03/03/2026
Hier eine kleine Übung nach dem Geist von Der Weg von Silo – sanft, ohne Druck, besonders passend, wenn Traurigkeit da ist.
Du brauchst nur 10 Minuten.
🌿 Übung: Der dankbare Blick nach innen
1. Ankommen (2 Minuten)
Setz dich ruhig hin.
Beide Füße am Boden.
Atme langsam durch die Nase ein … und durch den Mund aus.
Lege eine Hand auf die Brust.
Sag innerlich:
„Ich bin hier. Ich laufe nicht weg.“
2. Die Traurigkeit anschauen (3 Minuten)
Lade die Traurigkeit ein – aber nur so viel, wie gerade erträglich ist.
Frag dich sanft:
Wo spüre ich sie im Körper?
Hat sie eine Form? Eine Farbe?
Ist sie schwer? Eng? Kalt?
Nicht analysieren. Nur wahrnehmen.
Wenn es zu stark wird: zurück zum Atem.
3. Der innere Dank (3 Minuten)
Jetzt kommt der entscheidende Schritt.
Sag innerlich – auch wenn es sich zuerst ungewohnt anfühlt:
„Danke, dass du mir zeigst, dass mein Herz lebt.“
„Danke, dass du mir zeigst, was mir wichtig ist.“
„Danke, dass du mich wach machst.“
Es geht nicht darum, den Schmerz schönzureden.
Sondern ihn als Lehrer zu erkennen.
4. Öffnung (2 Minuten)
Stell dir vor, hinter der Traurigkeit gibt es einen kleinen Raum aus Licht oder Wärme.
Nicht groß.
Nur ein Punkt.
Atme dorthin.
Und sag:
„Ich bin größer als diese Traurigkeit.“
🌅 Nachklang
Wenn du fertig bist, steh nicht sofort auf.
Spür deine Füße.
Schau dich im Raum um.
Vielleicht merkst du: Traurigkeit ist nicht verschwunden –
aber sie ist nicht mehr dein Feind.