26/01/2025
Gebet aus dem heutigen Gottesdienst:
Gott,
manchmal wissen wir nicht, wo wir anfangen sollen zu prüfen, zu sortieren, zu entscheiden.
Dann wird uns alles zu viel. Wir wissen nicht, was gut für uns ist und was andere gerade von uns brauchen. Manchmal wissen wir ja gar nicht, was wir selbst brauchen. Dann sei du an unserer Seite. Schenke uns die nötige Energie zum Prüfen und Entscheiden und hilf uns, das Gute zu erkennen und das Böse zu meiden.
Manchmal, Gott, sind wir aber auch gar nicht bereit, etwas zu prüfen oder zu hinterfragen. Wir meinen dann, dass wir längst wissen, wie die anderen ticken, was richtig und wichtig ist und wie die Dinge zu laufen haben.
Hilf uns, einen offenen Blick für die Ideen Anderer zu entwickeln. Lass uns neugierig sein, um auch andere Sichtweisen und Lebensweisen kennenlernen zu wollen, und das Gute aus ihnen zu behalten.
In der Welt gibt es eine ganze Menge
schlechter Nachrichten:
Menschen haben Hunger. Es gibt Krieg, Anschläge, verbale und körperliche Gewaltakte an Menschen wie kürzlich in Magdeburg und Aschaffenburg.
Menschen sind auf der Flucht. Sie haben kein Zuhause mehr, weil ihr Hab und Gut dem Feuer, dem Krieg oder anderen Katastrophen zum Opfer gefallen ist. Du allein weißt, was sie an guten und liebgewordenen Dingen zurücklassen mussten und unwiderbringlich verloren haben.
Sei du bei allen diesen Menschen. Sei du bei allen, die sich viele Sorgen machen, und stelle ihnen Menschen zur Seite, die mit ihnen aushalten, was sie erdulden müssen.
Gnädiger Gott,
wir erbitten von Dir täglich die Gabe, das Gute zu fördern und dem Bösen zu wehren, die Gabe, unsere Hände zu öffnen, um Gutes zu empfangen – von Dir, Gott, und von unseren Mitmenschen, die Gabe unseren Verstand und unsere Phantasie recht zu gebrauchen, um das Gute weiterzugeben durch unsere Worte und Taten und damit dem Bösen Einhalt zu gebieten.
Barmherziger Gott,
besonders bitten wir dich heute für die Politiker*innen und Diplomat*innen, die im Nahen Osten, die eine Waffenruhe zu gestalten haben. Und wir bitten Dich für die Politiker*innen hierzulande, dass sie einen sauberen Wahlkampf führen.
Als Geschenk auf ihren Wegen erbitten wir von Dir die Gabe der Mitmenschlichkeit, der Besonnenheit und der Fairness.
Amen.