26/04/2026
„Ohne Ansehen der Person“ - unter diesem Titel hielt die Schriftstellerin Felicitas Hoppe eine beachtliche Predigt im Grossmünster Zürich. „Statt mit der Pose eigenen Durchblicks einzuhämmern, was sie zu meinen und wie zu handeln hätten, werden den Adressaten, die kreisenden Anregungen betreffend, eigene Unter- und Entscheidungen zutraut“, kommentiert Hans-Rüdiger Schwab.
Wer predigt, sollte sich dem Anspruch einer Kunstform stellen. Die Besinnung darauf könnte der vielfach beklagten Verflachung entgegenwirken. Aufmerksamkeit verdienen deshalb Schriftsteller, von denen nicht wenige keine Scheu vor eigener Kanzelrede haben. Besonders luzide: ein Beispiel der Büchner...