Kirche im Leipziger Land

Kirche im Leipziger Land Wir, das sind gut 30.000 evangelisch-lutherische Christen zwischen Thallwitz (Nord) und Lunzenau (Süd) und zwischen Pegau (West) und Mutzschen (Ost).

Kirche im Leipziger Land, das bedeutet: Viele Kirchen (174 ganz genau), eine schöne als die andere; aktive Kirchgemeinden (64 an der Zahl), in denen Hauptamtliche, Nebenamtliche und vor allem Ehrenamtliche den christlichen Glauben in unserer Zeit leben und dazu einladen wollen; Einrichtungen der Diakonie und anderer Partner, die auf ihre Art vom Glauben an Jesus Christus erzählen; Dörfer und Städt

e, die an vielen Stellen eine reiche Tradition verkörpern, aber besonders im Bornaer Revier auch Landschaft und Gesellschaft im Wandel. Wir freuen uns, dass Du dich für uns interessierst. Schau rein, oder – noch besser – mache mit bei der Kirche im Leipziger Land!

Gottes zweifache ReueGleich am Anfang unmittelbar nach der Erschaffung der Welt und damit auch des Menschen berichtet di...
13/06/2026

Gottes zweifache Reue
Gleich am Anfang unmittelbar nach der Erschaffung der Welt und damit auch des Menschen berichtet die Bibel, dass es Gott bereut, den Menschen geschaffen zu haben. Die Menschen sind von Grund auf böse. Sie lügen einander an. Sie denken nur an sich selbst. Sie schlagen ihre Kinder. Sie töten sich gegenseitig.
Angesichts der weltpolitischen Lage kann ich der biblischen Erzählung nur zustimmen.
Der aktuelle Präsident der USA herrscht mit aggressiver Rhetorik, mit emotionalen Behauptungen und mit furchtbarer Gewalt in seinem Land und weltweit.
Seit vier Jahren tobt ein brutaler Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine.
Und in Deutschland entwickelt sich eine Atmosphäre, die perspektivisch die Demokratie und die Rechtsstaatlichkeit beseitigen will. So frage ich sorgenvoll, wofür wir 1989 friedlich demonstriert haben, wenn wieder ein diktatorisches Regime wie die untergegangene DDR errichtet werden soll.
Weltweit breitet sich die Macht des Stärkeren auf Kosten des Schwächeren aus. Auch der Schutz der natürlichen Umwelt und die Bewahrung der Schöpfung treten in den Hintergrund. Eine derartige Entwicklung wird in der Bibel zurecht und ganz klar als böse bezeichnet. Deshalb wird unmittelbar von der Sintflut erzählt. Trotzdem macht Gott eine Ausnahme. Er spricht zu Noah und Naama: Ihr sollt überleben. Ihr denkt an mich. Ihr dankt mir. Und ihr tut Menschen und Tieren Gutes.
Nachdem die Flut zurückgegangen ist, verlässt Noah mit seiner Familie und allen geretteten Tieren das Schiffhaus. Noah dankt Gott. Darauf bereut Gott ein zweites Mal, weil er alles kaputt gemacht hat. Das wird Gott nie wieder tun. Gott bereut, Gott gesteht sich seinen Fehler ein.
Welch starkes Vorbild!
Wann lernt jede und jeder von uns, die gemachten Fehler einzugestehen?
Wann lernt die Menschheit, dass nur ein Miteinander ohne Gewalt und Lüge, ohne Selbstsucht und Krieg ein Überleben auf diesem wunderbaren Planeten ermöglicht?
Holger Herrmann
Krankenhausseelsorger im Leipziger Land

Heute ist der erste Sonntag nach Trinitatis. So wird jetzt die nächsten über 20 Sonntage weitergezählt. Aber warum 🤔 Im ...
07/06/2026

Heute ist der erste Sonntag nach Trinitatis. So wird jetzt die nächsten über 20 Sonntage weitergezählt. Aber warum 🤔 Im Video gibt's mehr dazu.

Trinita... Trinite... Trini.... was ist das eigentlich? Pfarrer Mar...

Ein Hoch auf Euch! Neben mir liegt „Euli“, meine kleine tierische Handpuppe, die vergangenes Wochenende beim Kinderbibel...
06/06/2026

Ein Hoch auf Euch!
Neben mir liegt „Euli“, meine kleine tierische Handpuppe, die vergangenes Wochenende beim Kinderbibelwochenende Großbothen eine Gute-Nacht-Geschichte erzählte. Es war für die anwesenden Kinder eine tolle Erfahrung gemeinsam ein Wochenende zu verbringen mit biblischen Geschichten, Kreativ- & Sportangeboten, Spielen, Singen, Pizza und einem lebendigen Gottesdienst. Einer oder eine allein kann das nicht stemmen. Es braucht Menschen, die diese Begegnungen ermöglichen: Die Ehrenamtlichen. Wenn die Wiese nicht gemäht wird, können keine Zelte aufgebaut werden. Wenn die benötigten Räume nicht vorher gereinigt werden, fühlt sich keiner wohl. Wenn es nicht engagierte Frauen & Männer gäbe, die diese Zeit musikalisch, inhaltlich & kreativ begleiten, die in der Küche stehen oder Pflaster auf Schrammen kleben, ihre eigene Freizeit opfern, eigene Interessen zurückstecken, wären solche bunten Tage überhaupt nicht möglich. Landauf, landab lebt Kirche dort, wo Ehrenamtliche sich einbringen. Wer zieht regelmäßig die Kirchturmuhr auf? Wer führt am Denkmaltag durchs Gotteshaus? Wer unterstützt im Besuchsdienst oder trägt Gemeindebriefe aus? Wer greift zum Besen? Damit nicht genug: Nicht wenige finden den Mut & nutzen Fortbildungsangebote, um selbst Sonntagsgottesdienste zu gestalten – im Ehrenamt! Die Motivation kommt aus dem Glauben an Jesus, aus einer Begeisterung, etwas an Freude zurückgeben zu können & Gemeinschaft zu ermöglichen. Ein Hoch auf Euch, Ihr Ehrenamtlichen, die Ihr Kraft & Zeit für andere gebt! Zugleich möchte ich den Blick auf das gesamtgesellschaftliche Engagement von Ehrenamtlichen weiten. Als es vor Kurzem zu einem großen Brandereignis im Ort kam, war es den Männern & Frauen der Freiwilligen Feuerwehr zu verdanken, dass sie geübt & umsichtig eingriffen & Schlimmeres verhinderten. Wieviel Leidenschaft steckt in den Heimatvereinen, deren Mitglieder Ortsleben fördern & ortsbezogene Traditionen bewahren? Die Hymne auf das Ehrenamt müsste fortgesetzt werden. Jeder Mensch, der von sich selbst absieht, lebt ein Stück das, was uns schon die Bibel nahelegt: „Dient einander, ein jeder mit der Gabe, die er empfangen hat, als gute Verwalter der vielfältigen Gnade Gottes.“
Pfrn. Dorothea Schanz, Großbothen

Feindesliebe? Immer noch?„Feindesliebe ist der Kern der Bergpredigt“, schrieb Franz Alt in seinem Buch „Frieden ist mögl...
30/05/2026

Feindesliebe? Immer noch?
„Feindesliebe ist der Kern der Bergpredigt“, schrieb Franz Alt in seinem Buch „Frieden ist möglich“. Beides heute für viele eine Zumutung. Ich meine das noch nicht einmal im großen Weltgeschehen, sondern im direkten Gegenüber. Immer schwerer scheint das zu sein. Dabei ist die Feindesliebe, wie Alt nachweist, keine Trotteligkeit, kein Entschuldigen jedes Vergehens, sondern Grundlage eines friedlichen Zusammenlebens.
Der Satz „Liebe deinen Nächsten, denn er ist wie du“ ist Jahrtausende alt. Gleiches gilt für die Goldene Regel: „Behandle den anderen so, wie du selbst behandelt werden möchtest“. Im Neuen Testament findet sich der Satz im Matthäusevangelium, Kapitel 7, Vers 12. In ähnlicher Weise findet er sich in den Texten aller großen Weltreligionen: Juden und Christen und Muslime, Hindus und Buddhisten sollen diesen Satz mit Leben erfüllen. So sagen es ihre Glaubensväter und -mütter. Und nicht nur sie.
Immanuel Kant, der große deutsche Philosoph, fragte: Was kannst du wollen, das für alle zum Gesetz werde? – Ein allgemeines Gesetz nicht nur für die anderen, sondern auch für jeden selbst! Das ist vernünftig!
Was kann dieses also sein, dass wir selbst tun – und das der andere auch gut finden kann? Der Konsens darüber scheint derzeit kaum möglich. Zu viele sind der Überzeugung, dass ihre Überzeugung die allein gültige sein soll. Nicht du und ich. Sondern ein großes Ich, dann langes Schweigen – und dann folgt vielleicht das Recht des anderen. Es lohnt sich manchmal das Wörtchen „Ich“ in Äußerungen zu zählen, gern auch bei sich selbst. In welchem Verhältnis steht es zum „Wir“? Und in welchen Zusammenhängen wird „Du“ gesagt?
Lebten wir so, dass der andere prinzipiell gleichberechtig wäre, hätte es manche Katastrophe nicht gegeben, wäre das Miteinander ein anderes. Das Leben miteinander in diesem Sinn war nie einfach. Auch das kann man aus den alten Texten herauslesen. Menschen mussten immer wieder daran erinnert werden. Also auch wir. Das, was es im Einzelnen bedeuten kann, entsteht aus dem Gespräch. In diesem Gespräch steht dann aber nicht die Macht im Mittelpunkt, sondern der Respekt vor dem anderen, der so ist wie ich: ein Mensch. Und es geht um unser Leben, gemeinsam, hier und heute, um Werte die gelten sollen, um Regeln, die sinnvoll sind.
Die Väter des Grundgesetzes hatten davon wohl eine Ahnung, als sie den berühmten Satz von der Würde an den Anfang stellten. Kein Wunder, nach dem, was in den Jahren zuvor geschehen war. Es kommt darauf an, diesen Satz, der aus der christlich-jüdischen Tradition erwachsen ist, auch heute immer wieder neu mit Leben zu füllen.
Bettine Reichelt – Pfarrerin im Kirchspiel Muldental

Pfingsten, was soll das sein?Es gibt wohl kaum einen christlichen Feiertag, der selbst für uns Christen so abstrakt ist,...
23/05/2026

Pfingsten, was soll das sein?

Es gibt wohl kaum einen christlichen Feiertag, der selbst für uns Christen so abstrakt ist, wie das Pfingstfest. Auch wenn der Sinn dieses Festes vielen fremd geworden ist, so wird doch das verlängerte freie Wochenende von uns gern angenommen. Zugegeben, so richtig „verstanden“, habe ich dieses Fest erst im Laufe meines Lebens. Denn der Hauptakteur bei diesem christlichen Fest ist ein Geist und auch noch ein Heiliger Geist. Wenn wir das Wort Geist hören, denken wir zunächst einmal an Geister aus der Fantasie- und Märchenwelt oder auch an den Geist des Alkohols. Aber da liegen wir leider meilenweit daneben. Der Heilige Geist, den wir Christen gern auch als Geist Gottes bezeichnen, ist wie ein soziales Netzwerk - nur mit Gott als Administrator. Der Geist Gottes ermöglicht es uns, an Gott und an seinen Sohn zu glauben und zur Erkenntnis seines Heilsplanes zu gelangen. Sicherlich ist diese Beschreibung theologisch äußerst kurzgefasst, aber alles andere würde Sie einfach davon abhalten, weiterzulesen. Der Geist Gottes ist auch kein Manipulator und auch keine Droge, er ist die leise Stimme Gottes, die uns Menschen versucht innerlich zu heilen und zu führen. Das Pfingstfest möchte uns an diese leise Stimme Gottes erinnern, die mit einer schier unendlichen Geduld uns Menschen zum Guten drängen möchte. Im Moment jedoch scheinen wir diese Stimme durch unser lautes Ego zu übertönen, was uns permanent einredet, dass wir zu kurz kommen würden, wenn wir uns in dieser Welt nicht behaupten. Unser Ego ist der eigentliche Manipulator, welches nur sich selbst im Blick hat und nach außen hin nur so viel für die Gemeinschaft tut, als dass es sich in der Anerkennung durch andere sonnen kann. Es hat kein wirkliches Interesse am anderen Menschen, es geht um pure Selbsterhaltung. Der Geist Gottes hingegen versucht uns von diesem heimtückischen Egoismus abzubringen, der, wie wir heutzutage feststellen müssen, immer mehr um sich greift.
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen allen mehr Geist und weniger Ego, Ihr Pfarrer M. Scholz, Röm.-Kath. Kirche, St. Josef, Borna.

Am Sonntag zieren wieder die Roten Paramente die Altäre. Im Format Glaube kompakt aus dem Kirchspiel Muldental gibt es d...
22/05/2026

Am Sonntag zieren wieder die Roten Paramente die Altäre. Im Format Glaube kompakt aus dem Kirchspiel Muldental gibt es dazu mehr Wissenswertes:

Was hat es eigentlich mit diesem Stück Stoff auf sich, was da in der Kirche hängt?Folge gern dem Kanal Kirchspiel Muldental - Region Grimma auf WhatsApp: htt...

16/05/2026

Danke für euer stetes und großes Engagement! 🙏🏼

Gestern war Himmelfahrt und viele Männer haben wie jedes Jahr abenteuerlustig einen Männertagsausflug gemacht. Grundsätz...
15/05/2026

Gestern war Himmelfahrt und viele Männer haben wie jedes Jahr abenteuerlustig einen Männertagsausflug gemacht. Grundsätzlich sollten wir Männer und Frauen mit guten Freundinnen und Freunden immer mal wieder ein Abenteuer erleben. Am besten Abenteuer, die uns aus der Komfortzone vielleicht an unsere Grenzen bringen und bei denen wir spüren, was im Leben wirklich zählt und was uns Halt gibt und uns trägt.
Ich erinnere mich an ein solches Abenteuer, einen Ausflug auf die Insel Skellig Michael. Das Eiland liegt im Nordatlantik 12 Kilometer vor der irischen Westküste im Distrikt Kerry. Skellig Michael ist berühmt für eine steinerne Mönchssiedlung aus dem 7. Jahrhundert, die über 618 Stufen einer Steintreppe ohne Geländer in etwa 200 Meter Höhe erreichbar ist, und für die Brutkolonien der Papageitaucher.
Der Weg zur Insel ist schon abenteuerlich. Wir legten ihn in einem kleineren Boot zurück, welches sich durch die stürmischen Wellen des Atlantiks kämpfte. Das Anlegen an den rauen Felsen der Insel in wild-bewegter See war auch für den erfahrenen Skipper nicht einfach. Der Anker des Bootes musste über Bord, um am Ende sicheren und festen Halt für das Schiff zu ermöglichen. Genau in dieser Situation habe ich mich gefragt: Was ist mein Anker und Halt im Leben, besonders, wenn der Wind einem hart ins Gesicht weht?
Dunkel erinnerte ich mich an ein Bibelwort. Es nutzt das Bild des Ankers als Symbol der Hoffnung. Als wir wieder festen Boden unter den Füßen hatten, habe ich es gesucht und nachgelesen (Hebräer 6,19). Das Wort beschreibt Jesus Christus als festen und sicheren Anker, welcher mich direkt mit Gott verbindet und bei ihm festmacht. Daher wurde neben dem Kreuz (Glauben) und dem Herz (Liebe) der Anker zu einem starken und verbreiteten Symbol für Hoffnung. Es ist Hoffnung, die über die „Bordwand“ meines Lebens schon in die Ewigkeit Gottes, die himmlische Heimat reicht. Zugleich entfaltet meine Jesus-Hoffnung schon im „Hier und Jetzt“ Ankerwirkung und schenkt Mut und Kraft, Sicherheit und Trost, die mir helfen, trotz aller Herausforderungen und Stürme meinen Lebensweg fröhlich und getrost zu gehen.
Wie unbändig stark diese Hoffnung Menschen prägt und trägt, lässt sich an der Klosteranlage auf Skellig Michael ablesen. Über 500 Jahre trotzten die christlichen Mönche den Elementen der Natur und auch den einfallenden Wikingern, um in einer kleinen Gemeinschaft in Jesu Namen zusammenzuleben, zu arbeiten, zu beten und damit in Gottes Nähe zu bleiben.

Tobias Jahn ist Geistlicher Leiter der Diakonie Leipziger Land

10/05/2026

Manche Menschen gehen, ohne dass jemand zurückbleibt, der Abschied nehmen kann.
Umso wichtiger ist es, ihnen einen würdevollen Moment des Gedenkens zu schenken.

Die Stadt Borna lädt gemeinsam mit der Ev.-Luth. Emmauskirchgemeinde Bornaer Land und der kath. Gemeinde St. Joseph am 19. Juni 2026 um 18:00 Uhr in die Kapelle des Parkfriedhofs Borna zur zweiten Gedenkfeier für Verstorbene ohne Angehörige ein.

In diesem Jahr wird der Gedenkbaum vom Ambulanten Hospizdienst der Caritas Leipzig gespendet.

Alle sind herzlich willkommen. 🕯️

Wer es verpasst hat - am 18.9. folgt die nächste Wohnzimmerkirche.
10/05/2026

Wer es verpasst hat - am 18.9. folgt die nächste Wohnzimmerkirche.

Adresse

Ev./Luth. Kirchenbezirk Leipziger Land Martin-Luther-Platz 4
Borna
04552

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