21/02/2018
Info-Direkt - Ehemalige Führungskader des BfJ halten die Zügel in der Hand. Aber erst einmal der Reihe nach: Der „Bund freier Jugend“ löste sich 2008 auf, nachdem die Führungsriege wegen des Verdachts anhaltender Verstöße gegen das NS-Verbotsgesetz inhaftiert wurde und bei einer Hausdurchsuchung umfangreiches Material beschlagnahmt wurde. Die österreichische Ne***zisszene trommelte daraufhin unter dem Titel "Meinungsfreiheit statt Verbotsgesetze" für die Freilassung der inhaftierten Kameraden. Und heute? Michael Siegfried Scharfmüller und Stefan Magnet kommen in den letzten Jahren wieder mehr aus der Deckung - bei Info-Direkt spielen die beiden eine gewichtige Rolle. Zeigte sich Scharfmüller im Jahr 2006 noch gerne mit dem verurteilten Ne***zi Gottfried Küssel beim jährlichen Treffen der AfP, wird er heute als Geschäftführer der "InfoDirekt VerlagsGmbH" geführt. Hauptakteur hinter Info-Direkt dürfte aber nach wie vor Stefan Magnet sein, der auch damals als heimlicher Vorsitzender des BfJ galt. Magnet war langjähriger Verfasser des BfJ-Magazins „Jugend Echo“, das sich selbst als die „Kampfschrift der nationalen Jugend in Österreich“ sah. Der gelernte Speditionskaufmann wechselte nach seiner Haftentlassung als Prokurist zur Moser Medien Group Austria (MMGA) nach Wels, wo er Heinz Christian Straches-Paintballpartner und ehemaligen stellvertretenden NPD-Vorsitzenden Andreas Thierry unter falschem Namen ins Unternehmen holte. Sowohl Thierry als auch Stefan Magnet mussten, nachdem die Sache aufgeflogen war, das Unternehmen verlassen.
Zum Foto: Die BfJ-Führungskader Stefan Magnet und Michael Scharfmüller bei einem Besuch bei der faschistischen Partei “Noua Dreaptă” in Rumänien.
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