05/02/2020
Meine Meinung ist, dass eine Dachdeckerstunde von über 60,- € in Anbetracht der teils komplizierten Leistungen, die von gut ausgebildeten Facharbeitern erbracht werden, und die fast kein Bauherr selbst erbringen kann, als Selbstverständlichkeit angesehen werden sollten. Wenn der Bundesecklohn von 18,58 € x Faktor 3,5 genommen wird, entsteht die wunderbare Zahl von 65,- €. Eine völlig angemessene Zahl, die bis zur nächsten Preisanpassung zur Selbstverständlichkeit werden sollte. Die Kunden werden es akzeptieren, wenn sie das „Warum“ vermittelt bekommen und es verstehen, genauso wie sie es akzeptieren, dass sie in einer Cafeteria 4,- € für einen Latte Macchiato bezahlen müssen und dies auch gerne tun, für den zu Deutsch Mark Zeiten umgerechnet nur 1,25 € bezahlt werden musste. In vielen Bereichen des täglichen Lebens muss sich jeder mit Preisanpassungen auseinandersetzen, allein schon, wenn es um die eigenen Interessen geht wie beispielsweise Lohnerhöhung etc.. Es ist also nichts Außergewöhnliches. Jeder Bauherr, der auf Qualität setzt, sollte einsehen, dass Handwerkskunst nicht unter Wert verkauft werden kann. Das würde zu Lasten der Qualität gehen. Was nichts kostet, ist nichts wert! Fundierte Öffentlichkeitsarbeit, die den Kunden erreicht, wäre hilfreich, um dies der Gesellschaft zu vermitteln. Ich würde mir sehr wünschen, wenn alle Landesverbände und allen voran der ZVDH (Zentralverband des Deutschen Dachdeckerhandwerks) diese „Aufklärung“ aktiv unterstützen würden, nach dem Motto: Wir sind es uns wert!
Streitthema Preise: 😡 Der Landesinnungsverband der Dachdecker Nordrhein startet die Kampagne „3,5 für schwarze Zahlen“. 💪 Ziel ist ein alle Kosten deckender Stundenverrechnungssatz mit gesundem Ertragsanteil. Lesen Sie hier, warum das Thema wichtig ist. 💯
https://dach.live/branchen-news/faktor-35-wie-dachdecker-schwarze-zahlen-schreiben