20/05/2026
Das Imposter Syndrom beschreibt die Überzeugung, den eigenen Erfolg nicht verdient zu haben. Trotz Kompetenz, trotz Erfahrung, trotz Ergebnissen.
Die Angst, entlarvt zu werden, begleitet jede Leistung.
Was viele nicht wissen:
Bei adoptierten Menschen hat dieses Muster eine eigene Dynamik.
Frühe bindungs Unterbrechungen trägen das Nervensystem. Der Körper speichert: Zugehörigkeit ist nicht selbstverständlich. Sie muss verdient werden. Daraus entwickelt sich ein Muster, dass weit über berufliche Unsicherheit hinausgeht.
Leistung wird zum Regulationmechanismus für einen Grundgefühl, dass viel älter ist als jeder Job.
Das Ergebnis: Lob wird abgewehrt. Erfolge werden auf Zufall geschoben und egal, wie viele Beweise es gibt sie reichen nie, um das innere Narrativ zu verändern.
Ich selbst kann bis zum heutigen Tag nicht glauben, dass das, was ich in die Welt transportiere mein Wissen, dass ich an die Menschen weitergebe, tatsächlich von Relevanz sein soll.
Auch erfolgreiche Events kann ich nicht als Erfolg fühlen, sondern bin in erster Linie froh, dass sie hinter mir liegen.
Ich habe keinen Zugang zu meinem eigenen Gefühl, erfolgreich zu sein.
Außerdem warte ich unbewusst auch immer wieder auf negative Rückmeldungen und die Bestätigung, dass alles, was ich zu geben habe,nichts bringt.
Bis jetzt war ich mit meiner Arbeit immer erfolgreich und trotzdem warte ich innerlich auf den Tag, an dem mir dieser Irrtum bestätigt wird.
Spannend oder ? und auch ein bisschen Crazy.
Vor allem, wenn Menschen um mich herumbegeistert sind und sich freuen, mir gratulieren oder mich anerkennen, ich sage danke, aber ich fühl es nicht.
Erst wenn ich mir die Zeit dafür nehme, in Ruhe Kontakt zu mir aufzunehmen, erahne ich, was doch da zu sein scheint.
Das Imposter Syndrom ist bei adoptierten kein Karriereproblemen. Es ist ein Bindungsthema.
Und der erste Schritt ist, genau das zu erkennen.
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