Kirche im Leipziger Land

Kirche im Leipziger Land Wir, das sind gut 30.000 evangelisch-lutherische Christen zwischen Thallwitz (Nord) und Lunzenau (Süd) und zwischen Pegau (West) und Mutzschen (Ost).

Kirche im Leipziger Land, das bedeutet: Viele Kirchen (174 ganz genau), eine schöne als die andere; aktive Kirchgemeinden (64 an der Zahl), in denen Hauptamtliche, Nebenamtliche und vor allem Ehrenamtliche den christlichen Glauben in unserer Zeit leben und dazu einladen wollen; Einrichtungen der Diakonie und anderer Partner, die auf ihre Art vom Glauben an Jesus Christus erzählen; Dörfer und Städt

e, die an vielen Stellen eine reiche Tradition verkörpern, aber besonders im Bornaer Revier auch Landschaft und Gesellschaft im Wandel. Wir freuen uns, dass Du dich für uns interessierst. Schau rein, oder – noch besser – mache mit bei der Kirche im Leipziger Land!

Durchzug der  Wie fühlt sich „Gnade" an? Wie riecht sie, wie schmeckt sie, wie klingt sie?Vielleicht sowie an einem dies...
16/08/2026

Durchzug der

Wie fühlt sich „Gnade" an? Wie riecht sie, wie schmeckt sie, wie klingt sie?
Vielleicht sowie an einem dieser hochsommerlichen Abende: die Hitze staut sich in allen Ecken und hüllt alles und jeden ganz in sich ein. Die Luft ist zum Schneiden und der Schweiß bildet eine weitere Schicht auf deiner Haut. Du fächelst dir Luft zu - es hilft nichts. 
Aber dann gibst du dir einen Ruck. Gehst zum Fenster. Legst die Hand auf den Griff, drehst, drückst. Und in eben diesem Moment, kaum dass ein Spalt entstanden ist, hebt sich der Vorhang. Nicht zaghaft – er bläht sich auf wie ein Segel, wird für einen Atemzug fast durchsichtig im Licht, und durch den Stoff hindurch spürst du die kühlende Luft, die über deine Arme streicht, über dein Gesicht, dein Haar. Es ist der Abendwind, der mit einem Mal den ganzen Raum in Bewegung bringt. Und der duftet: nach trockenem Gras und heranziehendem Regen. Du hörst das leise Flattern des Vorhangs, das Rascheln der Bäume vor dem Haus. Und spürst, wie die Schwere plötzlich von dir weicht, du mit einem Mal wieder durchatmen kannst. Dabei hast du nichts geleistet, doch nur das Fenster geöffnet.
Für mich ist Glaube genau das: der Griff in meiner Hand, das Fenster, das sich öffnen lässt. Die Gnade dagegen, der Wind, bereit, den stickigen Raum mit all den vielen Sorgen, Enttäuschungen und Erschöpfungen durchzulüften und mit neuem Leben zu erfüllen. Ich kann diese Gnade nicht erzeugen, auch nicht erzwingen. Ich kann mich ihr nur öffnen.
Schwer, reglos, erschöpft von dem Versuch, mir selbst frische Luft zuzufächeln. Vielleicht geht es dir ja ähnlich, vielleicht steckst auch du gerade in so einem Raum. Gib dir einen Ruck, probiere es aus: Dreh den Griff. Mehr musst du nicht tun, die Gnade ist längst auf dem Weg zu dir!
„Denn aus Gnade seid ihr gerettet durch Glauben, und das nicht aus euch: Gottes Gabe ist es" (Epheser 2,8).

Maximilian Sossai, Pfarrer im Ev.-Luth. Kirchspiel - - und Jugendpfarrer der Ev. Jugend im Leipziger Land

Sucht, Bittet, Klopft an!Schon als Kind hörte ich von einem jungen Mann mit dem Namen Hans. Man erzählte mir von seinem ...
08/08/2026

Sucht, Bittet, Klopft an!
Schon als Kind hörte ich von einem jungen Mann mit dem Namen Hans. Man erzählte mir von seinem Start ins Leben. Frisch ausgelernt lag das Leben vor ihm und er machte sich auf die Suche nach dem Glück. Vom Goldklumpen, über ein Pferd und Scherenschleifgerät bis hin zur Unbeschwertheit des Lebens – welch ein Narr, dachte ich als Kind.
Heute, wo ich selbst mit beiden Beinen mitten im Leben stehe, begegnet mir die Suche nach dem Glück wieder. Nicht als Märchenerzählung, vielmehr als eine Suche, nach etwas was mich in seiner Tiefe erfüllt. Hin und wieder ist es die Bitte ans Leben, damit es mich einmal wieder von der Sonnenseite anlachen möge. Manchmal ist es der Versuch an unterschiedliche Türen des Lebens zu klopfen, in der Hoffnung, dass die eine Tür für mich aufgeht. Die Suche nach dem Glück ist tiefer, als nur nach einem kurzen Moment des Lachens. Es geht um ein lachendes Herz, das Ruhe und Zufriedenheit ausstrahlt. Um den inneren Frieden, der mir immer wieder neu die Augen für das Wunder des Lebens öffnet. Ja, es geht um Geborgenheit, aus der jene Unbeschwertheit erwächst, die wir ein glückliches Leben nennen.
Ich bin nicht allein auf der Suche. Heute nicht und auch vor 2000 Jahren zur Zeit Jesu nicht. Er selbst antwortet darauf im heutigen Bibeltext: „Bittet, so wird euch gegeben; suchet, so werdet ihr finden; klopft an so wird euch aufgetan.“ (Mt 7,7)
Die Suche nach dem Glück ist ein Weg, auf dem ich selbst tätig bin. Denn Leben ist nicht Stillstand, sondern Bewegung. Leben bedeutet gestalten, zweifeln, verwerfen und wieder neu beginnen. Für mich geht dies am besten an Orten des Glaubens. Die offene Kirche, in der ich von Kühle umhüllt eine Kerze entzünde und Gedankensplitter ordne. Ein Wort aus der Bibel, das zu einer Idee für den heutigen Tag wird. Eine Bitte, ein Gebet, ein Wunsch, der mich als Tagtraum begleitet, um vielleicht doch Wirklichkeit zu werden. Eine unverhoffte Begegnung, die mir in Gedanken nachgeht.
Auch an diesem Morgen suche ich das Glück und ich bin mir sicher ein kleines Stückchen davon werde ich finden. Ich muss nur ein wenig suchen, bitten und anklopfen.
In diesem Sinne wünsche ich uns ein Wochenende in Ruhe und Gelassenheit.
Bleiben Sie behütet!
Markus Wendland, Pfarrer im Kirchspiel Muldental

So klingt das Leben Viele Menschen machen gerade Ferien – am Meer, in den Bergen oder ganz in der Nähe ihrer Heimat. Ich...
31/07/2026

So klingt das Leben
Viele Menschen machen gerade Ferien – am Meer, in den Bergen oder ganz in der Nähe ihrer Heimat. Ich durfte gerade eine musikalische Urlaubswoche mit Menschen aus den USA, England, Luxemburg und Deutschland erleben. Unterschiedliche Menschen verband eine gemeinsame Leidenschaft: die Musik. Neben den Proben entstanden beim gemeinsamen Abendessen viele persönliche Gespräche. Vieles kam da zur Sprache: was gerade freut oder besorgt, wie das Leben verlaufen ist, worauf man gespannt ist und was man noch erleben möchte. All das floss ins gemeinsame Musizieren ein. Am Ende hörte man unserem gemeinsamen Klang an, dass wir einander besser kennengelernt hatten. Das war eine wunderbare Erfahrung.
Zurzeit läuft ein spanischer Film in unseren Kinos. Er heißt: So klingt das Leben. Zwei Jahre nach einem tragischen Schiffsunglück versuchen die Bewohner eines Fischerdorfes in Galizien ins Leben zurückzufinden. Das fällt sehr schwer. Viele haben Angehörige oder Freunde verloren. Zwei Betroffene beschließen, das alte Musikensemble wieder aufleben zu lassen, um wieder an einem Rondalla-Wettbewerb teilzunehmen. Anfangs geht alles mühsam. Doch im gemeinsamen Musizieren wachsen Vertrauen und Gemeinschaft. Sie sprechen über Trauer, Generationenkonflikte, Schuld, Vergebung und eine Liebe, die trotz allem Ja sagt. Am Ende gewinnen sie nicht nur den Wettbewerb – sie haben auch ein Stück Leben zurückgewonnen.
Ja, so klingt das Leben: nach Urlaub und Leichtigkeit, aber auch nach Sorgen und Konflikten. Es klingt nach verlorenen Plänen und neuen Chancen. Musik kann Wunden nicht einfach heilen. Aber sie bringt Menschen wieder zusammen. Sie lässt Hoffnung anklingen, wo vorher nur Schweigen war.
All das erinnert mich an einen Satz Jesu: „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben.“ (Johannes 14,6). Für mich ist das keine Vertröstung, sondern die Zusage, dass Gott uns einen Weg weist – auch dann, wenn unser Leben gerade anders klingt, als wir es uns wünschen. Vielleicht beginnt dieser Weg schon dort, wo Menschen einander zuhören, miteinander reden oder gemeinsam musizieren.

Birgit Silberbach, Pfarrerin im Kirchspiel Muldental

Keine falsche Bescheidenheit!„Eigenlob stinkt!“ oder „Gib nicht so an!“ – Solche Sätze sind Vielen vertraut. In unserer ...
25/07/2026

Keine falsche Bescheidenheit!
„Eigenlob stinkt!“ oder „Gib nicht so an!“ – Solche Sätze sind Vielen vertraut. In unserer oft leistungsorientierten Gesellschaft ist zugleich auch zu hören: „Mach dich nicht kleiner, als du bist.“ Oder „Stell dein Licht nicht unter den Scheffel.“ Gemeint ist damit, sich etwas zuzutrauen, bei Prüfungen selbstbewusst aufzutreten und die eigenen Fähigkeiten nicht zu verstecken. „Sein Licht nicht unter den Scheffel stellen.“ – Wo kommt diese Redewendung eigentlich her? Es sind Worte Jesu aus seiner berühmten Bergpredigt. An diesem Sonntag werden sie in den Gottesdiensten der evangelischen Kirchen in Deutschland vorgelesen. Jesus sagt es zu Menschen, die ihm gefolgt sind und ihm zuhören. Im Zusammenhang heißt es: „Man zündet auch nicht ein Licht an und stellt es unter einen Scheffel, sondern auf einen Leuchter; so leuchtet es allen, die im Hause sind. So lasst euer Licht leuchten vor den Menschen, damit sie eure guten Werke sehen.“
Ein Scheffel ist ein Getreidemaß, etwa in der Größe von acht Litern, also ein eher kleinerer Eimer. Ein leuchtendes Licht mit einem Eimer abzudecken, ist absurd. Denn dann ist das Licht und seine Wirkung im wahrsten Sinn des Wortes im Eimer. Ein Licht, das von keinem gesehen und gespürt wird, ist unsinnig und verfehlt seine Aufgabe. Ich kann meine eigenen Fähigkeiten und Gaben zum Leuchten bringen und brauche sie nicht zu verstecken. Im Gegenteil: ich soll und kann das, was ich gut kann, entwickeln und fördern und sichtbar machen. Ich kann auch stolz darauf sein.
Am besten ist es, wenn es nicht allein mir selbst nutzt, sondern ebenso für andere eine Hilfe ist. Wenn es für Mitmenschen heller wird und auch ihnen ein Licht aufgeht. Das ist keine Angeberei, sondern tut anderen gut und mir selbst auch. Es hilft zu einem freundlicheren Miteinander in den persönlichen Kontakten und ebenso in unserer Gesellschaft. Ein Licht leuchten zu lassen ist allemal besser, als über die Finsternis zu schimpfen. Also: Keine falsche Bescheidenheit!
Pfarrer Christoph Steinert aus

Immer schnellerLetzten Sonntag feierte eine Frau ihr 80-jähriges Konfirmationsjubiläum bei uns. Achtzig Jahre! Eine ganz...
18/07/2026

Immer schneller
Letzten Sonntag feierte eine Frau ihr 80-jähriges Konfirmationsjubiläum bei uns. Achtzig Jahre! Eine ganz schön lange Zeit, in der sich die Welt enorm verändert hat. Als sie 1946 konfirmiert wurde, steckte das Fernsehen in den Kinderschuhen, und ein Telefon zu besitzen war keine Selbstverständlichkeit, vom Internet ganz zu schweigen. Heute haben viele ein Smartphone, das all das kann. Ich denke an meine Konfirmandinnen und Konfirmanden. Gefühlt kommt auf jede zweite Frage die Antwort: Soll ich mal die KI fragen? Und wenn ich ehrlich bin, ertappe ich mich auch zunehmend dabei, Künstliche Intelligenz zu nutzen. Mal schnell eine Formulierung suchen, für die ich selbst viel länger gebraucht hätte - die Künstliche Intelligenz macht es möglich. Noch ehe ich meinen Kaffee gekocht habe, ist die Antwort schon da. Die KI ist längst das geworden, was das Navi seit einigen Jahren ist: ein hilfreicher Begleiter, wenn ich den Weg nicht kenne. Doch macht mir die rasante Entwicklung „Bauchschmerzen“. Der Mensch war schon immer erfinderisch. Das ist wunderbar. Aber darin steckt auch Verantwortung. Den biblischen Auftrag, „sich die Erde untertan“ zu machen, höre ich daher weniger als Freibrief, alles Machbare auszureizen, sondern als Auftrag verantwortungsvoll mit dem umzugehen, was uns anvertraut ist. KI kann in vielen Bereichen unsere Arbeit erleichtern. Mir macht es jedoch Sorge, wenn sie zur Gesprächspartnerin wird. Wenn Menschen der KI von ihren Ängsten und Hoffnungen erzählen und sich von einer Maschine verstanden fühlen. Sie kann sicher passende Worte finden, durch einen Algorithmus aneinanderreihen und eigenständig Entscheidungen treffen. Aber sie bleibt eine Maschine. Sie kennt weder Mitgefühl noch Liebe. Sie kann ein Gespräch oder eine Begegnung mit einem Menschen nicht ersetzen.
Gerade in einer Zeit, in der Maschinen immer klüger werden, bleibt es in unserer Verantwortung, menschlich zu bleiben und einander im wahren Leben zu begegnen.
Cornelia Gramm, Pfarrerin in der Kirchgemeinde Parthenaue-Borsdorf

Vorfreude, schönste Freude!Nein, Sie haben sich nicht verlesen, auch wenn diese Überschrift eigentlich in den Advent geh...
11/07/2026

Vorfreude, schönste Freude!

Nein, Sie haben sich nicht verlesen, auch wenn diese Überschrift eigentlich in den Advent gehört, so haben diese drei kleinen Worte das ganze Jahr über ihre Gültigkeit. Auch und gerade vor dem Urlaub, denn im Urlaub selbst, denke ich jedenfalls meist schon wieder daran, was alles danach kommen könnte. Vielleicht geht es Ihnen genauso. Ja, in der Zeit vor dem Urlaub komme ich langsam zur Ruhe und die Freude, wenigstens für eine kurze Zeit mal aus dem Alltagstrott aussteigen zu können, beflügelt einen regelrecht und vieles nimmt man dann nicht mehr so tragisch. So zum Beispiel auch nicht, dass wir im Weltfußball und auch in der Weltwirtschaft eigentlich kaum noch eine große Rolle spielen. Allerdings schmerzt dies nur jene, die ohnehin ein übersteigertes Ego haben, alle anderen können akzeptieren, dass andere auf dieser Erdkugel auch etwas können und wir als Gesellschaft mittlerweile eben andere Prioritäten gesetzt haben. Ob das gut oder schlecht ist, wird sich zeigen. Wir Christen können da wie immer etwas gelassener bleiben, da wir fest darauf vertrauen das, egal, was auch kommen mag, Gott es am Ende doch zum Guten führen wird. Die Frage ist hier nur, was wir unter gut verstehen. Im Moment sind wir eher im Stadium „zu gut“, ja uns geht es zu gut. Auch wenn das sicherlich eine Verallgemeinerung ist, die einige von uns nicht mir teilen werden. Wenn wir aber in die Welt hinausschauen, dann müssen wir uns eingestehen, auch wenn bei uns nicht alles rund läuft, aber viele, zu viele, auf dieser Welt haben es noch bedeutend schwerer als wir. Wir werden das leider nicht ändern können, auch wenn das einige unter uns glauben, denn dazu ist zu viel Vermögen und Macht weltweit in zu wenig und verantwortungslosen Händen. Was wir aber tun können, ist, mit etwas mehr Bescheidenheit und tiefer Dankbarkeit jeden Tag, den wir geschenkt bekommen, zu leben. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen allen eine erholsame und gesunde Ferien- und Urlaubszeit, Ihr Pfarrer M. Scholz, Röm.-Kath. Kirche, St. Josef, Borna.

Gut. Genug. Gesegnet.Heute ist der letzte Schultag. Es gibt Zeugnisse, und dann beginnen die Sommerferien. Sechs Wochen ...
03/07/2026

Gut. Genug. Gesegnet.
Heute ist der letzte Schultag. Es gibt Zeugnisse, und dann beginnen die Sommerferien. Sechs Wochen Zeit, um etwas anderes als sonst zu tun: hoffentlich ein schöner Urlaub oder ein guter Ferienjob oder noch etwas anderes (in der Nacht spannende WM-Spiele mit der deutschen Mannschaft anschauen leider ja nun nicht mehr).
Ich hoffe für unsere Schülerinnen und Schüler, für die Lehrkräfte und die Eltern, dass es eine Zeit des Durchatmens werden kann. Denn viele fühlen sich sehr unter Druck. Immer wieder ist das zu spüren.
Ich meine, dass es unser aller Aufgabe ist, die jungen Menschen wo es nur geht zu stärken und zu ermutigen. Mitten in der Coronazeit gab es eine Aktion der Evangelischen Jugend in Sachsen, mit der das umgesetzt wurde. Mit einer Schablone wurden am ersten Schultag drei Wörter auf den Bürgersteig vor den Schultoren gesprüht. Drei Worte nur, die aber etwas sehr Wertvolles weitersagen: Gut. Genug. Gesegnet.
Auch heute ist ein guter Tag, um die Botschaft dieser drei Wörter weiterzusagen: Es ist gut, dass du da bist, und es ist gut, wie du bist. Und wenn du dich mit den Kräften bemühst, die du hast, dann ist es genug. Mehr muss und kann es nicht sein. Und bei all dem bist du gesegnet. Weil Gott auf dich schaut und dein Bestes will.
Sagen Sie das aus vollem Herzen allen, die mit der Schule zu tun haben. Sie können das aus vollem Herzen sagen, weil es auch für Sie gilt. Für uns alle. Mit dieser Botschaft können wir befreit leben. Frei von Versagensängsten, frei von Neid, frei von der Sorge um die Zukunft. Drei Worte nur: Gut. Genug. Gesegnet.

Jochen Kinder, Superintendent im Kirchenbezirk Leipziger Land

✨ 22 Kirchen. Eine magische Nacht! ✨Am Samstag, dem 4. Juli ist es wieder so weit: Die Nacht der offenen Dorfkirchen läd...
29/06/2026

✨ 22 Kirchen. Eine magische Nacht! ✨
Am Samstag, dem 4. Juli ist es wieder so weit: Die Nacht der offenen Dorfkirchen lädt zu einem unvergesslichen Sommerabend ein! 🌅 Seit 2007 öffnen Dorfkirchen in unserem Kirchenbezirk am ersten Samstag im Juli ihre Türen für Kultur, Begegnung und Geschichte.

Das erwartet euch dieses Jahr:
• 🎶 Kultur & Bühne: Konzerte, Theater & Lesungen.
• 📜 Wissen: Spannende Vorträge, Buchvorstellungen & Ausstellungen.
• 🔔 Highlights: Turmbesteigungen, Glockenläuten & Abendsegen.
• 🎬 Kino: Großes Kino in der Kirche & Filmgottesdienst.
• 🍕 Gemeinschaft: Mitmachangebote & leckeres gemeinsames Essen.

Egal ob Familie, Kulturfan oder Entdecker – es ist für jeden etwas dabei! Bringt eure Liebsten mit und erlebt die Schätze unserer Region bei Nacht. ✨

📍 Wann? Samstag, 04.07.2026
📍 Wo? In 22 Dorfkirchen der Region

🔗 Das komplette Programm aller Gemeinden findet ihr über den Link in unserer Bio!

📲 Klickt jetzt auf den Link in unserer Bio, sucht euch eure Lieblings-Events aus und plant eure Route für die Nacht! 🗺️

„Geh aus mein Herz und suche Freud...“So ist es ja oft in diesen Wochen zu hören. In dem Jubiläumsjahr zu Paul Gerhardt,...
27/06/2026

„Geh aus mein Herz und suche Freud...“
So ist es ja oft in diesen Wochen zu hören. In dem Jubiläumsjahr zu Paul Gerhardt, der vor 350 Jahren verstarb. Wenn ich nach einem Lied von Paul Gerhardt frage, wird mir oft dieses zuerst genannt. Es ertönte nicht nur beim Paul Gerhardt Straßenfest in Grimma, auch bei der Nacht der Offenen Dorfkirche in Ragewitz wird der irdische Garten beim Singen lebendig und ein Blick in den himmlischen Garten Gottes geworfen. Wir wollen es auch beim Singen von Paul Gerhardt Liedern auf den Treppenstufen an der Klosterkirche Grimma am Freitag, 17. Juli um 19 Uhr neben vielen anderen miteinander anstimmen. Geh. Eine Aufforderung an uns, sich zu bewegen, sich auf den Weg zu machen, um dabei zu sein bei dieser musikalischen und bei der inneren Reise. An diesem Wochenende sind wir um 10.30 Uhr eingeladen in die Klosterruine Nimbschen zu kommen. Bei schönem Wetter unter freiem Himmel. Unter dem Wochenspruch: „Einer trage des anderen Last, so werdet ihr das Gesetz Christi erfüllen“ machen wir uns auf die Reise zu Menschen, die unter Lasten zu tragen haben. Genauer gesagt, die einmal Entscheidungen für ihr Leben zu fällen haben. Soll ich oder soll ich nicht? Die Frage nach dem Wehrdienst und den Frieden treibt viele Menschen um. Als Paul Gerhardt 11 Jahre alt war, begann der dreißigjährige Krieg. 30 Jahre seines Lebens erlebte er Leid, Angst, Zerstörung und viele Menschen, die ihr Leben verloren. Dazu kam noch die Pest – in Grimma, in Wittenberg, in Lübben… Er verlor selbst vier eigene Kinder, seine Frau. „Einer trage des anderen Last…“ Dieser Wochenspruch und das Lied „Geh aus mein Herz“ ist Ausdruck der Freude am Leben und am Glauben, die auf besondere Weise auch diesen Gottesdienst in der Klosterruine prägen wird. Ob die Band, die diesen Gottesdienst musikalisch begleitet, auch das Lied von Paul Gerhardt – „Geh aus mein Herz…“ spielt? Gehen wir nach Nimbschen, um es selbst zu erleben.
Torsten Merkel, Pfarrer im Kirchspiel Muldental

dass wir nicht verloren gehen …Wenn ich diese Zeile aus einem Lied der Jungen Gemeinde singe, erinnert es mich an eine G...
20/06/2026

dass wir nicht verloren gehen …
Wenn ich diese Zeile aus einem Lied der Jungen Gemeinde singe, erinnert es mich an eine Geschichte aus meiner frühen Kindheit: Ich muss gerademal 5 Jahre alt gewesen sein, da wollte ich Holger, einem gleichaltrigen Freund, meinen Kindergarten zeigen. Wir fuhren – ohne uns abzumelden – mit dem Roller etwa 3 km durch unsere Kleinstadt. Die Sorge der Eltern, dass wir hätten verloren gehen können, war bei der Rückkehr von dieser „Exkursion“ für uns nicht nachvollziehbar. Denn ich kannte doch den Weg. Und nach einer kurzen Standpauke haben mich meine Eltern gleich liebevoll in den Arm genommen. Als Jugendlicher habe ich mir in mancher Krisensituation die Frage gestellt: Können Menschen verloren gehen? Bei dieser Frage bin ich sehr vorsichtig geworden, denn schnell wird aus einer gut gemeinten Warnung eine theologische Drohung, um jemanden zu manipulieren. Als Jugendleiter möchte ich andern Menschen mit diesem Thema auf Augenhöhe begegnen. Ich denke dabei an das Begegnungswunder, in dem Zachäus, der Oberzöllner von Jericho, Jesus begegnete. Zachäus hatte bei der Suche nach Anerkennung und Macht, alle Freunde und auch sich selbst verloren. Doch als der mittellose Prediger Jesus durch seine Stadt zieht, bekommt er eine Ahnung davon, dass es im Leben mehr gibt, als Optimierung und Gewinn. Und er klettert auf einen Baum, um besser zu sehen, aber nicht gesehen zu werden. Und Jesus findet ihn in seinem Versteck, schaut ihn mit den Augen eines fürsorgenden Freundes an und lädt sich als Gast bei ihm ein. Diese Begegnung auf Augenhöhe bewegt Zachäus zur Umkehr, zu einer Lebenswende. Nicht alle glauben dem Gauner Zachäus diese Verwandlung. Doch Jesus erwidert: Ich bin gekommen, um die Verlorenen zu suchen und zu retten. (Lukas 19) Im Gleichnis Jesu vom liebenden Vater (Lukas 15) zieht der jüngere seiner beiden Söhne aus und verzockt sein Erbe. Doch nach seiner inneren Umkehr und Rückkehr aus der Fremde sieht ihn der alte Herr schon von ferne. Er eilt ihm entgegen, schließt ihn in seine Arme und lässt ein Fest für ihn bereiten. Warum? Weil er wieder da ist. Als ich als Fünfjähriger wieder zu Hause in den Armen meiner Eltern landete, reifte vielleicht schon die Ahnung davon, dass sich die Suche nach Gott lohnt. Sie wurde mehr und mehr zur Erfahrung, dass wir bei ihm nicht verloren gehen können, weil er uns unendlich liebt.

Gerd Pettrich, Jugendwart

Adresse

Ev./Luth. Kirchenbezirk Leipziger Land Martin-Luther-Platz 4
Borna
04552

Benachrichtigungen

Lassen Sie sich von uns eine E-Mail senden und seien Sie der erste der Neuigkeiten und Aktionen von Kirche im Leipziger Land erfährt. Ihre E-Mail-Adresse wird nicht für andere Zwecke verwendet und Sie können sich jederzeit abmelden.

Verknüpfungen

Teilen