch das leistbare Wohnen in Tirol.
Deshalb braucht es jetzt Augenmaß statt Gold Plating. EU-Vorgaben dürfen nicht strenger umgesetzt werden, als notwendig. Und vor allem braucht es möglichst einheitliche Lösungen in ganz Österreich, statt neun unterschiedliche Wege für dasselbe Ziel.
Klimaschutz und wirtschaftliche Vernunft dürfen kein Widerspruch sein. Gerade deshalb braucht es jetzt ein klares Stop-the-Clock auf Tirolerisch: innehalten, abstimmen, vereinfachen – und dann so umsetzen, dass es in der Praxis auch funktioniert.
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