28/05/2026
Über diesen Post von uns hat sich ein Bischof aufgeregt.
Das hat uns eine Person aus dem kirchlichen Umfeld mitgeteilt. Manchmal erkennt man am Aufschrei, wo der wunde Punkt liegt. Und damit stellt sich die eigentliche Frage: Warum regt sich ein Bischof über dieses Bild auf?
Wenn kirchliche Einrichtungen beim Einkauf von Fleisch, Milch und Eiern aus der Massentierhaltung glauben, alles richtig zu machen — wenn das Essen wirklich zu den schönen Worten über Mitgeschöpfe, Nächstenliebe und Barmherzigkeit passt — dann gäbe es doch gar keinen Grund zur Aufregung. Dann könnte man sagen: „Ja, wir wissen, wo unser Essen herkommt.“ „Ja, wir übernehmen Verantwortung.“ „Ja, unsere Beschaffung ist transparent, verbindlich und tierfreundlich.“
Aber genau das passiert nicht. Stattdessen wird sich über ein Bild aufgeregt, das nur sichtbar macht, was bei Fleisch auf dem Teller immer mitgemeint ist: Tierfabriken, Tiertransporte, Schlachthöfe.
Wir freuen uns über diese Reaktion. Wirklich. Selbsterkenntnis ist der erste Schritt zur Besserung. Umso mehr freuen wir uns, wenn daraus endlich bessere Entscheidungen entstehen: viel weniger Fleischgerichte, viel mehr pflanzliche Mahlzeiten und verbindliche Beschaffungskriterien für den Einkauf.
Übrigens: Wenn Menschen aus kirchlichen Einrichtungen uns Hinweise geben möchten, wie dort geplant, entschieden und eingekauft wird: Wir hören aufmerksam und vertraulich zu. Vielleicht ist es bald wirklich Zeit für ein Whistleblower-Portal.