28/06/2026
Gottesdienst in der Melanchthonkirche in Schauernheim mit einer Predigt von Pfr. Wolfram Kerner über den Brief des Apostel Paulus an die Gemeinde in Rom 12, 17-21: "Wenn euch jemand Unrecht tut, dann zahlt es niemals mit gleicher Münze heim. … Soweit es möglich ist und auf euch ankommt, lebt mit allen in Frieden. … Lass dich nicht vom Bösen besiegen, sondern überwinde es durch das Gute!"
Wie sollen Christen also mit dem zweifellos vorhandenen Bösen in der Welt umgehen? Paulus nennt drei Punkte, die die Gemeinde beherzigen soll, wenn ihnen Unrecht geschieht: Um Frieden herzustellen muss zuerst die Spirale und Eskalation der Gewalt wirksam unterbrochen werden. Und er ruft die Gemeinde dazu auf, mit ihren Mitmenschen in Frieden zu leben auch wenn das Bedürfnis nach Genugtuung manchmal stark ist. Jetzt sagt man so schön, dass der Klügere solange nachgibt, bis er der Dümmere ist. Oder wie man z.B. in der Politik manchmal beobachten kann, dass am Ende doch der Stärkere seine Ziele durchsetzt. Deshalb rät Paulus im Vertrauen auf Gottes Hilfe dem Bösen zu begegnen. Das klappt nicht immer sofort und manchmal bleibt auch etwas Unrecht zurück.