St. Marien in Telgte

St. Marien in Telgte St. Marien ist die katholische Kirchengemeinde in Telgte. Herzlich willkommen! Auf dieser Seite informieren wir Sie/dich gerne über unsere Kirchengemeinde St.

Marien in Telgte. Es gibt derzeit etwa 90 Gruppierungen, Einrichtungen, Vereine, Verbände, Sachausschüsse, Projektgruppen und Initiativen, in denen man sich in unserer Pfarrei freiwillig engagieren oder hauptberuflich tätig sein kann. Herzlich laden wir auch euch, liebe Ehren- und Hauptamtliche, ein, diese Seite zum Austausch über eure Aktivitäten zu nutzen. Nähere Informationen über unser Gemeind

eleben, die Telgter Wallfahrt, aktuelle Gottesdienstzeiten und noch viel mehr finden Sie auf unserer Website www.st-marien-telgte.de

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Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen (Mt 18,20)Im Evangelium des heutigen So...
05/09/2026

Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen (Mt 18,20)

Im Evangelium des heutigen Sonntags steht auch folgender Satz:
„Wenn dein Bruder sündigt, dann geh zu ihm und weise ihn unter vier Augen zurecht.“ (Mt. 18,15)

Zu diesem Satz ist mir eine Geschichte aus dem Leben des hl. Franziskus eingefallen. In der Stadt Gubio in Italien gibt es einen Konflikt zwischen den Bürgern der Stadt und einem Wolf, der dort im Wald lebt. Der hl. Franziskus, der die Stadt besucht, wird von den Bürgern um Rat gefragt. Franziskus geht den Konflikt zwischen den Bürgern von Gubio und dem Wolf – historisch wahrscheinlich ein Ritterclan – aktiv an. Dabei exponiert er sich selbst und engagiert sich für das Leben der gefährdeten Bevölkerung. Er verweigert die Dämonisierung einer Seite und erkennt eine Geschwisterlichkeit an, die alle am Konflikt Beteiligten einbezieht. Der Heilige geht unbewaffnet zum Wald. Der Wolf kommt ihm mit seiner Waffe entgegen. Der hl. Franziskus stellt Gott in den Mittelpunkt, indem er ein Kreuzzeichen macht. Er spricht den Wolf an und nennt die wahren Ursachen von Gewalt und Ungerechtigkei beim Namen. Der Wolf bedroht mit Gewalt das Leben der Bürger, diese aber haben die Gewalt mit provoziert, indem sie dem Wolf die notwendige Nahrung verweigerten. Franziskus ermahnt zur Umkehr und Versöhnung aller am Konflikt Beteiligten und fördert diese, indem er sich als Garant eines Friedensschlusses zur Verfügung stellt. Als Voraussetzung zum Abschluss eines Friedens ist er behilflich, die Gerechtigkeit als Grundlage des Friedens wiederherzustellen. Die Bürger versprechen dem Wolf, das Notwendige zur Ernährung zu gewährleisten, und der Wolf verzichtet auf weitere Gewaltakte.
Diese Lehrerzählung aus den franziskanischen Quellen will am Beispiel des hl. Franziskus Menschen bewegen, in Konfliktsituationen ähnlich zu handeln und sich für den Frieden einzusetzen. Dem schon im Hier und Heute beginnenden Gottesreich, einem Reich des Friedens, soll in der Realität des Lebens Raum gegeben werden. Es ist wie eine Kraft eine Umarmung von Umkehr und Versöhnung.

So kann das, was Jesus in diesem Evangelium verspricht, wahr werden: „Wo zwei oder drei in meinem Namen beisammen sind, da bin ich mitten unter ihnen.“
Ich wünsche Ihnen und auch mir den Frieden, den der Auferstandene nicht nur den Aposteln, sondern uns allen wünscht.
Sr. M. Theodore Hofschen

Liebe Gemeindemitglieder und Gäste!Urlaub woanders ist schön, aber heimkehren und wieder Zuhause-Sein ist auch schön!Nac...
28/08/2026

Liebe Gemeindemitglieder und Gäste!
Urlaub woanders ist schön, aber heimkehren und wieder Zuhause-Sein ist auch schön!
Nach Tagen ständig neuer Eindrücke und Erlebnisse bin ich seit einigen Tagen in das Bekannte und Vertraute zurückgekehrt. Konnte ich im Urlaub meinen Tagesablauf immer wieder neu planen und gestalten, ganze Tage sogar einfach ‚verplempern‘, ist meine Zeit nun wieder deutlich strukturierter. Standen im Urlaub oft die Hobbies im Vordergrund, sind es nun wieder die unterschiedlichsten Verpflichtungen. Die Zeit deutlicher Entspannung weicht einer stetig wachsenden Aufmerksamkeit für meinen Dienst.
Ich merke: Urlaub woanders ist schön, aber heimkehren und wieder Zuhause-Sein ist auch schön! Da sind die Haupt- und Ehrenamtlichen aus der Kirchengemeinde, mit denen ich die anstehenden Aufgaben in der Seelsorge und Wallfahrt mit neuem Elan wieder angehen will. Da sind meine Eltern, die darauf warten, dass ich ihnen von meinen Urlaubserlebnissen berichte. Da sind die vertrauten Orte und Menschen, mit denen ich Gottesdienst feiere oder das Wort Gottes teile. Da ist die Propstei, in der ich eben nicht nur Gast, sondern Gastgeber sein darf für viele Menschen aus der Gemeinde und für so manche Pilgerinnen und Pilger.
Und indem ich diese Spannung von Urlaub und Entspannung einerseits sowie von Arbeit, Verpflichtung und Aufmerksamkeit andererseits dankbar betrachte, lobe ich Gott dafür, dass er unser Leben nicht als ein ‚Entweder oder‘, sondern in genau dieser fruchtbaren Spannung als ein ‚Sowohl als auch‘ eingerichtet hat.
So wünsche ich einen guten Start in das Vertraute!
Propst Michael Langenfeld

Liebe Schwestern und Brüder, wir alle haben schon an Prüfungen teilgenommen, bei denen uns Fragen gestellt wurden, die w...
22/08/2026

Liebe Schwestern und Brüder,

wir alle haben schon an Prüfungen teilgenommen, bei denen uns Fragen gestellt wurden, die wir beantworten mussten. Auch im Evangelium vom nächsten Sonntag stellt Jesus seinen Jüngern zwei direkte Fragen: „Für wen halten die Menschen den Menschensohn?“ und dann noch viel persönlicher: „Für wen haltet ihr mich?“

Petrus, der Sprecher und Anführer der Jünger, bekennt: „Du bist der Christus, der Sohn des lebendigen Gottes!“ Damit verkündet er, dass Jesus mehr ist als ein Prophet. Die Propheten sprachen von Gott, aber sie waren nicht selbst das Wort Gottes. Sie verkündeten, was sie von Gott empfangen hatten.

Jesus dagegen hat nicht nur das Wort Gottes weitergegeben – er selbst ist das Wort Gottes. Er kam, um zu erfüllen, was das Gesetz und die Propheten vorausgesagt hatten. Im Leben, im Sterben und in der Auferstehung Jesu erkennen seine Jünger immer tiefer: Dieser Jesus ist wirklich der Sohn Gottes.

Liebe Schwestern und Brüder, die Frage Jesu an seine Jünger richtet sich heute auch an uns: Wer ist Jesus für uns? Sind wir in unserem Leben dieser Frage schon einmal wirklich begegnet? Und wenn ja: Haben wir eine persönliche und authentische Antwort?

Der Glaube ist ein Geschenk Gottes; und doch ist er auch eine Entscheidung – die Entscheidung, dem Wort Gottes zu vertrauen, dass Jesus uns gibt und das er selbst ist. Der Glaube ist aber keine einmalige Entscheidung. Er wächst und reift, wenn wir persönlich erfahren, was wir glauben und worum wir beten. Je mehr wir Jesus kennenlernen, desto mehr kann aus einem Wissen über Jesus eine persönliche Beziehung zu ihm werden.

Jesus, der Sohn Gottes und Retter der Welt, kann aufrichtig geglaubt und erfahren werden, wenn wir uns ihm wirklich öffnen. Dann können wir mit einem ehrlichen Herzen beten: „O Jesu, du bist mein ganzes Leben, meine ganze Hoffnung, meine ganze Freude, meine ganze Ruhe, meine ganze Liebe.“

Jesus betraut Petrus mit der Leitung seiner Kirche, nachdem Petrus seinen Glauben bekannt hat. Auch wir sind berufen, unseren Glauben in dieser Welt sichtbar zu machen. Wir alle tragen Verantwortung dafür, dass Christus durch unser Leben für alle Menschen um uns herum erkennbar werden kann.

Darum erinnern wir uns an das Wort Jesu im Johannesevangelium: „Wer mich gesehen hat, hat den Vater gesehen.“ (Joh 14,9). Und wir hören das persönliche Zeugnis des Apostels Paulus im Galaterbrief: „Nicht mehr ich lebe, sondern Christus lebt in mir.“ (Gal 2,20)

Vielleicht ist das die eigentliche Herausforderung unseres heutigen Evangeliums: Nicht nur mit unseren Lippen zu sagen, wer Jesus ist, sondern mit unserem Leben zu zeigen, wer Jesus für uns ist.
Wenn Christus wirklich unser Leben prägt, dann sollen die Menschen etwas von ihm in unserem Denken, in unseren Worten, in unserer Liebe und in unserem Umgang miteinander erkennen.

Möge Jesus uns heute die Gnade schenken, dass wir nicht nur auf die Frage „Wer ist Jesus?“ eine Antwort wissen, sondern aus tiefstem Herzen sagen können:
„Jesus, du bist für mich der Christus, der Sohn des lebendigen Gottes. Du bist mein Leben, meine Hoffnung und meine Zukunft.“

Liebe Grüße
Pater Ephrem OSB

Liebe Gemeindemitglieder und Gäste!Bevor ich mich mit einem Mitbruder und meinem Hund Titus zum Sommerurlaub in den Baye...
15/08/2026

Liebe Gemeindemitglieder und Gäste!
Bevor ich mich mit einem Mitbruder und meinem Hund Titus zum Sommerurlaub in den Bayerischen Wald aufmachte, drückte mir unser Pilgerseelsorger noch zwei Spezialbrillen für die bevorstehende Sonnenfinsternis in die Hand und wünschte uns einen ‚guten Ausguck‘.
Diesen Mittwoch aßen wir also extra früh zu Abend, um dann hier in Bayern zwischen 19:15 Uhr und 20:15 Uhr dieses kosmische Ereignis mitzuerleben. Wir ‚Flachlandbayern‘ hatten aber nicht daran gedacht, dass Sonnenuntergang bereits gegen 20:30 Uhr war und die Sonne sich schon hinter den ersten Bergen zu verstecken drohte …
Also sprangen wir ins Auto, um noch rasch einen Hügel zu erreichen. Und dabei erlebten wir ein ganz anderes Ereignis: Auf fast jeder Anhöhe dieser wunderbar ruhigen Landschaft standen Menschen zusammen, die alle in die Richtung der untergehenden und teils vom Mond verdeckten Sonne blickten. Ein geradezu surreales Bild! Aber genau von diesem Anblick war ich so fasziniert, dass ich beinahe vergessen hätte, die Sonnenfinsternis zu fotografieren …
Wenn ich nach meinem Urlaub am Sonntagmorgen wieder am Altar der Propsteikirche stehe und Gottesdienst feiere, wird den Gläubigen und mir die aufgehende Sonne aus dem Osten kraftvoll durch die Chorfenster entgegenleuchten. Sie wird uns alle daran erinnern, dass der Auferstandene uns Licht und Leben ist, ein Licht, das nicht einmal durch den Tod verfinstert wird.
Ein guter Ausguck, meint
Propst Michael Langenfeld

Der großartige Franziskanerpater Dr. Slavko Barbaric, ofm, der viele Jahre im Marienheiligtum Medjugorje als Seelsorger ...
09/08/2026

Der großartige Franziskanerpater Dr. Slavko Barbaric, ofm, der viele Jahre im Marienheiligtum Medjugorje als Seelsorger wirkte und im Jahre 2000 im Alter von nur 54 Jahren viel zu früh starb, hat uns einen sehr schönen Gedanken hinterlassen. Mit Blick auf das Sonntagsevangelium habe ich mich daran erinnert:
„Wir Menschen sind Experten darin, nicht zu sehen, was wir haben,
aber zu sehen, was wir nicht haben …“

Mag sein, dass dies ein wenig pessimistisch klingt, es enthält aber viel Wahres und Richtiges, eine aufmerksame zeitgenössische Beobachtung, wie ich finde, die wohl zutreffend ist. Mein Glas ist halb-leer, warum nicht halb-voll? Mein Urlaub ist fast zu Ende, warum sich nicht an der verbleibenden Zeit erfreuen? Wir schauen bedauernd zurück auf vorgestern und schauen voraus nach übermorgen und vergessen dabei das Heute.

Petrus versucht es Jesus nachzuahmen, selbst auf unsicheres Terrain wagt er sich hinaus, ohne festen Grund unter sich zu spüren. Mit dem Blick auf den Herrn geht es gut, mit dem Blick herab, auf sich selbst und auf die tobenden Wellen, den Gegenwind, den er spürt, nicht. Die Wochen des Sommers und eine Zeit zweckfreier Entspannung können auch die Blicke auf das Leben klären und beruhigen. Denn, eingespannt sind wir ja genug, im Räderwerk der Zeit, dass eine Aus-Spannung angesagt ist. Die wünsche ich Euch und Ihnen von ganzem Herzen, im Wissen darum, dass Jesus Christus Ängste nimmt, in dem er uns auf das eigene Potential und meine Möglichkeiten aufmerksam macht, nicht um diese sofort wieder einzusetzen, sondern mich zunächst einmal ganz einfach an ihnen zu erfreuen.

Ihr und Euer

Domkapitular Gregor Kauling

Liebe Gemeindemitglieder und Gäste!Sie suchen Schatten und ein bisschen Abkühlung im Urlaub? Mein Tipp: Besuchen Sie ein...
01/08/2026

Liebe Gemeindemitglieder und Gäste!
Sie suchen Schatten und ein bisschen Abkühlung im Urlaub? Mein Tipp: Besuchen Sie eine Kirche! In der Regel sind katholische Gotteshäuser tagsüber geöffnet. Und sie bieten nicht nur Schatten und ein wenig Kühle, sie laden darüber hinaus zur Stille ein, wenn es nicht gerade bekannte Touristenorte sind. In modernen Kirchen wird ihren Augen nur wenig geboten, so dass sie eine Reise nach Innen beginnen können, vorausgesetzt Sie trauen sich … In älteren Kirchen, besonders in den Barockkirchen des Südens, entfaltet sich vor ihren Augen ein bunter Reigen von Wand- oder Deckenfresken, üppig gestalteten Altären, wuchtigen Gemälden und Skulpturen. Auch wenn Sie eventuell viele Darstellungen nicht verstehen, so können Sie doch die Lebens- und Glaubensfreude erspüren und vielleicht sogar in sich aufnehmen, die die Künstler und Auftraggeber damals erfüllt hat.
Glaube ist Freude an Gott und seiner Schöpfung, Glaube ist Dank und Anbetung Gottes, Glaube ist Liebe zu diesem Gott und seinen Geschöpfen. Wer Schatten und Abkühlung sucht, wer einen Moment der Stille aushält und wer schauen und betrachten kann, in dem oder in der wird diese Botschaft lebendig.
Selbst wir in Telgte merken das: in der Ferienzeit sind unsere Gotteshäuser gut besuchte Orte. Warum eigentlich? Wirklich nur Schatten, Ruhe oder Kunstinteresse? Meine Vermutung, die Sie selbstverständlich nicht teilen müssen: In den Ferien, wenn wir von den Zwängen und Kleinigkeiten des Alltags, der Schule und der Arbeit befreit sind, öffnet sich wieder unser Blick und unser Herz dem Größeren und wir gehen auf Suche …
Ihnen allen eine wunderschöne Urlaubs- und Ferienzeit,
Propst Michael Langenfeld

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Liebe Schwestern und Brüder,im Evangelium des nächsten Sonntags erzählt Jesus zwei kurze Gleichnisse, die doch das ganze...
24/07/2026

Liebe Schwestern und Brüder,

im Evangelium des nächsten Sonntags erzählt Jesus zwei kurze Gleichnisse, die doch das ganze Matthäusevangelium zusammenfassen. Ein Mann findet einen verborgenen Schatz. Ein Kaufmann entdeckt eine kostbare Perle. Beide verkaufen alles, was sie besitzen, um das zu gewinnen, was unendlich wertvoller ist: das Himmelreich.

Was ist eigentlich das Himmelreich? Das Himmelreich ist zunächst kein Ort, den wir erst nach dem Tod erreichen. Es ist die Gegenwart Gottes, die schon jetzt unser Leben verwandeln möchte. Deshalb spricht Jesus nicht von Zwang oder Pflicht, sondern von einer überwältigenden Freude. Der Mann im ersten Gleichnis verkauft seinen ganzen Besitz nicht widerwillig, sondern „in seiner Freude“. Wer Gott wirklich begegnet, verliert nichts Wesentliches, sondern gewinnt alles.

Die beiden Gleichnisse zeigen uns zugleich zwei verschiedene Wege des Glaubens. Der erste Mann findet den Schatz überraschend; er hat nicht danach gesucht. So erfahren viele Menschen Gottes Nähe unerwartet in ihrem Leben: durch eine Begegnung, eine Krise, einen Gottesdienst oder ein Wort der Heiligen Schrift. Der Kaufmann dagegen sucht bewusst nach der kostbaren Perle. Er steht für jene Menschen, die lange nach Wahrheit, Sinn und Gott suchen. Beide Wege führen zum selben Ziel: zur Begegnung mit Christus.

Die Kirchenväter sahen in dem verborgenen Schatz Christus selbst. Der heilige Augustinus schreibt, dass unser Herz unruhig bleibt, bis es Ruhe findet in Gott. Der Schatz ist verborgen, weil Christus oft nicht dort gefunden wird, wo die Welt nach Größe, Macht oder Reichtum sucht. Er offenbart sich vielmehr in der Demut, im Kreuz und in der Liebe. Der Apostel Paulus bekennt deshalb im Philipperbrief: „Ich halte alles für Verlust gegenüber dem unvergleichlichen Gewinn, Christus Jesus zu erkennen“ (Phil 3,8).
Die entscheidende Frage des heutigen Evangeliums lautet daher nicht: Was kostet mich der Glaube? Sondern: Was ist mir Christus wert? Jeder Mensch besitzt viele „Perlen“: Erfolg, Sicherheit, Besitz, Ansehen oder Bequemlichkeit. All das kann gut und wichtig sein. Doch nichts davon darf den Platz Gottes einnehmen. Nur Christus schenkt ein Leben, das Bestand hat.

Bitten wir den Herrn, unsere Augen für den verborgenen Schatz seines Reiches zu öffnen. Bitten wir ihn um den Mut, alles dem unterzuordnen, was wirklich zählt: die Beziehung zu Christus. Denn wer Christus gewinnt, hat den größten Schatz seines Lebens gefunden.
Liebe Grüße.
Pater Ephrem OSB

Liebe Gemeindemitglieder und Gäste!An diesem Wochenende beginnt für Familien mit Schulkindern die so heiß ersehnte Ferie...
18/07/2026

Liebe Gemeindemitglieder und Gäste!
An diesem Wochenende beginnt für Familien mit Schulkindern die so heiß ersehnte Ferienzeit. Viele Familien fahren oder fliegen an Urlaubsorte meist am Meer oder in den Bergen und nicht wenige Kinder freuen sich auf die Stadtranderholung oder eines der Ferienlager gemeinsam mit ihren Freunden.
Für mich persönlich bedeutet Urlaub vor allem Loslassen und Entspannen. Mit meinem Hund Titus mache ich deutlich längere Runden als sonst, suche schöne Aussichtspunkte und döse dort vor mich hin - kein Termin und keine Verpflichtung rufen. Und was ich gar nicht beabsichtige, tritt dann nicht selten ein: aus dem Grund meiner Seele, so drücke ich das mal aus, steigt eine tiefe Dankbarkeit auf oder neue Perspektiven und Ideen für mein Leben und Arbeiten kommen mir in den Sinn - völlig ungewollt und unverkrampft. So entwickelt sich mein Urlaub manchmal zu einer Zeit innerer Veränderung.
Für mich bedeutet Urlaub aber auch ganz oft Staunen und Freude: Über Gottes wunderbare Schöpfung, über Architektur, Gemälde, Plastiken oder Musik in Kirchen, Museen oder manchmal einfach nur am Straßenrand. Manchmal sind es grandiose Anblicke in der Natur, die in mir schon einige Male ein eigenartiges Gefühl von Bewunderung und Erschrecken zugleich verursacht haben, manchmal berührt mich ein Lied, manchmal provoziert mich ein Gemälde oder eine Installation, manchmal erweckt unbekanntes Essen meine Geschmacksnerven zu neuem Leben. Weil eben nichts anderes ist, kann ich im Urlaub einfach Innehalten und meine Aufmerksamkeit und Achtsamkeit scheint deutlich ausgeprägter als im Alltag.
So hatte mancher Urlaub für mich schon etwas deutlich Spirituelles und Frommes, wenn auch nicht auf traditionelle Weise …
So wünsche ich auch Ihnen eine erholsame Auszeit mit spiritueller Note, so würde ich das mal nennen …
Propst Michael Langenfeld

Gemeinsam ans ZielDie Fußball-Weltmeisterschaft läuft noch, und viele Menschen fiebern mit. In den Stadien und vor den B...
10/07/2026

Gemeinsam ans Ziel
Die Fußball-Weltmeisterschaft läuft noch, und viele Menschen fiebern mit. In den Stadien und vor den Bildschirmen erleben wir Begeisterung, Spannung und manchmal auch Enttäuschung. Mannschaften kämpfen um ihr großes Ziel. Dabei wird schnell deutlich: Erfolg hat niemand allein. Es braucht Zusammenhalt, Vertrauen und Menschen, die einander unterstützen.

Während die einen noch auf die nächsten Spiele schauen, machen sich schon bald tausende Pilgerinnen und Pilger aus dem Bistum Osnabrück auf den Weg nach Telgte. Auch sie haben ein Ziel vor Augen. Doch auf diesem Weg geht es um mehr als das Ankommen.
Wer schon einmal an einer Wallfahrt teilgenommen hat, weiß: Der Weg selbst ist etwas Besonderes. Schritt für Schritt lässt man den Alltag hinter sich. Es entstehen Gespräche, neue Begegnungen und Momente der Stille. Es wird gesungen, gebetet und gelacht. Und wenn die Füße schwer werden, spürt man, wie gut Gemeinschaft tut. Niemand muss den Weg allein gehen.

Darin liegt vielleicht eine Verbindung zwischen der Weltmeisterschaft und einer Wallfahrt: Große Ziele erreicht niemand allein. Menschen tragen einander. Sie machen Mut, wenn die Kraft nachlässt, und freuen sich gemeinsam über das Erreichte.
Auch im Glauben sind wir nicht allein unterwegs. Davon erzählt die Geschichte der Jünger auf dem Weg nach Emmaus. Nach dem Tod Jesu sind sie enttäuscht, ratlos und voller Fragen. Sie hatten gehofft, doch nun scheint alles anders gekommen zu sein. Während sie miteinander reden und ihre Sorgen teilen, kommt ein Fremder hinzu und geht mit ihnen. Er hört ihnen zu, stellt Fragen und eröffnet ihnen neue Perspektiven. Erst später erkennen sie, dass Jesus selbst sie auf ihrem Weg begleitet hat. Rückblickend sagen sie voller Staunen: „Brannte uns nicht das Herz, als er unterwegs mit uns redete?“ (Lk 24,32).

Vielleicht kennen auch wir solche Erfahrungen. Ein Gespräch zur richtigen Zeit, ein Mensch an unserer Seite, ein Wort, das Mut macht und neue Kraft schenkt. Oft merken wir erst im Nachhinein, dass wir auf schwierigen Wegstrecken nicht allein waren.
Die Osnabrücker Wallfahrt nach Telgte lädt uns ein, genau das neu zu entdecken. Wir bringen unsere Sorgen und Hoffnungen, unseren Dank und unsere Bitten mit. Jeder Schritt kann ein Moment des Nachdenkens sein, jede Begegnung eine Ermutigung, jeder gemeinsame Kilometer ein Zeichen dafür, dass wir füreinander da sind.

Dies gilt nicht nur für die Wallfahrt, sondern für unser ganzes Leben. Manches fällt leicht, anderes kostet Kraft. Es gibt Umwege und Pausen. Doch vieles wird leichter, wenn Menschen einander begleiten und unterstützen.
Wenn die Fußball-Weltmeisterschaft in diesen Tagen ihrem Höhepunkt entgegengeht, werden wir wieder sehen, was gemeinsames Unterwegssein bewirken kann. Hinter jedem Erfolg stehen Menschen, die einander vertrauen, motivieren und tragen. Eine ähnliche Erfahrung machen viele auf der Wallfahrt: Das Ziel ist wichtig, aber wertvoll wird der Weg vor allem durch die Menschen, die ihn gemeinsam gehen.

Und vielleicht liegt darin auch die eigentliche Botschaft - auf dem Fußballplatz, auf dem Pilgerweg und mitten im Alltag: Wir kommen weiter, wenn wir einander begleiten. Wir gewinnen, wenn wir Hoffnung teilen. Und wir dürfen darauf vertrauen, dass Gott unsere Wege mitgeht, nicht erst am Ziel, sondern auf jedem einzelnen Schritt.

Ich wünsche allen Pilgerinnen und Pilgern eine gesegnete Wallfahrt nach Telgte und uns allen die Zuversicht, immer wieder neu aufzubrechen. Denn die schönsten Wege sind oft die, die wir nicht allein gehen.
Christian Damerau
Pastoralassistent in St. Marien Telgte

Liebe Gemeindemitglieder und Gäste!Was für eine Hochzeit! Letzten Samstagnachmittag haben wir in der Kapelle der Reha-Kl...
04/07/2026

Liebe Gemeindemitglieder und Gäste!
Was für eine Hochzeit! Letzten Samstagnachmittag haben wir in der Kapelle der Reha-Klinik Maria Frieden bei über 30° C und hoher Luftfeuchtigkeit eine Trauung gefeiert. Gäste, Organistin, Brautpaar und ich, wir waren schon vor der Feier einmal gut durchgeschwitzt. Und doch hatte ich überhaupt nicht den Eindruck, dass die Hitze die gute Stimmung trübte. Mit den Liederheften fächerten sich die Mitfeiernden etwas Luft zu und für mich lag ein kleiner Stapel Papiertücher neben dem Messbuch. Die Organistin spielte ein paar Strophen weniger als geplant und ich verkürzte meine Predigt. Das Brautpaar aber sprach mitten in dieser ungewöhnlichen Situation mit einer Herzlichkeit und Hingabe das gegenseitige Ja-Wort, dass wahrscheinlich nicht nur ich richtig davon ergriffen war.

Und ich überlegte, ob das nicht vielleicht ein Markenzeichen und eine Stärke gerade gläubiger Menschen ist, dass sich die vermeintlich bestimmenden Umstände bei ihnen sofort relativieren, wenn es ums Wesentliche geht. Und das galt an diesem Tag nicht nur für das Brautpaar, sondern sicherlich auch für die Gäste, die durch ihre Anwesenheit und Mitfeier den beiden Neuvermählten deutlich machten: auf uns könnt Ihr Euch verlassen!

Dem Brautpaar wünsche ich an dieser Stelle noch einmal alles Gute und Gottes Segen in der Hitze oder Kälte des Alltags! Und uns allen wünsche ich, dass nicht irgendwelche Umstände, sondern das eigentlich Wichtige und Wesentliche unser Leben bestimmt.

In diesem Sinne einen sonnigen Sommer,
Propst Michael Langenfeld

Adresse

Telgte
48291

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