05/04/2026
OSTERSONNTAG | Die Osterbotschaft in ihrem innersten, kleinsten Kern sind Augenblicke Gottes; er schaut uns an, spricht uns an oder berührt uns für einen Augenblick. Es sind „Magdalenensekunden“, denn Maria von Magdala wendet sich ab, als sie den Auferstandenen erkennt. Petrus wird vom Blick Jesu, den ausgerechnet er eben drei Mal verleugnet hat, ins Innerste getroffen. Auch im Blick meiner Mutter, deren Leben zu Ende ging, trafen sich Ewigkeit und Endlichkeit. Unsere Reaktion auf die Augenblicke Gottes können wir nicht vorherbestimmen. Mit Petrus bitterlich zu weinen wäre für mich eine gute Option; mit Maria von Magdala sich umdrehen und bekennen ist sicher die beste. Oder auch, wie in meinem Fall, als Gezeichneter eines Blickes durch das Leben gehen.
In jedem Fall: Nicht Gott, nicht den Augenblick festhalten wollen. In diesem Sinne wünsche ich euch allen frohe und gesegnete Ostern!