Katholikenrat Bistum Fulda

Katholikenrat Bistum Fulda Der Katholikenrat repräsentiert als gewähltes Gremium die katholischen Laien im Bistum Fulda.

Der Katholikenrat im Bistum Fulda repräsentiert als gewähltes Gremium die katholischen Laien im Bistum Fulda. Er ist ein Zusammenschluss der Delegierten der Pfarrgemeinderäte, der katholischen Verbände und weiterer Persönlichkeiten aus Kirche, Gesellschaft und Institutionen des Laienapostolates. Die Mitglieder des Katholikenrates werden von den Pfarrgemeinderäten in Wahlbezirken und von den kathol

ischen Verbänden auf Bistumsebene für die Dauer von jeweils 4 Jahren gewählt. Zurzeit (2012) gehören dem Katholikenrat 54 Frauen und Männer aus allen Teilen des Bistums an, von Hanau bis Kassel und von Marburg bis Geisa in Thüringen. Er vertritt die ca. 400.000 Katholiken des Bistums in 243 Pfarreien. Der Katholikenrat ist das vom Bischof anerkannte Organ im Sinne des Konzilsdekretes über das Apostolat der Laien. Die Mitglieder des Katholikenrates beraten und beschließen unabhängig und eigenverantwortlich. Mit seinen demokratischen Strukturen bietet er vielfältige Mitwirkungsmöglichkeiten. Zum wesentlichen Auftrag der Mitgestaltung gehört es, die Entwicklungen im gesellschaftlichen, staatlichen und kirchlichen Leben zu beobachten, den Bischof und die Bistumsverwaltung zu beraten und orientiert an den grundlegenden Werten des Evangeliums Stellung zu beziehen. Der Katholikenrat versteht seine Arbeit als Teil des Pastoralen Prozesses "um der Menschen willen gemeinsam auf der Suche nach Gott", der die Erneuerung der Pastoral im Bistum Fulda zum Ziel hat. Dieser Prozess steht für die Verwirklichung der Kirche als Communio, die gekennzeichnet ist von den Prinzipien des Teilens und der Gemeinschaft.

Als „starkes Zeichen für eine Kirche, die die Herausforderungen der Gegenwart erkennt und sich konstruktiv einmischt“ wü...
25/05/2026

Als „starkes Zeichen für eine Kirche, die die Herausforderungen der Gegenwart erkennt und sich konstruktiv einmischt“ würdigt die Präsidentin des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Dr. Irme Stetter-Karp, die heute veröffentlichte Enzyklika „Magnifica Humanitas“. „Im Zeitalter der künstlichen Intelligenz geht es mehr denn je um den Menschen. Das sagt Papst Leo XIV. mit jedem Satz. Der Mensch muss Verantwortung für die Entwicklung, Nutzung und Zukunft der KI übernehmen. Das technisch Mögliche einfach zu tun, es nicht zu bewerten, betrachtet er als eine der größten Gefahren des 21. Jahrhunderts. Für mich ist eine seiner stärksten Aussagen: ‚Wir können KI nicht als moralisch neutral betrachten.‘“

Die Enzyklika beziehe ihre Stärke daraus, dass Papst Leo XIV. es unterlasse, allgemeine Appelle an die Ethik zu richten „Der Papst wird sehr konkret, indem er angemessene rechtliche Rahmenbedingungen, eine unabhängige Aufsicht, die Aufklärung der KI-Nutzer und einen politischen Raum fordert, der sich seiner Verantwortung nicht entzieht. Zu diesem politischen Raum gehört für ihn der öffentliche Diskurs darüber, wie wir künftig leben wollen und welche Werte uns – und damit auch die KI – leiten. Es ist gut“, so Stetter-Karp, „dass er dabei die Kirche nicht nur als Lehrende, sondern als Lernende in den Blick nimmt, dass er sie in einem Diskurs auf Augenhöhe mit anderen Playern einführt, dass er vor allem darauf verweist, dass die Kirche selbst Kritik nötig habe und sich durch sie verbessere“.

Messerscharf analysiere Papst Leo „die toxische Verbindung von technischer Macht und Herrschaftsanspruch“, sagt Prof. Alexander Filipović, Lehrstuhlinhaber für Christliche Sozialethik an der Universität Wien und Mitglied des ZdK. „Sie begegnet uns in der Gegenwart – gerade in Zeiten antiliberaler Politik – besorgniserregend oft. Wo Tech-Milliardäre, wie derzeit in den USA, zu nah an die politische Macht herankommen, droht ein antidemokratischer Tech-Totalitarismus.“ Der Papst mache klar, dass zu den Gütern, die für alle bestimmt seien, heute auch „die neuen Formen des Eigentums zählen: Patente, Algorithmen, digitale Plattformen, technologische Infrastrukturen, Daten“. KI gemeinwohlorientiert zu gestalten, sie ‚der Logik des bewaffneten Wettbewerbs zu entziehen, der heute nicht mehr nur militärischer, sondern auch wirtschaftlicher und kognitiver Natur ist‘, erweist sich somit als die zentrale Herausforderung unserer Zeit.“

„Es ist die besondere Stärke eines Papstes mit US-amerikanischer Herkunft, dass er die Werte des Christentums mit Werten, die eine liberale Demokratie kennzeichnen, bei der Bewertung von Künstlicher Intelligenz in direkte Verbindung setzt“, so Stetter-Karp. „Unveräußerliche Menschenrechte, Rechtsstaatlichkeit, Schutz von vulnerablen Gruppen und Individuen sind für ihn selbstverständliche und wertvolle Begriffe. Dass er die Enzyklika heute nicht nur persönlich, sondern unter anderem im Beisein des KI-Forschers und Trump-Kritikers Christopher Olah vorgestellt hat, signalisiert, wie leidenschaftlich und zugleich durchdacht dieser Papst sein Profil setzt. Er steht für die Bewahrung des Menschlichen, die er konkret buchstabiert.“

Diese Bewahrung des Menschlichen als Grundmotiv der Sozialethik lege Leo XIV. durch den Bezug auf vorausgehende Sozialenzykliken dar, so Alexander Filipović. „Er hat ‚Magnifica Humanitas‘ bereits am 15. Mai unterschrieben, damit stellt er eine direkte Verbindung zur Mutter aller Sozialenzykliken – ‚Rerum Novarum‘ von Mai 1891 – her. Und damit auch zu Leo XIII. Er würdigt dessen Aussagen zu den ‚neuen Dingen‘, zur Notwendigkeit, eine gerechte Gesellschaft unter den Bedingungen der Industrialisierung herzustellen. Zugleich macht Leo XIV. deutlich, dass die Herausforderung im 21. Jahrhundert eine wiederum neue ist: Künstliche Intelligenz in ihrer Auswirkung auf Wahrheit, Arbeit und Freiheit.“

Es sei allerdings leichter gesagt als getan, in diesen Zeiten „eine Stadt zu bauen, in der Gott und die Menschheit gemeinsam wohnen“, wie der Papst es fordere, so Stetter-Karp. Einem neuen Turmbau zu Babel zu widerstehen, wie Leo XIV. es in den ersten Sätzen der Enzyklika ins Bild fasse, setze voraus, „die eigene Urteilskraft zu erhalten und täglich neu auszubauen. Das ist in der Allgegenwart Künstlicher Intelligenz eine große Aufgabe. Wir brauchen dazu eine Form von Bildung, die das Neue beständig zu bewerten weiß. Das ist eine riesige Herausforderung für Kindergarten, Schule, Ausbildungsbetriebe und Universitäten.“

Stetter-Karp zeigt sich zugleich dankbar dafür, „dass der Papst mit diesem Schreiben die katholische Soziallehre als zukunftsweisend markiert. Wir als Vertretung der katholischen Zivilgesellschaft in Deutschland fühlen uns von Leo XIV. damit gestützt. Und wir sehen uns vor der Aufgabe, die Art des durch ihn nun weltweit angestoßenen Diskurses über Künstliche Intelligenz mitzutragen und in seinem Sinne voranzutreiben.“ Quelle

„Ein Sozialstaat, der befähigt, ist jeden Euro wert“ Das Zentralkomitee der deutschen Katholiken warnt vor sozialpolitis...
22/05/2026

„Ein Sozialstaat, der befähigt, ist jeden Euro wert“ Das Zentralkomitee der deutschen Katholiken warnt vor sozialpolitischer Debatte unter dem Diktat des Kostendrucks —— Zur beginnenden Konferenz der Jugend- und Familienminister der Länder in Frankfurt am Main warnt das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) davor, Sozialpolitik unter das Diktat des Kostendrucks geraten zu lassen. „Frühe Hilfen, Jugendsozialarbeit, Jugendarbeit und Familienberatung sind keine beliebigen Leistungen, sondern unverzichtbare soziale Infrastruktur“, sagt ZdK-Präsidentin Dr. Irme Stetter-Karp. Wer hier falsch spare, verlagere Probleme in die Zukunft und riskiere höhere soziale, menschliche und finanzielle Folgekosten.
Es brauche eine faire und dauerhafte Finanzierung, so Stetter-Karp. „Kommunen dürfen nicht zu Mangelverwalterinnen des Sozialstaats werden.“ Die Debatte über die Zukunft des Sozialstaats berühre Grundfragen des gesellschaftlichen Zusammenhalts und der Demokratie – es gehe darum, „wie unser Gemeinwesen auch in Zeiten knapper Ressourcen solidarisch, gerecht und handlungsfähig bleibt“.
In der vergangenen Woche hatte das ZdK auf seiner Vollversammlung in Würzburg mit überwältigender Mehrheit den Beschluss „Teilhabe aller fördert Zusammenhalt und Demokratie“ gefasst. Die Forderung: konsequent in einen Sozialstaat zu investieren, der Menschen früher, einfacher und wirksamer in die Lage versetzt, ihr Leben selbst zu gestalten.
Ein starker Sozialstaat sei kein Gegensatz zu Freiheit, Verantwortung oder wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit, sagt Michael Wedell, Sprecher des ZdK-Sachbereichs Wirtschaft und Soziales. „Im Gegenteil: Ein Sozialstaat, der befähigt, ist jeden Euro wert.“ Er schaffe Voraussetzungen dafür, „dass Menschen gut gebildet sind, ihre Freiheit wahrnehmen und sich mit ihren Fähigkeiten einbringen können“ – und sei damit Ausdruck gelebter Solidarität, Beitrag zum Gemeinwohl und Grundlage wirtschaftlicher Stärke.
Gute Sozialpolitik helfe Menschen, bevor sich Notlagen verfestigt hätten, so Stetter-Karp. Frühzeitig, verlässlich und wirksam unterstützt zu werden sei entscheidend – für Kinder und Jugendliche, Familien, Menschen mit Behinderung, Pflegebedürftige und alle, die von Armut oder Ausgrenzung bedroht seien. „Teilhabe darf nicht davon abhängen, wo ein Mensch lebt und wie angespannt die kommunale Haushaltslage ist.“

🔥 Recap:🗣 Die Mitglieder der neugebildeten  Projektgruppe "Best Practices für mehr Leben vor Ort" haben in ihrer ersten ...
21/05/2026

🔥 Recap:

🗣 Die Mitglieder der neugebildeten Projektgruppe "Best Practices für mehr Leben vor Ort" haben in ihrer ersten Sitzung über den Umgang mit Kirchenaustritten in den Pfarreien diskutiert.

🤝🏻 Da eine geringe Mitgliederbindung eine Hauptursache für die weiterhin hohen Austrittszahlen darstellt, möchte die Gruppe gelungene Beispiele für "mehr Leben vor Ort" zusammenstellen und den Pfarrgemeinden zur Verfügung stellen.

Bistum Fulda: Begegnung, Gespräche und geistliche Impulse beim   in Würzburg ****** Begegnung, Zuhören und gemeinsame Ve...
18/05/2026

Bistum Fulda: Begegnung, Gespräche und geistliche Impulse beim in Würzburg ****** Begegnung, Zuhören und gemeinsame Verantwortung prägten die Beteiligung des Bistums Fulda am 104. Deutschen Katholikentag unter dem Leitwort „Hab Mut, steh auf“. In Würzburg war das Bistum Fulda auf der Kirchenmeile mit einem Mutmacher-Pavillon als offener Gesprächsort präsent. Bischof Dr. Michael Ge**er brachte sich zudem bei einer stark besuchten Podiums-Diskussion über gesellschaftlichen Zusammenhalt, bei Gottesdiensten sowie einem ökumenischen Pilgerweg ein. Immer wieder ging es um die Frage, wie Kirche Menschen ermutigen und miteinander ins Gespräch bringen kann.

Mehrere tausend Menschen besuchten Veranstaltungen mit Beteiligung des Bistums Fulda während des Katholikentags in Würzburg. Besonders große Resonanz erlebte die Podiums-Diskussion „Gespaltene Gesellschaft, geeinte Haltung“ mit Elke Büdenbender und Bischof Dr. Michael Ge**er sowie dem Politikwissenschaftler Prof. Dr. Marcel Lewandowsky und Frieda Himstedt von der Katholischen Akademie des Bistums Hildesheim in Hannover. Im Mittelpunkt standen Fragen nach gesellschaftlichem Zusammenhalt, demokratischer Kultur und der Verantwortung von Kirche in polarisierten Zeiten. Auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier verfolgte die Diskussion in der mit 800 Besucherinnen und Besuchern restlos gefüllten St. Johannis-Kirche.

Bischof Ge**er betonte in verschiedenen Gesprächen und Veranstaltungen immer wieder, wie wichtig konkrete Begegnungen und Erfahrungsräume seien. Gesellschaftlicher Zusammenhalt entstehe dort, wo Menschen gemeinsame emotionale Erfahrungen machen, einander zuhören, Verantwortung übernehmen und den Blick füreinander offenhalten. Dabei verband Ge**er gesellschaftliche Debatten immer wieder mit persönlichen Erfahrungen, geistlichen Perspektiven und konkreten Lebensgeschichten.

Räume für Begegnung

Auf der Kirchenmeile entwickelte sich der Mutmacher-Pavillon des Bistums Fulda zu einem viel besuchten Treffpunkt. Zahlreiche Ehrenamtliche und Engagierte gestalteten den Stand und kamen mit Besucherinnen und Besuchern ins Gespräch. Viele blieben an der begehbaren Litfaßsäule mit persönlichen Mutmacher-Zitaten stehen, lasen die Aussagen oder tauschten eigene Erfahrungen aus. Manche fragten gezielt nach den Menschen hinter den Zitaten. Einige von ihnen gehörten tatsächlich zum ehrenamtlichen Team vor Ort.

Eine ehrenamtliche Mitarbeiterin mit Barista-Ausbildung bereitete Kaffee für Gäste zu. Stehtische, kleine Mutmacher-Karten und Gespräche in entspannter Atmosphäre luden zum Verweilen ein. Viele Besucherinnen und Besucher nutzten den Pavillon als Ort des Austauschs und der Begegnung. Auch Bundestagspräsidentin Julia Klöckner und ZdK-Vizepräsident Thomas Söding besuchten den Stand des Bistums Fulda.

Bischof Dr. Michael Ge**er kam gemeinsam mit Sabine Kropf-Brandau, Pröpstin des Sprengels Hanau-Hersfeld der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, spontan zum Mutmacher-Pavillon und tauschte sich dort mit Mitarbeitenden und Gästen aus. Beide würdigten das Engagement der Ehrenamtlichen, die den Stand während des Katholikentags gestaltet und begleitet hatten.

Mut und Verantwortung

Am Stand des Bistums Fulda fanden mehrere Gesprächsformate statt. Simone Twents sprach mit Generalvikar Dr. Martin Stanke und Dr. Annette Stechmann, Abteilungsleiterin Kirchliches Leben, über die Frage, was Menschen Mut macht und wie Zusammenhalt wachsen kann. Später diskutierten Sebastian Bleek und die Vorsitzende des Katholikenrates im Bistum Fulda, Stefanie Klee, über Verantwortung, Glauben und gesellschaftliches Engagement.

Generalvikar Stanke betonte dabei die Bedeutung des Dialogs und der Synodalität. Möglichst viele Menschen sollten gemeinsam den Weg der Kirche mitgehen. Dr. Stechmann hob hervor, dass Mut auch bedeute, Gott im Hier und Jetzt zu suchen und Verantwortung zu übernehmen. Immer wieder stand die Frage im Mittelpunkt, wie Kirche Menschen stärken und miteinander ins Gespräch bringen kann.

Gemeinsam unterwegs

Beim ökumenischen Pilgerweg der Schönstatt-Bewegung führte der Weg von St. Johannis durch den Residenzgarten bis nach St. Peter und Paul. Unter dem Leitwort „Meine Seele preist die Größe des Herrn“ nahmen Pröbstin Sabine Kropf-Brandau und Bischof Dr. Michael Ge**er die Begegnung von Maria und Elisabeth in den Blick. Die Teilnehmenden gingen zunächst schweigend und kamen anschließend miteinander darüber ins Gespräch, wo ihnen während des Katholikentags Gott begegnet war und welche Begegnungen sie ermutigt hatten.

Pröbstin Kropf-Brandau deutete die Begegnung von Maria und Elisabeth als Bild dafür, dass Gottes Geist in konkreten Begegnungen erfahrbar wird. Nicht zuerst Grenzen oder Unterschiede standen im Mittelpunkt, sondern der Zuspruch: „Gesegnet bist du.“ Bischof Ge**er schlug beim Abschluss den Bogen zur Urkirche. Die ersten Christinnen und Christen seien selbst von Krise, Unsicherheit und dem Verlust Jesu geprägt gewesen. Dennoch seien sie nicht bei sich selbst stehen geblieben, sondern hätten den Blick für andere geöffnet. Gerade daraus wachse Hoffnung und neue Gemeinschaft.

Hoffnung in Krisen

Besonders bewegt zeigte sich Bischof Ge**er auch vom Familiengottesdienst im Neumünster unter dem Motto „Fürchte dich nicht, denn ich bin mit dir“. Zahlreiche Kinder gestalteten den Gottesdienst aktiv mit. Bundestagspräsidentin Julia Klöckner trug die Lesung und einen geistlichen Impuls vor.

Während der Predigt sprach Ge**er über seine eigene Krebserkrankung und über einen Kauz, der ihn während dieser Zeit am Fenster seines Krankenzimmers besucht hatte. Als Zeichen dafür brachte er einen Plüsch-Kauz mit, den ihm die fünfjährige Elisabeth aus Fulda geschenkt hatte. Der Bischof rief dazu auf, Gottes Zeichen wahrzunehmen und darauf zu vertrauen, dass Menschen auch in Krisenzeiten nicht allein sind.

Den Menschen zugewandt

Auch in einem Gespräch mit Kerstin Leitschuh am Stand des Bistums Fulda griff Ge**er die Frage auf, wie Kirche Menschen in schwierigen Lebenssituationen begleiten kann. Kirche müsse besonders dort präsent sein, wo Menschen Krisen erleben, sagte der Fuldaer Bischof. Es brauche den Mut, neue Schwerpunkte zu setzen und den Blick besonders auf Menschen zu richten, die Unterstützung, Schutz und Orientierung brauchen.

Ge**er dankte allen Engagierten, die den Katholikentag mitgetragen und gestaltet haben. Viele Begegnungen in Würzburg hätten gezeigt, wie wichtig Orte seien, an denen Menschen miteinander sprechen, Erfahrungen teilen und Verantwortung füreinander übernehmen.

Der nächste Deutsche Katholikentag findet vom 24. bis zum 28. Mai 2028 in Paderborn statt.

Quelle/Fotos: Bistum Fulda

Über 70.000 Menschen besuchen den 104. Deutschen   „Es war der größte Katholikentag seit 2018. Das Leitwort ‚Hab Mut, st...
17/05/2026

Über 70.000 Menschen besuchen den 104. Deutschen „Es war der größte Katholikentag seit 2018. Das Leitwort ‚Hab Mut, steh auf!‘ hat offenbar den Nerv getroffen. Ein Katholikentag des Engagements und des Zusammenhalts geht heute zu Ende, der mir auch ganz persönlich Mut macht“, sagte die Präsidentin des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Dr. Irme Stetter-Karp, am Sonntag zum Abschluss des Glaubensfestes in Würzburg.

Es sei ein Katholikentag gewesen, bei dem viele ihre klare Haltung zum Ausdruck gebracht hätten, so Stetter-Karp weiter. „Wir wollen eine gerechte, eine solidarische und eine offene Gesellschaft. Die Demokratie in unserem Land ist uns sehr viel wert. Wir sind bereit, sie zu verteidigen. Unser tiefer Antrieb dazu kommt aus unserem Glauben an einen liebenden Gott, der uns Auferstehung auch mitten im Leben schenken kann. Schon morgen können Glaube, Hoffnung und Liebe gewinnen! Hass und Hetze, Mut- und Lieblosigkeit werden verlieren, wenn wir uns im Alltag wechselseitig Kraft und Energie geben, um das Richtige zu tun. Brechen wir also auf!“

Bischof Dr. Heiner Wilmer, Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz sagte: „Würzburg hat gezeigt: Wir sind gemeinsam unterwegs, jeder und jede mit seinem Charisma. Die Brücken über den Main sind sinnbildlich für unseren kirchlichen Weg zu verstehen. Wir müssen Brücken bauen, um andere zu erreichen. Deshalb ist es gut, dass dieser Katholikentag starke politische Statements gesetzt und ein unmissverständliches Bekenntnis zur Demokratie abgelegt hat. Wir als Kirche werden auch weiterhin unsere auf einer christlichen Wertebasis errungene Freiheit und Demokratie schützen, gegen alle Parolen, die uns anderes verheißen wollen. Hab Mut, steh auf! Das ist ein Ansporn für jeden von uns, auch für mich. Von Würzburg gehe ich mit Zuversicht und Gottvertrauen in die Zukunft. Und ich freue mich, dass wir in unserem kirchlichen Leben weitere Brücken zum nächsten Katholikentag nach Paderborn schlagen werden.“

Bischof Dr. Franz Jung legte den Fokus auf die Atmosphäre des Katholikentags, der echte Begegnung gefördert habe: „In den Veranstaltungen mit den Vertreterinnen und Vertretern des politischen Lebens habe ich stets eine gegenseitige Wertschätzung gespürt und vor allem ein Interesse daran, miteinander wirklich in Austausch zu kommen. Wenn heute immer wieder gefordert wird, die Demokratie zu stärken, bin ich überzeugt, dass dieser Katholikentag eine sehr wertvolle Plattform war, die Menschen zu einem konstruktiven Dialog darüber zusammenzubringen.“ Er freue sich auch, dass das Interesse der Besucherinnen und Besucher an den vielen geistlichen und liturgischen Angeboten riesig“ gewesen sei. „Dass hier in Würzburg erstmals der Vorsitzende des Zentralrats der Juden in Deutschland an einem Großgottesdienst zum Katholikentag mitgewirkt hat“, sei ihm sehr zu Herzen gegangen. „Ich bin Herrn Dr. Josef Schuster und allen Beteiligten sehr dankbar, dass wir in diesen Tagen so starke Zeichen der interreligiösen Verbundenheit setzen konnten.“

„Rund 34.000 Menschen“ hätten ein Ticket zum Katholikentag erworben, sagte dessen Geschäftsführer Roland Vilsmaier. „Darüber hinaus waren 40.000 bei Veranstaltungen ohne Ticketbindung sowie auf der Kirchenmeile unterwegs.“ Vilsmaier lobte die große Bereitschaft der Würzburger und des Umlands, Gäste bei sich aufzunehmen. „Fast 700 Gastgeberinnen und Gastgeber haben wir gefunden, die 2500 Übernachtungsmöglichkeiten zur Verfügung gestellt haben. Würzburg, wir sagen Danke!“

„Unser Leitwort war der Protagonist unseres Katholikentags“, fasste ZdK-Generalsekretär Marc Frings zusammen. „Es wurde wieder und wieder aufgegriffen – auf unseren Podien, in den Workshops, bei Gesprächen auf der Kirchenmeile, bei den vielen spirituellen Angeboten.“ Es sei „ein breit aufgestellter Katholikentag“ gewesen. „Wir haben säkularen Wertepartnern Bühnen und Plätze auf der Kirchenmeile gegeben. Wir haben auch jenen eine Mitwirkung geboten, mit denen wir binnenkirchlich möglicherweise wenig Überschneidungen haben. Das macht uns nicht beliebig, sondern gesprächsoffen.“

Frings nannte drei persönliche Highlights aus dem Kulturprogramm, das in Würzburg einen prominenten Platz einnahm: „Susanne Wagners Installation ‚Schmerzpunkt‘, das Gewinner-Projekt unseres Künstlerwettbewerbs zum Umgang mit Missbrauch und Vertuschung. Die Performance von Emanuella Amichai, Mohammad Kundos und Bernhard Stengele zum Nahost-Konflikt. Und ein 120 Quadratmeter großes Wandgemälde, das innerfields aus Berlin realisiert hat. ‚Unser großes Bild der Zukunft‘ ist sein Titel. Mein persönliches Bild der nahen Zukunft ist ein zuversichtliches. Meine Stimme ist fast weg und mein Herz ist ziemlich voll. Danke!“ Quelle zdk Foto Leitschuh

Pater Joshy George Pottackal O. Carm.,  Weihbischof des Bistums Mainz, war heute beim Stand des Bistums Fulda. Ein
16/05/2026

Pater Joshy George Pottackal O. Carm., Weihbischof des Bistums Mainz, war heute beim Stand des Bistums Fulda. Ein

Heute war Bischof Dr. Michael Ge**er Talkgast beim Stand des Bistums Fulda auf dem  . Kerstin Leitschuh sprach mit ihm ü...
16/05/2026

Heute war Bischof Dr. Michael Ge**er Talkgast beim Stand des Bistums Fulda auf dem . Kerstin Leitschuh sprach mit ihm über Mut im Glauben, Krisen, Leben und der Gesellschaft.

Bischof Dr. Michael Ge**er diskutiert auf prominent besetztem Podium beim   über Polarisierung und Demokratie * Zusammen...
16/05/2026

Bischof Dr. Michael Ge**er diskutiert auf prominent besetztem Podium beim über Polarisierung und Demokratie * Zusammenhalt wächst dort, wo Menschen zuhören, Haltung zeigen und konkrete Erfahrungen gemeinsamer Verantwortung machen. Diese Grundlinie prägte beim Katholikentag in Würzburg das Podium „Gespaltene Gesellschaft, geeinte Haltung“, das mehr als 800 Menschen besuchten. Unter den Zuhörenden war auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Steinmeiers Ehefrau Elke Büdenbender, der Fuldaer Bischof Dr. Michael Ge**er, Prof. Dr. Marcel Lewandowsky und Frieda Himstedt warben für demokratische Gesprächskultur, klare Werte und neue Erfahrungsräume.

Bischof Dr. Michael Ge**er hat beim 104. Deutschen Katholikentag in Würzburg betont, dass Kirche Orte schaffen müsse, an denen Menschen Würde, Selbstwirksamkeit und Verantwortung für andere erleben. Gerade in Krisen und Verlusterfahrungen komme es darauf an, sich nicht über Kränkungen zu definieren, sondern über das Potenzial, das Menschen geschenkt sei, sagte Ge**er während der Podiumsdiskussion „Gespaltene Gesellschaft, geeinte Haltung“.

Großes Interesse

Das Interesse an der Podiumsdiskussion über Polarisierung, Demokratie und gesellschaftlichen Zusammenhalt war so groß, dass zeitweise keine weiteren Besucherinnen und Besucher mehr in die evangelische Kirche St. Johannis in Würzburg eingelassen werden konnten.

Unter dem Titel „Gespaltene Gesellschaft, geeinte Haltung“ diskutierten Elke Büdenbender, Juristin und Ehefrau des Bundespräsidenten, Bischof Dr. Michael Ge**er, Bischof von Fulda und stellvertretender Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz, Prof. Dr. Marcel Lewandowsky und Frieda Himstedt, Referentin für historisch-politische Bildung an der Katholischen Akademie des Bistums Hildesheim, beim 104. Deutschen Katholikentag über gesellschaftliche Polarisierung, demokratische Kultur und die Frage, wie Menschen in Krisenzeiten gesprächsfähig bleiben können.

Der Politikwissenschaftler Prof. Dr. Marcel Lewandowsky widersprach dabei der Wahrnehmung einer vollständig polarisierten Gesellschaft. In vielen Sachfragen liege die Gesellschaft näher beieinander als häufig angenommen, sagte der Politikwissenschaftler. Problematisch sei jedoch eine zunehmende „affektive Polarisierung“: Dabei gehe es weniger um konkrete politische Inhalte als um starke Abwertung und Abschottung zwischen gesellschaftlichen Gruppen. Viele Menschen nähmen Politik und Gesellschaft dauerhaft als krisenhaft wahr und hätten den Eindruck, dass politische Institutionen Probleme nicht mehr lösen könnten. Populistische Bewegungen griffen diese Gefühle hingegen gezielt auf.

Zuhören lernen

Elke Büdenbender warb für Zuhören, Nachfragen und klare Haltung. Haltung zu zeigen, bedeute zugleich, andere Menschen ernst zu nehmen, ihre Erfahrungen zu erfragen und im Gespräch zu bleiben, statt sich vorschnell voneinander abzugrenzen. Mit Blick auf soziale Netzwerke im Internet sprach sie sich dafür aus, digitale Plattformen stärker in die Verantwortung zu nehmen. Freiheit bedeute immer auch Verantwortung für andere Menschen und für das gesellschaftliche Zusammenleben.

Frieda Himstedt betonte die Bedeutung politischer Bildung und demokratischer Gesprächskultur. Zuhören müsse eingeübt werden, ebenso wie die Fähigkeit, menschenfeindlichen Positionen zu widersprechen, ohne jede Beziehung abzubrechen. Menschen könne man annehmen, ohne ihre populistischen Positionen unwidersprochen zu lassen.

Erfahrungsräume schaffen

Bischof Dr. Michael Ge**er betonte, dass demokratische Haltung und gesellschaftlicher Zusammenhalt nicht abstrakt entstünden, sondern in konkreten Erfahrungsräumen wachsen müssten. Gerade kirchliche Kinder- und Jugendarbeit könne jungen Menschen Schlüsselerfahrungen ermöglichen, in denen sie Selbstwirksamkeit und Verantwortung für andere erlebten. Als Beispiel verwies Ge**er auf ehrenamtliches Engagement beim Katholikentag sowie auf die bevorstehende „72-Minuten-Aktion“ im Zusammenhang mit dem bundesweiten Ehrentag, den Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zum Geburtstag des Grundgesetzes ausgerufen hat.

Es brauche Erfahrungen, in denen Menschen konkret erlebten: „Es lohnt sich, sich für andere Menschen einzusetzen“, unterstrich Ge**er. Solche Erfahrungen könnten helfen, über das eigene Umfeld und die eigene Gruppe hinauszudenken. Zugleich machten Begegnungen mit konkreten Menschen und Biografien gesellschaftliche Debatten greifbarer. Auch er selbst habe in Gesprächen, etwa im Kontext des Synodalen Weges, Fragen anders wahrgenommen, wenn sie nicht abstrakt geblieben, sondern mit persönlichen Erfahrungen verbunden gewesen seien.

Werte ordnen

Mit Blick auf rechtspopulistische und abschottende Positionen machte Ge**er deutlich, dass es aus christlicher Sicht nicht nur um einzelne politische Streitfragen gehe, sondern um die Ordnung der Werte. Menschenwürde, soziale Gerechtigkeit und Verantwortung über das eigene Kollektiv hinaus seien grundlegende universale Werte. Andere Anliegen wie Heimat oder Sicherheit könnten ebenfalls Bedeutung haben, dürften aber nicht an die erste Stelle treten. „Schutz der Heimat vor Fremden ist kein universaler Wert“, sagte Ge**er. Wenn ein solcher Schutzgedanke zum obersten Maßstab werde, würden universale Werte nachrangig.

Darin liege für ihn ein „kategorialer Unterschied“ zu rechtspopulistischen Positionen, sagte Ge**er. Bei demokratischen Parteien gebe es trotz unterschiedlicher Schwerpunkte gemeinsame Anknüpfungspunkte und ein Ringen um Fragen wie soziale Gerechtigkeit, Schöpfungsverantwortung oder Menschenwürde. Wo jedoch Abschottung und Ausgrenzung an die Stelle universaler Verantwortung träten, gehe es um eine andere Kategorie des Dialogs.

Die Deutsche Bischofskonferenz habe sich in dieser Frage bewusst klar positioniert, sagte Ge**er. Trotz unterschiedlicher Einschätzungen in vielen anderen Themen gebe es hier eine gemeinsame und einstimmig getragene Linie.

Würde stärken

Ge**er sprach auch über persönliche und gesellschaftliche Erfahrungen von Verlust und Krise. Viele Menschen erlebten gegenwärtig Verunsicherung, Kränkungen und die Sorge, Kontrolle zu verlieren. Entscheidend sei jedoch, sich nicht über solche Erfahrungen zu definieren, sondern über die eigene Würde und das Potenzial, das Menschen geschenkt sei.

Auch Kirchengemeinden stünden vielfach vor schmerzlichen Veränderungen und Verlusterfahrungen, sagte Ge**er mit Blick auf notwendige Strukturveränderungen. Gerade dann stelle sich neu die Frage, welchen Auftrag Kirche und christlicher Glaube heute konkret in der Gesellschaft hätten. Mit Blick auf das bevorstehende Pfingstfest warb Ge**er dafür, nicht in Angst oder Abschottung zu verharren. Christlicher Glaube bedeute, aufzustehen, Verantwortung zu übernehmen und sich für das Gemeinwohl einzusetzen.

Impulse aus dem Publikum

Veranstaltet wurde das Podium von der Arbeitsgemeinschaft katholisch-sozialer Bildungswerke in der Bundesrepublik Deutschland (AKSB), der Arbeitsgemeinschaft katholischer Akademien in Deutschland sowie der Katholischen Erwachsenenbildung Deutschlands. Begrüßt wurden die Teilnehmenden unter anderem vom AKSB-Vorsitzenden Gunter Geiger, zugleich Direktor der Katholischen Akademie des Bistums Fulda.

Moderiert wurde das Podium von Katja Sinko. Fragen und Impulse aus dem Publikum brachten AKSB-Geschäftsführerin Andrea Rühmann und Niklas Wagner als „Anwältin und Anwalt des Publikums“ in die Diskussion ein.





Infokasten

Das Bistum Fulda beim Katholikentag

Der 104. Deutsche Katholikentag findet vom 13. bis 17. Mai 2026 in Würzburg statt. Das Bistum Fulda ist mit einem eigenen Stand auf der Kirchenmeile vertreten und beteiligt sich mit zahlreichen Veranstaltungen am Programm.

Bischof Dr. Michael Ge**er wirkt unter anderem bei Gottesdiensten, Gesprächsformaten und einem ökumenischen Pilgern mit. Weitere Informationen und das vollständige Programm des Bistums Fulda beim Katholikentag gibt es im Internet unter: www.bistum-fulda.de Foto: Bistum Fulda / Burkhard Beintken

Stefanie Klee, Vorsitzende des Katholikenrats und Landtagsabgeordnete im Gespräch mit Pastoralreferent Sebastian Bleek a...
15/05/2026

Stefanie Klee, Vorsitzende des Katholikenrats und Landtagsabgeordnete im Gespräch mit Pastoralreferent Sebastian Bleek am Stand des Bistums Fulda beim
Die Gespräche greifen Fragen auf, die weit über den Katholikentag hinausreichen: Was macht Menschen Mut? Wie entsteht Vertrauen? Wie können Christinnen und Christen Verantwortung übernehmen, ohne Gegensätze auszublenden? Und wie wächst Zusammenhalt dort, wo Menschen einander wirklich begegnen? Fotos Marcus Leitschuh

Thomas Söding, Vizepräsidentin des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK) am Stand des Bistums Fulda beim
15/05/2026

Thomas Söding, Vizepräsidentin des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK) am Stand des Bistums Fulda beim

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Fulda
36037

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